Hilfe für die Helfer

Die BW-Bank übernimmt Verantwortung für die Region Ostwürttemberg und spendet jeweils 1.000 Euro für die Arbeit der gemeinnützigen Vereine GEBIB mbH und Kocherladen e.V. Diese betreiben die Tafeln in Schwäbisch Gmünd, Bopfingen, Ellwangen, Heubach und Aalen. Die Inflation steigt und immer mehr Menschen haben nicht genug Geld für Lebensmittel. Besonders betroffen sind oft Alleinerziehende, Rentner, Studierende oder Flüchtlinge. Mit der Spende steht die BW-Bank zu ihrer sozialen Verantwortung für die Region.

Andreas Kull, Leiter Privates Vermögensmanagement Ostwürttemberg der BW-Bank, sagt: „Die Schlangen vor den Tafeln werden länger und die Waren knapper. Dagegen tun wir etwas und unterstützen die großartige Arbeit der Tafeln hier in Ostwürttemberg. Jeder muss Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln haben.“

Tilmann Haug ist als Geschäftsführer der GEBIB mbH (Gemeinnützige Organisation für die berufliche Integration von Behinderten) für die Tafeln in Schwäbisch Gmünd, Bopfingen, Ellwangen und Heubach verantwortlich: „Essen gehört auf den Teller, nicht in den Müll. Im Namen unserer Kunden danke ich der BW-Bank für ihre Spende, mit der wir laufende Kosten reduzieren können.“

Für den Kocherladen in Aalen nahmen Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter die Spende entgegen: „Die Zeiten sind schwierig, das trifft arme Menschen besonders hart. Aber jede Hilfe macht Mut und wir setzen unsere Arbeit fort. Danke BW-Bank für die Unterstützung.“

Bild: von links nach rechts: Michael Maier (BW-Bank), Pfarrer Bernhard Richter, Gerhard Vietz, Tilmann Haug, Andreas Kull (BW-Bank)


Beste Stimmung beim Peter & Paul-Fest

Unter dem Motto „Ökumene – atmet auf!“ begann das Peter & Paul-Fest auf der Heide mit einem ökumenischen Gottesdienst, musikalisch kraftvoll und wunderbar ausgestaltet vom Chor „Joy of Gospel“ unter der Leitung von Tanja Gold-Hagel und am Klavier Andreas Wagner für die gesamte Liedbegleitung. Die auf das Thema fein abgestimmte Liturgie oblag Pastoralreferentin Karin Fritscher. In ihrer Predigt ging Pfarrerin Caroline Bender anhand verschiedener Bibelstellen auf den Leben schaffenden Atem Gottes ein, seine Lebenskraft, die uns ein Aufatmen schenkt und neue Vitalität. In Johannes 20 bläst der auferstandene Jesus Christus seine Jünger mit seinem Atem an und sagt ihnen: „Friede sei mit Euch! Nehmt hin den Heiligen Geist!“ Auch heute leben wir Menschen aus dieser Gotteskraft, die uns durch alle Höhen und Tiefen begleitet und lebendig erhält.

Im Anschluss an den gut besuchten Gottesdienst ging das Fest im Innenhof weiter mit dem Mittagessen am Grill, Eiskaffee und vielen leckeren Kuchen. Der Chor Joy of Gospel ließ auch draußen noch einmal einige mitreißende Lieder erklingen. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter der Leitung von Wolfgang Böttiger nutzte seinen langen Atem in den Instrumenten für ein schönes Platzkonzert und auch die Kinder des Kindergartens Peter & Paul griffen mit ihren Windrädern und in ihren Beiträgen das Thema Luft und Atmen auf. Familie Winarske hatte einen Stand zu ihrer Missionsarbeit in Paraguay.

Bestes Wetter und sonnige Stimmung sorgten für einen unbeschwerten Tag mit Wiedersehen und Begegnungen, der aufatmen und mit Schwung in die kommende Zeit gehen lässt. Ein ganz großes Dankeschön an den Festausschuss und alle fleißigen Helferinnen und Helfer!

TIPP: Nächsten Samstag, 2. Juli um 18:30 Uhr Sommerserenade in Peter & Paul. Kleine und große Musiker*innen von der Heide spielen auf. Es gibt Snacks und kühle Getränke. Der Erlös kommt dem Kocherladen/ Flüchtlingen zugute.

Herzliche Einladung!


Mahnwache im Aalener Rathaus

Knapp 50 Menschen kamen am 20. Juni im Rathaus zusammen, um für Solidarität,  Menschlichkeit und Toleranz einzustehen.  Anlass war der Weltflüchtlingstag und die Tatsache, dass weltweit 100 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Wegen Regenschauer musste die Mahnwache nach innen ins Foyer des Rathauses verlegt werden. Doch zur Schweigeminute am Ende der Kundgebung konnten alle wieder draußen sein.

Der Afrikanische Kulturverein sorgte mit Trommelklängen, dass alle wachgerüttelt werden. Pfarrer Bernhard Richter sprach für die christlichen Kirchen und bat darum, dass wir Begriffe wie Solidarität und Toleranz nicht zu Schlagworten und abgedroschenen Phrasen verkommen lassen, sondern stets neu mit Leben, also mit Fleisch und Blut füllen. Das sei gerade angesichts der Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine wichtig. Doch Richter warnte auch, in Flüchtlinge erster und zweiter oder gar dritter Klasse zu unterscheiden.

Keiner und keine verlässt freiwillig seine Heimat. Und daher müssen wir auch unsere ‚Willkommenskultur den Geflüchteten ohne Unterschied zuteil werden lassen, denen aus der Ukraine genauso wie denen aus Syrien oder Afghanistan. Richter blickte auch mit Sorge auf die Folgen des Ukrainekrieges. „Wer weiß, welche Flüchtlingswelle auf uns zurollt, wenn die Hungersnot in Afrika noch viel extremer wird. Heute trommeln wir für die Menschenwürde, aber morgen wird es wichtig sein, für diese Menschenwürde und das Grundrecht auf Asyl einzustehen“, so Richter.


Rotarier Frauen spenden für Tafel

Groß war die Freude in dieser Woche, als die Rotarier-Frauen Lisa Geitner und Corinna Pavel den Kocherladen in der Bahnhofstr. besuchten und einen Scheck von 3775,- Euro überreichten.

Einmal im Jahr treffen sich die Partner/innen des #rotary Clubs  Ellwangen und sammeln bei dieser Gelegenheit für einen guten Zweck. Lisa Geitner, die Ehefrau des derzeitigen Präsidenten, hatte die Idee, für den Aalener Tafelladen zu sammeln. Dabei ist die stolze Summe von 3.775,- Euro zusammengekommen. Pfarrer Bernhard Richter dankte als Vorsitzender für die großzügige Spende, die beim derzeitigen Ansturm der Kunden dringend benötigt werde. Projektleiter Vietz berichtete über die vielen ukrainischen Ausweise, die er fast täglich ausstellt und die die Mannschaft des Tafelladens vor große Herausforderungen stellt. Dafür sei die Spende ganz besonders wichtig und wertvoll.

 

Unser Bild zeigt v.l.n.r Vorsitzender Pfarrer Bernhard Richter, Corinna Pavel und Präsidentengattin Lisa Geitner, Projektleiter Gerhard Vietz und Vorsitzender Wolfgang Fimpel vor den leeren Regalen des Tafelladens nach Geschäftsschluss,  was die Notwendigkeit der Spende verdeutlicht.


Schritt um Schritt – das Herz kommt mit

Bei herrlichem Wanderwetter machte sich eine Pilgergruppe auf den Weg vom Jochen-Klepper-Haus in Ebnat zur Johanneskirche in Ochsenberg. Übergreifend über Konfessionen und Kreisgrenzen wanderte sie mit Stationen in Maria Eich und am Spitzigen Felsen über den Falchen nach Ochsenberg zur Kirche. Das Motiv des Hirten, der nach Schritten und nach Wegen für die ihm Anvertrauten sieht, zog sich durch in den Impulsen von Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Macho. Es kam auch zum Ausdruck in den Gebeten, Liedern und Texten auf dem Weg. Es entstand eine schöne Weggemeinschaft und gute Gespräche über Gott und die Welt. Nächstes Jahr gerne wieder, dann vielleicht als Rundweg mit Start und Ziel am selben Ort. Merken Sie sich schon den Pfingstmontag um 10 Uhr dafür vor!


Pfarrerin Theresa Haenle verabschiedet

Pfarrerin Theresa Haenle wechselt Mitte Juni auf die Pfarrstelle in Mögglingen. An Pfingstsonntag wurde sie in einem feierlichen Gottesdienst in der Stadtkirche von Dekan Ralf Drescher entpflichtet. Der Dekan erinnerte gerne an eine „gute gemeinsame Zeit hier in Aalen“ und wünschte der Kollegin alles Gute und Gottes Segen am neue Wirkort. Pfarrerin Caroline Bender überbrachte die Grüße der Kolleginnen und Kollegen. Der Gottesdienst wurde von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller, Kirchenmusiker im Praktikum Leonard Hölldampf und einer Schola würdevoll musikalisch gestaltet. Beim anschließende Stehempfang bedankte sich der Vorsitzende Thomas Hiesinger bei Theresa Haenle für ihren Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde Aalen und überreichte ihr eine Wanderkarte mit den Worten: „Es gibt viele Wege, auf denen Sie wieder nach Aalen kommen können. Sie sind uns immer herzlich willkommen!“ Theresa Haenle bedankte sich am Ende für „diese schöne Verabschiedung!“


Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag im Stadtgarten

In der Kirche und Gesellschaft an einem Strang ziehen.

Es war trocken und sonnig, und es waren noch nie so viele Leute beim Ökumenischen Gottesdienst im Stadtfarten. „Der Geist wirkt“ sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Es ist ein Starkes Zeichen der Ökumene hier in unserer Stadt“, so der evangelische Pfarrer, der mit seinen Kollegen Wolfgang Fimpel von der katholischen Kirche, Thomas Mayer von Hoffnung für alle, Hartmut Hilke von den Methodisten und Christopher Langer von den Baptisten den ökumenischen Gottesdienst gestaltete. Für schwungvolle Musik sorgte die freikirchliche Band  mit Dominik Schwenk, Kevin Mayer, Jeremy Mayer, Ute Wendland, Manuel Henkel und Sabrina Larib-Gohri. Unter der Überschrift „An einem Strang ziehen“ lud Pfarrer Richter ein, an einem großen Tau zu ziehen. Zwei Mannschaften wurden gebildet und kämpften gegeneinander. Dann wurde das Tau gereicht und jeder bekam ein Stück davon. „Es wird darauf ankommen“, so Richter, ob jeder und jede für sich kämpft und nur sein Ding macht, oder ob wir an einem Strang ziehen und so glaubwürdig in die Gesellschaft hineinwirken, verbunden durch das Band der Liebe und Hoffnung Jesus Christi!“. Wolfgang Fimpel sprach die Notwendigkeit in der Pflege an, gemeinsam für den Patienten das Beste zu wollen, Christopher Langer sprach von großen Unterschieden in den Interessen, aber wichtig sei das Gemeinsame zu suchen. Hartmut Hile berichtete von der großen ACK_Polis beim Katholikentag, und wie wichtig es sei, dass jemand eine Vision hat und dann Menschen mitnimmt.

Thomas Mayer führte das Beispiel eine Baustelle an, wo es einer Katastrophe gleicht, wenn nicht alle an einem Strang ziehen. Er dankte für das Miteinander der Christen in der Stadt, was sie zu glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums machte.

 

Am Rande des Gottesdienstes zeigte sich Pfarrer Richter enttäuscht, dass sich Nachbarn am Stadtgarten über die Lautstärke beschwert hätten. Wenn Christen einmal im Jahr für eine Stunde Gott loben, dann darf das auch laut sein, so Richter.


Karin Staaden geht in den Ruhestand

Sie hat vier Pfarrer und vier Dekane erlebt, zahlreiche Kinder betreut und 32 Jahre lang mit großem Engagement den evangelischen Kindergarten Sonnenhaus in Aalen geleitet: Karin Staaden. Mit einer Feier im Kreis von Kindern, Eltern, Kolleg*innen und Erzieher*innen ist sie am Freitag in den Ruhestand verabschiedet worden. Frau Staaden hat die Kindergartenarbeit in Aalen entscheidend mitgeprägt: anfangs in Regelgruppen, später mit verlängerten Öffnungszeiten; während der letzten 30 Jahre habe sich in der Kindergartenarbeit vieles verändert. Frau Staaden blickte auf viele schöne Jahre im Sonnenhaus zurück und dankte Ihrem Team für das ihr entgegengebrachte Vertrauen.

 

„Heute ist ein schöner Festtag, auch wenn es ein Abschied ist“, sagte Dekan Ralf Drescher. Karin Staaden habe jahrzehntelang das Sonnenhaus geprägt und dabei tiefe Spuren hinterlassen. Der Dekan lobte die Tatkraft der Erzieherin, die immer wieder auch direkt die Finger in die Wunde gelegt habe. Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand gehe zweifellos eine Ära zu Ende.

 

Die Leiterinnen der anderen evangelischen Kindergärten in Aalen verabschiedeten ihre Kollegin mit einem musikalischen Beitrag und die Kinder sangen fröhlich „Probier´s Mal mit Gemütlichkeit“. Die neue Leiterin der Einrichtung, Sanja Zeiher, dankte für die ehrliche und offene Teamarbeit. Man habe sich im Team immer wohlgefühlt und allen fällt der Abschied sichtlich schwer.

 

Mit Getränken und einem Imbiss ließen die Eltern, Kinder und Kollegen / Kolleginnen den Nachmittag bei Sonnenschein im Garten ausklingen.


Start der Gottesdienstsaison auf dem Aalbäumle - „Wohnungslos ist nicht hoffnungslos“

Mit einem ökumenischen Gottesdienstsaison begann am gestrigen Sonntag die Gottesdienstsaison auf dem Aalbäumle. Mehrere hundert Menschen machten sich auf den Weg, der erste Gottesdienst war zugleich ökumenisch und Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zu 25 Jahre Freundeskreis für Wohnsitzlose.

Pfarrer Bernhard Richter betonte in seiner Begrüßung das Gottesgeschenk des Wetters, des blauen Himmels und der strahlenden Sonne. Das sei ein guter Auftakt für das Festjahr des Freundeskreises, der seit 25 Jahren deutlich machen will, dass „Wohnungslos nicht hoffnungslos“ ist. "Möge es uns deshalb gelingen," so Richter- "dass wir auch in Zukunft viel Sonne in das Leben wohnsitzloser Menschen bringen können“. Wolfgang Lohner, Fachbereichsleiter der Wohnsitzlosenhilfe bei der Caritas Ostwürttemberg las das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Jugendreferent Martin Kronberger übertrug das Gleichnis in die heutige Welt und sprach von vielen Terminen, die man habe, wenn es um schnelle Hilfe ginge. Und doch sei es wichtiger denn je, Wohnsitzlosen und anderen hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen und ihnen eine Perspektive zu schenken.

 

Mitglieder des Freundeskreises trugen Fürbitten vor. Der Posaunenchor des CVJM unter Leitung von Wolfgang Böttiger sorgte mit schwungvollen Klängen für die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes. Das Opfer war für den Freundeskreis für Wohnsitzlose bestimmt.


Dankbarkeit für das eigene Leben - Konfirmanden sammeln für zwei gute Zwecke

Am 8. und am 15. Mai wurden in der Stadtkirche von Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter 30 junge Menschen konfirmiert. Am Ende der Unterrichtszeit haben die Konfirmanden abgestimmt, welchen Projekten ihre Dankesgabe und das Gottesdienstopfer zugute kommen soll. Und so wurden beim Nachtreffen in dieser Woche auf Gleis eins am Aalener Bahnhof der Bahnhofsmission und einem Projekt des Kinderhilfswerkes Unicef ein Scheck von jeweils 1.235,50 Euro überreicht.

Unser Bild zeigt die Konfirmanden, Pfarrerin Bender und Pfarrer Richter mit Sona Kleiner von der Bahnhofsmission bei der Scheckübergabe auf Gleis eins am Bahnhof in Aalen.


Nachfeier im Dekanatsgarten - Projektmappe für Dekan zum 60. Geburtstag

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Am Sonntag feierte Dekan Ralf Drescher seinen 60. Geburtstag. Er verzichtete auf eine Feier und verbrachte den Tag mit seiner Frau in den Schweizer Bergen. Am Mittwoch gab es dann im Dekanatsgarten eine Nachfeier, bei dem ihm eine Projektmappe überreicht wurde, in dem ganz viele Persönlichkeiten aus Kirche, Kommune und Gesellschaft ihre Wünsche mit Bildern selber gestalteten.

 

Der Dekan gab ehrlich zu, dass er  doch ein wenig verwundert war,  dass er so fast gar keine offiziellen Geburtstagsgrüße bekommen hatte. „Aber ehrlich: Ich kam nicht drauf!“ Von der tollen Idee, eine Projektmappe für den 60. Geburtstag zu gestalten, war er begeistert und auch ein bisschen gerührt. „Ich danke allen ganz herzlich und freue mich über die vielen besonderen Grüße und guten Wünsche zu meinem 60.!“ Dann lud er zum Sektempfang in den Dekanatsgarten ein

 

Unser Bild zeigt Dekan Drescher und die Aalener Pfarrerinnen und Pfarrer und die Damen es Büros bei der Übergabe der Projektmappe im Dekanatsgarten.


Landrat Dr. Bläse als Schirmherr: „Das Ehrenamt muss Freude machen“

Er war eine Erfindung der Ulmer Bahnhofsmission, der Sozialführerschein, der in diesem Jahr in der 19.Auflage in Aalen durchgeführt wurde. Mit der Caritas, der Diakonie, der Kath. und Evang. Kirchengemeinde und der Bahnhofsmission hatten sich fünf Träger zusammengeschlossen. Pfarrer Bernhard Richter betonte daher in seiner Begrüßung die ökumenische Verbundenheit, mit der in Aalen viele Knoten am sozialen Netz geknüpft wurden. Die 15 Teilnehmer des Kurses gaben einen persönlichen Rückblick auf den Kurs und dankten Moderatorin Sylvia Kreuzer für die Begleitung und Betreuung. Landrat Dr. Joachim Bläse dankte den Trägern für die Durchführung dieser Kurse und sprach seinen Dank aber auch allen Teilnehmern des Kurses aus. „Das Ehrenamt muss Freude machen“ betonte der Landrat und überreichte den Teilnehmern ein Zertifikat. Martin Kronberger sprach ein Wort auf den Weg und beschloss den Abend mit einem Segen, ehe alle den Abend bei Gesprächen, Essen und Trinken ausklingen ließen. Man Pfeifer sorgte mit meditativen  und schwungvollen Tönen für die festliche musikalische Umrahmung.

Unser Bild zeigt den Schirmherren Landrat Dr. Bläse mit den Trägervertretern Jörg Dolmetsch, Marion Santin, Ulrike Lange, Martin Kronberger und Pfarrer Bernhard Richter mit den Absolventen des 19. Kurses Sozialführerschein.


30 junge Menschen konfirmiert

Am vergangenen Sonntag wurden von Pfarrern Caroline Bender 17 junge Menschen konfirmiert, am gestrigen Sonntag wurden von Pfarrer Bernhard Richter 13 Konfirmanden eingesegnet. Bei schönstem Wetter zogen die Konfirmanden mit Kirchengemeinderätin Sabine Weinbrenner und Kirchengemeinderat Johannes Eck vom Gemeindehaus am Torplatz in die Stadtkirche.  Die Konfirmanden trugen nicht nur den Katechismus vor, sondern formulierten auch neuere Texte zum Glaubensbekenntnis und zu den Geboten. Auch eine Sprechmotette zum Thema "ein bisschen Frieden" wurde vorgetragen. Pfarrer Bernhard Richter sprach von einem wichtgen Tag im Leben junger Menschen. Es sei ihm immer von größter Bedeutung gewesen, dass junge Menschen etwas anfangen können mit der Bibel und dem Glauben. Gottes Segen möge sie begleiten und durchs Leben tragen. Gott habe alle mit vielen Fähigkeiten ausgestattet. „Möget Ihr mit Gottes Hilfe etwas daraus machen, auch zum Wohle anderer Menschen, die Euch brauchen“, so der Stadtkirchenpfarrer. Moritz Vogt und Sabine Weinbrenner überreichten den Konfirmanden nach der Einsegnung ihre Denksprüche. Winfrid Mack richtete an die Konfirmanden ein sehr persönliches Wort als Vertreter der Angehörigen und Familien.

Eine Schola unter Leitung von Leonhard Hölldampf sorgte für die festliche Gestaltung des Gottesdienstes. 


Die Glocken aus der ehemaligen Markuskirche warten in Heilig Kreuz auf ihren Einsatz

Große Vorfreude bei unseren katholischen Geschwistern: Die Glockenweihe soll am 18. September 2022 sein. Im Moment wird in Wetzlar ihre "große Schwester" als vierte Glocke gegossen. Am Sonntag Kantate war im Hüttfeld eine "Offene Baustelle" mit Turmbesteigung. Helmut Erhardt führte sachkundig hindurch. Weitere Informationen hier.


OB Brütting bei den Kirchengemeinderäten

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Nach mehreren pandemiebedingten Verlegungen konnte in dieser Woche die ökumenische Kirchengemeinderatssitzung der in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Gemeinden stattfinden. Pfarrer Bernhard Richter begrüßte als örtlicher Vorsitzender der ACK die Verantwortlichen aus der katholischen, baptistischen und evangelischen Gemeinde. Zugleich konnte für diese gemeinsame Sitzung Oberbürgermeister Frederick Brütting gewonnen werden. In einem kurzen Streifzug unterstrich Richter die Bedeutung der Ökumene in Aalen und zählte einige Einrichtungen in ökumenischer Verantwortung auf: die Familienbildungsstätte, den Hospizdienst, den Freundeskreis für Wohnsitzlose, den Kocherladen, den Sozialführerschein und natürlich das Ökumenische Gemeindezentrum auf der Heide. Zugleich betonte Richter viele ökumenische Gottesdienste aus verschiedensten Anlässen. An den OB gewandt, sagte Richter: „Auf die Christen in der Stadt können Sie sich verlassen“.  Dann stellten sich die einzelnen Gemeinden vor: Wolfgang Sedlmeier für die katholische, Jutta Schneider für die baptistische und Thomas Hiesinger für die evang. Gemeinde. Oberbürgermeister Brütting dankte in seinem inhaltlichen Impuls den Kirchen für ihre wertvolle Arbeit in der Stadt, von der Kinderbetreuung bis zur Seniorenarbeit. Auch ermutigte das Stadtoberhaupt die Gremien, sich nicht aus der Fläche zurückzuziehen und in den Quartieren präsent zu bleiben. Auch das Kerngeschäft der Seelsorge werde immer wichtiger. Es schloss sich eine interessante Fragerunde an, die von der Flüchtlingshilfe über die Situation in Waldhausen bis zum Angebot für die Jugendlichen in der Stadt reichte. Pfarrer Richter überreichte dem OB als Geschenk einen Korb aus dem Samocca mit dem Motto: „Nussknacker“, weil ein OB ja so viele Nüsse in der Stadt zu knacken habe.


OB im Seniorennachmittag der Evang. Kirchengemeinde

 "Willkommen bei den Omas und Opas Ihrer Stadt"

Es waren so viel wie noch nie, die am Dienstag den wöchentlichen Seniorennachmittag der Evang. Kirchengemeine besuchten. Über 50 waren gekommen, um Oberbürgermeister Frederick Brütting zu erleben. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen stellte er sich den Senioren persönlich vor, sein Aufwachsen in Neresheim, seine Bürgermeisterzeit in Heubach und jetzt in Aalen. Gleich drei große Herausforderungen hätten seine Amtszeit in den ersten Monaten geprägt: die Pandemie, die zu entschärfende Bombe im Tannenwäldle  und jetzt die Flüchtlinge aus der Ukraine. Derzeit sind 350 in Aalen. Brütting zeigt sich zuversichtlich, die mit Hilfe vieler gesellschaftlichen Kräfte bewältigen zu können. Unter großem  Applaus plädierte der OB für den Erhalt des Aalener Ostalbklinikums. Viele Fragen wurden an den OB gerichtet, nach dem Steg, nach Begrünung und mehr Sitzbänke für die ältere Generation, aber auch der Bahnübergang Walkstraße. Oder die Bebauung auf dem Gelände der ehemaligen Martinskirche im Zebert  waren Thema. Am Ende bedankte sich OB Brütting bei den Kirchen für ihren wichtigen Dienst in der Gesellschaft und Brigitte Grunwald überreichte Süßigkeiten und Wein als Dank. Eingangs hatte Pfarrer Bernhard Richter dem Stadtoberhaupt die Seniorenarbeit der Kirchengemeinde vorgestellt.

 


Festgottesdienst zur Konfirmation

Mit 17 Jugendlichen zog Pfarrerin Caroline Bender am Sonntagmorgen unter den feierlichen Klängen der Orgel in die Stadtkirche ein. „Was trägt?“ – unter dieses Motto hatte sie den Konfirmationsgottesdienst gestellt und predigte zu Jesaja 46,4: „Gott spricht: Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.“

 

In ihren gekonnt und frei vorgetragenen Beiträgen erläuterten die fünf Konfirmandinnen und 12 Konfirmanden in Worten aus unserer Zeit die alten Worte des Glaubensbekenntnisses und brachten Gedanken zum Gebet und zur Taufe vor. Nach ihrem eigenen „Ja“ dazu traten sie an den Altar und wurden von der Pfarrerin eingesegnet. Wunderschön musikalisch ausgestaltet wurde der Gottesdienst von KMD Thomas Haller, der Schola der Kantorei und Dr. Gero Wittich an der Viola. Ganz herzlichen Dank!

 

Beim Gruppenbild am Turmeingang strahlte die Sonne mit den frisch Konfirmierten und der Gemeinde um die Wette!

Am nächsten Sonntag Kantate, 15. Mai werden die anderen 13 Jugendlichen der Konfi-Gruppe von Pfarrer Bernhard Richter in der Stadtkirche konfirmiert.


Das Frühlingsfest endet mit einem Ökumenischen Gottesdienst

Foto: Peter Hageneder (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)
Foto: Peter Hageneder (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

"Heute geht die Fahrt nicht rückwärts!“

 

Am gestrigen Sonntag (8. Mai) endete das Frühlingsfest im Greut. Und zum Abschluss gab es etwas Neues, und zwar einen Ökumenischen Gottesdienst mitten auf dem Festgelände. Pfarrer Bernhard Richter erinnerte in seiner Begrüßung an die schwierige Situation der Schausteller während der Pandemie. Auch dachte er an seine Erlebnisse auf  Volksfesten und fand es am prickelnsten, wenn der Lautsprecher verkündete: Jetzt geht die Fahrt rückwärts.

 

Doch heute, so Richter geht die Fahrt vorwärts. Mit Zuversicht und Opfimismus und auch einer guten Portion Gottvertrauen wolle man nach vorne schauen in die Zukunft. Martin Kronberger sorgte mit stimmungsvollen Liedern und Bewegungen dazu für Schwung. Auch gestaltete er ein offenes Gebet, indem er die Besucher fragte, für was sie denn danken wollten. Georg Löwenthal dankte seinen Schaustellerkollegen für die schönen und hoffnungsvollen Tage des Frühlingsfeste. Am Ende waren alle der Meinung, dass es auch im nächsten Jahr auf dem Frühlingsfest einen solchen Gottesdienst geben sollte.


Von Ellwangen nach Aalen - Ökumenische Pilgerwanderung 2022


Ökumenischer Gottesdienst 1. Mai

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Gib dem Sonntag eine Seele und deiner Seele einen Sonntag

In den Jahren, in denen der 1. Mai auf einen Sonntag fällt, haben die beiden großen christlichen Kirchen in Aalen den Tag mit einem ökumenischen Gottesdienst begonnen. So auch gestern in der Stadtkirche. Der Gottesdienst wurde vorverlegt, damit er beendet ist, wenn die Kundgebung beginnt. Die neue katholische Betriebsseelsorgerin Karolina Tomanek und der evangelische Pfarrer Bernhard Richter gestalteten diesen Gottesdienst. Und sie begannen mit einem bewegenden Gedenken mit Teelichtern an alle, die arbeitslos sind, an die, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden, die auf der Flucht sind, die um ihres Glaubens wollen verfolgt werden, die, die unter unwürdigen Arbeitsverhältnissen leiden, die bei einem Arbeitsunfall ums Leben kamen oder bleibende gesundheitliche Schäden.

In ihren Gedanken zum 1. Mai fand Karolina Tomanek anregende Worte zum Nachdenken und Weiterschenken, indem sie das Paradoxon unserer Zeit aufzeigte: hohe Gebäude, aber niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten, den Besitz vervielfacht, aber die Werte reduziert, wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

Pfarrer Bernhard Richter brachte den Sonntag des Kirchenjahres und den 1. Mai in seiner Predigt in einen Zusammenhang: „am heutigen Hirtensonntag sollten wir daran denken, dass uns Gott als guter Hirte behütet und bewahrt. Und uns selbst beauftragt, dein guter Hirte zu sein, in Betrieben, in Gewerkschaften, in Kirchengemeinden, in Vereinen, überall dort, wo wir Verantwortung haben.“ Es werde auch immer wichtiger, so Richter, den Sonntag als Ruhetag zu verteidigen. Darum, so Richter „gib dem Sonntag eine Seele und deiner Seele einen Sonntag".

Die Schola unter Leitung von Thomas Haller und Leonhard Hölldampf sang zwei Motetten und gab damit dem Ökumenischen Gottesdienst eine festliche Note!


Quartiersrundgang mit Oberbürgermeister Brütting im Q03

Am Montag, 25. April fand der dritte Quartiersrundgang mit Oberbürgermeister Brütting im Q03 statt. Q03 bedeutet dabei Quartier 03 und das ist die Nummer des Stadtquartiers, das das Gebiet vom Galgenberg über den Hirschbach und das Stadtoval bis zu Rötenberg und Heide umfasst.

 

Im Gespräch mit den Bürger*innen, ehrenamtlichen Initiativen sowie verankerten Institutionen und ihren Vertreter*innen soll herausgefunden werden, was für eine gute Nachbarschaft vor Ort notwendig ist. Manches ist schon vorhanden, anderes fehlt oder wäre erstrebenswert. Bei diesem Austausch wollen auch die Kirchen nicht fehlen. Deshalb waren wir beim dritten Rundgang auch aktiv dabei. Pfarrer Bernhard Richter sprach am Treffpunkt Rötenberg, den die Kirchengemeinden mit unterstützen und Pfarrerin Caroline Bender verdeutlichte am Gemeindezentrum Peter & Paul samt dem zugehörigen Kindergarten, was es dort für Gottesdienste, Veranstaltungen und Gruppen gibt, um Begegnung zu ermöglichen. Im Kindergarten wird viel Teilhabe ermöglicht und nach Corona gibt es z.B. die Mitgestaltung des 11-Plus-Gottesdienstes am 1. Mai mit den Kiga-Kindern und den Besuch im Ökumenischen Seniorennachmittag am 4. Mai. Doris Klein berichtete, dass die Geschäftsstelle der Familienbildungsstätte im Sommer nach P&P zieht. Dann ist jeden Tag eine Ansprechpartnerin vor Ort und es wird das GZ durch die Veranstaltungen, Kreise, Kurse, Vorträge, Spiel- und PEKiP-Gruppen mit viel Leben gefüllt werden. Die ökumenisch getragene FBS passt gut in das ökumenische Gemeindezentrum.

 

Mit dem TP Rötenberg unten und dem GZ Peter & Paul oben habe dieser Stadtteil zwei Quartiersräume, die als Begegnungsfläche genutzt würden und weiteres Potenzial hätten, so Doris Klein.

Im Anschluss gab es eine leckere Suppe, zubereitet von der KulturKüche und die Möglichkeit zum Austausch und Ideensammeln im Foyer von Peter & Paul, was rege genutzt wurde.

 

 


Neustart nach Corona: Café im Foyer

Es war 1992 ein kleines Wagnis, als die Evang. Kirchengemeinde im alten Gemeindehaus am Torplatz ein neues Angebot der offenen Arbeit begann. Als Café im Foyer erfreute es sich im Laufe der Jahre immer größerer Beliebtheit. Vor oder nach dem Marktbesuch eine Tasse Kaffee mit einer Butterbrezel. Es wurde ein Ort der Begegnung. Nach der wegen Brandschutzbestimmungen verordneten Schließung des Gemeindehauses im Jahre 2013 fand man Aufnahme im Gemeindehaus der Methodisten am Südlichen Stadtgraben. Nach der Eröffnung des neuen Gemeindehauses am Torplatz hatte man gerade wieder mit dem Cafébetrieb begonnen, als Corona eine lange Zwangspause verordnete. Und so war Dekan Drescher am Samstag überglücklich, dass es jetzt wieder einen Neustart des Cafés gibt und vier Teams jeden Samstag morgen zum Verweilen im Gemeindehaus einladen. Drescher dankte mit einer Rose für jeden Mitarbeiter und Pfarrer Bernhard Richter freute sich auf den Herbst, wenn das Café seinen 30. Geburtstag feiere. Sicher auch mit Ehrungen langjähriger Mitarbeiter.

Unser Bild zeigt Dekan Ralf Drescher (rechts) und Pfarrer Bernhard Richter (links) bei der kurzen Eröffnungsfeier am Samstag Vormittag und den Dankesworten an die Mitarbeiter.


"Kauf eins mehr" für die Aalener Tafel

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Wieder einmal war es am Wochenende möglich, im Eingangsbereich des E-Centers im Hasennest die Aktion "Kauf eins mehr" durchzuführen. Alle Kunden wurden darum gebeten, über ihren persönlichen Bedarf hinaus einen Artikel oder mehrere einzukaufen, die dann alle der Aalener Tafel zugute kommen. Pfarrer Bernhard Richter bedankte sich als Vorsitzender der Aalener Tafel bei Marktleiterin Petra Heine für die Möglichkeit, diese Aktion durchführen zu dürfen. Am Freitag waren es schon 30 Kisten, und am Samstag fast 80 in einem Gesamtwert von mehreren tausend Euro. Wolfgang Wiedemann, Eva Wiedenmann, Tanja Huck, Elvira Ruf, Annette Uedikhoven, Silke Stanienda und Anneliese Steinacker teilten sich den Dienst am Stand und informierten auch über benötigte Lebensmittel. Projektleiter Gerhard Vietz informierte, dass inzwischen 100 Berechtigungsausweise an ukrainische  Flüchtlinge ausgestellt wurden, was ca. 300 neuen Kunden entspricht.

Unser Bild zeigt v.l.n.r. Silke Stanienda, Projektleiter Gerhard Vietz, Pfarrer Bernhard Richter und Marktleiterin Petra Heine.


Osterjubel trotz Krieg und Pandemie

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Am Karfreitag versammelte sich die Gemeinde zu einem Abendmahlsgottesdienst mit Dekan Ralf Drescher. Die Kantorei sang Choräle aus der Johannespassion. In seiner Predigt ging Drescher auch auf die Haltung der beiden Mitverurteilten ein. "Vielleicht wollte Lukas mit seiner Darstellung des Ostergeschehens sagen, dass dort, wo Umkehr geschieht Tod und Leben immer nahe beieinanderliegen".

Die Osternacht in der Stadtkirche feierte Pfarrerin Caroline Bender mit Taufen. Am frühen Morgen gab es im Gemeindehaus eine Auferstehungsfeier mit Christine Krauth, der sich ein gemeinsames Frühstück anschloss.

Der Auferstehungsgottesdienst auf dem Johannesfriedhof bei strahlendem Sonnenschein und kühlen Temperaturen stand zunächst unter den Vorzeichen des Gedenkens  und der Erinnerung. Am Ostersonntag vor 77 Jahren wurde Aalen schwer bombardiert mit vielen Toten und vielen zerstörten Häusern. Pfarrer Bernhard Richter gedachte dieses schweren Angriffs wenige Wochen vor Ende des Krieges und schloss in das Gedenken alle Vermissten und Gefallenen der Weltkriege ein, aber auch die Menschen jüdischen Glaubens, die in den Konzentrationslagern umgebracht wurden,  und gedachte auch der Opfer und Flüchtlinge des aktuelle Krieges in der Ukraine. Ostern  ist das Fest gegen die Verzweiflung, auch wenn das Leben manchmal zum Verzweifeln ist. Die Kraft der Auferstehung werde uns die Zeit nach Ostern führen. Da werden Zweifel nicht ausbleiben, da wird uns manche Krise ein- oder gar überholen, aber die Osterbotschaft hält und trägt uns:  "Jesus lebt und mit ihm auch wir!" Der Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Böttiger sorgte für die festliche Gestaltung des Gottesdienstes.

Pfarrerin Theresa Haenle feierte zusammen mit dem Posaunenchor und Thomas Haller an der Orgel den Gottesdienst in der Stadtkirche. Im Mittelpunkt ihrer Predigt stand die Ostergeschichte des Markusevangeliums: aus dem (Grab-)Stein der Angst wird Hoffnung auf das Leben. 

Beim zentralen Gottesdienst am Ostermontag in der Stadtkirche predigte Pfarrer Jan Langfeldt über das Bibelwort aus Lukas 24,34: "Christus  ist wahrhaftig auferstanden".  Somit wird der Auferstandene wirklich erfahrbar und konkret. Er lebt und teilt sich ganz persönlich mit, heute nicht weniger als damals bei den ersten Christen. "Wo wir Kirche leben, sein Wort hören, aus seinem Segen schöpfen und nach seinem Geiste tun, da ist ER unmittelbar da."


Bucherlös für Wohnsitzlose

Bild: Oliver Giers
Bild: Oliver Giers

Es war eine gute Idee, die Hami Kühnle und Klaus Diebold verwirklichten, nämlich ein kleines Buch herauszugeben, das unter dem Titel „Das tollkühne Abenteuer des Spions von Aalen“ neu erzählt und mit Zeichnungen illustriert wurde. Genauso gut war die Idee der beiden, den Reinerlös des Verkaufs dieses Buches der Arbeit mit Wohnsitzlosen zukommen zu lassen. Dabei kamen 555,- Euro zusammen, die Pfarrer Bernhard Richter als erster und Jugendreferent Martin Kronberger als zweiter Vorsitzender des Freundeskreises dankbar entgegen nahmen. Der Freundeskreis für Wohnsitzlose feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und unterstützt die Wohnsitzlosenhilfe der Caritas mit vielen Projekten, Essenszuschuss, Suppenküche, Stele am anonymen Gräberfeld auf dem Waldfriedhof, Übernahme von Arzneimittelgebühren, Fonds für Kleinkredite, und die Wohngemeinschaft im Haus in der Brunnenstraße. Für diese Arbeit, die auf Spenden beruht, war der Bucherlös eine wertvoller Beitrag.


Neustart der Gottesdienste in St. Johann

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Seit dem Vorabend des Toten- und Ewigkeitssonntages im November 21 konnte kein Gottesdienst mehr in der Johanneskirche stattfinden. Daher war der Samstag vor dem Palmsonntag in gewisser Hinsicht ein Neustart. Dekan Ralf Drescher konnte somit eine große Gemeinde begrüßen, was aber auch der Tatsache geschuldet war, dass ein neues Parament den Altar der Kirche schmückte und an diesem Neustart seiner Bestimmung übergeben wurde. Edeltraud Gärtner und ihre Tochter Dr. Magdalene Gärtner hatten dieses Parament kunstvoll angefertigt. Dekan Ralf Drescher richtete anerkennende Dankesworte an die beiden Künstlerinnen und überreichte beiden einen Blumenstrauß. Drescher sprach auch von einer liturgischen Aufwertung des Raumes und des Gottesdienstes, die nun wieder regelmäßig in St. Johann gefeiert werden können.

In ihrer Erläuterung des Paramentes ging Dr. Gärtner von der zentralen Stellung Christi aus, dessen Kreuz in der Mitte für die Erlösung der Menschheit stehe. „Ichtys“, das griechische Wort für Fisch, dem Symboltier der frühen verfolgten Kirche, gebe mit jedem einzelnen Buchstaben die wichtigsten Elemente an: Christus, Gottes Sohn und Retter.

Die weitere bildliche Darstellung des Paramentes führe zum Abendmahl, das schon in der mittelalterlichen Altarwand der Kirche seine bildlichen Spuren hinterlassen habe. Das Schiff der Gemeinde steure in die christozentrische Mitte des Bildes, aus der Kraft und Trost hervorgehe.

In seiner Predigt ging Pfarrer Bernhard Richter auf dieses Parament ein und schlug die Brücke zur Karwoche, die den Menschen die Chance einräume, zu überlegen, was wirklich im Leben wichtig sei. So wie im Parament Christus die Mitte sei, so sollte dies auch im Leben gelingen.

Dabei sei wichtig, dem Leiden nicht davonzulaufen, sondern aus dem Kreuz Jesu die Kraft zu empfangen, die uns dazu befähigt, anderen in ihrem Leiden zu helfen, so wie in diesen Tagen den Flüchtlingen, die zu uns kommen.


Tafelaktion der muslimischen Gemeinde

Es war ein nasskalter Samstag, und doch konnte es einem warm ums Herz werden, wenn man miterlebte, was sich vor der Aalener Tafel in der Bahnhofstr. 55 ereignete. Schon ab 9 Uhr gab es große Schlangen, doch es öffnete sich nicht die Ladentür, sondern im Hof fuhr ein Lieferwagen der muslimischen Gemeinde vor, beladen mit 125 Paketen für Bedürftige. Vor allem die Aufschrift mit Worten von Mohammed stimmte nachdenklich: wer sich satt in den Schlaf legt, während seinen Nachbar der Hunger plagt, der gehört nicht zu uns. Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel begrüßte die Kunden und die Angehörigen der muslimischen Gemeinde. Sie hatten die Pakete gepackt. Richter freute sich über die soziale Verantwortung der Muslime im Fastenmonat Ramadan und war auch sehr dankbar, dass es nach acht Jahren Pause wieder eine solche Aktion gebe.

Mustafa Demirtas als Vorsitzender der muslimischen Gemeinde bedankte sich für über 30 Jahre Heimat seiner Gemeinde in dieser Stadt. Sie wollten diese Dankbarkeit auch zurückgeben. Gerade in Zeiten von Gewalt und Krieg sei das friedliche Miteinander ganz besonders wichtig.

Anna-Lena Mutscheller von der Stadt Aalen wertete diese Aktion als ein wichtiges und notwendiges Zeichen der Integration. Füreinander da zu sein und sich zu helfen, sei wertvoller denn je.

Innerhalb einer Knappen Stunde wurden fast alle Pakete verteilt.


Pressemitteilung: Evangelische Kirchengemeinde distanziert sich von der Protestaktion

Das Friedensbündnis Aalen veranstaltet am Rande der Königsbronner Gespräche eine Kundgebung unter dem Motto „Militär ist tödlich – auch für Umwelt und Klima!“ Dazu stellt der evangelische Dekan Ralf Drescher fest: „Als Mitglied im Aalener Friedensbündnis distanzieren wir uns von dieser Aktion!“. Sie sei in ihrer inhaltlichen Ausrichtung zu kurz gegriffen und würde die Person des Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter auf inakzeptable Weise fokussieren. Drescher: „Ich entschuldige mich für die evangelische Kirchengemeinde Aalen bei Roderich Kiesewetter dafür, dass er wiederholt vom Aalener Friedensbündnis derart persönlich angegriffen wird!“ Gerade in der gegenwärtigen Lage zeige sich, dass bestehende Einsichten in der Friedenspolitik neu gedacht und eingeordnet werden müssten. Alles andere erscheine zynisch und naiv – auch und gerade vor dem Hintergrund des Leidens und des Sterbens der Menschen in der Ukraine, so der Dekan. Pfarrer Bernhard  Richter zeigt sich empört über diese Aktion. Er selbst sei im Bündnis aktiv, „aber dies war so nicht abgesprochen und ist in keinster Weise akzeptabel“. Die evangelische Kirchengemeinde Aalen werde ihren künftigen Verbleib im Aalener Friedensbündnis überprüfen müssen.


„Junges Gemüse“ beim 11+

Der 11+Gottesdienst am 3. April 2022 stand unter dem Motto der 5. Woche der Aktion #Klimafasten.de, koordiniert von der Erwachsenenbildung Ostalb (weitere Infos unter www.eeb-ostalb.de/klimafasten )

Vorbereitet und durchgeführt wurde der Gottesdienst von Jugendreferentin Verena Gemperlein und ihrem Team. Die Musik steuerte Hans Bergmann bei. An Stationen im Foyer wurde nachgedacht zum Thema „Was will ich wachsen lassen?“ und in ihrer Predigt ging Verena Gemperlein auf die Bibelstelle Gen 1,29 ein und den Auftrag, mit der Schöpfung pfleglich und sorgsam umzugehen. In der Gemeinschaft ist uns Christenmenschen das möglich, ermutigte sie. „Junges Gemüse“, fein geschnippelt, war die Grundlage für die herzhafte Suppe im Anschluss. Es konnten auch noch Samen eingesät und mit nach Hause genommen werden.

Ihren großen Dank sprach Pfarrerin Caroline Bender den vielen Konfis aus und dem ganzen Team mit Ruth Kögler, Tanja Graf, Dr. Judith Dirk und Birgit Rück für diesen kunterbunten Vormittag in Peter & Paul.


Kirchenbezirkssynode tagt im Evangelischen Gemeindehaus. Gottesdienst zum Auftakt

Pfr. Dr. Michael Lichtenstein, Schuldekan Dr. Harry Jungbauer, Marc Schnabel, Dekan Ralf Drescher, Pfr. Nicolai Gießler (Bild: Caroline Bender)
Pfr. Dr. Michael Lichtenstein, Schuldekan Dr. Harry Jungbauer, Marc Schnabel, Dekan Ralf Drescher, Pfr. Nicolai Gießler (Bild: Caroline Bender)

Aalen: Mit einem feierlichen Gottesdienst anlässlich der Bezirkssynode werden am vergangenen Freitag der Geschäftsführer der evangelischen Erwachsenenbildung Marc Schnabel sowie die Referenten des Schuldekans Pfarrer Dr. Michael Lichtenstein und Pfarrer Nicolai Gießler in ihr Amt eingesetzt. Dieser Gottesdienst bildet den Auftakt der Bezirkssynode, die jetzt wieder präsentisch tagen konnte.  Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen Kirchenmusikdirektor Thomas Haller und der neue Kirchenmusiker im Praktikum Leonard Hölldampf, zusammen mit Mitgliedern der Aalener Kantorei. An der Harfe beeindruckt Magdalene Haller. Der Landessynodale Anselm Kreh berichtet über die Bischofswahl und die Frühjahrssynode der Landeskirche. Dekan Ralf Drescher betont die wichtigen Aufgaben, vor die die Kirchengemeinden angesichts des Krieges in der Ukraine gestellt sind. „Gut, dass es hier zu einem tatkräftigen Schulterschluss zwischen dem Landkreis, den Städten und Gemeinden, den Blaulichtorganisationen, den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen und unzähligen Privatinitiativen kommt.“, so Drescher. Schuldekan Dr. Harry Jungbauer nimmt in seinem Bericht Bezug auf den wichtigen Beitrag des evangelischen Religionsunterrichts zu einer Pädagogik des Friedens. Der Religionsunterricht bietet die Chance, „Vertrauen zu Gott zu entwickeln, das auch Katastrophen im eigenen Leben überstehen hilft und die Spannung aushält zwischen dem, was an Bösem immer noch geschieht und dem guten Ziel, das von Gott versprochen ist.“ (Pfarrerin Andrea Stier)


Kirchenmusik: Lukas Nagel wurde verabschiedet

Lukas Nagel wurde am Sonntag Laetare in einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche durch Dekan Ralf Drescher verabschiedet. Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen seines Wirkens als Kirchenmusiker im Praktikum bei Kirchenmusikdirektor Thomas Haller. Der Chor aus Absolventen des C Kurses und aus Mitgliedern der Aalener Kantorei fügte der Liturgie entsprechend Motetten und Liedsätze des 17.-20 Jahrhunderts ein.  Dirigenten waren Lukas Nagel und Absolventen des Dirigierkurses: María Esseling (Aalen), Bernd Heider (Schweindorf), Niels Thorwarth (Heubach) und Felix Weik (Lippach). An der Orgel Thomas Haller.  In seiner Predigt ging Dekan Ralf Drescher auf die stärkende Kraft des Trosts und der Freude ein.  Das sei der göttliche Widerspruch zum aktuellen Unheil und den Schrecken dieser Welt – „und vergessen wir darüber nicht die vielen anderen Orte, an denen Krieg, Terror, Gewalt und Katastrophen den Menschen ebenso widerfahren!“


Jahrestreffen der Notfallseelsorger

 

linkes Bild v.l.n.r:

Pfarrer Richter und die neu Beauftragten:

Manon Martin und

Kerstin Münster

 

 

rechtes Bild v.l.n.r
Pfarrer Richter mit den Jubilaren

Sylke Gamisch und

Manuela Neher-Weidisch


Es war gerade das Essen bestellt, als beim Jahrestreffen der NotfallseelsorgerInnen im Landgasthof Bieg in Neuler die Nachricht aus dem Landratsamt kam, dass der Ostalbkreis die AEL, die außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen hat, was dann auch Konsequenzen für den Dienst der Notfallseelsorger haben wird.
Pfarrer Bernhard Richter als Koordinator nutzte bei seinem kurzen Jahresrückblick die Gelegenheit, allen zu danken, die in den unterschiedlichsten Einsätzen Menschen in Krisensituationen zu begleiten, Richter erinnerte auch an das 20-jährige Jubiläum im Oktober 2021 und die öffentliche Wertschätzung, die der Notfallseelsorge bei diesem Fest zuteil wurde. Richter berichtete von einem Trägergespräch mit den Dekanen, bei dem noch einmal Zuständigkeitsbereiche abgegrenzt wurden. Martin Keßler übernimmt die Leitung und Verantwortung der Ellwanger Schleife, Jürgen Schnotz für die Aalener Schleife. Richter blickte auch nach vorne und rief zur Beteiligung am Katholikentag von 25. bis 29. Mai auf. Dort werde die Notfallseelsorge auch mit einem Stand vertreten sein. Ebenso wird es in diesem Jahr wieder einen Blaulichtgottesdienst geben, der am 16. Oktober um 18 Uhr in der Stadtkirche in Ellwangen stattfinden wird.
Diakon Jürgen Schnotz stellte einige Fortbildungsangebote vor und auch einen neuen Ausbildungskurs in Aussicht. Zur Jahreshauptversammlung gehörten auch Jubiläen und Beauftragungen. Manuela Neher- Weidisch und Sylke Gamisch wurden für 10-jährige Tätigkeit bei der Notfallseelsorge geehrt, und Kerstin Münster und Manon Martin wurden in den Dienst einer Notfallsseelsorgerin beauftragt.
Jürgen Schnotz gab einen Rückblick mit Bildern und rief die Bombenentschärfung und die Beteiligung der Notfallseelsorge in Erinnerung. Am Ende blickten alle gespannt auf die nächsten Tage, inwieweit die Notfallseelsorge bei der außergewöhnlichen Einsatzlage gebraucht wird und in Einsatz geht.

 


Ein klares Bekenntnis zu unserem gesellschaftsdiakonischen Auftrag

Stellen für Flüchtlingshilfe aufgestockt

Der Diakonieverband Ostalb hat in seiner gestrigen Vorstandssitzung den Beschluss gefasst, Stellen in der Sozial- und Verfahrensberatung in der Lea Ellwangen aufzustocken.

Immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine kommen in der Lea in Ellwangen an. Damit steigen auch die Anfragen nach Beratung bei der Sozial-und Verfahrensberatung (SuV). Jeden zweiten Tag wird von der Verfahrensberatung für die neuankommenden Geflüchteten eine Informationsveranstaltung mit Dolmetschern abgehalten, um möglichst viele Personen auf einmal wichtige Informationen zum Aufenthalt in Deutschland zu vermitteln. Mit Einzelberatung lässt sich die hohe Nachfrage derzeit kaum noch bewältigen. Deshalb hat der Diakonieverband beschlossen, die Stellen aufzustocken. Der Vorstand setzt damit auch ein starkes Zeichen in die Öffentlichkeit, denn die Stellen sind unbefristet ausgeschrieben. Die Arbeitsverträge der derzeitigen SuV-Mitarbeitenden werden von befristeten in unbefristete Verträge umgewandelt. Der erste Vorsitzende des Diakonieverbands Ostalb Dekan Ralf Drescher hebt dabei die Notwendigkeit der Flüchtlingshilfe hervor und sagt: “das ist ein klares Bekenntnis zu unserem gesellschaftsdiakonischen Auftrag“. Er bedankt sich bei der Geschäftsführerin Sylvia Caspari, die diese Aufgabe zur Chefsache gemacht hat. 


Internationaler Tag gegen Rassismus - Rote Karte für alle braunen Gedanken

Es war im Jahre 1996; als die Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag gegen Rassismus erklärten. Auch 26 Jahre später hat dieser Tag nichts an Aktualität verloren. So hat das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ am Montag, 21. März zu einer Kundgebung vor dem Rathaus aufgerufen. Gut beschützt von der Polizei rief Pfarrer Bernhad Richter Artikel 2 und 7 der Menschenrechtskonvention und Artikel 3 des Grundgesetztes in Erinnerung: Kein Mensch darf diskriminiert werden wegen seiner Hautfarbe, Religion, Sprache, Kultur oder Behinderung. Die fast 100 Besucher waren für Richter ein klares Zeichen der Solidarität und des Zusammenhaltes in der Stadt. Richter rief auch zur Geschlossenheit in der Frage der Betreuung der Flüchtlinge auf. „Wir werden vor Ort alles dafür tun, dass die Flüchtlinge aus der Ukraine bei uns willkommen geheißen werden und alles für sie getan wird“. Der Stadtkirchenpfarrer gab aber auch zu bedenken, dass noch andere Flüchtlinge auf Hilfe und Betreuung warten, wie Syrer, afghanische Ortskräfte oder auch die, die über die Aktion „Sicherer Hafen“ bei uns ankommen. Es dürfe keine Flüchtlinge erster, zweiter oder dritter Klasse geben.

 

Weitere Wortbeiträge kamen von Mehtab Derin und Dorothee Ulme-Irion. Die Afrikanische Trommelgruppe und Inga Rinke und Veronica Gonsalez sorgten für die würdige musikalische Umrahmung. Anne Klöcker las Texte von Hilde Domin und Berthold Brecht.


Wahl des künftigen Landesbischofs: „Das ist eine gute Wahl!“

Bild: Gottfried Stoppel
Bild: Gottfried Stoppel

„Ich freue mich sehr über die Wahl Ernst-Wilhelm Gohls zum Landesbischof!“, so der evangelische Dekan Ralf Drescher zur Wahl des künftigen Landesbischofs der Württembergischen Evangelischen Landeskirche. Er kenne Ernst-Wilhelm Gohl bereits aus der Zeit des gemeinsamen Studiums in Tübingen. Seither hätten sich ihre Wege immer wieder gekreuzt. Besonders hebt Drescher dabei die gute und konstruktive Zusammenarbeit der letzten elf Jahre im Sprengel Ulm unter der Leitung von Prälatin Gabriele Wulz hervor. In dieser Zeit habe er Ernst-Wilhelm Gohl als Pragmatiker mit Tiefgang erlebt. Ernst-Wilhelm Gohl verfüge über ein enormes Netzwerk in der Württembergischen Evangelischen Landeskirche und habe sich stets gesprächsfähig gezeigt – auch über die Grenzen unterschiedlicher Frömmigkeitsstile hinweg. Er verfüge über ein sehr hohes Maß an Kenntnis kirchlicher Strukturen und wisse um die Notwendigkeit anstehender Veränderungsprozesse. Als Dekan von Ulm habe sich Gohl immer auch als Pfarrer verstanden. Das qualifiziere ihn, so Drescher, in besonderer Weise für das Amt des Landesbischofs. Drescher: „Ich gratuliere Ernst-Wilhelm Gohl von Herzen zur Wahl des künftigen Landesbischofs der Württembergischen Evangelischen Landeskirche. Ich freue mich mit ihm und wünsche ihm viel Kraft, alles Gute und Gottes Segen fürs neue Amt!“


Neues von der Klinikseelsorge

von links nach rechts: Bruder Marinus Marx, Dekan Robert Kloker, Prof. Dr. Ulrich Solzbach, Dekan Ralf Drescher, Diakon Jürgen Schnotz, Pfarrerin Andrea Stier; es fehlt: Pastoralreferentin Karin Fritscher
von links nach rechts: Bruder Marinus Marx, Dekan Robert Kloker, Prof. Dr. Ulrich Solzbach, Dekan Ralf Drescher, Diakon Jürgen Schnotz, Pfarrerin Andrea Stier; es fehlt: Pastoralreferentin Karin Fritscher

Am 8. März war es endlich soweit. Im sonnendurchfluteten Foyer des Ostalb-Klinikums wurde in ökumenischer Verbundenheit die Kooperationsvereinbarung der evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorge in Aalen offiziell unterzeichnet. Es war ein langer Weg bis zu diesem Tag. Viele Stunden sind vergangen, in denen gemeinsam beraten und das offizielle Dokument ausgearbeitet worden ist. Die Kooperationsvereinbarung stärkt die Zusammenarbeit zwischen den katholischen und evangelischen Seelsorgenden. Dekan Ralf Drescher und der katholische Dekan Robert Kloker sind froh darüber, dass die Vereinbarung nun auf den Weg gebracht worden ist und die wichtige Arbeit unterstreicht. „Auf der gemeinsamen Grundlage der Botschaft Jesu sehen sich die beiden Kirchen dem Auftrag Jesu verpflichtet, besonders den Menschen nahe zu sein, die von Krankheit, Leiden und Sterben betroffen sind (Mt 25,36).“, wie es in der Präambel der Vereinbarung heißt. Gerade in der heutigen Zeit ist die Seelsorge wichtiger denn je und sollte ein fester Bestandteil innerhalb der Klinikstruktur sein, betonte auch der Vorstandsvorsitzende der Ostalb-Kliniken Prof. Dr. Ulrich Solzbach. Die Seelsorgenden sind sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Mitarbeitenden da. So hat sich beispielsweise bereits über einen längeren Zeitraum hinweg das so genannte „Offene Ohr“ als fester wöchentlicher Bestandteil etabliert. Donnerstags ist von 16 Uhr bis 17 Uhr eine Seelsorgeperson in der Klinikkapelle zum Gespräch, gemeinsamen Schweigen oder Beten anzutreffen. Gemeinsam für die Menschen da zu sein, das ist das Anliegen der katholischen und evangelischen Zusammenarbeit. Dies ist nun in der Kooperationsvereinbarung verbindlich festgehalten und detailliert beschrieben. Für ein gutes und segensreiches Miteinander. 

Pfarrerin Andrea Stier


Konfirmanden bei der Flurputzete

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Die Konfirmanden haben in dieser Woche ganz praktische Arbeit verrichtet. Im Rahmen ihrer Konfirmandenzeit haben sie nicht nur das Glaubensbekenntnis auswendig gelernt, sondern beim ersten Glaubensartikel über Gott den Schöpfer konkret Hand angelegt, um an der Flurputzete teilzunehmen und somit tatkräftig bewiesen, dass jeder selbst mit eigener Kraft etwas zur Bewahrung der Schöpfung beitragen kann.


Ökumenisch quer durch Aalen – der Jugendkreuzweg

Um 17 Uhr startete der ökumenische Jugendkreuzweg an der Johanneskirche mit über 60 Teilnehmenden: Den Firmlingen und ihren Gruppenbegleiterinnen, darunter Susi Kohout und Jugendreferent Martin Kronberger, sowie den Konfirmandinnen und Konfirmanden mit Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter. Unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine bekam die biblische Friedensbotschaft umso mehr Gewicht.

  • In der Johanneskirche machte Pfarrer Bernhard Richter mit den Seligpreisungen (Mt 5) den Anfang: „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen“, gab er mit auf den Weg.
  • Am Mahnmal auf der Schillerhöhe ging es Jugendreferent Martin Kronberger mit den Antithesen aus der Feldrede (Lk 6) um die konkrete Anrede. Es seien einfache und einleuchtende Aussagen Jesu, aber für uns Menschen im Alltag oft schwierig umzusetzen, auch die Goldene Regel (Lk 6,31). Weil ich nicht geschlagen werden will, schlage ich andere nicht. Weil ich nicht belogen werden will, belüge ich andere nicht. Weil ich nicht ungerecht behandelt werden will, behandele ich andere gerecht.
  • Firmbegleiterin Susi Kohout nahm am Jobcenter zum Thema Armut den Gedanken von Mangel leiden und genug haben auf und trug dazu Psalm 23 vor. Er gebe die Zuversicht, dass Gott dafür sorge, dass wir genug zum Leben hätten.
  • An der vierten Station, dem Stolperstein für Fanny Kahn in der Oesterleinstraße, ging Pfarrerin Caroline Bender auf den Lebensweg der jüdischen Mitbürgerin ein. Nachdem ihr Mann kurz nach der Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg 1919 gestorben war, musste sie mit Korbwaren ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie fiel der Rassenideologie der Nazis zum Opfer und wurde am 28. oder 29. September 1942 in Treblinka ermordet. Heute leben wir in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, die es zu erhalten gilt. Aus unserem christlichen Glauben und Menschenbild heraus sind wir gerufen, uns für Gerechtigkeit und Frieden und den Schutz und die Würde jedes einzelnen Menschen einzusetzen.

Der etwa zweistündige Kreuzweg mit Impuls, Bibelwort und Lied an jeder Station, begleitet von Martin Kronberger, endete auf dem Vorplatz der Salvatorkirche mit dem Segen.


Beim KonfiCup, dem Bezirksfußballturnier, ist Teamgeist gefragt

Um 14.15 Uhr begann der KonfiCup, das Bezirksfußballturnier, mit 7 Mannschaften in der Kalthalle Dewangen. Organisiert wird dieses sportliche Highlight im Konfi-Jahr von Pfarrer Manfred Metzger aus Unterkochen. Aalen trat gleich mit zwei Mannschaften an, die alle geschlechtergemischt sein müssen. Gespielt wurde gegen Fachsenfeld-Dewangen, Essingen-Lauterburg und Unterkochen. Die eine Aalener Mannschaft holte sogar den Sieg und wurde damit Bezirksmeisterin! Tatkräftig unterstützt und trainiert wurden die Konfis vom Konfirmandenvater Lothar Zurke – herzlichen Dank!

 

Zu Beginn gab es eine Kurzandacht auf dem Spielfeld mit Jugendreferenz Alex Blümel – Wer ist Dein Chefcoach?

Ihr wart Klasse, liebe Konfis!


Suppen-Team spendet für Kriegsflüchtlinge

Foto: Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Die Suppe nach dem Markt immer mittwochs von 12 bis 13:30 Uhr oder wenn der Topf leer ist, ist ein beliebter Treffpunkt und eine gute Möglichkeit sich zu treffen. Ein Team von ca. 10 Personen, die mittwochs von 10 – 14.15 Uhr ihre Zeit und ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, kocht abwechslungsreich, regional und saisonal einen großen Topf Suppe. Immer gibt es eine vegetarische Variante. Mindestens vier Personen, damit die Arbeit gut zu bewältigen ist. 

Die Idee eines Spendenprojekts aus den Überschüssen gab es schon vor der Pandemie. Aber nun sind wir eigentlich froh uns auf keine dauerhafte, regelmäßige Unterstützung eines Projektes z.B. Patenschaft eines Kindes im globalen Süden, eingelassen zu haben. Wir hatten ja monatelang keine Einnahmen. Außerdem wissen wir nie wieviel Geld wir einnehmen, da wir nur Richtwerte angeben. Die Aktion „gern geschehen“ wird auch unterstützt und angenommen.

Der Krieg in der Ukraine hat uns jetzt bewogen 1000 € von den bisher erwirtschafteten Überschüssen abzugeben und Wünsche für Neuanschaffungen noch etwas hintenanzustellen. Das Spendenprojekt über das Gustav-Adolf-Werk, das Diasporawerk der EKD, abzuwickeln lag nahe. 


Weltgebetstag 2022

Der Saal in St. Maria war voll – nach Coronabedingungen; ca. 35 Menschen feierten am Freitag den Weltgebetstag, der von Frauen aus England, Wales und Nordirland vorbereitet wurde. Es macht betroffen, dass es auch in einem europäischen Land so viel Gewalt, Armut und Leid gibt. Solidarisch mit Menschen aus der ganzen Welt haben wir gemeinsam Gott die Sorgen und Nöte, aber auch die Hoffnung der Frauen auf den britischen Inseln vor Gott gelegt. Dabei haben wir auch Menschen in der Ukraine mitbedacht, die dieses Jahr nicht wie gewohnt mitbeten konnten, weil der Krieg ihr Land beherrscht. Allen Teilnehmenden ein herzliches Vergelt’s Gott für ihr Gebet und ihre Spende von 423,40 €, mit der Projekte weltweit unterstützt werden. 

Karin Fritscher 


Engel, Löwen und ein Lied der Hoffnung - Ökumenische Bibelwoche 2022 zum Buch Daniel

Tägliche Impulse zum Buch Daniel als Videos mit „hörbar gemachten Bibeltexten“.

Die Videos werden am jeweiligen Tag um 18 Uhr freigeschalten. 

Einen Überblick über alle Veranstaltungen zur Ökumenische Bibelwoche finden Sie hier

 

 

Freitag, 18. Februar, ab 18:00 Uhr: Impuls zu Daniel, Kapitel 9 - Daniels Nachdenken über die 70 Jahre der Verbannung

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, Liturgie

Pfarrer Bernhard Richter, Predigt

 

 

Donnerstag, 17. Februar, ab 18:00 Uhr: Impuls zu Daniel, Kapitel 3 - Die drei Männer im Feuerofen +

                                                                                                 Kapitel 6 -  Daniel in der Löwengrube

Pfarrer Bernhard Richter, Liturgie

Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, Predigt

Text Daniel, Kapitel 3, nach der BasisBibel

vorgelesen von Pfarrerin Caroline Bender und bebildert

Text Daniel, Kapitel 6, nach der BasisBibel

vorgelesen von Pfarrerin Caroline Bender und bebildert


 

 

Mittwoch, 16. Februar, ab 18:00 Uhr: Impuls zu Daniel, Kapitel 2 - Der Traum vom Standbild auf tönernen Füßen

Pastoralreferentin Karin Fritscher, Liturgie

Pfarrer Jan Langfeldt, Predigt

Text Daniel, Kapitel 2, nach der BasisBibel

vorgelesen von Pfarrerin Caroline Bender und bebildert


 

 

Dienstag, 15. Februar, ab 18:00 Uhr: Impuls zu Daniel, Kapitel 1 - Daniel am Königshof in Babylon 

Pfarrer Jan Langfeldt, Liturgie 

Pastoralreferentin Karin Fritscher, Predigt

 

Text Daniel, Kapitel 1, nach der BasisBibel

vorgelesen von Pfarrerin Caroline Bender und bebildert

 




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