150 beim Ökumenischen Gottesdienst am Sparkassenplatz

Nachdem die Bühne am Sparkassenplatz am Sonntag frei war, haben sich die Kirchen für einen Ökumenischen Gottesdienst entschieden, der bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag Morgen auf dem Sparkassenplatz gefeiert wurde. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger und eine Schola unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgten für die festliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Pfarrer Bernhard Richter begann seine Begrüßung mit den Worten:

„Stell Dir vor, es sind keine Reichsstädter Tage - und doch gehen alle hin:“

Pastoralreferent Wolfgang Fimpel führte in das Thema ein und sprach von den vielen Bedrohungen, der diese Welt ausgesetzt ist. Jonas Weis las den Ruf des Apostels Paulus aus Römer 12: "So viel es an Euch liegt, habt Frieden mit allen Menschen." 

Pfarrer Bernhard Richter stellte in seiner Predigt fest, dass die Welt auch in den 20 Jahren nach dem Anschlag auf das World-Trade-Center nicht friedlicher geworden ist. Es gelte aber in diesen Tagen, auch selber darauf zu achten, was dem Frieden dient, nicht nur auf die Versäumnisse der anderen zu schauen. Richter forderte auch den Respekt und die Achtung vor dem anderen, gerade auch dann, wenn man anderer Meinung ist.

Nach biblischen Menschenbild sind alle gottebenbildlich, steckt in jedem etwas von Gott, und darum gilt es, die Würde eines jeden Menschen zu achten. Ihn entsetzt immer mehr, was in den mehr oder weniger sozialen Medien an Attacken und Beleidigungen durchs Netz gehe. Das sei schlicht nicht akzeptabel. Auch den sozialen Frieden dürfe man nicht unterschätzen betonte er Stadtkirchenpfarrer. Daher sei er sehr dankbar, wie gut Aalen ökumenische unterwegs sei, gerade im Blick auf die Schwachen und Hilfsbedürftigen, die Unterstützung brauchen und deren Würde es ebenfalls zu schützen gelte. Und letztendlich hoffte Richter, dass es auch im Dialog mit anderen Religionen weiter gehe, denn ein gutes Miteinander der Religionen sei gerade auch für den Frieden in einer Stadt sehr wichtig.

Der Ökumenische Gottesdienste endete mit dem Choral „Nun danket alle Gott“. Das Opfer war für den Kinder- und Jugendhospizdienst bestimmt. 


Neustart des Seniorenkreises

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es waren schwere Zeiten für alle Bereiche der kirchlichen Arbeit, die zurückliegenden eineinhalb Jahre der Pandemie. Auch in der Seniorenarbeit wagte man vor einem Jahr einen Neustart und feierte am 15. September 2020 den 50. Geburtstag des Seniorenkreises. Danach war es nur noch bis Ende Oktober möglich, jeden Dienstag zusammenzukommen. Dann kam der nächste Lockdown. Im Frühsommer kamen nun alle MitarbeiterInnen zusammen und entwickelten ein neues Programm, das bis Mitte Januar geht und alle älteren Gemeindeglieder an jedem Dienstag um 14 Uhr einlädt. So wird unter anderem Ute Hommel eine Märchenreise rund um die Welt anbieten, Hartmut Wagner einen Einblick über die Wunderwelt der Bienen geben, Ulrich Geßler erklären, wie eine Zeitung entsteht oder Frieder Weinbrenner in das Thema Wald einführen. Auch Dekanin Büttner wird über die Gefängnisseelsorge berichten und Dekan Drescher mit der Jahreslosung den Start in das neue Jahr machen. Den Beginn macht am 14. September Pfarrer Bernhard Richter mit dem Motto des Stuttgarter Katholikentages „Leben teilen“, und er wird entwickeln, warum dieses Motto nicht nur für einen Katholikentag wichtig ist.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter und Bärbel Geßler als Verantwortliche für die Seniorenarbeit bei der Vorstellung des

Programmes auf der Terrasse des Gemeindehauses.

 


Die Notfallseelsorge im Ostalbkreis gibt seit 20 Jahren Betroffenen Halt und Unterstützung

v.l.n.r  Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge
v.l.n.r Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge

Es waren nicht die großen und schrecklichen Ereignisse (Ramstein 1988, Eschede 1998, Kaprun 2000, New York 2001) die die Entstehung der Notfallseelsorge in Deutschland vorantrieben. Vielmehr waren es die kleinen lokalen Unglücks- und Todesfälle, die Einsatzkräfte (Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr) und auch Angehörige oft belastet, ratlos und entsetzt am Unglücksort zurückließen.

Die Einsatzkräfte berichteten oft von der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, Schmerz und Trauer, mit der sie Betroffene und Angehörige nach tödlichen Unglücksfällen alleine lassen mussten. Auch bei den Einsatzkräften hatten sich manche Bilder von Getöteten, Unglücksorten und Situationen in Kopf und Seele eingebrannt. Deshalb machten sich die Einsatzorganisationen zusammen mit Kirchen auf den Weg, Ideen zu entwickeln, wie vor allem den Hinterbliebenen, aber auch Einsatzkräften geholfen werden kann. So entstanden schon Anfang der 1990-er Jahre die ersten Kooperationen zwischen Einsatzorganisationen und Kirchen. Daraus entwickelte sich die Notfallseelsorge (NFS = Kirchlicher Träger) und die Krisenintervention (KIT = Träger: Rettungsdienste) sowie die Fachberater Seelsorge bei der Feuerwehr.

Langsam etablierten sich die ersten Gruppen auch in Baden-Württemberg. Nach etwa zweijährigen Vorbereitungen im Ostalbkreis entstand 2001 die Notfallseelsorge im Ostalbkreis als Kooperation zwischen dem Landkreis, der Evangelischen und Katholischen Dekanate, und den Einsatzorganisationen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Bereits 1997 entstand beim Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd ein Kriseninterventionsteam.

Nach fast einjähriger Ausbildung wurden am 6. Oktober 2001 im Rettungszentrum in Aalen die ersten 42 Notfallseelsorger durch die Dekane beauftragt. Der Einsatzbereich der Notfallseelsorge erstreckt sich über den Bereich des „Altkreis Aalen“. In den Folgejahren wurden kontinuierlich weitere Mitarbeitende für Krisenintervention und Notfallseelsorge ausgebildet, da vor allem im kirchlichen Bereich durch Stellenwechsel immer wieder neue Mitarbeitende dazukamen.

2011 wurden erstmals zukünftige NotfallseelsorgerInnen von eigenen erfahrenen Mitarbeitenden der Notfallseelsorge im Ostalbkreis ausgebildet. Seitdem konnten 54 Menschen für Notfallseelsorge und Krisenintervention in 6 Grundkursen ausgebildet werden. Die Ausbildung umfasst die Grundlagen der Gesprächsführung, der akuten Belastungsreaktionen, Sterben, Trauer und Tod, die Kooperation mit den unterschiedlichen Einsatzorganisationen, die Überbringung der Todesnachricht und die verschiedenen Interventionen in den unterschiedlichsten Einsatzsituationen, aber auch die eigene Psychohygiene und Verarbeitung der Einsatzerlebnisse. Die Unterrichtsdauer muss beim nächsten Kurs 2022 von 80 auf 100 Unterrichtseinheiten dem Bundesstandard der Psychosozialen Notfallversorgung angepasst werden.

Die NotfallseelsorgerInnen begleiten Angehörige und andere Betroffene vor allem nach tödlichen Unglücksfällen. Sie haben Zeit, hören zu, versuchen Ordnung in das Chaos zu bekommen, unterstützen den Aufbau eines sozialen Netzwerks und begleiten bei der Planung für die nächsten Stunden und Tage.

Durch unterschiedliche Einsätze, bei der die Notfallseelsorge auch für die Einsatzkräfte angefordert wurde, entstand 2011 die Einsatzkräftenachsorge. Durch Zusatzausbildung im CISM = Crititical Incident Stress Management (Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) sind inzwischen 23 Mitarbeitende aus NFS, KIT, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgebildet. Das CISM-Team begleitet nicht nur Einsatzkräfte bei und nach besonders belastenden Einsätze und steht auch in der Folge zu Gesprächen bereit. Es schult vor allem auch Einsatzkräfte präventiv in der Stressbearbeitung bei und nach Einsätzen.

Am 9. Oktober 2021 feiert die Notfallseelsorge im Ostalbkreis ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche Aalen (17 Uhr) mit der Beauftragung der neuen NotfallseelsorgerInnen. Im Anschluss gibt es einen feierlichen Festakt für geladene Gäste.

Weitere Infos bei:

Koordinator: Pfarrer Bernhard Richter, Tel: 07361/956214, bernhard.richter@elkw.de

CISM-Team-Koordinator: Martin Keßler, Tel: 0172/5425952, martin.keßler@drs.de

Ausbildungsleiter: Jürgen Schnotz, Tel: 07361/9992795, juergen.schnotz@elkw.de

www.kb-aalen-evangelisch.de/arbeitsbereiche/notfallseelsorge


Antikriegstag am Marktbrunnen und in der Stadtkirche

Auch 82 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges haben sich rund 60 Menschen am Marktbrunnen zum Antikriegstag versammelt. „Der 1. September bleibt ein trauriger Tag in der Geschichte unseres Landes,“ so Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen begann der Zweite Weltkrieg." Richter erinnerte an die Millionen Menschenleben, die in diesem Krieg ausgelöscht wurden. „Der 1.September ist und bleibt aber auch ein Tag der Erkenntnis, dass so etwas nie wieder passieren darf,“ so Richter. Und „Frieden ist und bleibt ein zerbrechliches Gut. Daher muss für Frieden und Freiheit jeden Tag neu gekämpft werden.“

Der Antikriegstag wurde vom Deutschen Gewerkschaftsbund 1957 ins Leben gerufen und wird in jedem Jahr am 1. September begangen. In Aalen wird er getragen von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis. Die Hauptredehielt Josef Mischko.

 

Im Anschluss fand in der Stadtkirche ein Ökumenisches Friedensgebet mit Pastoralreferentin Karin Fritscher und Pfarrer Bernhard Richter statt.


Enoy life - Genieße das Leben - Pilgerweg von der Stadtkirche zum Aalbäumle

Sie hatte sich vergangenes Jahr beim ersten Versuch so bewährt, dass Pfarrer Bernhard Richter am gestrigen Sonntag die neue Gottesdienstform der Evang. Kirchengemeinde in Aalen wiederholte. Ein Pilgerweg von der Stadtkirche bis zum Aalbäumle, mit vielen Stationen, an denen jeweils ein Lied gesungen, ein Bibeltext gelesen und ein Impuls weitergegeben wurde. Es begann mit 10 Teilnehmern an der Stadtkirche. Immer wieder kamen Menschen dazu, beim Albstift waren es 30, auf den weiteren Stationen am Thermalbad, an der Schranke und oben auf dem Aalbäumle.  Besonders berührend war, als die Station am Albstift so manchen Bewohner nach draußen lockte. Und da die Albstiftler in vergangenen Jahr traurig waren, dass die Verweildauer so kurz war, wurde diesmal ein kleiner Gottesdienst gefeiert und das Innehalten der Pilger einfach verlängert.

Bei der Begrüßung vor der Stadtkirche erklärte Richter auch den Sinn des Pilgerns: „Pilgern ist ein Wandern im Glauben, offen für Schönheiten der Natur, aber auch für die Nöte dieser Welt. Und für Gott, dem wir alles verdanken, was Leben auf dieser Welt ausmacht.“

Von der Stadtkirche ging es zunächst zum Albstift, zum Thermalbad, zur Schranke an der Osterbucher Steige und dann aufs Aalbäumle. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ und dem Segen endete der Pilgerweg zur Mittagszeit.

Thematisch ging es bei allen Stationen um die Sommerpredigtreihe "Enjoy life - genieß das Leben". Dabei wurden Themen wie Natur, Musik, Essen oder auch Schweigen angesprochen. Oder auch die Freude, Kind Gottes sein zu dürfen.

Richter verwies dabei auch auf die Schöpfung, die wir genießen dürfen, für die wir aber auch Verantwortung tragen und der wir gerecht werden müssen. Und wie vom Spion angekündigt, gab es tatsächlich eine Bratwurst für alle Pilger.

Der Stadtkirchenpfarrer zog am Nachmittag eine positive Bilanz. „Alle waren begeistert von dieser Form des Gottesdienstes. Und es war eine schöne Mischung aus Wandern und Innehalten, Bewegung und Spiritualität“.

"Und" so Richter, "es ist auch mal schön, Bibeltexte in der Natur auszulegen und nicht nur auf der Kanzel der Stadtkirche“.

Das Opfer war für die Arbeit von Aktion Sühnezeichen bestimmt, denn der gestrige 10. Sonntag nach Trinitatis war der Israelsonntag.

 

Unsere Bilder zeigen Pfarrer Bernhard Richter mit den Wanderern auf dem Pilgerweg zum Aalbäumle.


Weltkindertag trotz(t) Corona

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es ist derzeit gar nicht so einfach, etwas für den Herbst zu planen. Wo stehen wir mit den Inzidenzen? Was dürfen wir? Was schon nicht mehr? Allen, die seit vielen Jahren den Weltkindertag im Auge haben und organisieren, geht es ähnlich. Und sie haben schon vor Wochen eines entschieden: ein großes Weltkindertagsfest wird es nicht geben können.  "Doch für die Kinder ist in der Pandemie so viel ausgefallen,",

sagt Pfarrer Bernhard Richter "es muss zum Weltkindertag in diesem Jahr wieder etwas stattfinden." Und so plant die Evang. Kirchengemeinde für den 20. September ein Mitmachkonzert in der Stadtkirche, zu dem vor allem die Kindergärten eingeladen sind. Zu Gast ist der Liedermacher Uwe Lall, der schon 2011 und 2016 in Aalen beim Weltkindertag war. Sein Mitmachkonzert steht unter der Überschrift "Wir sind Wunderkinder", nach dem gleichlautenden Lied, das von ihm stammt. Beginn ist 10 Uhr. 

Und tags zuvor, am Sonntag, 19. September, soll der Gottesdienst am Kocher im Gemeindehaus auch ganz dem Weltkindertag gewidmet sein, denn er steht unter dem Motto des Wortes Jesus aus dem Kinderevangelium (Markus 10.16): "Lasset die Kinder zu mir kommen". Das große Bündnis zum Weltkindertag, das seit 2009 unter der Regie des Kinderschutzbundes auf die Beine gestellt wurde und jetzt in der Verantwortung des Stadtjugendrings steht, ist auch am Planen kleiner Formate. " Denn" - und das betont Pfarrer Bernhard Richter beim Pressetermin im Kindergarten Liliput, " wir dürfen Kinder nicht vergessen. Was nur geht, muss stattfinden. Das sind wir unseren Kindern schuldig."

Und da ohne Weltkindertagsfest auch der Ökumenische Gottesdienst nicht stattfinden wird, möchte Richter den Weltkindertag und die Interkulturelle miteinander in Verbindung bringen. Der Gottesdienst am 26. September um 10 Uhr in der Stadtkirche steht unter dem Motto: Alle Kinder dieser Welt.

Unser Bild zeigt im Garten des Kinderhauses Liliput die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorstellung des Programmes zum Weltkindertag.


Die Türen der Johanneskirche werden sich wieder öffnen - nach coronabedingter Schließung

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

  Es war der Samstag, 7. März 2020 , als die Gemeinde sich letztmals zum Vorabendgottesdienst in der Johanneskirche traf. Und niemand hätte an diesem Abend gedacht, dass dies für lange Zeit der letzte Gottesdienst gewesen sein würde, denn die Pandemie und die Verordnungen mit Abstandsregeln hatten den Gottesdienst in der Kirche nicht möglich gemacht. Es gab eine kurze Zeit im April und Mai, als gar keine Gottesdienste mehr in geschlossenen Räumen gefeiert werden durften. Da entschloss sich die Evang. Kirchengemeinde in Aalen, den schönen Platz hinter der Johanneskirche zu nutzen und jeden Sonntag Gottesdienste im Grünen zu feiern. Doch in der Kirche gab es keinen Gottesdienst mehr. Diese Zeit neigt sich jetzt dem Ende zu.

  „Es ist höchste Zeit!“ sagte Dekan Ralf Drescher gestern beim Phototermin vor der Johanneskirche. Denn ab kommenden Samstag, 7. August wird es wieder den Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Johanneskirche geben, und zwar jeden Samstag. „Wir haben diesen Gottesdienst auch als Pfarrerschaft vermisst“, bekannte Pfarrer Bernhard Richter. Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgte für den Organistenplan, so dass es nun losgehen kann. Zunächst über die Sommerferien mit der Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft. Den Anfang am nächsten Samstag macht Pfarrerin Caroline Bender. So lange im Ostalbkreis die Inzidenzstufe 2 gilt, dürfen 36 Personen in die Johanneskirche, Alle hoffen, dass dieser Vorabendgottesdienst in diesem wunderschönen Kirchle St. Johann wegen der Inzidenzen nicht nur vorübergehend, sondern nun wieder dauerhaft an jedem Samstag um 18.30 Uhr stattfinden kann.

  Unser Bild zeigt die Aalener Pfarrerschaft vor der geöffneten Johanneskirche mit Mesner Weng und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller in der Vorfreude auf den Start der Gottesdienste am Samstag Abend in der Johanneskirche.


Den Frieden eingeübt - Urlaub ohne Koffer 2021

Erlebnisreiche ökumenische Freizeit für Senioren in der renovierten Kolpinghütte Aalen

Eigentlich geht der Betrieb in der renovierten Kolpinghütte am Albuch erst am 5. September wieder los. Aber für die Senioren-Freizeit  „Urlaub ohne Koffer“, von Präses Diakon Ottmar Ackermann im Jahr 2009 gegründet, machte die Kolpingfamilie gerne eine Ausnahme. So verbringen diese Woche 25 Seniorinnen und Senioren eine  erlebnisreche ökumenische Freizeit unter dem Leitwort „Friede sei mit euch“.

Dass es ohne Frieden im kleinsten Dorf und in jeder Familie nicht geht, machte Pfarrer Bernhard Richter in seinem einführenden Referat klar. Friedlicher Umgang miteinander sei allerdings nicht selbstverständlich, sondern müsse eingeübt werden. Verteilt auf das Leitungsteam wurden einzelne Aspekte in Gesprächen, Spielen und Liedern vertieft.

Helga Bäuerle rief den Senioren in Erinnerung, wie der Frieden in der Nachkriegszeit wieder allmählich realisiert wurde und wie dies vor allem von den Kindern erlebt wurde. Dorothea Müller übte mit Seniorengymnastik ein, welchen Wert Körperbeherrschung für ein gesundes Leben und damit für den Frieden mit sich selbst hat.

Erich Hoffmann (Westhausen) zeigte in Wort und Bild ein friedliches Bild vom Leben auf der Ostalb in Tradition und Brauchtum. Inge Grein-Feil (Dischingen) von „Freunde schaffen Freude“ unterhielt mit originellen und witzigen Geschichten, wie man das Leben nicht nur friedlich, sondern auch kreativ für sich und andere gestalten kann. Erwin Hafner schilderte dramatisch die harten Jahre nach dem zweiten Weltkrieg in Aalen und Umgebung. Helmut Argauer strahlte mit eigenen und Versen von Sebastian Blau seinen deftigen Humor aus.

Der Friedensgedanke stand im Mittelpunkt eines besonderen Gottesdienstes, den Pfarrer Richter mit Diakon Michael Junge hielt, der auch nach seiner Verabschiedung sich die Zeit dafür nahm. Lilo Ackermann (Harfe) und Johannes Müller (Gitarre) übernahmen die musikalische Begleitung. Die Köchinnen Kolbert und Behnisch sorgten mit Kevin Hofmann täglich für vier köstliche Mahlzeiten.


Spontane Soforthilfe

Heinz Schmidt (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts)
Heinz Schmidt (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts)

Vor dem Hintergrund der dramatischen Flutkatastrophe in Deutschland beschließen Heinz Schmidt, Vorsitzender der Bezirkssynode, Harald Schweikert, Verwaltungsstellenleiter, und Dekan Ralf Drescher spontan eine Soforthilfe in Höhe von 5.000,-- Euro. „Mit dieser Aktion“, so Heinz Schmidt, „rufen wir unsere Gemeindemitglieder auf, die Flutopfer zu unterstützen. Die Bankverbindung der Diakonie Katastrophenhilfe lautet: Evangelische Bank, IBAN: DE68520604100000502502. Onlinespenden sind ebenfalls möglich.


Tütenaktion im Gemeindehaus begonnen - Umbauarbeiten im Tafelladen

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

„Wir öffnen den Armen dieser Stadt die Tür“ sagte Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel, als kurz vor 10 Uhr die Tütenaktion der Tafel im Evang. Gemeindehaus am Torplatz begann. 78 Kunden holten sich eine Tüte ab, die mit Obst und Gemüse gefüllt war und ca. 10 Euro Wert hatte.

Schon kurz nach 7 Uhr begannen die MitarbeiterInnen Gerburg Tull, Richard Ratz, Christian Mätzler, Christine Klein, Christian Schön und Projektleiter Gerhard Vietz mit dem Packen der Tüten mit Ware. Vietz sprach von den Erfahrungen, die man aus dem ersten Lockdown gelernt habe.

Tags zuvor starteten in der Bahnhofstr. 55 die Umbauarbeiten, die bis Ende September abgeschlossen sein sollen. Die Mitarbeiterschar hatte eigentlich mit mehr Kunden gerechnet, aber „sicher werden es morgen mehr, wenn bekannt wird, dass es derzeit nichts kostet“, so Richter in seinem Fazit des ersten Tages.

Die Tütenaktion findet dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr im Café des Gemeindehauses am Torplatz statt.

 

Unser Bild zeigt Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorbereitung der Tütenaktion im Gemeindehaus.


„Ohne Wasser können wir nicht leben“ - Gottesdienst im Grünen auf dem Aalbäumle

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Verabschiedung Frau Holzner

Es war ein richtig schöner und sonniger Sonntag und eine große Gemeine machte sich auf den Weg zum Aalbäumle. „Wir brauchen keinen Regenschirm“ sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Wasser ist unverzichtbar, aber zu viel kann zu einer Katastrophe werden“, so der Stadtkirchenpfarrer. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger sorgte für die festlich musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes, stimmte aber auch die Choräle zum Mitsingen an. Wie lebensnotwendig Wasser sein kann, wurde in diesem Gottesdienst deutlich. Wasser löscht den Durst, Wasser reinigt, Wasser erfrischt, aber Wasser kann auch zu einer echten Bedrohung werden, wie die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gezeigt hat. Existenzen werden vernichtet, Leben ausgelöscht. Es wurde auf dem Aalbäumle eine Gedenkminute für die Verstorbenen und Vermissten, aber auch für die Einsatzkräfte vor Ort eingelegt. In seiner Predigt richtete Pfarrer Bernhard Richter aber auch mahnende Worte an die rund 150 Gottesdienstbesucher. „Wir gehen nicht immer verantwortungsvoll mit der uns anvertrauten Schöpfung Gottes um.  Der Mensch ist eben nicht das Maß aller Dinge, auch wenn er sich in dieser Rolle gut gefällt.“ Es werde in Zukunft darauf ankommen, mit allen Begabungen und Fähigkeiten Gottes Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, geleitet und ermutigt vom gemeinsam gesprochenen Psalmvers: Von allen Seiten umgibtst Du mich und hältst Deine Hand über mir.

Passend zum Thema fand gestern auf dem Aalbäumle auch eine Taufe statt. Und damit von der Notwendigkeit des Wassers nicht nur geredet wurde, bekam jeder Gottesdienstbesucher zur Stärkung oder Erfrischung eine kleine Flasche Wasser.

Aus aktuellem Anlass wurde die Opferbestimmung geändert und für die Katastrophenhilfe der Diakonie gesammelt. Nach dem Segen gab es noch eine Überraschung: Albrecht Barth von der Löwenbrauerei hatte noch mehrere Kästen Bier gestiftet, das den Besuchern mundete.


11. Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Sie ist inzwischen zu einer langjährigen Tradition geworden, die Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft. In diesem Jahr in der elften Auflage, geht es um das Thema: enjoy living - Gott will, dass es dir gut geht, Mensch & Schöpfung.

  • Den Auftakt der Sommerpredigtreihe macht Pfarrerin Caroline Bender beim Ökumenischen Gottesdienst am 31. Juli um 18.30 Uhr am Mahnmal Schillerhöhe unter dem Motto: "Enjoy music - David, die Psalmen und andere Musik". Diese Predigt hält Pfarrerin Bender auch noch am 1.8. um 9.15 Uhr in Waldhausen, am 8.8. um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 22.8. um 11 Uhr auf dem Aalbäumle.
  • Pfarrer Bernhard Richter wird seine Predigt unter das Motto stellen: "Enjoy nature - genieße die Natur" und dabei die biblische Schöpfungsgeschichte in den Mittelpunkt stellen. Richter hält die Predigt am 1.8. um 9 Uhr im Ostabklinikum und um 10 Uhr in der Stadtkirche, und am 5.9. um 9.15 Uhr im Christushaus in Waldhausen.
  • Pfarrer i.R. Dr. Werner Kugler hält seine Predigt am Sonntag, 15. August um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 22.8. um 10 Uhr im Gottesdienst am Kocher im Gemeindehaus unter der Überschrift: "Enjoy family." unter dem Wort aus Psalm 133.1.
  • Bei Pfarrerin Theresa Haenle heißt das Motto: "Enjoy food - Essen - mehr als nur Nahrungsaufnahme". Biblische Grundlage ist Markus 6,30-44. Haenle wird die Predigt am 15. August um 9 Uhr im Ostalbklinikum und um 10.30 Uhr im Christushaus in Waldhausen halten.
  • Pfarrer Jan Langfeldt hat bei seiner Predigt das Lied: "Schönster Herr Jesu" (EG 403) im Blick und hält sie am 22.8. um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 29.8. um 9 Uhr im Ostalbklinikum.
  • Prädikantin Elke Hiesinger wird über "Enjoy the father - Du bist ein Kind Gottes" am 29.8. in der Stadtkirche predigen.
  • Den Abschluss der Sommerpredigtreihe in diesem Jahr macht Dekan Ralf Drescher: Er predigt am 5.9. um 9 Uhr im Ostalbklinikum und um 10 Uhr in der Stadtkirche über Psalm 36 und das Thema: "Enjoy silence - genieße das Schweigen!"

Am 8. August gibt es mit Pfarrer Bernhard Richter einen Pilgerweg, der um 9 Uhr vor der Stadtkirche beginnt und mit dem Segen auf dem Aussichtsturm des Aalbäumle endet. Auf diesem Pilgerweg werden alle Texte der diesjährigen Sommerpredigtreihe Erwähnung finden.

 

Unser Bild zeigt die Aalener Pfarrerschaft bei der Vorstellung der 11.Sommerpredigreihe vor der Aalener Stadtkirche mit v.l.n.r. Pfarrerin Caroline Bender, Pfarrer Bernhard Richter, Pfarrerin Theresa Haenle, Dekan Ralf Drescher und Pfarrer Jan Langfeldt.


Ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck gebracht - Verabschiedung Michal Junge

Am Sonntag, den 11.07.2021, wurde in der Salvatorkirche Diakon Junge von der katholischen Seelsorgeeinheit verabschiedet. Er war sieben Jahre lang als Nachfolger von Diakon Ottmar Ackermann auch für viele soziale Projekte zuständig. Wie wichtig bei solchen Aufgaben die ökumenische Verbundenheit sein kann, dokumentierte Pfarrer Bernhard Richter in seinem Grußwort. Er erwähnte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Tafelladen, im Freundeskreis für Wohnsitzlose, beim Sozialführerschein, bei der Bahnhofsmission, bei Einschulungsgottesdienste oder bei der Ökumenischen Bibelwoche.

Richter nannte es ein starkes Signal der Ökumene, Menschen in Krisensituationen ihres Lebens gemeinsam helfen zu können und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen.

Als Geschenk überreichte er Diakon Junge einen Gutschein für das Café Samocca und das Buch der Schubart-Preisträgerin Monika Helfer: Baggage. Er dankte im Namen der evangelischen Baggage für die gute Zusammenarbeit mit Diakon Junge und hoffte, dass es bald auf katholischer Seite einen Nachfolge für die vielen sozialen Projekte in der Stadt gäbe.


2150,- Euro für notleidende Jugendliche gesammelt

Pfarrer Bernhard Richter und Pfarrerin Caroline Bender freuen sich über 29 Konfirmierte, die für andere Jugendliche Geld gesammelt haben und spenden. Sie dankten ihnen herzlich dafür.

Am 27. Juni und 4. Juli haben Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter 29 Jugendliche aus Aalen konfirmiert. Diese haben bis zu ihrem Nachtreffen 2 150 Euro gesammelt, zusammengesetzt aus der Kollekte aus den Gottesdiensten und ihrer Konfi-Spende. Dieses Geld wird an zwei Projekte für Kinder und Jugendliche übergeben – zum einen für Flüchtlinge, die in Griechenland angekommen sind und zum anderen an die, die in Indien unter schlimmen Corona-Umständen leben. Ideen für die Spendenprojekte hatten die Konfis selber zusammengetragen und darüber abgestimmt. Die Spenden werden über das Gustav-Adolf-Werk und die Diakonie-Katastrophenhilfe denen weitergegeben, die im gleichen Alter sind und Unterstützung sehr nötig haben.

 

Beim Nachtreffen am Donnerstag in der Stadtkirche bekamen die Jugendlichen auch Anregungen, wo sie in der Kirchengemeinde weiterhin mitmachen können. So gab es Informationen aus erster Hand von der Leitung des Traineekurses (Jugendleiterausbildung), nämlich von Christoph Schlichenmaier und Valentina Klein, an der die Frischkonfirmierten ab September teilnehmen können. Der Kurs findet wöchentlich in Peter & Paul auf der Heide statt und ist ökumenisch ausgerichtet. Es gibt noch freie Plätze für andere Jugendliche. Weitere Infos auch bei Pfarrerin Caroline Bender. 

 


Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) im Umbruch

Die ökumenische Bewegung in Aalen geht weiter

Große Veränderungen zeichnen sich in diesen Tagen in der Ökumene in Aalen ab. Mehrere Mitglieder der ACK gaben ihren Sitz und Stimme an jüngere Mitglieder weiter, andere verlassen hauptberuflich Aalen und setzen ihr Wirken an anderem Orte fort.

Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und Karl Buschhoff hatten über Jahrzehnte die Arbeit der ACK und damit auch die Ökumene insgesamt geprägt. Sie gaben am Abend der Verabschiedung in den Räumen der methodistischen Kirche einen Rückblick auf die Anfänge der Ökumene in den 70-er Jahren. Wie viel entstanden ist im Laufe der Jahre machten Pastor Matthias Harsanyi und Pastor Rainer Zimmerschitt in ihrer jeweiligen Bilanz deutlich. Harsanyi hob die Ökumenischen Kirchentage in Aalen hervor, Zimmerschitt stellte den Stadtgarten, das Fest der Einheit, aber auch das Friedensgebet und die Ankunft des Friedenslichtes aus Bethlehem im Advent vor. Beide dankten für das gute Miteinander der verschiedenen christlichen Gemeinden in der Stadt. Es sei viel Vertrauen gewachsen, was für eine gute Ökumene auch dringend geboten sei. Harsanyi wechselt zur baptistischen Gemeine nach Stuttgart-Zuffenhausen, Zimmerschitt zur methodistischen Gemeinde nach Kirchheim/Teck. Zum Abschied gab es als symbolisches Geschenk eine Sonnenblume und im Anschluss ein Abendessen im griechischen Restaurant Delphi. Karl Buschhoff dankte abschließend Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzendem der ACK. Er sei in all dem, was entstanden ist, der Initiator und Motor. In aller Traurigkeit des Umbruchs und Abschiedes aber waren sich doch alle einig: Die ökumenische Bewegung in der Stadt geht weiter.

 

Unser Bild zeigt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) mit ihrem Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Richter (oben rechts) und den geehrten und verabschiedeten Mitgliedern mit Sonnenblume vorne v.l.n,r. Karl Buschhoff, Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und in der zweiten Reihe Pastor Matthias Harsanyi (l) undPastor Rainer Zimmerschitt (r).


Den Bedürftigen der Stadt die Türen öffnen

Seit 1.2.1999 gibt es in Aalen den Kocherladen. Am 1.12.2002 zog die soziale Einrichtung von der Friedhofstr. 17 in größere Räumlichkeiten in die Bahnhofstr. 55 um. Seither ist der Tafelladen in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei zuhause. Doch das in die Jahre gekommene Gebäude ist in seinen Innenräumen dringend renovierungsbedürftig geworden. Daher wurden vom Wirtschaftskontrolldienst und vom Brandschutz Auflagen erteilt, die nun erledigt werden müssen. Für die Übergangszeit hat die Tafel viele leerstehende Ladengeschäfte der Innenstadt angefragt. Doch die Mietpreise waren unerschwinglich und oft war man auch gegenüber einer sozialen Einrichtung sehr zurückhaltend. „Letztlich will den Tafelladen niemand“ resümierte Pfarrer Bernhard Richter enttäuscht.

 

Umso erfreulicher war das Angebot der Evang. Kirchengemeinde, in der Übergangszeit bis September im Café des Gemeindehauses den Tafelladen zu beherbergen. „Wir öffnen den Bedürftigen der Stadt unser Gemeindehaus, und zwar ohne Miete“, sagte Dekan Ralf Drescher. Projektleiter Gerhard Vietz stellte die Übergangslösung vor, nach der ab 20. Juli 2021 dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr kostenlos Lebensmitteltüten im Café des Gemeindehauses ausgeteilt werden. Diese Aktion endet mit den Sommerferien am Freitag, 10.9.2021. Denn der Tafelladen möchte nicht das nach der Sommerpause beginnende Gemeindeleben behindern. Kassiererin Ursula Hubel warb um Geld- und Lebensmittelspenden.

 

Die Umbauarbeiten sollen bis 30.9. abgeschlossen sein. Richter: „Am 1. Oktober wollen wir mit einer Feierstunde den umgebauten Laden seiner Bestimmung übergeben. Und am 4. Oktober sollen die Türen des Kocherladens wieder für die Kundschaft aufgehen.“

 

Unser Bild zeigt Dekan Ralf Drescher, der die Tür des Gemeindehauses für den Tafelladen öffnet.

V.l.n.r. Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel, Kassiererin Ursula Hubel und Gerhard Vietz, Projektleiter.


Konzert mit Clemens Bittlinger „Bleibe in Verbindung!“ am Sonntag, 4. Juli 2021


CVJM-Gartenfest mit Gottesdienst am 4. Juli 2021


Gottesdienst zur Investitur von Pfarrer Jan Langfeldt am 3. Juli 2021


Konfirmation in Aalen - 13 Jugendliche wurden in der Stadtkirche eingesegnet

Am gestrigen Sonntag begannen in Aalen die Konfirmationen. 13 Jugendliche machten sich mit Pfarrer Bernhard Richter bei Glockengeläut vom Gemeindehaus auf zur Stadtkirche. Corona bedingt mussten alle Maske tragen und so konnte man gar nicht die charmanten und menschenzugewandten Gesichtszüge erkennen, wie Pfarrer Bernhard Richter in seiner Predigt bemerkte. Daher brauche es ganz dringend einen steten Impuls, der aus dem Herzen kommt, der für Menschlichkeit und Toleranz sorge, der den anderen mit Achtung und Wertschätzung begegne. Daher wünsche er sich von seinen Konfirmanden, dass sie manches aus der Unterrichtszeit im Leben umsetzen können und der manchmal so unbarmherzigen Gesellschaft Zeichen eines anderen Umgangs mit den Menschen setzen können in Wort und Tat. Mit dem Segen der Konfirmation sollte auf allen Wegen in die Zukunft spürbar werden: Dich schickt der Himmel!

 

Die Konfirmanden hatten für Begrüßung, Gebet und Glaubensbekenntnis eigene Texte formuliert und vorgetragen.  Kirchengemeinderat Dr.Erich Hofmann und Theologiestudent Sven Kuchler überreichten den Konfirmanden ihre eigens ausgesuchten Denksprüche in einen schönen Rahmen. Der Chor CantiAAmo unter Leitung von Lukas Nagel und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller an der Orgel sorgten für die festliche Ausgestaltung des Konfirmationsgottesdienstes. Das Opfer war auf Wunsch der Konfirmanden für das von Corona gebeutelte Indien und für Jugendliche im griechischen Flüchtlingslager bestimmt.

 

Am kommenden Sonntag werden um 9.30 Uhr und um 11 Uhr in der Stadtkirche 16 junge Menschen von Caroline Bender konfirmiert.

Unser Bild ( - ist angefragt - ) zeigt Pfarrer Bernhard Richter mit den Konfirmanden beim Zug von Gemeindehaus zur Stadtkirche.


Peter & Paul-Fest am 27.06.2021 - „Raus aus dem Kokon – Zeit zum Feiern“

Mit einem schönen Gottesdienst im Hof von Peter & Paul wurde das diesjährige Fest gefeiert. Zusammen mit dem Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Wolfgang Böttiger, der sich freute, wieder in größerer Besetzung spielen zu können, gestalteten Pfarrerin Caroline Bender und Pastoralreferentin Karin Fritscher den Gottesdienst unter dem Motto „Raus aus dem Kokon – Zeit zum Feiern“. Passend dazu gab es Laugenhörnchen, die an einer Seite geöffnet waren – rauskommen zum Feiern und Möglichkeit, sich zu verbinden, so Pastoralreferentin Fritscher.

Pfarrerin Bender ging auf die 3 und die 5 in der Jubiläumszahl 35 ein, denn so viele Jahre besteht nun das Gemeindezentrum als Ort der Ökumene. „Als Christinnen und Christen gehören wir zusammen und unter dem Segen des dreieinigen Gottes strahlt das auch in die Umgebung hinaus“, so die Pfarrerin.

Anschließend blieben viele noch bei Gebäck und Getränken und genossen die Gemeinschaft bei wunderbarem Sonnenschein.

Danke an alle Helferinnen und Helfer!


Mitgliederversammlung des Fördervereins im KubAA

OB Rentschler: Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Nach mehreren Versuchen im vergangenen Jahr, eine Mitgliederversammlung abzuhalten, hat der Förderverein Stadtteilarbeit Rötenberg e.V. diese Woche endlich in Präsenz tagen können, und zwar im KubAA. Und eingeladen wurde der Hausherr, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, den der Vorsitzende Pfarrer Bernhard herzlich willkommen hieß. Er werde die Gründungsversammlung des Vereins am Mittwoch, 6. November 2013 nie vergessen, so Richter, als der OB diese Versammlung leitete und auch gleich dem Verein beitrat. Seither habe der OB den Kontakt zum Rötenberg stets gehalten, alle Feste besucht, für den Anbau und neue Außenanlagen gesorgt, mit dem Projekt BIWAQ Menschen eine berufliche Zukunft eröffnet. Und vieles mehr. In seinem Referat „Aalen als soziale Stadt- die Entwicklung des Quartiers Q03“ betonte Rentschler die Notwendigkeit der Zusammengehörigkeit des Quartiers, was bei Rötenberg, Heide, Hirschbach, Stadtoval und Galgenberg, die alle zum Quartier gehören, gar nicht immer so einfach ist. „Doch die Mischung machts“ resümierte das Stadtoberhaupt. Und in allem sei die Begegnung stets wichtig. Denn sie mache das wirkliche Leben aus. Richter bedankte sich bei Rentschler mit einem Buchgeschenk über Wanderungen unter dem Motto: Auf ins Abenteuer und spielte damit auf die neue Wirkungsstätte des OB an.

Im Rahmen er Mitgliederversammlung wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt: Pfarrer Bernhard Richter als 1. und Günter Hoeschle als 2. Vorsitzender, Markus Biehler als Kassier und Juergen Däffner und Murat Goel als Beisitzer. 


Konfirmanden und Firmlinge gemeinsam auf dem Weg durch die Stadt

Aus dem ökumenischen Kreuzweg wird ein via lucis

    Es ist eine langjährige ökumenische Tradition, dass sich Konfirmanden und Firmlinge in der Passionszeit gemeinsam zu eine Jugendkreuzweg getroffen haben. Doch coronabedingt war dies im vergangenen Jahr nicht möglich, und auch in diesem Jahr nicht. Doch da sowohl Firmung als auch Konfirmation verschoben werden mussten, entwickelten Caroline Bender, Martin Kronberger, Hans-Christian Richter und Bernhard Richter ein Format für einen anderen Weg, und der fand am gestrigen Freitag statt und begann vor der Johanneskirche. Pfarrer Bernhard Richter begrüßte die Konfirmanden und Firmlinge und stellte die Idee des via lucis vor: auf einem gemeinsamen Weg macht man an Stationen Halt, um dort mit einem Bibeltext, einem Impuls und einem Lied innezuhalten, um sich dann gestärkt wieder auf den Weg machen zu können.

An der Johanneskirche ging es um das leere Grab, das Maria aus Magdala entdeckt und sie zum Weinen bringt. Doch der Auferstandene begegnet ihr und gibt ihr einen Auftrag. Pfarrer Richter sprach von der Auferstehung Jesu als der wichtigsten Botschaft des christlichen Glaubens. Und die gilt es, nicht für sich zu behalten, sondern weiterzugeben, auch nach Firmung und Konfirmation.

Über das Mahnmal an der Schillerhöhe gelangte man zur Ostalbarena. Jugendreferent Martin Kronberger rief vor dem Stadion die biblische Geschichte von Jesus und dem zweifelnden Thomas in Erinnerung: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben und entfaltete einige Gedanken zum Fußballfan in schweren Zeiten. Am Jobcenter war die nächste Station, bei der es um den Fischfang nach Lukas fünf ging.

Pastoralassistent Hans-Christian Richter stellte seine Gedanken an dem Ort, wo viele Arbeitsuchende hoffnungsvoll ankommen, unter das Motto: wenn das System nicht mehr funktioniert- die Perspektive wechseln.

Letzte Station war die Salvatorkirche. Pfarrerin Caroline Bender las den Auftrag zur Taufe nach Matthäus 28. „Das verbindet uns Christen. Die Taufe ist ökumenisch. Wir sollen unseren Kindern und allen Menschen davon erzählen, dass wir Söhne und Töchter Gottes sind, geliebt von ihm und gerufen, ein Segen zu sein“, so die Pfarrerin in ihrem kurzen Impuls. Auch wenn die Hitze an diesem Nachmittag doch sehr drückend war, so erlebten die Konfirmanden und Firmlinge Stunden einer wichtigen ökumenischen Gemeinschaft im Nachdenken über die Grundlagen des Glaubens, weit über die eigene Konfession hinaus


„Steht auf, wenn Ihr Christen seid“ - Pfingstmontag im Stadtgarten

„Steht auf, wenn Ihr Christen seid“ - es ist eigentlich die Hymne von Schalke 04, die für den Pfingstmontag umgewidmet wurde. Eigentlich kein gutes Vorbild, so Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung, denn Schalke ist ja abgestiegen, aber er habe gelernt, da zu sein, wo die Not am größten ist, und so wurde aus: „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ das Moto für den Pfingstmontag: „Steht auf, wenn Ihr Christen seid.“ Die freikirchliche Band mit Dominik Schwenk, Jeremy und Kevin Mayer, Ute Wendland und Manuel Henkel heizte kräftig ein, ehe Pastor Rainer Zimmerschitt die Gemeinde mit den Regeln des Gottesdienstes vertraut  machte.

Mit dem Lied „Die Herrlichkeit des Herrn“ stimmten die ca. 200 Besucher ein in diesen pfingstlichen Gottesdienst. Es sei für ihn in jedem Jahr neu ein Pfingstwunder, dass Christen aus den unterschiedlichsten Konfessionen hier „im grünen Herzen der Stadt“ zusammenkommen und Pfingsten feiern. In vier inhaltlichen Teilen wurde entwickelt, wo Christen aufstehen könnten. Pastoralassistent Hans-Christian Richter legte ein leidenschaftliches Plädoyer ein für die jungen Menschen und sprach sich für mehr „Unterbrechungen“ in allen Generationen aus. Pastor Thomas Mayer hob die Einheit der Christen unterschiedlichster Konfessionen hervor und mahnte den Zusammenhalt der Christen an. Pfarrer Bernhard Richter rief Menschen ins Gedächtnis, die einsam, arm und hilfsbedürftig sind, oder auch unter Abhängigkeiten leiden. Für sie lohne es sich aufzustehen, ihnen ihre Würde zu erhalten oder zurückzugeben. Pastor Rainer Zimmerschitt sprach von vielen Erwartungen an die Christen, betonte aber zugleich, dass Gott in Jesus die Welt bereits verändert hat und in seinem Geist verändern will. Mit dem Choral “Großer Gott wir loben dich“ schloss die große ökumenische Gemeinschaft diesen feierlichen Gottesdienst ab.

 

 


Geschichtenfenster zu Himmelfahrt und Pfingsten

Nachdem die gestalteten Fenster zu Advent und Weihnachten und dann der Passions- und Osterweg rund ums Gemeindehaus so großen Anklang gefunden haben, haben sich wieder einige Frauen der Kirchengemeinde auch für das dritte kirchliche Hochfest etwas ausgedacht: Zu den biblischen Geschichten zu Himmelfahrt und Pfingsten sind wieder zwei Fenster mit biblischen Erzählfiguren gestaltet worden. Die zugehörigen Bibeltexte und weitere Impulse regen zum eigenen Nachdenken an. Jesus, der Mensch, verlässt die Erde, um im Heiligen Geist allen Menschen nah sein zu können. An Pfingsten (Pentekoste = 50 Tage nach Ostern) feiern wir, dass Gottes tröstender und belebender Geist kommt und uns begleitet und neu begeistert.

Täglich bis 6. Juni (Ende der Pfingstferien) zu sehen am Evangelischen Gemeindehaus, Friedhofstraße 5


Evangelische Kindertagesstätte im Grauleshof erhält einen neuen Namen: Arche Noah

„Die evangelische Kindertagesstätte Grauleshof heißt jetzt Arche Noah“, verkündete Dekan Ralf Drescher bei der feierlichen Anbringung des neuen Namensschildes durch den Hausmeister Wolfgang Weng. “Gerne hätten wir dieses Ereignis im Rahmen unseres Familienfestes gefeiert. Doch leider kann dies aufgrund des immer noch aktiven Infektionsgeschehens und der aktuellen Corona-VO nur im kleinen Kreis stattfinden“, erklärte Jessica Lakey die Leiterin der Einrichtung.

 

Bereits im Herbst 2018 hat der Kirchengemeinderat dem Antrag auf eine Namensgebung für die Kindertagesstätte zugestimmt. Es bestand nun für die Kinder, Eltern und die Mitarbeitenden die Möglichkeit einen Namensvorschlag einzubringen. Besonders wichtig ist dem Kindergartenausschuss hierbei gewesen, dass der Name einen Bezug zur Kirche habe. Lakey: „Es sind hier viele schöne Namensvorschläge zusammengekommen.“

 

Diese sind anschließend sortiert und ausgewertet und dem Kindergartenausschuss mitgeteilt worden. Drescher: „Die Mitarbeiter hatten dann gemeinsam mit dem Elternbeirat die bedeutende Aufgabe den neuen Namen für die Kindertagesstätte auszuwählen. 

Und nun ist es endlich so weit: Wir feiern unseren neuen Namen: Evangelische Kindertagesstätte Arche Noah.“

 

Abschließend stellte die Leiterin des Kindergartens zufrieden fest: „Für uns hat unser neuer Name eine wertvolle symbolische Bedeutung: Wie die Arche für Noah, seiner Familie und den Tieren eine sichere Unterkunft war, so soll auch unsere Einrichtung allen Kindern und deren Familien Schutz und Geborgenheit bieten. Noah hat auf Gott vertraut und von ihm Sicherheit geschenkt bekommen. Und so wollen auch wir für Kinderund deren Familien Vertrauenspersonen sein und ihnen Halt und Mut geben.“

 

Mit Anbringung des Namensschildes wird nun der neue Name auch äußerlich sichtbar. 


18. Sozialführerschein beendet - Landrat Dr. Bläse: Dem Ehrenamt eine Struktur geben

Bild: Peter Hagender
Bild: Peter Hagender

Es war eine besonderer Kurs, der dieser Woche vor dem Salvatorheim seinen feierlichen Abschluss fand. 

Erstmal traf man sich in Präsenz, um aus den Händen des neuen Schirmherren, Landrat Dr. Joachim Bläse, das Zertifikat überreicht zu bekommen. Ansonsten fand der Kurs vom ersten Abend am 10.2. ausschließliche digital statt. „Es ist schön, wenigstens am Ende alle einmal zu Gesicht zu bekommen“, sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. Er stellte noch einmal die Idee des Kurses vor, der 2005 begann und Menschen zum Ehrenamt in sozialen Einrichtungen qualifizieren möchte. Christoph Class, damals Leiter der Diakonischen Bezirksstelle in Aalen, hatte die Idee der Ulmer Bahnhofsmission aufgegriffen und die Caritas, die Diakonie, die Bahnhofsmission, die Kath. und Evang. Kirchengemeinde als Träger zusammengeführt und für Aalen ein Kurssystem entwickelt, das sich in 18 Auflagen bewährt hat.

Sylvia Kreuzer, die den ganzen Kurs als Moderatorin begleitet hat, führte durch die Feier und ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Rückblick zu Wort kommen. Dies geschah, indem jeder und jede anhand von einem Buchstaben des Begriffes „Sozialführerschein“ seine Eindrücke erzählte.

Landrat Dr. Bläse würdigte als Schirmherr das soziale und bürgerschaftliche Engagement in Kirche und Gesellschaft. Die Absolventen dieses Kurses hätten sich auch von der Frage leiten lassen: wo werde ich gebraucht? Er betonte, wie wichtig Bausteine der Qualifikation wie der Sozialführerschein sein können und hob auch hervor, dass Ehrenamt eine Struktur braucht.

Im Anschluss überreicht der Landrat allen Teilnehmern ihr Zertifkat. Diakon Michael Junge dankte in seinem Schlusswort Teilnehmern, Trägern und dem Schirmherrn für den Kurs und den Abschluss, der trotz Einschränkungen durch Coroana einen würdigen Rahmen erhielt.

 

Unser Bild zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 18. Kurses mit dem Schirmherren, Landrat Dr. Joachim Bläse, und den Trägervertretern  Jörg Dolmetsch (Diakonie), Marion Santin (Caritas), Ulrike Lange (Bahnhofsmission), Diakon Michael Junge (Kath. Kirche) und Pfarrer Bernhard Richter (Evang. Kirche) beim feierlichen Abschluss vor der Salvatorkirche.


Soroptimisten spenden für die Aalener Tafel

Einen erfreulichen Besuch statteten in dieser Woche die Soroptimisten mit ihrer Präsidentin Andrea Stockhammer und Ingrid Stoll-Haderer dem Kocherladen in der Bahnhofstr. in Aalen ab. Sie überreichten Projektleiter Gerhard Vietz und dem

Vorsitzende Pfarrer Bernhard Richter einen Scheck über 500.- Euro. Dieser Betrag war als Lebensmittelspende gedacht und es wurde vor allem frisches Obst für die Kundschaft eingekauft. Die Aalener Tafel besteht seit 1999 und ist ein wichtiger Knoten im diakonisch-sozialen Netz in der Stadt. Dank vieler Spenden ist diese soziale Einrichtung auch ganz gut durch die Pandemie gekommen und konnte stets Lebensmittel für die Kundschaft bereitstellen. 270 Ausweise mit ca. 1000 Kunden sind für 2021 ausgestellt und berechtigen damit zu einem Einkauf im Kocherladen.

 

Unser Bild zeigt v.l.n,r, Pfarrer Bernhard Richter, Präsidentin Andrea Stockhammer und Projektleiter Gerhard Vietz bei der Spendenübergabe vor der Aalener Tafel. 


Kirchentag von Frankfurt nach Aalen geholt

Was gab es nicht alles für Pläne, 2021 beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt dabei zu sein oder mit zu machen? Nichts davon konnte umgesetzt werden, der 3. Ökumenische Kirchentag wurde vom 12. bis 16. Mai dezentral und digital ausgetragen. Damit doch noch ein wenig Kirchentagsfeeling aufkommt, hatte die ACK zum Schlussgottesdienst eingeladen. Auf der Terrasse des Gemeindehauses begrüßten Pfarrer Bernhard Richter und der ACK rund 30 Gäste, die sich eingefunden hatten,  miteinander den Schlussgottesdienst aus Frankfurt anzuschauen. Und Richter erinnerte an die Präsentation auf den ersten beiden Ökumenischen Kirchentagen, 2003 in Berlin und 2010 in München. Drei diakonisch-caritative Projekte seien es gewesen, die man auf der Agora, der Kirchenmeile präsentierte, die Wasseralfinger Vesperkirche, den Aalener Kocherladen und den Freundeskreis für Wohnsitzlose e.V., alles Projekte, an denen besonders deutlich gemacht werden konnte, wie gut Ökumene funktioniert.

Und Richter machte Hoffnung, dass vielleicht schon im nächsten und übernächsten Jahr wieder ein Mitwirken möglich sein könnte: beim Katholikentag von 25.-29. Mai in Stuttgart und beim Kirchentag von 7. bis 11.Juni 2023 in Nürnberg, beide Großveranstaltungen ja fast vor der Haustür. Und dann wurde mitgesungen und mitgebetet, beim Live-Gottesdienst aus Frankfurt zum Abschluss des 3.Ökumenischen Kirchentages.


Ökumene aktuell - Ausgabe 2021 - liegt aus und steht als Download bereit

Foto: Peter Hagender
Foto: Peter Hagender

Am Freitag ging die 26. Ausgabe von Ökumene aktuell in den Druck. Auf 7 Seiten plus eine Seite Werbung wird das reiche ökumenische Leben in der Stadt dokumentiert. Am 15. Mai liegt die Zeitung der Schwäbischen Post bei. In den Kirchen und Gemeindehäusern und auch im Dekanat liegen Exemplare aus.

 

Unser Bild zeigt die Redaktion von Ökumene aktuell v.l.n.r. Pastoralassistent Hans-Christian Richter, Pfarrer Bernhard Richter und Johannes Müller bei er Vorstellung der druckfrischen, neuen 26. Ausgabe der Zeitung.

 

Download der Ökumene aktuell als PDF (6,3 MB)


Aalener Gedenken an Gedenken an Sophie Scholl

Sophie Scholl, mit 21 Jahren durchs Fallbeil der Nazis hingerichtet, wäre am 9. Mai 100 Jahre alt geworden. Die Evangelische Kirchengemeinde Aalen gedenkt dieser unangepassten, mutigen jungen Frau anlässlich ihres 100. Geburtstags. Sylke Gamisch, Hanna Drescher und Pfarre Bernhard Richter nehmen alle, die dieses Video anschauen, mit in Zeit, Prägung, Ringen und Glauben von Sophie Scholl und in das Schicksal der „Weißen Rose“ hinein und lassen Bezüge zu heute zu. 


Sophie war, wie ihr Bruder Hans, Mitglied der Weißen Rose. Die „Weiße Rose“ verteilte Flugblätter gegen die Verbrechen der Nazis, den Krieg und die Ermordung der Juden. Die Münchner Widerstandsgruppe appellierte an das Gewissen ihrer Mitmenschen und an die Verantwortung der Christen. Die jungen Leute sind bis heute Vorbilder für viele junge und erwachsenen Menschen. Viele Schulen in Deutschland heißen nach ihnen. In diesem Jahr wird die Bundesregierung eine 20-Euro- Gedenkmünze zu Ehren Sophie Scholls herausgeben. 

 

Das Video zeichnet in groben Zügen das Leben von Sophie Scholl und die Entstehung der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ auf, erinnert aber auch an die letzten Stunden und den Abschied von den Eltern. Nicht vergessen wird auch, dass heute Querdenker sich zu Unrecht mit Sophie Scholl vergleichen. Einschränkungen von Grundrechten in der Demokratie aus Pandemiegründen sind nicht vergleichbar mit dem, was Menschen im Widerstand des Dritten Reiches erleben mussten. Technisch und musikalisch begleitet werden die Texte im Video von Thomas Haller und Lukas Nagel.

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Pfarrer Bernhard Richter bedauerte in dieser Woche zutiefst, dass die geplante Präsenzveranstaltung nicht in der Stadtkirche stattfinden kann, hofft aber, dass viele sich das Video anschauen und es so am 100. Geburtstag ein würdiges Aalener Gedenken an Sophie Scholl gibt.

Angesehen werden kann das Video auch direkt auf unserem Youtube-Kanal. Der Text kann gerne verschickt werden. Bitte unter 95620 im Dekanat anrufen oder sich bei bernhard.richter@ elkw.de melden.

 

Unser Bild zeigt v.l.n.r Hanna Drescher, Pfarrer Bernhard Richter und Sylke Gamisch mit Lukas Nagel bei der Aufnahme des Videos in der Stadtkirche. Auf dem Taufstein ist ein Bild von Sophie Scholl zu sehen, eine Kerze und eine weiße Rose in Erinnerung an den Namen der Widerstandsorganisation im Dritten Reich.


Dekan Ralf Drescher zehn Jahre im Amt

Am 1. Mai feierte Dekan Ralf Drescher sein zehnjähriges Dienstjubiläum. Er wurde am 1.12. 2010 als Nachfolger von Albrecht Daiss gewählt und am 1. Mai 2011 von Prälatin Gabriele Wulz in einem Festgottesdienst in der Aalener Stadtkirche in sein Amt eingeführt. Seither ist der Dekan des Evangelischen Kirchenbezirkes und geschäftsführender Pfarrer der Aalener Kirchengemeinde. Gleichzeitig begann am 1. Mai 2021 seine zweite Amtszeit. Er wurde am 18.12. 2020 in seinem Amt bestätigt.

In Aalen waren diese zehn Jahre stark geprägt von einer neuen Gemeinde- und Immobilienkonzeption. Herausragend ist dabei sicher das neue Gemeindehaus, das in der Stadtmitte entstand und das ganz wesentlich die Handschrift unseres Dekans trägt.

Wir gratulieren Dekan Ralf Drescher ganz herzlich zum zehnjährigen Dienstjubiläum und wünschen ihm für die zweite Amtszeit Gesundheit, Kraft und Ausdauer. Und den reichen Segen Gottes auf allen Wegen!


In Zeiten der Pandemie: Keinem von uns ist Gott fern

Am gestrigen Sonntag kam die Gottesdienstgemeinde bereits drei Woche nach dem Auferstehungsgottesdienst auf dem Johannesfriedhof wieder dort zusammen. Denn mit dem Inzidenzwert im Ostalbkreis von über 200 dürfen Gottesdienste nicht mehr in geschlossenen Räumen stattfinden, sondern nur noch im Freien. So konnte Pfarrer Bernhard Richter bei frühlingshaften Temperaturen eine große Gottesdienst- Gemeinde begrüßen, wie auch Tauffamilien. Und für die musikalische Gestaltung sorgte ein Ensemble des Posaunenchores unter Leitung von Wolfgang Böttiger. Da die Gemeinde nicht singen durfte, las Pfarrer Richter immer eine Strophe, davor und danach intonierte der Posaunenchor die jeweilige Melodie. Unter dem Leitgedanken der große Areopagrede des Apostels Paulus auf dem Marktplatz von Athen nach Apostelgeschichte 17 machte Pfarrer Bernhard Richter der Gemeinde Mut in schwierigen Pandemiezeiten: „Keinem von  uns ist Gott fern“ hatte Paulus damals gesagt. Das gelte auch noch heute, für Täuflinge, für Eltern, für Verantwortliche in Politik, Gesellschaft und Kliniken.

Es gelte Zuversicht zu bewahren und die Kraft von Ostern als Stärkung zu erfahren. „Weil wir geführt und geleitet sind, brauchen wir uns vor der Zukunft nicht ängstigen“ so der Stadtkirchenpfarrer. 


10 000 Euro für die Aalener Tafel

Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
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Die Sonne schien und der Frühling hielt Einzug. Aber noch aus einem anderen Grund konnten sich Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel freuen. Denn Stefanie Kraft und Tobias Funk vom ACA und vom Mode Funk kamen mit einem großen Scheck zum Kocherladen. 6 000 Euro aus dem Verkauf der Aalener Masken und 4 000 Euro von der Familie wurden übergeben und sollen als Lebensmittelspende bedürftigen Menschen helfen. Projektleiter Vietz berichtete von nachlassenden Spenden in der Pandemie und einem immer größer werdenden Kundenkreis der Aalener Tafel. Daher war die Freude und der Dank gestern vor dem Laden sehr groß.

Unser Bild zeit v.l.n.r  Gerhard Vietz, Pfarrer Bernhard Richter, Tobias Funk, Stefanie Kraft und Ursula Hubel bei er Scheckübergabe vor dem Kocherladen.


Woche für das Leben zum Thema: Leben im Sterben

Sylke Gamisch (vorne), Giuseppina Mango (hinten links) und Pfarrer Bernhard Richter (hinten rechts) bei der Vorstellung des Gottesdienstes für die Woche für das Leben.
Sylke Gamisch (vorne), Giuseppina Mango (hinten links) und Pfarrer Bernhard Richter (hinten rechts) bei der Vorstellung des Gottesdienstes für die Woche für das Leben.

Eröffnung in Augsburg und Gottesdienst in Aalen

In jedem Jahr gibt es deutschlandweit eine Woche für das Leben. Sie ist ökumenisch ausgerichtet und nimmt 2021 das Thema des vergangenen Jahres auf, nachdem die Woche coronabedingt ganz abgesagt werden musste. Unter dem Motto „Leben im Sterben“ thematisiert die Woche für das Leben die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen.  Am heutigen Samstag wird die Woche in Augsburg eröffnet. Um 10.30 Uhr beginnt der ökumenische Gottesdienst im Hohen Dom mit Bischof Dr. Georg Bätzing, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, und  Landesbischof Dr. Heinrich Bredford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evang. Kirche in Deutschland.

 

In Aalen wird das Thema dieser Woche auch aufgegriffen, und zwar mit einem Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Stadtkirche. Dabei geht es Pfarrer Bernhard Richter um eine Würdigung der kirchlichen Arbeit in diesen Bereichen. So wird der Ökmenische Hospizdienst vorgestellt, die Gruppe Verwaister Eltern, das Café Tod und die Notfallseelsorge. Dabei soll der Focus auch auf die Angehörigen gerichtet werden, deren Betreuung auch ein wichtiger Teil seelsorgerlichen Wirkens ist.

 

Die Wirklichkeit von Krankheit und Sterben kann Menschen zu jeder Zeit einholen, sei es am Ende eines langen Lebens oder mitten im Alltag, oder auch schon kurz nach der Geburt eines Kindes. Dann stellen sich für die Betroffenen viele Fragen: habe ich Chancen geheilt zu werden? Was passiert mit mir - was passiert mit meiner Familie, wenn es keine erfolgversprechende Therapie mehr gibt? Menschen in solchen Situationen mit ihren Ängsten, vielleicht auch Schmerzen, aber auch in ihrer Einsamkeit nicht allein zu lassen, ist ein ganz grundlegendes Anliegen vieler Initiativen. „Nicht davonlaufen, auch wenn's zum Davonlaufen ist“, beschreibt Pfarrer Richter auch die Einstellung und Motivation vieler ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter. Und für Richter soll der Gottesdienst auch deutlich machen, dass wir Menschen in jeder Phase unseres Leben von Gott angenommen sind. Aus der Gottebenbildlichkeit folgt die unantastbare Würde eines jeden Menschen, die dazu verpflichtet, für den Schutz jeden menschlichen Lebens einzutreten.


Emmaus-Gottesdienst am 11.04.2021

Die Strecke Jerusalem-Emmaus beträgt laut Bibel etwa zwei Wegstunden. Die Strecke nach Aalen ist doch deutlich länger. Deswegen wurde der 11Plus-Gottesdienst eine Woche nach Ostern als Emmaus-Gottesdienst gefeiert. Manches kam dabei in Bewegung:

Beim Anspiel begegneten Kleopas und der andere Jünger auf ihrer Wegstrecke Jesus selbst, erkennen ihn aber erst ganz lange nicht, erst als er mit ihnen das Brot teilt. Doch im Moment des Erkennens entzieht sich Jesus sogleich. Und er ist trotzdem da.

Das Anspiel gestalteten die Konfirmanden Martin und Stephen, KGR Johannes Eck und außerdem Mirjam Hehr, die mit Ernst Hehr und Martin Sandel die Lieder stellvertretend für die Gemeinde musizierten. Mit Saxophon, Querflöte, Djembe und Piano kam richtig viel toller Schwung herein.

Dieser setzte sich dann draußen im Hof von P&P bei bestem Wetter fort, als ein Ensemble des Posaunenchores des CVJM unter Wolfgang Böttigers Leitung Osterlieder in den blauen Himmel und die Herzen spielte.

Viel Auferstehungsfreude an diesem Morgen!

Für die großen und kleinen Kinder gab es süße Osterspuren zu suchen und pikante als Wegzehrung. Ein Blumenkastenkreuz wurde bepflanzt und Pfarrerin Caroline Bender gab allen noch einen besonderen Segen mit auf den Weg.

 

Danke für alle tolle Vorbereitung und Beteiligung!


200 Euro für den Freundeskreis Teddybär gespendet

Foto: Stadt Aalen. Bernhard Richter (li.) und Jürgen Schnotz (re.) haben von OB Thilo Rentschler Unterstützung für den Freundeskreis Teddybär bekommen. 
Foto: Stadt Aalen. Bernhard Richter (li.) und Jürgen Schnotz (re.) haben von OB Thilo Rentschler Unterstützung für den Freundeskreis Teddybär bekommen. 

OB Rentschler unterstützt den Verein, damit die Rettungsdienste noch mehr „Trösterbären“ an Kinder in Notsituationen verteilen können.

„Wenn ein Kind etwas Schlimmes erlebt hat, kann ein Teddybär dabei helfen einen Zugang zu ihm zu finden“, beschreibt Pfarrer Bernhard Richter den Einsatz der Plüschtiere in der Notfallseelsorge Ostalbkreis. „Die Trösterbären gehören mittlerweile zu unserer Standardausstattung“, ergänzt Ausbildungsleiter Jürgen Schnotz.

Die Idee, kranken und verletzten Kindern mit einem Teddy einen kleinen Lichtblick zu geben, stammt vom Freundeskreis Teddybär aus Bad Rappenau. Der Verein wurde 1996 gegründet und auf seine Initiative hin sind die Trösterbären inzwischen in Rettungsfahrzeugen in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern unterwegs. In Aalen bekamen der Rettungsdienst, die Polizei und die Notfallseelsorge ihre ersten Teddys im Oktober 2002 übergeben und haben sie seither als Mitbringsel dabei. Sie werden aus Spendengeldern finanziert.

„Wir waren schon viele Male sehr froh darum, dass wir einen Bären dabei hatten. Ich hatte erst neulich wieder einen Einsatz, bei dem ein Familienvater verstorben ist und der Bär Gold wert war“, erklärt Schnotz. Im Schnitt würden etwa zwei bis drei Trösterbären pro Vierteljahr verteilt, schätzt er.

Auch Oberbürgermeister Thilo Rentschler zeigt sich begeistert von der Aktion. „Ich freue mich, dass wir Sie mit unserer Spende unterstützen können. Es gibt immer wieder schlimme Einsätze, da ist es gut, etwas dabei zu haben, das Trost spendet“, sagte er bei der Scheckübergabe im Aalener Rathaus.

Als Dank für die finanzielle Unterstützung überreichte Jürgen Schnotz dem OB im Namen von Marita Klenk, der Vorsitzenden des Freundeskreises Teddybär, einen eigenen Schutzengel-Teddybären.


Passions- und Osterweg rund ums Gemeindehaus

 Die Stationen 1-3 stehen schon! Aufgebaut von Anne Bieg-Schray, Judith Dirk und Paula, Christine Krauth und Sabine Weinbrenner


Aufbau des Passions- und Osterwegs rund ums Gemeindehaus

Wir laden Sie ein, an den Stationen über die dargestellten Szenen über die Bibel- und anderen geistlichen Texte und die Gebete ins Nachdenken zu kommen, was das Leben, das Sterben und die Auferstehung von Jesus mit uns heute zu tun haben könnte.

Die 9 Stationen, angefangen beim Einzug Jesu in Jerusalem, dem Abendmahl, Verrat, Verleugnung, Kreuzigung und Tod – und der Auferstehung bis zum Weg zurück ins Leben wollen uns zum Sehen, Hören, Fühlen, Lesen, Reden und Nachdenken bringen.

Sie sind geeignet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Man kann sie täglich vom 28. März bis 18. April zwischen 9 und 20 Uhr besuchen – als Einzelperson oder mit dem eigenen Haushalt.


Evangelische Kirche zeigt sich solidarisch (Pressemitteilung)

Karfreitagandacht 2015
Karfreitagandacht 2015

Gottesdienste an Ostern stark reduziert, keine Abendmahlsfeiern

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Aalen teilt mit, dass sie ihr gottesdienstliches Angebot an Ostern aufgrund der aktuellen Lage stark reduzieren würde. „Wir wollen damit auch ein klares Zeichen in die Mitte der Gesellschaft hinein setzten“, sagt der evangelische Dekan Ralf Drescher. Man sehe sich denjenigen gegenüber solidarisch verpflichtet, die gegenwärtig in vielfältiger Weise verzichten müssten, so der Dekan weiter. Gleichzeitig müsse man als Kirche aber auch den religiösen Bedürfnissen der Menschen in dieser Zeit in angemessener Weise gerecht werden. Pfarrer Bernhard Richter stellt fest: „Karfreitag und Ostern sind für uns die wichtigsten Feiertage“. Konkret bedeute dies aktuell, dass sämtliche Passionsandachten, einschließlich Gründonnerstag, abgesagt würden, ebenso der Gottesdienst für Senioren in der Karwoche, die Osternachtsfeier an Karsamstag und der Gottesdienst am Ostermontag. „Bei unseren Gottesdiensten legen wir dieses Jahr das Augenmerk ausschließlich auf Karfreitag und Ostersonntag“, sagt Pfarrerin Caroline Bender. Demnach gäbe es an Karfreitag einen Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Stadtkirche und um 17.00 Uhr eine Karfreitagsandacht für Familien. Am Ostersonntag fänden um 5.00 Uhr ein Ostermorgengottesdienst im Gemeindehaus, um 7.00 Uhr ein Auferstehungsgottesdienst unter Mitwirkung des Posaunenchors im Freien vor der Johanneskirche und um 10.00 Uhr ein Ostergottesdienst in der Stadtkirche mit einer Schola statt. Es wird darauf hingewiesen, dass im letzten Gemeindebrief eine ausgearbeitete Liturgie zur Feier eines Ostergottesdienstes zuhause enthalten wäre. Anstelle von Abendmahlsfeiern im Gottesdienst würde in diesem Jahr verstärkt die Feier eines Hausabendmahls angeboten. Bei Bedarf könne man sich an das Dekanatamt (95620) wenden oder direkt an die Pfarrerinnen und Pfarrer. Kirchengemeinderätin Christine Krauth weist darauf hin, dass von einigen Mitgliedern des Kirchengemeinderats ein Passions- und Osterweg rund um das Gemeindehaus im Freien in der Osterzeit aufgebaut würde. Bei sämtlichen gottesdienstlichen Feiern würden strenge Schutzkonzepte eingehalten, die Liturgen würden sich vorab jeweils einem Schnelltest unterziehen.


Gottesdienste an Ostern (Pressemitteilung vom 23. März 2021)

Der evangelische Dekan Ralf Drescher teilt auf Anfrage mit: „Ich gehe bis auf weiteres davon aus, dass Präsenzgottesdienste über Ostern stattfinden können“ und verweist dabei auf die Stellungnahme der Kirchenleitung vom frühen Nachmittag. Dort heißt es: „Karfreitag und Ostern sind die wichtigsten Feste der Christenheit. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, unsere strengen, bewährten und nachhaltigen Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern. Diese orientieren sich jeweils an den regionalen Inzidenzen und sehen eine verpflichtende Absage von Präsenzgottesdiensten ab einer Inzidenz von 300/100.000 Einwohner vor. Ansonsten gibt es die Empfehlung, die digitale Feier von Gottesdiensten zu prüfen. Bereits Weihnachten sind unsere Gemeinden sehr verantwortlich mit der Frage umgegangen, ob sie Präsenzgottesdienste oder digitale Formate anbieten.“ Drescher rechnet damit, dass es in machen Kirchengemeinden auch wieder gestreamte Gottesdienste geben wird. 


Banneraktion am Gemeindehaus und am Turm der Stadtkirche

Foto: Peter Hageneder. Zum Vergrössen auf das Bild klicken.
Foto: Peter Hageneder. Zum Vergrössen auf das Bild klicken.

Die Fridays for Future Bewegung hat es nicht leicht in Zeiten der Pandemie. Aber sie ist kreativ und setzt ihre Ideen um, auch in Aalen. So fand am 26.2. eine Menschenkette auf dem Aalener Marktplatz statt, und am heutigen Tag gibt es eine Banneraktion der Fridays for Future Bewegung. An verschiedenen öffentlichen Gebäuden wird ein Banner angebracht,  das auf die Anliegen der Bewegung aufmerksam machen soll.

Auch vor dem Gemeindehaus und am Turm der Stadtkirche wird ein Banner hängen. Der Kirchengemeinderat unterstützt damit die Anliegen der Bewegung. Gerade die Aufschrift "Schöpfung bewahren - Klima retten", macht den Auftrag der Christenheit deutlich, so Pfarrer Bernhard Richter, der gestern mit Mesner Wolfgang Weng und Benjamin Hehr von Fridays for Future die Banner anbrachte.

Richter sprach in diesem Zusammenhang von der Dringlichkeit, Klimaziele einzuhalten und dankte der Bewegung für ihre phantasievollen Ideen im Rahmen eines globale Klimastreikes. Benjamin Hehr bedankte sich bei der Ev. Kirche für die Unterstützung der Fridays for Future Anliegen.

Unser Bild zeigt von links nach rechts: Pfarrer Bernhard Richter, Mesner Wolfgang Weng und Benjamin Hehr von der Fridays for Future Bewegung bei der Anbringung der Banner am Gemeindehaus und am Turm der Stadtkirche.


Kirchengemeinderat tagt in hybrider Form

Die vergangene Sitzung des KGR fand im Gemeindehaus mit dem entsprechenden Hygienekonzept statt: Die Anwesenden wurden vor Beginn der Sitzung getestet und saßen auf Abstand. Wer nicht in den Saal kommen konnte, schaltete sich von zuhause aus zu. So konnten alle an der Sitzung teilnehmen. Dank der fachlichen Expertise von KGR Sascha Bauer gelang ein technisch reibungsloser Ablauf der Sitzung, die vom Vorsitzenden Thomas Hiesinger geleitet wurde.


ACK - Neustart mit neuen Gesichtern

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Es war der 12. Juni 2005, ein Sonntag und es war der Abschlussgottesdienst des zweiten Ökumenischen Kirchentages. Und es war die Geburtsstunde der Aalener Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Aalen. Denn es kam zur feierlichen Unterzeicnung der Vertreter der katholischen, evangelischen, methodistischen und baptistischen Kirche: Dekan Erich Haller, Dekan Dr. Pius Angstenberger, Pastor Wolfgang Bay und Pastor Wolfgang Holstein setzten Ihre Unterschrift unter die Satzung, die im Wesentlichen an die Satzung der ACK Baden-Württemberg angelehnt war und die schon damals praktizierte Zusammenarbeit vertiefen und stärken sollte. Nach Erich Haller war Hans Stehle, dann Wolfgang Bay, Bernhard Richter, Martin Dörflinger, Dr. Pius Angstenberger und seit Januar 2017 wieder Bernhard Richter Vorsitzender. In dieser Woche hat sich die ACK in Aalen neu konstituiert und nach den evang. und kath. Kirchenwahlen und der Corona-Pause wieder einmal eine Präsenzsitzung abgehalten.

Dabei begrüßte der Vorsiítzende die neuen Mitglieder Barbara Rau und Walter Beyer. Die ausgeschiedenen Mitglieder Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und Karl Buschhoff werden im Sommer mit einem  festlichen Essen verabschiedet. Auf der Tagesordnung de Sitzung stand das Friedensgebet, das jeden dritten Montag im Monat vor der Stadtkirche stattfindet und von der ACK initiiert wurde. Ebenso wurde der Ökumenische Kirchentag thematisiert, der im Mai in Frankfurt geplant war, nun aber weitgehend digital stattfindet. Bei den ersten beiden Ökumenischen Kirchentagen in Berlin und München gab es immer eine Beteiligung der Aalener Kirchen. Da die im Mai nicht möglich sein wird, sollen die beiden Gottesdienste zu Beginn am Himmelfahrtstag, 13. Mai, und zum Abschluss am Sonntag, 16. Mai, nach Aalen ins Evang. Gemeindehaus übertragen werden, vermutlich mit einem kleinen Rahmenprogramm ab 9 Uhr zur Einstimmung.

Für den Herbst plant die ACK eine Veranstaltung mit dem Stadtseniorenrat und dem Grünflächenamt. Es soll dabei um ein wichtiges Thema gehen, das viele bewegt, aber oft verdrängt wird: Bestattungskultur im Wandel.

Im weiteren Verlauf der Sitzungen wurden auch Berührungspunkte mit der Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen (AAC) hervorgehoben, zu denen auch Hoffnung für alle, das Gospelhouse, die APIs und der CVJM gehören: am Pfingstmontag und beim Fest der Einheit werden wichtige Signale der Zusammengehörigkeit aller Christen in dieser Stadt gesetzt.

Und so hofft Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender, dass Ökumene in Aalen auch in Zukunft kein Luxus ist, sondern ganz wesentlich zur gemeinsamen kirchlichen Arbeit dazugehört. „In einer immer säkularer werdenden Gesellschaft braucht es ein gemeinames Zeugnis des christlichen Glaubens dringender den je!“, so Richter.

Unser Bild zeigt v.l.n.r. Pfarrer Bernhard Richter, Barbara Rau, Sylke Gamisch, hintere Reihe Pastor Rainer Zimmerschitt,  Stefan Seibold, Walter Beyer und Wolfgang Sedlmeier vor der konstituierenden Sitzung der ACK nach den Kirchenwahlen im Foyer des Evang. Gemeindehauses.


11+Gottesdienst in Peter und Paul - Sieben Wochen ohne ... Blockaden

Der 11Plus-Gottesdienst in Peter & Paul setzte sich anhand der Geschichte von Bileam und seiner Eselin aus 4. Mose 22 mit verschiedensten Blockaden auseinander und wozu sie vielleicht sogar gut sein können.

Wer oder was versperrt uns den Weg und lässt uns oder wichtige Impulse nicht frei weiterkommen? Bei Bileam steht der Engel Gottes der Eselin im Weg, die deswegen nicht weiterkann. Aber Bileam sieht diesen Engel nicht und wird immer wütender auf sein Reittier, bis er schließlich zu Boden geht. Da gehen ihm die Augen auf und er erkennt seinen Auftrag wirklich – so dass er seinen Weg fortsetzen kann.

Zu den Seilen auf dem rechten Bild: „Das Gegenteil von Blockade ist Bewegung“ - Zum Schluss bekam jede*r ein ABS der besonderen Art mit nach Hause: ein Stück Spring-, Schwung- und Bewegungsseil. Manche brachten sich schon durch Hüpfen im Hof von P&P in Bewegung.


Weltgebetstag 2021 aus Vanuatu - Worauf bauen wir?

Der Weltgebetstag kam dieses Jahr aus Vanuatu einem kleinen Inselstaat im Pazifik nordöstlich von Australien. Das Land ist weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffen. Die strukturellen Gegebenheiten benachteiligen die Frauen stark. Sie sind im Prinzip allein verantwortlich für die Versorgung der Familien.

Der ökumenische Gottesdienst wurde von ca. 30 Personen gefeiert. Die Kollekte für die Weltgebetstagsarbeit ist jedes Jahr erstaunlich gut. 642 € können dieses Jahr überwiesen werden.

Beschwingt durch den schönen Gottesdienst und die positiven Rückmeldungen freut sich das Team schon auf nächstes Jahr. Da wird der WGT aus England, Wales und Nordirland vorbereitet.                                                                                                                                         


Kinderkirche während des Lockdowns.

Liebe Kinderkirchkinder, liebe Eltern,

 

leider können wir uns wegen den vielen Coronafällen nicht mehr im Gemeindehaus zur Kinderkirche treffen. Deshalb fand auch am letzten Sonntag (25.4.21) keine Kiki statt. Stattdessen schicken wir Euch ein kleines Erzählvideo "Lagerfeuer am See", das Ihr zusammen mit Euren Eltern anschauen könnt:

 

 

Vielleicht habt Ihr Lust die Geschichte nachzumalen und findet auch noch eine Packung "Knabberfischlis", die Ihr dazu essen könnt.

 Zusätzlich habt Ihr auch noch die Möglichkeit die Geschichte mit Erzählfiguren am Schaufenster des Gemeindehauses anzuschauen.

 Da wir nicht wissen, wann wir uns wieder im Gemeindehaus treffen können, überlegen wir, ob wir die Kiki auch im Freien (Gemeindehausgarten) mal feiern.

 

Wie findet Ihr diese Idee? Bitte gebt uns doch eine kurze Rückmeldung.

Bei Rückfragen dürfen Sie sich gerne an mich wenden: Martina Frasch Tel. 07361/35708

 

Seid behütet, viele Grüße,

Euer Kikiteam, Martina Frasch, Gisela Häfele und Sabine Weinbrenner.

 


Evangelische Kirche - Keine Gottesdienste in geschlossenen Räumen (18.04.2021)

Kirchliches Leben in den Gemeinden stark eingeschränkt

Aalen: Der evangelische Dekan Ralf Drescher teilt mit, dass ab Montag, den 19. April, eine landeskirchliche Verordnung in Kraft trete, die für alle Kirchengemeinden bindend sei. Dort heiße es, dass Gottesdienste nur noch im Freien stattfinden oder digitale Formate benutzt werden sollten, sobald der Inzidenzwert die Marke von 200 überschreite. „Da dies im Ostalbkreis nunmehr der Fall ist“, so der Dekan, „gehe ich davon aus, dass wir im Evangelischen Kirchenbezirk Aalen bis auf weiteres keine Gottesdienste oder Andachten in unseren Kirchen feiern, sondern auf digitale Formate ausweichen. Gottesdienste im Freien sind bei Einhaltung der nötigen Schutzmaßnahmen im Moment möglich“. Er selbst habe die Gottesdienste am gestrigen Sonntag in Wasseralfingen und Hüttlingen bereits im Freien vor der Kirche abgehalten. Darüber hinaus weist Drescher darauf hin, dass sämtliche systemrelevanten Veranstaltungen, wie etwa Sitzungen, ebenfalls und bis auf weiteres digital durchzuführen seien oder wo dies möglich erscheine, auch verschoben werden sollten. Drescher: „Damit ist das kirchliche Leben stark eingeschränkt!“ Es sei nun die Aufgabe der Pfarrerinnen und Pfarrer, zusammen mit ihren gewählten Vorsitzenden, zu überlegen, wie die landeskirchliche Verordnung in den jeweiligen Kirchengemeinden bis zum kommenden Wochenende umgesetzt werden könne, stellt Heinz Schmidt, der Vorsitzende der Bezirkssynode fest. „Wir setzen auf Kreativität“, so Schmidt weiter, „außerdem sehen wir es im Moment als Gebot der Stunde, uns solidarisch zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und so unseren Beitrag als Kirche zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.“


Ökumenische Bibelwoche geht neue Wege

Unser Bild zeigt Pastoralassistent Hans-Christian Richter, der die Impulse aufgenommen hat, mit Pfarrer Bernhard Richter in Peter-und Paul bei der Aufnahme eines Impulses zur digitalen Ökumenischen Bibelwoche (Foto: Peter Hageneder)
Unser Bild zeigt Pastoralassistent Hans-Christian Richter, der die Impulse aufgenommen hat, mit Pfarrer Bernhard Richter in Peter-und Paul bei der Aufnahme eines Impulses zur digitalen Ökumenischen Bibelwoche (Foto: Peter Hageneder)

Sie gehört ganz fest in den Jahreskalender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Aalen, die ökumenische Bibelwoche. Letztes Jahr konnte sie Mitte März gerade noch stattfinden, ehe Corona alles lahmlegte. Heuer drohte auch sie pandemiebedingt auszufallen, doch die Verantwortliche in der ACK wollten sich damit nicht abfinden und so beschlossen sie neue Wege. Es wurden in dieser Woche im ökum. Gemeindezentrum in Peter-und Paul fünf Impulse zur Bibelwoche aufgenommen.

In diesem Jahr sind es Texte aus dem Lukasevangelium, die den Inhalt der Bibelwoche prägen. Natürlich ist es seit vielen Jahren Tradition, dass man zusammenkommt und gemeinsame Bibelabende abhält. Das ist dieses Jahr nicht möglich. Doch gibt es jeden Abend Gelegenheit, im Internet einen neuen Impuls eines Geistlichen der Aalener Pfarrerschaft anzuschauen und selber darüber nachzudenken. 

Die Impulse werden am jeweiligen Tag ab 18 Uhr freigeschaltet. Zu finden sind sie auf der Youtube-Playlist Ökumenische Bibelwoche 2021.

Und so sieht das Programm aus:

Es wird auch eine Präsenzveranstaltung geben. Da der wöchentlichen Seniorennachmittag derzeit nicht stattfinden kann, gibt es einen Gottesdienst für Senioren am Dienstag, 23. Februar um 14 Uhr in der Stadtkirche. Dabei wird das Thema der Bibelwoche aufgenommen und vertieft.

Alle Verantwortlichen sind froh, dass es in diesem Jahr wenigstens eine kleine Ausgabe der Ökumenischen Bibelwoche gibt, damit dieser wichtige Termin im ökumenischen Jahreskalender nicht ausfallen muss. Und das Motto der Bibelwoche soll die Ökumene auch im neuen Jahr prägen: In Bewegung - in Begegnung


Süß-närrischer Faschingsgruß an die Konfis

Trotz Fasching und der Pandemie -

Wir Pfarrers vergessen die Konfis nie.

Wir hoffen, sie haben keinen Verdruss,

wenn niemand am Mittwoch in Konfi muss.

Damit auch sie vergessen uns nicht,

schickten wir Faschingsbrief und Gedicht,

wenn diesmal Zoom und Teams bleiben aus

und hoffen, sie gehen ins Freie hinaus!

 

Dort gibt es schöne Fotos zu machen

und wir wünschen allen Sachen zum Lachen.

Das gilt nicht nur den Konfis - nein, allen Leut:

Bleibt gesund und behütet, alle Tage – auch heut!

 

 

 BR/CB                                 


Pfarrer Jan B. Langfeldt ist neuer Pfarrer der Pfarrstelle Aalen West

 

Die Pfarrstelle Aalen West der evangelischen Kirchengemeinde Aalen hat einen neuen Pfarrer: Jan B. Langfeldt. Der 35-jährige Theologe wurde am Freitagabend auf die Pfarrstelle gewählt, zu der das Hüttfeld und ein Teil von Unterrombach zählt. „Ich freue mich riesig, dass ich diese Stelle antreten darf“, sagte Langfeldt nach seiner Wahl, die wegen der Corona-Pandemie nicht wie üblich in Form einer Präsenzwahl, sondern schriftlich durch die Kirchengemeinderäte, erfolgt ist. Langfeldt folgt damit im Amt auf Pfarrer Marco Frey, der im Februar vergangenen Jahres nach Oberkochen an die Versöhnungskirche gewechselt ist. Pfarrer Jan Langfeldt ist seit November 2018 Seelsorger am Ostalbklinikum. Dekan Ralf Drescher gratulierte Langfeldt und zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. (Ulrike Schneider)


Mahnwache am Marktbrunnen (22.01.2021)

Am Freitag, 22. Januar trat der Atomwaffensperrvertrag in Kraft. Aus diesem Anlass hat ein breit aufgestelltes Bündnis in Aalen ein Mahnwache am Marktbrunnen abgehalten mit MdB Leni Breymaier und OB Thilo Rentschler. Hier der Redebeitrag von Pfarrer Bernhard Richter:

 

Liebe Friedensfreunde,

heute ist ein guter Tag und heute ist auch ein schlechter Tag. Ein guter Tag ist heute, weil der Atomwaffenverbotsvertrag endlich, endlich in Kraft tritt, weil ab sofort Nuklearwaffen nicht mehr die Statussymbole weniger Großmächte sind, sondern völkerrechtlich verbotene und ethisch geächtete Massenvernichtungswaffen. Die entsetzlichen Bilder aus Hiroshima und Nagasaki müssen alle zum Umdenken anspornen und verpflichten. Die nukleare Gewalt zerstört die uns von Gott anvertraute Schöpfung und lässt Generationen nach uns keine Überlebenschance.

Es ist ein guter Tag, weil das, was seit 1972 für die Biowaffen und seit 1993 für Chemiewaffen gilt, jetzt endlich auch für Atomwaffen Wirklichkeit ist, dass sie abgeschafft und geächtet werden müssen. 

Heute ist aber auch ein schlechter Tag. Denn unser Land gehört nicht zu den Staaten, die diesem Verbotsvertrag zugestimmt haben. Daher muss der Druck in naher und ferner Zukunft so groß werden, dass wir dem Verbotsvertrag beitreten und unser Nuklearwaffenarsenal aufgeben.

Durch die Pandemie ist doch eines klar geworden. Globale Probleme lassen sich nur durch globale Anstrengungen lösen. Weltweit sind die Rüstungsausgaben auf einem Rekordhoch. Die wichtigste Frage lautet daher: wie wollen wir leben, wen wir Corona im Griff und überwunden haben? Investieren wir in die Sozialsysteme, in Gesundheit und Bildung, in Entwicklung und Klimaschutz oder in Rüstung und Waffentechnik? Ich hoffe, die Antwort auf diese drängende Frage fällt klar und eindeutig aus.

Im Talmud wird die Frage gestellt: „Wann hört die Nacht auf und wird es Tag? Wenn Du einen Baum am Horizont unterscheiden kannst? Wenn Du Deine  Hand vor dem Gesicht erkennst? Die Nacht hört auf und es wird Tag, wenn Du im Gesicht eines anderen Menschen deinen Bruder und deine Schwester entdeckst.“ Wir brauchen keine Atombomben, wir brauchen solche Tagesanbrüche in unserer Welt. Ich wünsche mir, dass Deutschland dafür Flagge zeigt und dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt. Und ich wünsche uns in Aalen und überall weiterhin ein so breit aufgestelltes Bündnis, das für eine friedliche Welt ohne diese schrecklichen Waffen kämpft. 


„Es ist erfüllend!“ - Der Sozialführerschein geht in die 18. Auflage

Foto (Schwenk): v.l. Ulrike Hammer, Marion Santin, Bernhard Richter
Foto (Schwenk): v.l. Ulrike Hammer, Marion Santin, Bernhard Richter

Am 10. Februar 2021 geht der „Sozialführerschein – Helfen lernen“ in die 18. Auflage. Der wertvolle gesellschaftliche Beitrag durch das Ehrenamt wird in einem tollen Konzept begleitet. Dafür machen die Caritas, die Diakonie, die Katholische und Evangelische Kirche Aalen sowie die Bahnhofsmission gemeinsame Sache. 

Ulrike Hammer hat ein wertvolles Gut zu Verfügung: Zeit. Seit ihre Kinder erwachsen sind, brauchen sie sie nicht mehr so sehr. Sie steht zwar im Beruf und versorgt ihre an Demenz erkrankte Mutter. Dennoch ist ihr das Ehrenamt so wichtig, dass sie unbedingt den breiten Fächer der Felder kennenlernen wollte. „Deshalb habe ich letztes Jahr den Sozialführerschein durchlaufen“, berichtet Ulrika Hammer. Gemeinsam mit 15 anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht sie – in Präsenz oder online – die Themenabende. Diese reichen von „Focus Lebenswelten“ über „Rahmenbedingungen für das Ehrenamt“ oder „Andere Menschen, andere Sitten“ bis hin zu „Wertschätzende Kommunikation“ und Praxisbörse. „Alle Abende waren richtig toll und haben mich auch persönlich weitergebracht“, erzählt Ulrike Hammer. Richtig froh und glücklich sei sie, dass sie den Sozialführerschein, der mit einem Zertifikat und Übergabe durch den Landrat endete, absolviert hat. 

Marion Santin ist bei der Caritas Ost-Württemberg für den Bereich Sozial- und Lebensberatung verantwortlich. „Das Schöne am Sozialführerschein ist, dass er nicht nur in der Theorie stecken bleibt, sondern auch die Auseinandersetzung mit sich selbst anbietet“. Fragen wie „Wo sind meine Grenzen?“ oder „Welches Feld des Ehrenamtes interessiert mich wirklich?“ gehören dazu. Nicht zuletzt sei es auch wichtig, die Rahmenbedingungen des Ehrenamtes kennenzulernen, damit man nicht „verheizt“ werde.

Von Beginn an begleitet Pfarrer Bernhard Richter den Sozialführerschein. „Wir haben dadurch einen echten Mehrwert für die Gesellschaft aufbauen können“, sagt er. Soviel Zeit, Herzblut und Nächstenliebe würden dort investiert. Besonders schön findet er persönlich immer die Praxisbörse und die Schnupperpraktika, die sich daraus ergeben. Auch das Abschlussfest mit dem Landrat und der Übergabe der Zertifikate gehört zum Angebot des Kurses. Jährliche Treffen schweißen die Ehrenamtlichen zusätzlich zusammen.

Durch den Lockdown im vergangenen Frühjahr mussten einige Kursabend online stattfinden. Und auch in diesem Jahr wird es auf jeden Fall so sein, dass die ersten Abende digital durchgeführt werden. „Es hat gut geklappt und man braucht keine Bedenken haben“, muntert Marion Santin auf. Gerne bietet sie eine Probe-Online-Meeting im Vorfeld an.

Ulrike Hammer jedenfalls ist glücklich, den Sozialführerschein, auch unter anderen Bedingungen, gemacht zu haben. Sie wünscht sich, wenn es denn wieder möglich ist, ein Engagement im Bereich des Kinderhospizes. „Ansonsten kann ich den Sozialführerschein nur jedem empfehlen. Es ist erfüllend!“

22.01.2021 Caritas Ost-Württemberg/Sibylle Schwenk

 

Info: Der 18. Sozialführerschein startet am 10.02.2021 um 18.30 Uhr, der letzte Abend mit Übergabe des Zertifikates ist am 19.05.2021 um 19.30 Uhr. Anmeldeschluss ist am 03.02.2021. Anmeldung und Informationen unter cz.aalen@caritas-ost-wuerttemberg.de Tel 07361-80642-40 und bei allen Kooperationspartnern:

  • Diakonieverband Ostalb: info@diakonieverband-ostalb.de
  • Katholische Kirche Aalen: St.Maria.aalen@drs.de
  • Evangelische Kirche Aalen: dekanatamt.aalen@elk.wue.de
  • Bahnhofsmission Aalen: aalen@bahnhofsmission.de

Auch in Ellwangen wird ein Sozialführerschein, Start im Mai 2021, angeboten.


1200 Masken für die Aalener Tafel

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Eine etwas andere Spende konnte Pfarrer Bernard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel gestern entgegennehmen. Kein Scheck, keine Lebensmittelspende, dafür aber 1200 FFP2 -Masken für die Mitarbeiter und Kunden der Aalener Tafel. Während die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten noch über die Maskenpflicht verhandelten, brachte Jochen Schittenhelm von Ostalb Med aus Essingen diese Spende, über die sich der Vorsitzende sehr gefreut hat. Richter sprach auch vom Schutz der Mitarbeiter und Kunden, die in diesen Tagen durch das Tragen gerade dieser Masken immer wichtiger geworden sei und notwendig bleibt. Unser Bild zeigt Jochen Schittenhelm (rechts) und Pfarrer Bernhard Richter (links) bei der Übergabe der Masken vor dem Tafelladen in der Bahnhofstraße. 


Ein Jahr Stele am Waldfriedhof

Mit einer kleinen Gedenkfeier auf dem Aalener Waldfriedhof wurde am 13. 1. des ersten Jahrestages der Stele für Wohnsitzlose am anonymen Gräberfeld gedacht. „Um uns zu erinnern“ ist in Buchstaben in die von der Firma Haschka gestiftete Stele eingraviert. So sprach Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender des Freundeskreises für Wohnsitzlose als einem wichtigen Zeichen für eine würdige Erinnerungskultur.

„Wohnsitzloses Leben behält auch im Tod seine Würde“ so Richter, der zugleich viele Namen verstorbener Wohnsitzloser in Erinnerung rief. Wolfgang Lohner von der Caritas erinnerte an die Verstorbenen des vergangen Jahres und Diakon Junge sprach Gebet und Segen. Am Schluss gingen die Teilnehmer auch zum Grab vom früheren Vorsitzenden Ottmar Ackermann und dem Freundeskreismitglied Dieter Benesch.


Der Aalener Wochenmarkt spendet an den Kocherladen

Auch die Marktbeschicker des Aalener Wochenmarktes haben an den Kocherladen gedacht!

Vielen Dank der ganzen Marktfamilie! Vielen Dank an Ulrich Prott für die Organisation!

Der Vorstand und die Kunden der Aalener Tafel sind tief beeindruckt von dieser solidarischen Aktion!