Zwischenzeit, ein meditativer Gottesdienst am Sonntagabend

Aus einem witzigen Sprachspiel (siehe Bild) hat sich eine Form entwickelt, die Raum lässt, in sich zu gehen, Zeit zu haben zur Stille und zum Gebet und den Blick auch über den eigenen Horizont richten kann.
Sören Kierkegaard sagte einmal: „Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht sich selbst reden hören, beten heißt still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.“
Nach einem kurzen Impuls und 3-4 Liedern im Gemeindehaus gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sich in die Kirche sitzen und hören, einen Bibelvers ziehen und darüber nachdenken oder beten, für andere oder die Stadt beten, Gebetsanliegen an die Pinwand hängen, am Kreuz Lasten ablegen und weitere. Nach einer guten halben Stunde kommen wir dann wieder zum VaterUnser, Segenslied und Segen zusammen. Der Gottesdienst dauert ca. 50 Minuten.
„Es tut mir so gut, vor einer vollen Woche zur Ruhe zu kommen und sich auf Gott und sich selbst auszurichten“, so die Aussage, die ich immer wieder hören kann.