Foto: Stadt Aalen
Foto: Stadt Aalen

Die Interkulturelle Woche startet.

Seit vielen Jahren ruft die Stadt Aalen in jedem Jahr Kirchen, Verbände, Moscheen, Kulturvereine, die Hochschule und das Theater zusammen, um in einem großen Bündnis die deutschlandweite Interkulturelle Woche für Aalen zu organisieren. Unter der Leitung der Stabstelle Chancengleichheit und Migration mit ihrer Leiterin Uta Steybe und der Verantwortlichen Felicia Ehrmann ist daraus im Laufe der Jahre ein so großes Programm entstanden, dass es in Aalen inzwischen nicht nur eine, sondern drei interkulturelle Wochen gibt.

Auch die Evang. Kirchengemeinde ist seit Jahren in diesem Bündnis mit dabei. So betonte Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorstellung des Programmes auch die Notwendigkeit, in einem Netzwerk näher zusammen zu rücken. Die Kirchengemeinde ist mit dem Interkulturellen Erntedank am 3. Oktober um 11 Uhr Interkulturellen Garten im Hirschbach und der Mahnwache zum Tag des Flüchtlings am 1. Oktober um 17 Uhr am Marktbrunnen als Veranstalter mit dabei. Außerdem wirkt die Ev. Kirche mit beim Interkulturellen Frühstück am Sonntag, 19. September ab 10.30 Uhr auf dem Bohlschulplatz mit dem Themenschwerpunkt Wasser. Das Frühstück mündet gegen 11.30 Uhr ein in einen Interreligiösen Friedensgruß.

 

Unser Bild zeigt Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Pfarrer Bernhard Richter mit den Verantwortlichen für die Interkulturelle Woche bei der Vorstellung des Programmes vor dem Torhaus in Aalen.

 


150 beim Ökumenischen Gottesdienst am Sparkassenplatz

Nachdem die Bühne am Sparkassenplatz am Sonntag frei war, haben sich die Kirchen für einen Ökumenischen Gottesdienst entschieden, der bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag Morgen auf dem Sparkassenplatz gefeiert wurde. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger und eine Schola unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgten für die festliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Pfarrer Bernhard Richter begann seine Begrüßung mit den Worten:

„Stell Dir vor, es sind keine Reichsstädter Tage - und doch gehen alle hin:“

Pastoralreferent Wolfgang Fimpel führte in das Thema ein und sprach von den vielen Bedrohungen, der diese Welt ausgesetzt ist. Jonas Weis las den Ruf des Apostels Paulus aus Römer 12: "So viel es an Euch liegt, habt Frieden mit allen Menschen." 

Pfarrer Bernhard Richter stellte in seiner Predigt fest, dass die Welt auch in den 20 Jahren nach dem Anschlag auf das World-Trade-Center nicht friedlicher geworden ist. Es gelte aber in diesen Tagen, auch selber darauf zu achten, was dem Frieden dient, nicht nur auf die Versäumnisse der anderen zu schauen. Richter forderte auch den Respekt und die Achtung vor dem anderen, gerade auch dann, wenn man anderer Meinung ist.

Nach biblischen Menschenbild sind alle gottebenbildlich, steckt in jedem etwas von Gott, und darum gilt es, die Würde eines jeden Menschen zu achten. Ihn entsetzt immer mehr, was in den mehr oder weniger sozialen Medien an Attacken und Beleidigungen durchs Netz gehe. Das sei schlicht nicht akzeptabel. Auch den sozialen Frieden dürfe man nicht unterschätzen betonte er Stadtkirchenpfarrer. Daher sei er sehr dankbar, wie gut Aalen ökumenische unterwegs sei, gerade im Blick auf die Schwachen und Hilfsbedürftigen, die Unterstützung brauchen und deren Würde es ebenfalls zu schützen gelte. Und letztendlich hoffte Richter, dass es auch im Dialog mit anderen Religionen weiter gehe, denn ein gutes Miteinander der Religionen sei gerade auch für den Frieden in einer Stadt sehr wichtig.

Der Ökumenische Gottesdienste endete mit dem Choral „Nun danket alle Gott“. Das Opfer war für den Kinder- und Jugendhospizdienst bestimmt. 


Neustart des Seniorenkreises

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es waren schwere Zeiten für alle Bereiche der kirchlichen Arbeit, die zurückliegenden eineinhalb Jahre der Pandemie. Auch in der Seniorenarbeit wagte man vor einem Jahr einen Neustart und feierte am 15. September 2020 den 50. Geburtstag des Seniorenkreises. Danach war es nur noch bis Ende Oktober möglich, jeden Dienstag zusammenzukommen. Dann kam der nächste Lockdown. Im Frühsommer kamen nun alle MitarbeiterInnen zusammen und entwickelten ein neues Programm, das bis Mitte Januar geht und alle älteren Gemeindeglieder an jedem Dienstag um 14 Uhr einlädt. So wird unter anderem Ute Hommel eine Märchenreise rund um die Welt anbieten, Hartmut Wagner einen Einblick über die Wunderwelt der Bienen geben, Ulrich Geßler erklären, wie eine Zeitung entsteht oder Frieder Weinbrenner in das Thema Wald einführen. Auch Dekanin Büttner wird über die Gefängnisseelsorge berichten und Dekan Drescher mit der Jahreslosung den Start in das neue Jahr machen. Den Beginn macht am 14. September Pfarrer Bernhard Richter mit dem Motto des Stuttgarter Katholikentages „Leben teilen“, und er wird entwickeln, warum dieses Motto nicht nur für einen Katholikentag wichtig ist.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter und Bärbel Geßler als Verantwortliche für die Seniorenarbeit bei der Vorstellung des

Programmes auf der Terrasse des Gemeindehauses.

 


Die Notfallseelsorge im Ostalbkreis gibt seit 20 Jahren Betroffenen Halt und Unterstützung

v.l.n.r  Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge
v.l.n.r Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge

Es waren nicht die großen und schrecklichen Ereignisse (Ramstein 1988, Eschede 1998, Kaprun 2000, New York 2001) die die Entstehung der Notfallseelsorge in Deutschland vorantrieben. Vielmehr waren es die kleinen lokalen Unglücks- und Todesfälle, die Einsatzkräfte (Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr) und auch Angehörige oft belastet, ratlos und entsetzt am Unglücksort zurückließen.

Die Einsatzkräfte berichteten oft von der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, Schmerz und Trauer, mit der sie Betroffene und Angehörige nach tödlichen Unglücksfällen alleine lassen mussten. Auch bei den Einsatzkräften hatten sich manche Bilder von Getöteten, Unglücksorten und Situationen in Kopf und Seele eingebrannt. Deshalb machten sich die Einsatzorganisationen zusammen mit Kirchen auf den Weg, Ideen zu entwickeln, wie vor allem den Hinterbliebenen, aber auch Einsatzkräften geholfen werden kann. So entstanden schon Anfang der 1990-er Jahre die ersten Kooperationen zwischen Einsatzorganisationen und Kirchen. Daraus entwickelte sich die Notfallseelsorge (NFS = Kirchlicher Träger) und die Krisenintervention (KIT = Träger: Rettungsdienste) sowie die Fachberater Seelsorge bei der Feuerwehr.

Langsam etablierten sich die ersten Gruppen auch in Baden-Württemberg. Nach etwa zweijährigen Vorbereitungen im Ostalbkreis entstand 2001 die Notfallseelsorge im Ostalbkreis als Kooperation zwischen dem Landkreis, der Evangelischen und Katholischen Dekanate, und den Einsatzorganisationen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Bereits 1997 entstand beim Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd ein Kriseninterventionsteam.

Nach fast einjähriger Ausbildung wurden am 6. Oktober 2001 im Rettungszentrum in Aalen die ersten 42 Notfallseelsorger durch die Dekane beauftragt. Der Einsatzbereich der Notfallseelsorge erstreckt sich über den Bereich des „Altkreis Aalen“. In den Folgejahren wurden kontinuierlich weitere Mitarbeitende für Krisenintervention und Notfallseelsorge ausgebildet, da vor allem im kirchlichen Bereich durch Stellenwechsel immer wieder neue Mitarbeitende dazukamen.

2011 wurden erstmals zukünftige NotfallseelsorgerInnen von eigenen erfahrenen Mitarbeitenden der Notfallseelsorge im Ostalbkreis ausgebildet. Seitdem konnten 54 Menschen für Notfallseelsorge und Krisenintervention in 6 Grundkursen ausgebildet werden. Die Ausbildung umfasst die Grundlagen der Gesprächsführung, der akuten Belastungsreaktionen, Sterben, Trauer und Tod, die Kooperation mit den unterschiedlichen Einsatzorganisationen, die Überbringung der Todesnachricht und die verschiedenen Interventionen in den unterschiedlichsten Einsatzsituationen, aber auch die eigene Psychohygiene und Verarbeitung der Einsatzerlebnisse. Die Unterrichtsdauer muss beim nächsten Kurs 2022 von 80 auf 100 Unterrichtseinheiten dem Bundesstandard der Psychosozialen Notfallversorgung angepasst werden.

Die NotfallseelsorgerInnen begleiten Angehörige und andere Betroffene vor allem nach tödlichen Unglücksfällen. Sie haben Zeit, hören zu, versuchen Ordnung in das Chaos zu bekommen, unterstützen den Aufbau eines sozialen Netzwerks und begleiten bei der Planung für die nächsten Stunden und Tage.

Durch unterschiedliche Einsätze, bei der die Notfallseelsorge auch für die Einsatzkräfte angefordert wurde, entstand 2011 die Einsatzkräftenachsorge. Durch Zusatzausbildung im CISM = Crititical Incident Stress Management (Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) sind inzwischen 23 Mitarbeitende aus NFS, KIT, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgebildet. Das CISM-Team begleitet nicht nur Einsatzkräfte bei und nach besonders belastenden Einsätze und steht auch in der Folge zu Gesprächen bereit. Es schult vor allem auch Einsatzkräfte präventiv in der Stressbearbeitung bei und nach Einsätzen.

Am 9. Oktober 2021 feiert die Notfallseelsorge im Ostalbkreis ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche Aalen (17 Uhr) mit der Beauftragung der neuen NotfallseelsorgerInnen. Im Anschluss gibt es einen feierlichen Festakt für geladene Gäste.

Weitere Infos bei:

Koordinator: Pfarrer Bernhard Richter, Tel: 07361/956214, bernhard.richter@elkw.de

CISM-Team-Koordinator: Martin Keßler, Tel: 0172/5425952, martin.keßler@drs.de

Ausbildungsleiter: Jürgen Schnotz, Tel: 07361/9992795, juergen.schnotz@elkw.de

www.kb-aalen-evangelisch.de/arbeitsbereiche/notfallseelsorge


Antikriegstag am Marktbrunnen und in der Stadtkirche

Auch 82 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges haben sich rund 60 Menschen am Marktbrunnen zum Antikriegstag versammelt. „Der 1. September bleibt ein trauriger Tag in der Geschichte unseres Landes,“ so Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen begann der Zweite Weltkrieg." Richter erinnerte an die Millionen Menschenleben, die in diesem Krieg ausgelöscht wurden. „Der 1.September ist und bleibt aber auch ein Tag der Erkenntnis, dass so etwas nie wieder passieren darf,“ so Richter. Und „Frieden ist und bleibt ein zerbrechliches Gut. Daher muss für Frieden und Freiheit jeden Tag neu gekämpft werden.“

Der Antikriegstag wurde vom Deutschen Gewerkschaftsbund 1957 ins Leben gerufen und wird in jedem Jahr am 1. September begangen. In Aalen wird er getragen von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis. Die Hauptredehielt Josef Mischko.

 

Im Anschluss fand in der Stadtkirche ein Ökumenisches Friedensgebet mit Pastoralreferentin Karin Fritscher und Pfarrer Bernhard Richter statt.


Enoy life - Genieße das Leben - Pilgerweg von der Stadtkirche zum Aalbäumle

Sie hatte sich vergangenes Jahr beim ersten Versuch so bewährt, dass Pfarrer Bernhard Richter am gestrigen Sonntag die neue Gottesdienstform der Evang. Kirchengemeinde in Aalen wiederholte. Ein Pilgerweg von der Stadtkirche bis zum Aalbäumle, mit vielen Stationen, an denen jeweils ein Lied gesungen, ein Bibeltext gelesen und ein Impuls weitergegeben wurde. Es begann mit 10 Teilnehmern an der Stadtkirche. Immer wieder kamen Menschen dazu, beim Albstift waren es 30, auf den weiteren Stationen am Thermalbad, an der Schranke und oben auf dem Aalbäumle.  Besonders berührend war, als die Station am Albstift so manchen Bewohner nach draußen lockte. Und da die Albstiftler in vergangenen Jahr traurig waren, dass die Verweildauer so kurz war, wurde diesmal ein kleiner Gottesdienst gefeiert und das Innehalten der Pilger einfach verlängert.

Bei der Begrüßung vor der Stadtkirche erklärte Richter auch den Sinn des Pilgerns: „Pilgern ist ein Wandern im Glauben, offen für Schönheiten der Natur, aber auch für die Nöte dieser Welt. Und für Gott, dem wir alles verdanken, was Leben auf dieser Welt ausmacht.“

Von der Stadtkirche ging es zunächst zum Albstift, zum Thermalbad, zur Schranke an der Osterbucher Steige und dann aufs Aalbäumle. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ und dem Segen endete der Pilgerweg zur Mittagszeit.

Thematisch ging es bei allen Stationen um die Sommerpredigtreihe "Enjoy life - genieß das Leben". Dabei wurden Themen wie Natur, Musik, Essen oder auch Schweigen angesprochen. Oder auch die Freude, Kind Gottes sein zu dürfen.

Richter verwies dabei auch auf die Schöpfung, die wir genießen dürfen, für die wir aber auch Verantwortung tragen und der wir gerecht werden müssen. Und wie vom Spion angekündigt, gab es tatsächlich eine Bratwurst für alle Pilger.

Der Stadtkirchenpfarrer zog am Nachmittag eine positive Bilanz. „Alle waren begeistert von dieser Form des Gottesdienstes. Und es war eine schöne Mischung aus Wandern und Innehalten, Bewegung und Spiritualität“.

"Und" so Richter, "es ist auch mal schön, Bibeltexte in der Natur auszulegen und nicht nur auf der Kanzel der Stadtkirche“.

Das Opfer war für die Arbeit von Aktion Sühnezeichen bestimmt, denn der gestrige 10. Sonntag nach Trinitatis war der Israelsonntag.

 

Unsere Bilder zeigen Pfarrer Bernhard Richter mit den Wanderern auf dem Pilgerweg zum Aalbäumle.


Weltkindertag trotz(t) Corona

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es ist derzeit gar nicht so einfach, etwas für den Herbst zu planen. Wo stehen wir mit den Inzidenzen? Was dürfen wir? Was schon nicht mehr? Allen, die seit vielen Jahren den Weltkindertag im Auge haben und organisieren, geht es ähnlich. Und sie haben schon vor Wochen eines entschieden: ein großes Weltkindertagsfest wird es nicht geben können.  "Doch für die Kinder ist in der Pandemie so viel ausgefallen,",

sagt Pfarrer Bernhard Richter "es muss zum Weltkindertag in diesem Jahr wieder etwas stattfinden." Und so plant die Evang. Kirchengemeinde für den 20. September ein Mitmachkonzert in der Stadtkirche, zu dem vor allem die Kindergärten eingeladen sind. Zu Gast ist der Liedermacher Uwe Lall, der schon 2011 und 2016 in Aalen beim Weltkindertag war. Sein Mitmachkonzert steht unter der Überschrift "Wir sind Wunderkinder", nach dem gleichlautenden Lied, das von ihm stammt. Beginn ist 10 Uhr. 

Und tags zuvor, am Sonntag, 19. September, soll der Gottesdienst am Kocher im Gemeindehaus auch ganz dem Weltkindertag gewidmet sein, denn er steht unter dem Motto des Wortes Jesus aus dem Kinderevangelium (Markus 10.16): "Lasset die Kinder zu mir kommen". Das große Bündnis zum Weltkindertag, das seit 2009 unter der Regie des Kinderschutzbundes auf die Beine gestellt wurde und jetzt in der Verantwortung des Stadtjugendrings steht, ist auch am Planen kleiner Formate. " Denn" - und das betont Pfarrer Bernhard Richter beim Pressetermin im Kindergarten Liliput, " wir dürfen Kinder nicht vergessen. Was nur geht, muss stattfinden. Das sind wir unseren Kindern schuldig."

Und da ohne Weltkindertagsfest auch der Ökumenische Gottesdienst nicht stattfinden wird, möchte Richter den Weltkindertag und die Interkulturelle miteinander in Verbindung bringen. Der Gottesdienst am 26. September um 10 Uhr in der Stadtkirche steht unter dem Motto: Alle Kinder dieser Welt.

Unser Bild zeigt im Garten des Kinderhauses Liliput die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorstellung des Programmes zum Weltkindertag.


Die Türen der Johanneskirche werden sich wieder öffnen - nach coronabedingter Schließung

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

  Es war der Samstag, 7. März 2020 , als die Gemeinde sich letztmals zum Vorabendgottesdienst in der Johanneskirche traf. Und niemand hätte an diesem Abend gedacht, dass dies für lange Zeit der letzte Gottesdienst gewesen sein würde, denn die Pandemie und die Verordnungen mit Abstandsregeln hatten den Gottesdienst in der Kirche nicht möglich gemacht. Es gab eine kurze Zeit im April und Mai, als gar keine Gottesdienste mehr in geschlossenen Räumen gefeiert werden durften. Da entschloss sich die Evang. Kirchengemeinde in Aalen, den schönen Platz hinter der Johanneskirche zu nutzen und jeden Sonntag Gottesdienste im Grünen zu feiern. Doch in der Kirche gab es keinen Gottesdienst mehr. Diese Zeit neigt sich jetzt dem Ende zu.

  „Es ist höchste Zeit!“ sagte Dekan Ralf Drescher gestern beim Phototermin vor der Johanneskirche. Denn ab kommenden Samstag, 7. August wird es wieder den Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Johanneskirche geben, und zwar jeden Samstag. „Wir haben diesen Gottesdienst auch als Pfarrerschaft vermisst“, bekannte Pfarrer Bernhard Richter. Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgte für den Organistenplan, so dass es nun losgehen kann. Zunächst über die Sommerferien mit der Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft. Den Anfang am nächsten Samstag macht Pfarrerin Caroline Bender. So lange im Ostalbkreis die Inzidenzstufe 2 gilt, dürfen 36 Personen in die Johanneskirche, Alle hoffen, dass dieser Vorabendgottesdienst in diesem wunderschönen Kirchle St. Johann wegen der Inzidenzen nicht nur vorübergehend, sondern nun wieder dauerhaft an jedem Samstag um 18.30 Uhr stattfinden kann.

  Unser Bild zeigt die Aalener Pfarrerschaft vor der geöffneten Johanneskirche mit Mesner Weng und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller in der Vorfreude auf den Start der Gottesdienste am Samstag Abend in der Johanneskirche.


Den Frieden eingeübt - Urlaub ohne Koffer 2021

Erlebnisreiche ökumenische Freizeit für Senioren in der renovierten Kolpinghütte Aalen

Eigentlich geht der Betrieb in der renovierten Kolpinghütte am Albuch erst am 5. September wieder los. Aber für die Senioren-Freizeit  „Urlaub ohne Koffer“, von Präses Diakon Ottmar Ackermann im Jahr 2009 gegründet, machte die Kolpingfamilie gerne eine Ausnahme. So verbringen diese Woche 25 Seniorinnen und Senioren eine  erlebnisreche ökumenische Freizeit unter dem Leitwort „Friede sei mit euch“.

Dass es ohne Frieden im kleinsten Dorf und in jeder Familie nicht geht, machte Pfarrer Bernhard Richter in seinem einführenden Referat klar. Friedlicher Umgang miteinander sei allerdings nicht selbstverständlich, sondern müsse eingeübt werden. Verteilt auf das Leitungsteam wurden einzelne Aspekte in Gesprächen, Spielen und Liedern vertieft.

Helga Bäuerle rief den Senioren in Erinnerung, wie der Frieden in der Nachkriegszeit wieder allmählich realisiert wurde und wie dies vor allem von den Kindern erlebt wurde. Dorothea Müller übte mit Seniorengymnastik ein, welchen Wert Körperbeherrschung für ein gesundes Leben und damit für den Frieden mit sich selbst hat.

Erich Hoffmann (Westhausen) zeigte in Wort und Bild ein friedliches Bild vom Leben auf der Ostalb in Tradition und Brauchtum. Inge Grein-Feil (Dischingen) von „Freunde schaffen Freude“ unterhielt mit originellen und witzigen Geschichten, wie man das Leben nicht nur friedlich, sondern auch kreativ für sich und andere gestalten kann. Erwin Hafner schilderte dramatisch die harten Jahre nach dem zweiten Weltkrieg in Aalen und Umgebung. Helmut Argauer strahlte mit eigenen und Versen von Sebastian Blau seinen deftigen Humor aus.

Der Friedensgedanke stand im Mittelpunkt eines besonderen Gottesdienstes, den Pfarrer Richter mit Diakon Michael Junge hielt, der auch nach seiner Verabschiedung sich die Zeit dafür nahm. Lilo Ackermann (Harfe) und Johannes Müller (Gitarre) übernahmen die musikalische Begleitung. Die Köchinnen Kolbert und Behnisch sorgten mit Kevin Hofmann täglich für vier köstliche Mahlzeiten.


Spontane Soforthilfe

Heinz Schmidt (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts)
Heinz Schmidt (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts)

Vor dem Hintergrund der dramatischen Flutkatastrophe in Deutschland beschließen Heinz Schmidt, Vorsitzender der Bezirkssynode, Harald Schweikert, Verwaltungsstellenleiter, und Dekan Ralf Drescher spontan eine Soforthilfe in Höhe von 5.000,-- Euro. „Mit dieser Aktion“, so Heinz Schmidt, „rufen wir unsere Gemeindemitglieder auf, die Flutopfer zu unterstützen. Die Bankverbindung der Diakonie Katastrophenhilfe lautet: Evangelische Bank, IBAN: DE68520604100000502502. Onlinespenden sind ebenfalls möglich.


Tütenaktion im Gemeindehaus begonnen - Umbauarbeiten im Tafelladen

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

„Wir öffnen den Armen dieser Stadt die Tür“ sagte Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel, als kurz vor 10 Uhr die Tütenaktion der Tafel im Evang. Gemeindehaus am Torplatz begann. 78 Kunden holten sich eine Tüte ab, die mit Obst und Gemüse gefüllt war und ca. 10 Euro Wert hatte.

Schon kurz nach 7 Uhr begannen die MitarbeiterInnen Gerburg Tull, Richard Ratz, Christian Mätzler, Christine Klein, Christian Schön und Projektleiter Gerhard Vietz mit dem Packen der Tüten mit Ware. Vietz sprach von den Erfahrungen, die man aus dem ersten Lockdown gelernt habe.

Tags zuvor starteten in der Bahnhofstr. 55 die Umbauarbeiten, die bis Ende September abgeschlossen sein sollen. Die Mitarbeiterschar hatte eigentlich mit mehr Kunden gerechnet, aber „sicher werden es morgen mehr, wenn bekannt wird, dass es derzeit nichts kostet“, so Richter in seinem Fazit des ersten Tages.

Die Tütenaktion findet dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr im Café des Gemeindehauses am Torplatz statt.

 

Unser Bild zeigt Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorbereitung der Tütenaktion im Gemeindehaus.


„Ohne Wasser können wir nicht leben“ - Gottesdienst im Grünen auf dem Aalbäumle

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Es war ein richtig schöner und sonniger Sonntag und eine große Gemeine machte sich auf den Weg zum Aalbäumle. „Wir brauchen keinen Regenschirm“ sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Wasser ist unverzichtbar, aber zu viel kann zu einer Katastrophe werden“, so der Stadtkirchenpfarrer. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger sorgte für die festlich musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes, stimmte aber auch die Choräle zum Mitsingen an. Wie lebensnotwendig Wasser sein kann, wurde in diesem Gottesdienst deutlich. Wasser löscht den Durst, Wasser reinigt, Wasser erfrischt, aber Wasser kann auch zu einer echten Bedrohung werden, wie die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gezeigt hat. Existenzen werden vernichtet, Leben ausgelöscht. Es wurde auf dem Aalbäumle eine Gedenkminute für die Verstorbenen und Vermissten, aber auch für die Einsatzkräfte vor Ort eingelegt. In seiner Predigt richtete Pfarrer Bernhard Richter aber auch mahnende Worte an die rund 150 Gottesdienstbesucher. „Wir gehen nicht immer verantwortungsvoll mit der uns anvertrauten Schöpfung Gottes um.  Der Mensch ist eben nicht das Maß aller Dinge, auch wenn er sich in dieser Rolle gut gefällt.“ Es werde in Zukunft darauf ankommen, mit allen Begabungen und Fähigkeiten Gottes Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, geleitet und ermutigt vom gemeinsam gesprochenen Psalmvers: Von allen Seiten umgibtst Du mich und hältst Deine Hand über mir.

Passend zum Thema fand gestern auf dem Aalbäumle auch eine Taufe statt. Und damit von der Notwendigkeit des Wassers nicht nur geredet wurde, bekam jeder Gottesdienstbesucher zur Stärkung oder Erfrischung eine kleine Flasche Wasser.

Aus aktuellem Anlass wurde die Opferbestimmung geändert und für die Katastrophenhilfe der Diakonie gesammelt. Nach dem Segen gab es noch eine Überraschung: Albrecht Barth von der Löwenbrauerei hatte noch mehrere Kästen Bier gestiftet, das den Besuchern mundete.


Verabschiedung Frau Holzner


11. Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Sie ist inzwischen zu einer langjährigen Tradition geworden, die Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft. In diesem Jahr in der elften Auflage, geht es um das Thema: enjoy living - Gott will, dass es dir gut geht, Mensch & Schöpfung.

  • Den Auftakt der Sommerpredigtreihe macht Pfarrerin Caroline Bender beim Ökumenischen Gottesdienst am 31. Juli um 18.30 Uhr am Mahnmal Schillerhöhe unter dem Motto: "Enjoy music - David, die Psalmen und andere Musik". Diese Predigt hält Pfarrerin Bender auch noch am 1.8. um 9.15 Uhr in Waldhausen, am 8.8. um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 22.8. um 11 Uhr auf dem Aalbäumle.
  • Pfarrer Bernhard Richter wird seine Predigt unter das Motto stellen: "Enjoy nature - genieße die Natur" und dabei die biblische Schöpfungsgeschichte in den Mittelpunkt stellen. Richter hält die Predigt am 1.8. um 9 Uhr im Ostabklinikum und um 10 Uhr in der Stadtkirche, und am 5.9. um 9.15 Uhr im Christushaus in Waldhausen.
  • Pfarrer i.R. Dr. Werner Kugler hält seine Predigt am Sonntag, 15. August um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 22.8. um 10 Uhr im Gottesdienst am Kocher im Gemeindehaus unter der Überschrift: "Enjoy family." unter dem Wort aus Psalm 133.1.
  • Bei Pfarrerin Theresa Haenle heißt das Motto: "Enjoy food - Essen - mehr als nur Nahrungsaufnahme". Biblische Grundlage ist Markus 6,30-44. Haenle wird die Predigt am 15. August um 9 Uhr im Ostalbklinikum und um 10.30 Uhr im Christushaus in Waldhausen halten.
  • Pfarrer Jan Langfeldt hat bei seiner Predigt das Lied: "Schönster Herr Jesu" (EG 403) im Blick und hält sie am 22.8. um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 29.8. um 9 Uhr im Ostalbklinikum.
  • Prädikantin Elke Hiesinger wird über "Enjoy the father - Du bist ein Kind Gottes" am 29.8. in der Stadtkirche predigen.
  • Den Abschluss der Sommerpredigtreihe in diesem Jahr macht Dekan Ralf Drescher: Er predigt am 5.9. um 9 Uhr im Ostalbklinikum und um 10 Uhr in der Stadtkirche über Psalm 36 und das Thema: "Enjoy silence - genieße das Schweigen!"

Am 8. August gibt es mit Pfarrer Bernhard Richter einen Pilgerweg, der um 9 Uhr vor der Stadtkirche beginnt und mit dem Segen auf dem Aussichtsturm des Aalbäumle endet. Auf diesem Pilgerweg werden alle Texte der diesjährigen Sommerpredigtreihe Erwähnung finden.

 

Unser Bild zeigt die Aalener Pfarrerschaft bei der Vorstellung der 11.Sommerpredigreihe vor der Aalener Stadtkirche mit v.l.n.r. Pfarrerin Caroline Bender, Pfarrer Bernhard Richter, Pfarrerin Theresa Haenle, Dekan Ralf Drescher und Pfarrer Jan Langfeldt.


Ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck gebracht - Verabschiedung Michal Junge

Am Sonntag, den 11.07.2021, wurde in der Salvatorkirche Diakon Junge von der katholischen Seelsorgeeinheit verabschiedet. Er war sieben Jahre lang als Nachfolger von Diakon Ottmar Ackermann auch für viele soziale Projekte zuständig. Wie wichtig bei solchen Aufgaben die ökumenische Verbundenheit sein kann, dokumentierte Pfarrer Bernhard Richter in seinem Grußwort. Er erwähnte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Tafelladen, im Freundeskreis für Wohnsitzlose, beim Sozialführerschein, bei der Bahnhofsmission, bei Einschulungsgottesdienste oder bei der Ökumenischen Bibelwoche.

Richter nannte es ein starkes Signal der Ökumene, Menschen in Krisensituationen ihres Lebens gemeinsam helfen zu können und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen.

Als Geschenk überreichte er Diakon Junge einen Gutschein für das Café Samocca und das Buch der Schubart-Preisträgerin Monika Helfer: Baggage. Er dankte im Namen der evangelischen Baggage für die gute Zusammenarbeit mit Diakon Junge und hoffte, dass es bald auf katholischer Seite einen Nachfolge für die vielen sozialen Projekte in der Stadt gäbe.


2150,- Euro für notleidende Jugendliche gesammelt

Pfarrer Bernhard Richter und Pfarrerin Caroline Bender freuen sich über 29 Konfirmierte, die für andere Jugendliche Geld gesammelt haben und spenden. Sie dankten ihnen herzlich dafür.

Am 27. Juni und 4. Juli haben Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter 29 Jugendliche aus Aalen konfirmiert. Diese haben bis zu ihrem Nachtreffen 2 150 Euro gesammelt, zusammengesetzt aus der Kollekte aus den Gottesdiensten und ihrer Konfi-Spende. Dieses Geld wird an zwei Projekte für Kinder und Jugendliche übergeben – zum einen für Flüchtlinge, die in Griechenland angekommen sind und zum anderen an die, die in Indien unter schlimmen Corona-Umständen leben. Ideen für die Spendenprojekte hatten die Konfis selber zusammengetragen und darüber abgestimmt. Die Spenden werden über das Gustav-Adolf-Werk und die Diakonie-Katastrophenhilfe denen weitergegeben, die im gleichen Alter sind und Unterstützung sehr nötig haben.

 

Beim Nachtreffen am Donnerstag in der Stadtkirche bekamen die Jugendlichen auch Anregungen, wo sie in der Kirchengemeinde weiterhin mitmachen können. So gab es Informationen aus erster Hand von der Leitung des Traineekurses (Jugendleiterausbildung), nämlich von Christoph Schlichenmaier und Valentina Klein, an der die Frischkonfirmierten ab September teilnehmen können. Der Kurs findet wöchentlich in Peter & Paul auf der Heide statt und ist ökumenisch ausgerichtet. Es gibt noch freie Plätze für andere Jugendliche. Weitere Infos auch bei Pfarrerin Caroline Bender. 

 


Den Bedürftigen der Stadt die Türen öffnen

Seit 1.2.1999 gibt es in Aalen den Kocherladen. Am 1.12.2002 zog die soziale Einrichtung von der Friedhofstr. 17 in größere Räumlichkeiten in die Bahnhofstr. 55 um. Seither ist der Tafelladen in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei zuhause. Doch das in die Jahre gekommene Gebäude ist in seinen Innenräumen dringend renovierungsbedürftig geworden. Daher wurden vom Wirtschaftskontrolldienst und vom Brandschutz Auflagen erteilt, die nun erledigt werden müssen. Für die Übergangszeit hat die Tafel viele leerstehende Ladengeschäfte der Innenstadt angefragt. Doch die Mietpreise waren unerschwinglich und oft war man auch gegenüber einer sozialen Einrichtung sehr zurückhaltend. „Letztlich will den Tafelladen niemand“ resümierte Pfarrer Bernhard Richter enttäuscht.

 

Umso erfreulicher war das Angebot der Evang. Kirchengemeinde, in der Übergangszeit bis September im Café des Gemeindehauses den Tafelladen zu beherbergen. „Wir öffnen den Bedürftigen der Stadt unser Gemeindehaus, und zwar ohne Miete“, sagte Dekan Ralf Drescher. Projektleiter Gerhard Vietz stellte die Übergangslösung vor, nach der ab 20. Juli 2021 dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr kostenlos Lebensmitteltüten im Café des Gemeindehauses ausgeteilt werden. Diese Aktion endet mit den Sommerferien am Freitag, 10.9.2021. Denn der Tafelladen möchte nicht das nach der Sommerpause beginnende Gemeindeleben behindern. Kassiererin Ursula Hubel warb um Geld- und Lebensmittelspenden.

 

Die Umbauarbeiten sollen bis 30.9. abgeschlossen sein. Richter: „Am 1. Oktober wollen wir mit einer Feierstunde den umgebauten Laden seiner Bestimmung übergeben. Und am 4. Oktober sollen die Türen des Kocherladens wieder für die Kundschaft aufgehen.“

 

Unser Bild zeigt Dekan Ralf Drescher, der die Tür des Gemeindehauses für den Tafelladen öffnet.

V.l.n.r. Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel, Kassiererin Ursula Hubel und Gerhard Vietz, Projektleiter.


Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) im Umbruch

Die ökumenische Bewegung in Aalen geht weiter

Große Veränderungen zeichnen sich in diesen Tagen in der Ökumene in Aalen ab. Mehrere Mitglieder der ACK gaben ihren Sitz und Stimme an jüngere Mitglieder weiter, andere verlassen hauptberuflich Aalen und setzen ihr Wirken an anderem Orte fort.

Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und Karl Buschhoff hatten über Jahrzehnte die Arbeit der ACK und damit auch die Ökumene insgesamt geprägt. Sie gaben am Abend der Verabschiedung in den Räumen der methodistischen Kirche einen Rückblick auf die Anfänge der Ökumene in den 70-er Jahren. Wie viel entstanden ist im Laufe der Jahre machten Pastor Matthias Harsanyi und Pastor Rainer Zimmerschitt in ihrer jeweiligen Bilanz deutlich. Harsanyi hob die Ökumenischen Kirchentage in Aalen hervor, Zimmerschitt stellte den Stadtgarten, das Fest der Einheit, aber auch das Friedensgebet und die Ankunft des Friedenslichtes aus Bethlehem im Advent vor. Beide dankten für das gute Miteinander der verschiedenen christlichen Gemeinden in der Stadt. Es sei viel Vertrauen gewachsen, was für eine gute Ökumene auch dringend geboten sei. Harsanyi wechselt zur baptistischen Gemeine nach Stuttgart-Zuffenhausen, Zimmerschitt zur methodistischen Gemeinde nach Kirchheim/Teck. Zum Abschied gab es als symbolisches Geschenk eine Sonnenblume und im Anschluss ein Abendessen im griechischen Restaurant Delphi. Karl Buschhoff dankte abschließend Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzendem der ACK. Er sei in all dem, was entstanden ist, der Initiator und Motor. In aller Traurigkeit des Umbruchs und Abschiedes aber waren sich doch alle einig: Die ökumenische Bewegung in der Stadt geht weiter.

 

Unser Bild zeigt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) mit ihrem Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Richter (oben rechts) und den geehrten und verabschiedeten Mitgliedern mit Sonnenblume vorne v.l.n,r. Karl Buschhoff, Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und in der zweiten Reihe Pastor Matthias Harsanyi (l) undPastor Rainer Zimmerschitt (r).


Konzert mit Clemens Bittlinger „Bleibe in Verbindung!“ am Sonntag, 4. Juli 2021


CVJM-Gartenfest mit Gottesdienst am 4. Juli 2021


Gottesdienst zur Investitur von Pfarrer Jan Langfeldt am 3. Juli 2021


Konfirmation in Aalen - 13 Jugendliche wurden in der Stadtkirche eingesegnet

Am gestrigen Sonntag begannen in Aalen die Konfirmationen. 13 Jugendliche machten sich mit Pfarrer Bernhard Richter bei Glockengeläut vom Gemeindehaus auf zur Stadtkirche. Corona bedingt mussten alle Maske tragen und so konnte man gar nicht die charmanten und menschenzugewandten Gesichtszüge erkennen, wie Pfarrer Bernhard Richter in seiner Predigt bemerkte. Daher brauche es ganz dringend einen steten Impuls, der aus dem Herzen kommt, der für Menschlichkeit und Toleranz sorge, der den anderen mit Achtung und Wertschätzung begegne. Daher wünsche er sich von seinen Konfirmanden, dass sie manches aus der Unterrichtszeit im Leben umsetzen können und der manchmal so unbarmherzigen Gesellschaft Zeichen eines anderen Umgangs mit den Menschen setzen können in Wort und Tat. Mit dem Segen der Konfirmation sollte auf allen Wegen in die Zukunft spürbar werden: Dich schickt der Himmel!

 

Die Konfirmanden hatten für Begrüßung, Gebet und Glaubensbekenntnis eigene Texte formuliert und vorgetragen.  Kirchengemeinderat Dr.Erich Hofmann und Theologiestudent Sven Kuchler überreichten den Konfirmanden ihre eigens ausgesuchten Denksprüche in einen schönen Rahmen. Der Chor CantiAAmo unter Leitung von Lukas Nagel und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller an der Orgel sorgten für die festliche Ausgestaltung des Konfirmationsgottesdienstes. Das Opfer war auf Wunsch der Konfirmanden für das von Corona gebeutelte Indien und für Jugendliche im griechischen Flüchtlingslager bestimmt.

 

Am kommenden Sonntag werden um 9.30 Uhr und um 11 Uhr in der Stadtkirche 16 junge Menschen von Caroline Bender konfirmiert.

Unser Bild ( - ist angefragt - ) zeigt Pfarrer Bernhard Richter mit den Konfirmanden beim Zug von Gemeindehaus zur Stadtkirche.


Peter & Paul-Fest am 27.06.2021 - „Raus aus dem Kokon – Zeit zum Feiern“

Mit einem schönen Gottesdienst im Hof von Peter & Paul wurde das diesjährige Fest gefeiert. Zusammen mit dem Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Wolfgang Böttiger, der sich freute, wieder in größerer Besetzung spielen zu können, gestalteten Pfarrerin Caroline Bender und Pastoralreferentin Karin Fritscher den Gottesdienst unter dem Motto „Raus aus dem Kokon – Zeit zum Feiern“. Passend dazu gab es Laugenhörnchen, die an einer Seite geöffnet waren – rauskommen zum Feiern und Möglichkeit, sich zu verbinden, so Pastoralreferentin Fritscher.

Pfarrerin Bender ging auf die 3 und die 5 in der Jubiläumszahl 35 ein, denn so viele Jahre besteht nun das Gemeindezentrum als Ort der Ökumene. „Als Christinnen und Christen gehören wir zusammen und unter dem Segen des dreieinigen Gottes strahlt das auch in die Umgebung hinaus“, so die Pfarrerin.

Anschließend blieben viele noch bei Gebäck und Getränken und genossen die Gemeinschaft bei wunderbarem Sonnenschein.

Danke an alle Helferinnen und Helfer!


Mitgliederversammlung des Fördervereins im KubAA

OB Rentschler: Alles wirkliche Leben ist Begegnung

Nach mehreren Versuchen im vergangenen Jahr, eine Mitgliederversammlung abzuhalten, hat der Förderverein Stadtteilarbeit Rötenberg e.V. diese Woche endlich in Präsenz tagen können, und zwar im KubAA. Und eingeladen wurde der Hausherr, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, den der Vorsitzende Pfarrer Bernhard herzlich willkommen hieß. Er werde die Gründungsversammlung des Vereins am Mittwoch, 6. November 2013 nie vergessen, so Richter, als der OB diese Versammlung leitete und auch gleich dem Verein beitrat. Seither habe der OB den Kontakt zum Rötenberg stets gehalten, alle Feste besucht, für den Anbau und neue Außenanlagen gesorgt, mit dem Projekt BIWAQ Menschen eine berufliche Zukunft eröffnet. Und vieles mehr. In seinem Referat „Aalen als soziale Stadt- die Entwicklung des Quartiers Q03“ betonte Rentschler die Notwendigkeit der Zusammengehörigkeit des Quartiers, was bei Rötenberg, Heide, Hirschbach, Stadtoval und Galgenberg, die alle zum Quartier gehören, gar nicht immer so einfach ist. „Doch die Mischung machts“ resümierte das Stadtoberhaupt. Und in allem sei die Begegnung stets wichtig. Denn sie mache das wirkliche Leben aus. Richter bedankte sich bei Rentschler mit einem Buchgeschenk über Wanderungen unter dem Motto: Auf ins Abenteuer und spielte damit auf die neue Wirkungsstätte des OB an.

Im Rahmen er Mitgliederversammlung wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt: Pfarrer Bernhard Richter als 1. und Günter Hoeschle als 2. Vorsitzender, Markus Biehler als Kassier und Juergen Däffner und Murat Goel als Beisitzer. 


Gottesdienst-am-Kocher-Klausur 2021

Vom 18. bis zum 19. Juni ist unser Gottesdienst-am-Kocher-Team zu seiner ersten längeren Klausur im Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg (Franken) zusammengekommen. Begleitet von Pfarrer Steffen Kaupp, einem ausgewiesenen Experten für neue Gottesdienstformate, haben die insgesamt 16 Klausurteilnehmer evaluiert, was im Rahmen unseres Gottesdienstes am Kocher bereits erreicht worden ist und wohin wir in Zukunft noch wachsen möchten – jeder für sich und alle zusammen.

Geselligkeit, aber vor allem auch Gebet und Andacht sind dabei freilich nicht zu kurz gekommen. Zwei ausgefüllte, lehr- und erlebnisreiche Tage mit tollen Aktionen und Begegnungen liegen hinter uns.

Von unserer Klausur haben wir wertvolle Impulse und eine Extraportion Motivation für unseren weiteren Dienst in der Gemeinde mitgenommen. Dafür sind wir dankbar. Wir freuen uns schon, mit Ihnen und Euch neu durchstarten und Gott feiern zu dürfen!

Pfarrer Jan B. Langfeldt

 

P.S.: Sie haben Lust, den Gottesdienst am Kocher noch besser kennenzulernen oder sich selbst mit Ihren Stärken und Interessen einzubringen? Dann schauen Sie jederzeit bei uns vorbei oder sprechen Sie uns an! Wir freuen uns über Mitarbeitende jeden Alters! Insbesondere technikaffine Ehrenamtliche, die Lust haben, sich mit unserer Ton-, Licht- und Übertragungstechnik zu befassen, sind uns überaus willkommen.


Konfirmanden und Firmlinge gemeinsam auf dem Weg durch die Stadt

Aus dem ökumenischen Kreuzweg wird ein via lucis

    Es ist eine langjährige ökumenische Tradition, dass sich Konfirmanden und Firmlinge in der Passionszeit gemeinsam zu eine Jugendkreuzweg getroffen haben. Doch coronabedingt war dies im vergangenen Jahr nicht möglich, und auch in diesem Jahr nicht. Doch da sowohl Firmung als auch Konfirmation verschoben werden mussten, entwickelten Caroline Bender, Martin Kronberger, Hans-Christian Richter und Bernhard Richter ein Format für einen anderen Weg, und der fand am gestrigen Freitag statt und begann vor der Johanneskirche. Pfarrer Bernhard Richter begrüßte die Konfirmanden und Firmlinge und stellte die Idee des via lucis vor: auf einem gemeinsamen Weg macht man an Stationen Halt, um dort mit einem Bibeltext, einem Impuls und einem Lied innezuhalten, um sich dann gestärkt wieder auf den Weg machen zu können.

An der Johanneskirche ging es um das leere Grab, das Maria aus Magdala entdeckt und sie zum Weinen bringt. Doch der Auferstandene begegnet ihr und gibt ihr einen Auftrag. Pfarrer Richter sprach von der Auferstehung Jesu als der wichtigsten Botschaft des christlichen Glaubens. Und die gilt es, nicht für sich zu behalten, sondern weiterzugeben, auch nach Firmung und Konfirmation.

Über das Mahnmal an der Schillerhöhe gelangte man zur Ostalbarena. Jugendreferent Martin Kronberger rief vor dem Stadion die biblische Geschichte von Jesus und dem zweifelnden Thomas in Erinnerung: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben und entfaltete einige Gedanken zum Fußballfan in schweren Zeiten. Am Jobcenter war die nächste Station, bei der es um den Fischfang nach Lukas fünf ging.

Pastoralassistent Hans-Christian Richter stellte seine Gedanken an dem Ort, wo viele Arbeitsuchende hoffnungsvoll ankommen, unter das Motto: wenn das System nicht mehr funktioniert- die Perspektive wechseln.

Letzte Station war die Salvatorkirche. Pfarrerin Caroline Bender las den Auftrag zur Taufe nach Matthäus 28. „Das verbindet uns Christen. Die Taufe ist ökumenisch. Wir sollen unseren Kindern und allen Menschen davon erzählen, dass wir Söhne und Töchter Gottes sind, geliebt von ihm und gerufen, ein Segen zu sein“, so die Pfarrerin in ihrem kurzen Impuls. Auch wenn die Hitze an diesem Nachmittag doch sehr drückend war, so erlebten die Konfirmanden und Firmlinge Stunden einer wichtigen ökumenischen Gemeinschaft im Nachdenken über die Grundlagen des Glaubens, weit über die eigene Konfession hinaus


„Steht auf, wenn Ihr Christen seid“ - Pfingstmontag im Stadtgarten

„Steht auf, wenn Ihr Christen seid“ - es ist eigentlich die Hymne von Schalke 04, die für den Pfingstmontag umgewidmet wurde. Eigentlich kein gutes Vorbild, so Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung, denn Schalke ist ja abgestiegen, aber er habe gelernt, da zu sein, wo die Not am größten ist, und so wurde aus: „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ das Moto für den Pfingstmontag: „Steht auf, wenn Ihr Christen seid.“ Die freikirchliche Band mit Dominik Schwenk, Jeremy und Kevin Mayer, Ute Wendland und Manuel Henkel heizte kräftig ein, ehe Pastor Rainer Zimmerschitt die Gemeinde mit den Regeln des Gottesdienstes vertraut  machte.

Mit dem Lied „Die Herrlichkeit des Herrn“ stimmten die ca. 200 Besucher ein in diesen pfingstlichen Gottesdienst. Es sei für ihn in jedem Jahr neu ein Pfingstwunder, dass Christen aus den unterschiedlichsten Konfessionen hier „im grünen Herzen der Stadt“ zusammenkommen und Pfingsten feiern. In vier inhaltlichen Teilen wurde entwickelt, wo Christen aufstehen könnten. Pastoralassistent Hans-Christian Richter legte ein leidenschaftliches Plädoyer ein für die jungen Menschen und sprach sich für mehr „Unterbrechungen“ in allen Generationen aus. Pastor Thomas Mayer hob die Einheit der Christen unterschiedlichster Konfessionen hervor und mahnte den Zusammenhalt der Christen an. Pfarrer Bernhard Richter rief Menschen ins Gedächtnis, die einsam, arm und hilfsbedürftig sind, oder auch unter Abhängigkeiten leiden. Für sie lohne es sich aufzustehen, ihnen ihre Würde zu erhalten oder zurückzugeben. Pastor Rainer Zimmerschitt sprach von vielen Erwartungen an die Christen, betonte aber zugleich, dass Gott in Jesus die Welt bereits verändert hat und in seinem Geist verändern will. Mit dem Choral “Großer Gott wir loben dich“ schloss die große ökumenische Gemeinschaft diesen feierlichen Gottesdienst ab.

 

 


Geschichtenfenster zu Himmelfahrt und Pfingsten

Nachdem die gestalteten Fenster zu Advent und Weihnachten und dann der Passions- und Osterweg rund ums Gemeindehaus so großen Anklang gefunden haben, haben sich wieder einige Frauen der Kirchengemeinde auch für das dritte kirchliche Hochfest etwas ausgedacht: Zu den biblischen Geschichten zu Himmelfahrt und Pfingsten sind wieder zwei Fenster mit biblischen Erzählfiguren gestaltet worden. Die zugehörigen Bibeltexte und weitere Impulse regen zum eigenen Nachdenken an. Jesus, der Mensch, verlässt die Erde, um im Heiligen Geist allen Menschen nah sein zu können. An Pfingsten (Pentekoste = 50 Tage nach Ostern) feiern wir, dass Gottes tröstender und belebender Geist kommt und uns begleitet und neu begeistert.

Täglich bis 6. Juni (Ende der Pfingstferien) zu sehen am Evangelischen Gemeindehaus, Friedhofstraße 5


Evangelische Kindertagesstätte im Grauleshof erhält einen neuen Namen: Arche Noah

„Die evangelische Kindertagesstätte Grauleshof heißt jetzt Arche Noah“, verkündete Dekan Ralf Drescher bei der feierlichen Anbringung des neuen Namensschildes durch den Hausmeister Wolfgang Weng. “Gerne hätten wir dieses Ereignis im Rahmen unseres Familienfestes gefeiert. Doch leider kann dies aufgrund des immer noch aktiven Infektionsgeschehens und der aktuellen Corona-VO nur im kleinen Kreis stattfinden“, erklärte Jessica Lakey die Leiterin der Einrichtung.

 

Bereits im Herbst 2018 hat der Kirchengemeinderat dem Antrag auf eine Namensgebung für die Kindertagesstätte zugestimmt. Es bestand nun für die Kinder, Eltern und die Mitarbeitenden die Möglichkeit einen Namensvorschlag einzubringen. Besonders wichtig ist dem Kindergartenausschuss hierbei gewesen, dass der Name einen Bezug zur Kirche habe. Lakey: „Es sind hier viele schöne Namensvorschläge zusammengekommen.“

 

Diese sind anschließend sortiert und ausgewertet und dem Kindergartenausschuss mitgeteilt worden. Drescher: „Die Mitarbeiter hatten dann gemeinsam mit dem Elternbeirat die bedeutende Aufgabe den neuen Namen für die Kindertagesstätte auszuwählen. 

Und nun ist es endlich so weit: Wir feiern unseren neuen Namen: Evangelische Kindertagesstätte Arche Noah.“

 

Abschließend stellte die Leiterin des Kindergartens zufrieden fest: „Für uns hat unser neuer Name eine wertvolle symbolische Bedeutung: Wie die Arche für Noah, seiner Familie und den Tieren eine sichere Unterkunft war, so soll auch unsere Einrichtung allen Kindern und deren Familien Schutz und Geborgenheit bieten. Noah hat auf Gott vertraut und von ihm Sicherheit geschenkt bekommen. Und so wollen auch wir für Kinderund deren Familien Vertrauenspersonen sein und ihnen Halt und Mut geben.“

 

Mit Anbringung des Namensschildes wird nun der neue Name auch äußerlich sichtbar. 


18. Sozialführerschein beendet - Landrat Dr. Bläse: Dem Ehrenamt eine Struktur geben

Bild: Peter Hagender
Bild: Peter Hagender

Es war eine besonderer Kurs, der dieser Woche vor dem Salvatorheim seinen feierlichen Abschluss fand. 

Erstmal traf man sich in Präsenz, um aus den Händen des neuen Schirmherren, Landrat Dr. Joachim Bläse, das Zertifikat überreicht zu bekommen. Ansonsten fand der Kurs vom ersten Abend am 10.2. ausschließliche digital statt. „Es ist schön, wenigstens am Ende alle einmal zu Gesicht zu bekommen“, sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. Er stellte noch einmal die Idee des Kurses vor, der 2005 begann und Menschen zum Ehrenamt in sozialen Einrichtungen qualifizieren möchte. Christoph Class, damals Leiter der Diakonischen Bezirksstelle in Aalen, hatte die Idee der Ulmer Bahnhofsmission aufgegriffen und die Caritas, die Diakonie, die Bahnhofsmission, die Kath. und Evang. Kirchengemeinde als Träger zusammengeführt und für Aalen ein Kurssystem entwickelt, das sich in 18 Auflagen bewährt hat.

Sylvia Kreuzer, die den ganzen Kurs als Moderatorin begleitet hat, führte durch die Feier und ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Rückblick zu Wort kommen. Dies geschah, indem jeder und jede anhand von einem Buchstaben des Begriffes „Sozialführerschein“ seine Eindrücke erzählte.

Landrat Dr. Bläse würdigte als Schirmherr das soziale und bürgerschaftliche Engagement in Kirche und Gesellschaft. Die Absolventen dieses Kurses hätten sich auch von der Frage leiten lassen: wo werde ich gebraucht? Er betonte, wie wichtig Bausteine der Qualifikation wie der Sozialführerschein sein können und hob auch hervor, dass Ehrenamt eine Struktur braucht.

Im Anschluss überreicht der Landrat allen Teilnehmern ihr Zertifkat. Diakon Michael Junge dankte in seinem Schlusswort Teilnehmern, Trägern und dem Schirmherrn für den Kurs und den Abschluss, der trotz Einschränkungen durch Coroana einen würdigen Rahmen erhielt.

 

Unser Bild zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 18. Kurses mit dem Schirmherren, Landrat Dr. Joachim Bläse, und den Trägervertretern  Jörg Dolmetsch (Diakonie), Marion Santin (Caritas), Ulrike Lange (Bahnhofsmission), Diakon Michael Junge (Kath. Kirche) und Pfarrer Bernhard Richter (Evang. Kirche) beim feierlichen Abschluss vor der Salvatorkirche.


Soroptimisten spenden für die Aalener Tafel

Einen erfreulichen Besuch statteten in dieser Woche die Soroptimisten mit ihrer Präsidentin Andrea Stockhammer und Ingrid Stoll-Haderer dem Kocherladen in der Bahnhofstr. in Aalen ab. Sie überreichten Projektleiter Gerhard Vietz und dem

Vorsitzende Pfarrer Bernhard Richter einen Scheck über 500.- Euro. Dieser Betrag war als Lebensmittelspende gedacht und es wurde vor allem frisches Obst für die Kundschaft eingekauft. Die Aalener Tafel besteht seit 1999 und ist ein wichtiger Knoten im diakonisch-sozialen Netz in der Stadt. Dank vieler Spenden ist diese soziale Einrichtung auch ganz gut durch die Pandemie gekommen und konnte stets Lebensmittel für die Kundschaft bereitstellen. 270 Ausweise mit ca. 1000 Kunden sind für 2021 ausgestellt und berechtigen damit zu einem Einkauf im Kocherladen.

 

Unser Bild zeigt v.l.n,r, Pfarrer Bernhard Richter, Präsidentin Andrea Stockhammer und Projektleiter Gerhard Vietz bei der Spendenübergabe vor der Aalener Tafel. 


Kirchentag von Frankfurt nach Aalen geholt

Was gab es nicht alles für Pläne, 2021 beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt dabei zu sein oder mit zu machen? Nichts davon konnte umgesetzt werden, der 3. Ökumenische Kirchentag wurde vom 12. bis 16. Mai dezentral und digital ausgetragen. Damit doch noch ein wenig Kirchentagsfeeling aufkommt, hatte die ACK zum Schlussgottesdienst eingeladen. Auf der Terrasse des Gemeindehauses begrüßten Pfarrer Bernhard Richter und der ACK rund 30 Gäste, die sich eingefunden hatten,  miteinander den Schlussgottesdienst aus Frankfurt anzuschauen. Und Richter erinnerte an die Präsentation auf den ersten beiden Ökumenischen Kirchentagen, 2003 in Berlin und 2010 in München. Drei diakonisch-caritative Projekte seien es gewesen, die man auf der Agora, der Kirchenmeile präsentierte, die Wasseralfinger Vesperkirche, den Aalener Kocherladen und den Freundeskreis für Wohnsitzlose e.V., alles Projekte, an denen besonders deutlich gemacht werden konnte, wie gut Ökumene funktioniert.

Und Richter machte Hoffnung, dass vielleicht schon im nächsten und übernächsten Jahr wieder ein Mitwirken möglich sein könnte: beim Katholikentag von 25.-29. Mai in Stuttgart und beim Kirchentag von 7. bis 11.Juni 2023 in Nürnberg, beide Großveranstaltungen ja fast vor der Haustür. Und dann wurde mitgesungen und mitgebetet, beim Live-Gottesdienst aus Frankfurt zum Abschluss des 3.Ökumenischen Kirchentages.


Ökumene aktuell - Ausgabe 2021 - liegt aus und steht als Download bereit

Foto: Peter Hagender
Foto: Peter Hagender

Am Freitag ging die 26. Ausgabe von Ökumene aktuell in den Druck. Auf 7 Seiten plus eine Seite Werbung wird das reiche ökumenische Leben in der Stadt dokumentiert. Am 15. Mai liegt die Zeitung der Schwäbischen Post bei. In den Kirchen und Gemeindehäusern und auch im Dekanat liegen Exemplare aus.

 

Unser Bild zeigt die Redaktion von Ökumene aktuell v.l.n.r. Pastoralassistent Hans-Christian Richter, Pfarrer Bernhard Richter und Johannes Müller bei er Vorstellung der druckfrischen, neuen 26. Ausgabe der Zeitung.

 

Download der Ökumene aktuell als PDF (6,3 MB)



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