Wappen am Brauttor der Stadtkirche

 

Neues zur Corona-Lage

 

Aktuelles rund ums Corona-Virus gibt es auch auf

den Seiten der Evangelische Landeskirche in Württemberg

 

 

Termine und Orte des

 

Lebendigen Adventskalenders

 

–––––––––––––––––––––

Familien-Adventskalender
ein Angebot der Evangelisches Medienhaus GmbH



Eröffnung des Lebendigen Adventskalenders


Stadtkirche: Ökumenischer Gottesdienst zur Eröffnung des Advents

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Thomas Haller und Lukas Nagel eröffnen zusammen mit Schola, Instrumenten und Orgel den ökumenischen Gottesdienst. In der Stadtkirche erklingt der Eingangschor der Kantate BWV 61 „Nun komm der der Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach. Diakon Thomas Bieg und Dekan Ralf Drescher entzünden feierlich die erste Kerze am Kranz. Es ist seit vielen Jahren ein schöner Brauch, dass Christen in der Stadt die Adventszeit gemeinsam mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnen. In seiner Predigt hebt Dekan Ralf Drescher darauf ab, dass im Advent das Licht der Hoffnung und der Freude zu den Menschen kommt und damit das Ende der Nacht. „Wir erheben uns aus der Tiefe der Dunkelheit, machen uns auf und gehen der Weihnacht entgegen. Das Reden von der Ankunft Gottes erinnert uns - wie jedes Jahr - an dieses wunderbare Geheimnis. Kein Dunkel ist so tief, dass es nicht durch Gottes Licht erhellt werden könnte und keine Last oder Schuld so groß, dass sie nicht durch Gottes Liebe aufgehoben und verwandelt würde.“


Zum 20. Mal Orangenaktion auf dem Markt

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Es war im Jahre 2002, als erstmals auf dem Aalner Wochenmarkt Konfirmanden Orangen für einen guten Zweck verkauften. Und somit war es am Samstag vor dem ersten Advent die 20. Orangenaktion, die Pfarrer Bernhard Richter zusammen mit seiner Kollegin Caroline Bender und den Konfirmanden durchführte. In diesem Jahr waren es fair gehandelte und biologisch angebaute Orangen aus Griechenland, die für 1.- Euro verkauft wurden. Der Reinerlös kommt einem Projekt des CVJM-Weltdienstes zugute, das Jugendliche in Rumänien unterstützt. Prominente Unterstützung erhielten die Konfirmanden durch Landrat Dr. Joachim Bläse und Oberbürgermeister Frederick Brütting, die mit großem Einsatz Orangen an die Frau und an den Mann brachten. Am Ende des Vormittages kamen 1272.- Euro zusammen. MdB Leni Breymaier und MdB Roderich Kiesewetter hatten sich in diesem Jahr entschuldigt, hatten aber versprochen, alle übrigen Orangen zu kaufen und dem Aalener Kocherladen zu spenden. 


Aktion des Kinderhauses für die Tafel

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern
Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern

In diesen Tagen, wo so vieles abgesagt werden muss, war es in dieser Woche ein schöner Termin, zu dem die Erzieherinnen in das Kinderhaus Liliput eingeladen hatten. Über Wochen hinweg haben die Kinder, die Eltern und die Erzieherinnen dazu aufgerufen, für den Aalener Kocherladen zu spenden, und zwar Waren wie Nikolaus, Lebkuchen, Kaffee, Schokolade und vieles mehr. Voller Stolz zeigten die Kinder die vielen Kisten, die zusammengekommen waren. Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender und Gerhard Vietz als Projektleiter dankten für diese tolle Aktion und erinnerten daran, wie viel Armut es auch in dieser Stadt gibt und wie wichtig es ist, Bedürftigen zu helfen.

 

Unser Bildzeigt die Kinder mit v.l.n.r Pfarrer Bernhard Richter, Gerhard Vietz, Viktoria Gall, Ramona Wolf und die Kinderhausleiterin Gabriele Weber 


Beharrliches Engagement für den Kocherladen

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern
Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern

Die RSG sammelt mit ihrer Sternaktion für die Aalener Tafel

Trotz der Umstände, die die Coronapandemie derzeit für die Schulen mit sich bringt, zeigte sich die RSG gegenüber dem jetzt neu renovierten Kocherladen treu wie eh und je. Mit der jährlichen Sternaktion, die mittlerweile zur Tradition und damit fester Bestandteil der Realschule auf dem Galgenberg geworden ist, war die Schülerschaft zu freiwilligen Spenden für den „Kocherladen“ aufgerufen. Der jetzt, neu renoviert, nach wie vor wichtiger Anlaufpunkt für bedürftige Menschen ist, um mit geringen finanziellen Mitteln über die Runden zu kommen. Mit über 840 Sachspenden hat die relativ kleine Schüler- und Lehrerschaft wieder einmal einen erheblichen Beitrag geleistet, um mit gemeinschaftlichen Kräften Solidarität gegenüber denjenigen zu zeigen, die von der aktuellen Situation besonders hart betroffen sind. Am Dienstag konnte die SMV der Realschule auf dem Galgenberg Herrn Vietz und Herrn Richter diese Spenden übergeben und damit den Kunden des Tafelladens ein wenig Vorweihnachtsfreude weitergeben. 

Das Bild zeigt die zum Stern aufgebauten Spenden, umrahmt von den Mitgliedern der SMV und den Verantwortlichen des Kocherladens, Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter.


Lebendiger Adventskalender findet statt

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern.
Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern.

Trotz hoher Inzidenzen halten die Verantwortliche am Lebendigen Adventskalender fest! Das haben Christine Krauth, Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter diese Woche bekräftigt.

Beim Lebendigen Adventskalender trifft man sich an jedem Abend um 18 Uhr in einem Vorgarten oder vor einem öffentlichen Gebäude wie der Stadtkirche, dem Christushaus in Waldhausen, aber auch vor den Altenheimen und auf dem Spritzenhausplatz. Man trifft sich also im Freien.

Beginn ist an jedem Tag um 18 Uhr. Es gibt eine Andacht mit kleiner Liturgie und einem adventlichen Impuls. Kontaktdaten werden schriftlich festgehalten. Krauth, Bender und Richter stimmten überein, dass Advent eine Bußzeit ist, die Vorbereitung auf Weihnachten, auf die Menschwerdung Gottes, auf die Geburt Jesu Christi. Und zu dieser Zeit gehören nicht nur Glühwein und Punsch, sondern zuerst die Besinnung, die Konzentration auf die Botschaft der Bibel. Gerade der Ruf an die Hirten: "Fürchtet euch nicht!", wird in dieser endlosen Pandemie zu einer der wichtigsten Aussagen der Zuversicht und des Trostes.

Eröffnung am Mittwoch, 1.Dezember 18 Uhr vor dem Gemeindehaus am Torplatz.


Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Mahnmal auf der Schillerhöhe

Am Volkstrauertag fand am Mahnmal auf der Schillerhöhe die Gedenkfeier für die Opfer der beiden Weltkriege statt. Oberbürgermeister Frederick Brütting rief in seiner Ansprache dazu auf, auch die junge Generation und die Schulen in die Thematik des Volkstrauertages mit hineinzunehmen. Nachdem das Städtische Orchester unter Leitung von Chris Wegel das Lied „Von guten Mächten" spielte, griff Pfarrer Bernhard Richter in seinem geistigen Impuls dieses Lied auf. Die Zeilen gehen auf Dietrich Bonhoeffer zurück, der diese am Silvester 1944 formulierte und damit seine Eltern und seine Verlobten trösten wollte, wohl ahnend, dass er die Gefängniszelle nicht mehr verlassen durfte und die Nazi-Zeit auch nicht überleben würde. Richter legte Wert darauf, wie wichtig ein solcher Gedenktag auch in heutiger Zeit noch ist.

Konfirmanden legten Rosen nieder und gedachten nicht nur der Gefallenen beider Kriege, sondern auch allen Opfern von Gewalt und Terror bis zum heutigen Tag.


Nach einem Jahr Pause - 80 Kisten bei Kauf eins mehr

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Es war eine lange Pause, in der es die "Aktion Kauf eins mehr" am E-Center in Aalen nicht mehr gegeben hat. Coronabedingt musste sie ausfallen, aber am Wochenende war es wieder so weit.

Elli Ruf, Richard Ratz, Velina Sarova, Anneliese Steinacker, Selina Stanienda, Birgit Auchter, Annette Uedickoven, Mike Dolder und Gerhard Vietz führten am Freitag und Samstag im Kassenbereich des E-Centers im Hasennest wieder die Aktion durch und warben dafür, dass die Kunden einen oder mehrere Artikel mehr einkauften und dann dem Aalener Kocherladen zur Verfügung stellten, der nach dreimonatiger Umbauphase in diesen Wochen wieder neu gestartet ist: Gemüsekonserven, Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, Kaba, Marmelade, Zucker, Kaffee , Milch, Honig und vieles mehr kamen zusammen. Pfarre Bernhard Richter als Vorsitzender freute sich, dass 80 Kisten im Gesamtwert von mehreren tausend Euro zusammengekommen war und dankte allen, die an der Aktion mitgemacht und gespendet hatten.

Unser Bild zeigt v.l.n.r, Gerhard Vietz, Elli Ruf, Alina Schiele, Anneliese Steinacker und Bernhard Richter bei der Aktion „Kauf eins mehr“ am Wochenende im E-Center. 


Das Hoffnungsfest aus Dortmund im Aalener Gemeindehaus

Starkes Zeichen des christlichen Miteinanders in dieser Stadt

Die Regeln wurden verschärft, seit Baden-Württemberg in der Warnstufe angekommen ist. Das wurde auch den Organisatoren des Hoffnungsfestes im Aalener Gemeindehaus deutlich. Dennoch fanden sich knapp 40 Personen ein, die nicht alleine am Internet,  sondern in Gemeinschaft am Hoffnungsfest aus Dortmund teilhaben wollten. Vom 7.-13. November wird aus der Dortmunder Eventkirche das Hoffnungsfest übertragen. In Aalen haben sich schon bald verschiedene christliche Gemeinde zusammengeschlossen, die Evang. und Kath. Kirchengemeinde, die Apis, der CVJM, Hoffnung für alle, das Gospelhouse, die Methodisten und die Baptisten, um das Hoffnungsfest auf den Weg zu bringen. So sprach Pfarrer Bernhard Richter bei der Eröffnung von einem starken Zeichen des christlichen Miteinanders in der Stadt, denn schon am Pfingstmontag und auch beim Fest der Einheit am 3. Oktober hätte die Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen ihre Verbundenheit unter Beweis gestellt.

Beim Hoffnungsfest wollte man vor der Übertragung aus Dortmund sich gemeinsam einstimmen und am Ende die Gelegenheit zu Gespräch und Begegnung geben. Das Musikteam des Gottesdienstes am Kocher stimmte alle mit Liedern ein und Pfarrer Bernhard Richter interviewte Michael Eckstein, der mit einem Kreuz eine besondere Hoffnungsgeschichte in seinem Leben erfahren hat. Unter der Überschrift:

Hoffnung, weil ich überrascht werde, startete dann die Übertragung aus Dortmund mit Mihamm Kim-Rauchholz und Yassir Eric, beides Theologen mit Migrationshintergrund. Sie machten in ihren jeweiligen Impulsen zur Verkündigung deutlich, dass sich mit Jesus eine Tür in eine neue Welt öffnet. Im Mittelpunkt stand dabei die Ostergeschichte der Emmausjünger aus Lukas 24.13-35., als enttäuschte Jünger Jesu auf ihrem Weg plötzlich dem Auferstandenen begegneten, den sie zunächst nicht erkannten, der sie aber stärkte und ermutigte auf ihrem Weg und sich später auch zu erkennen gab.

Mit einem Übergabegebet aus Dortmund und einem Segenslied aus Aalen endete der Abend. Am nächsten Tag, am Montag war Samuel Koch in Dortmund zu Gast.

 

Info: bis Samstag im Evang. Gemeindehaus: 19 Uhr Hoffnungsfest.

Es gelten die 3plus Regeln (geimpft, genesen oder getestet mit PCR-Test)

 


Über 100 kamen zur Mahnwache - Für eine würdige Erinnerungskultur eintreten

Es war ein ungewöhnlicher Ort an einem ungewöhnlichen Tag, zu dem das Netzwerk für Demokratie eingeladen hat. Aber der 8.November 1939 steht für das Attentat des Schreinergesellen Georg Elser auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller, und 82 Jahre später war eine Mahnwache angesagt auf dem Platz, der vor dem KubAA seit 2016 der Georg-Elser Platz ist. „Wie gut, dass es solche Plätze gibt,“ stellte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Einführung fest, und  erwähnte zugleich, dass am 8.11. in Hamburg durch die Bürgerschaftspräsidentin ein Georg-Elser-Platz seiner Bestimmung übergeben wurde. „Solche Plätze sorgen für eine gute Erinnerungskultur, damit mutige und unerschrockene Menschen wie Georg Elser nicht vergessen werden“. Richter betonte zugleich auch, wie wichtig das Gedenken an solchen Tagen ist, denn in einer Zeit, in der manches in Frage gestellt oder verharmlost wird, „müssen wir allen braunen Gedanken die rote Karte zeigen“. Winfried Tobias und Tonio Kleinknecht riefen das Leben und Wirken von Georg Elser in Erinnerung und lasen eindrücklich aus den Verhörprotokollen. Die Omas gegen Rechts schlugen die Brücke zum 9. November, der Reichspogromnacht, indem sie Texte aus Erich Kästner „Nacht der Scherben“ lasen. Kästner hat die Pogromnacht hautnah miterlebt.  Auch die Aalener Bürger, für die in den letzten Jahren Stolpersteine verlegt wurden, fanden namentliche Erwähnung. Pia Geiger, Cordula Veit-Hofrichter und Walter Belge sorgten für die würdige musikalische Umrahmung der Mahnwache, zu der auch eine Schweigeminute gehörte sowie das gemütliche Beisammensein in de Innenräumen des KubAA bei Tee und Keksen.


"Alles gut im Schneckenhaus" - Wunderschöne KiBiWo in Peter & Paul

Unter dem Motto: „Alles gut im Schneckenhaus“ haben etwa 40 Kinder mit zehn jugendlichen Betreuerinnen und Betreuern und einigen Erwachsenen in den Herbstferien eine tolle Kinderbibelwoche erlebt. Das Ökumenische Gemeindezentrum eignet sich dafür ideal. Im Saal konnten in abgegrenzten Sitzflächen alle vier Kleingruppen miteinander einen gemeinsamen Start mit Theaterszenen und fetzigen Bewegungsliedern hinlegen. Schnecke Tiffany und Forscher Theodor machten sich Gedanken zur Welt, die Gottes Schöpfung ist. Dazu kamen passende neutestamentliche Geschichten als Bibeltheater. Vertieft wurden diese Gedanken in den Workshop-Gruppen, bevor es an die kreative Umsetzung ging. Entstanden sind Kerzengläser, Schattenrisse, bemalte Holzschnecken und ein Konfetti-Segen zum Mitnehmen und Verschenken. Vespern und Spielen kam auch nicht zu kurz.

 

„Wir haben viel gelacht und es hat riesigen Spaß gemacht“, war sich Pfarrerin Caroline Bender mit den Kindern und Mitarbeitenden einig.

 

Abschlussgottesdienst der Kinderbibelwoche "Alles gut im Schneckehaus"
Abschlussgottesdienst der Kinderbibelwoche "Alles gut im Schneckehaus"

 

Am Sonntag gab es einen mitreißenden Abschlussgottesdienst 11+ und ein gemeinsames Mittagessen unter 3Gplus-Regeln.

 

Ökumenisch mit an Bord waren die Katholische Kirchengemeinde, die Freie Evangelische Gemeinde – Baptisten und die Evangelische Kirchengemeinde. Nächstes Jahr gerne wieder!


Der Ökumenische Seniorenkreis startet wieder

Immer am ersten Mittwoch im Monat soll es künftig wieder einen ökumenischen Seniorenkreis in Peter & Paul geben.

Start war am Mittwoch, 3. November.

Um 14.30 Uhr gibt es Kaffee, Kuchen und Brezeln. Und es wurde auch gewünscht, dass es neben dem gemütlichen Schwätzle immer auch ein Programm geben soll, z.B. zum Advent, zur Jahreslosung, zu Fasching oder Themen wie Schutz vor Wohnungseinbrüchen oder Informationen über den Kocherladen. Herzliche Einladung – nächster Termin am 1. Dezember um 14.30 Uhr! 


2 500 Euro von Dehner für den Kocherladen

Bild privat
Bild privat

 

Eine große Spende hat die Aalener Tafel in der vergangenen Woche erreicht. Die Firma Dehner Gartenbau mit Filiale in Aalen hat der sozialen Einrichtung in der Bahnhofstr. 55  eine Spende in Höhe von

2 500.- Euro überreicht. Nach den Worten von Marktleiter Harald Traub besteht schon lange eine Verbundenheit von Dehner zu den Tafeln. Gerhard Vietz als Projektleiter und Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel e.V.  freuten sich in den Verkaufsräumen der Firma Dehner, über die große Spende. Der Tafelladen ist gerade wieder eröffnet nach längerem Umbau und befindet sich in einem Neustart. 

Da ist eine solche Spende sehr willkommen!


Ökumenische Friedensdekade in Aalen:  Reichweite Frieden-aber wie weit reicht der Frieden?

Foto: Peter Hagender
Foto: Peter Hagender

Mit einem Bittgottesdienst für den Frieden wurde am gestrigen Sonntag in der Aalener Stadtkirche die Ökumenische Friedensdekade eröffnet. Pfarrer Bernhard Richter betonte, dass die Friedensdekade auf eine Initiative der Kirchen zurückgehe und es daher am Beginn wichtig sei, sich auf die biblischen Spuren des Friedens und der Gerechtigkeit zu besinnen. Irene Haller las die Seligpreisungen aus der Bergpredigt. und gestaltete mit Theresa und Moritz Vogt Texte zum Motto der diesjährigen Friedensdekade: Reichweite Frieden. Pfarrer Bernhard Richter predigte über die Vater-unser-Bitte  „Dein Reich komme“. Dabei ging er auf die Christenpflicht ein, alles dafür zu tun, um Zeichen des Reiches Gottes schon hier und heute möglich zu machen, so wie Jesus schon damals gesagt hat: Das Reich Gottes ist mitten unter Euch. Gleichzeitig sprach der Stadtkirchenpfarrer von dem schwierigen Spagat, alle zu tun, damit Frieden und Gerechtigkeit auf dieser Welt gelingen können, aber auch der Vater-unser Bitte "Dein Reich komme" gerecht zu werden. Denn es gehe auf der Welt nicht darum, eigene Maßstäbe zu setzten, sondern gerade als Christen darauf zu vertrauen, dass Gott als Schöpfer, Lenker und Erlöser diese Welt in seinen Händen hält. Aber aus ihm die Kraft zu schöpfen, um friedensstiftend und versöhnend zu wirken, darauf komme es in Gegenwart und Zukunft an. Gerade Jesus habe gezeigt, wie wichtig es sein kann, Menschen mit dem Blick der Barmherzigkeit zu sehen, sonst hätte ein Zöllner Zachäus oder eine Ehebrecherin damals keine Chance auf Veränderung und Zukunft gehabt.

Am Ende erging die Einladung zur Mahnwache am Montag um 18 Uhr am Elser-Platz vor dem KubAA., wo dem mutigen Mann am Jahrestag seines Attentates gedacht wird, Henrik und Frederik von Wrochem spielten mit Lukas Nagel am Flügel zwei Violinsonaten und sorgten mit der Schola für die die festliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

 

Unser Bild zeigt v.l.n,r, die Liturgen Irene Haller, Theresa und Moritz Vogt mit Pfarrer Bernhard Richter beim Bittgottesdienst für den Frieden in der Aalener Stadtkirche.


Tafelladen öffnet wieder - Aalener Tafel bleibt ein wichtiger Knoten im sozialen Netz der Stadt

Der Betrieb des Ladens begann schon am vergangenen Montag, doch am Mittwoch, 3. November war zur Mittagszeit die offizielle Wiedereinweihung nach drei Monaten Umbau.

Architekt Peter Kayser stellte die unterschiedlichen Renovierungsmaßnamen vor: Böden, Decken und Fenster wurden erneuert, eine neue Toilette, eine neu Küche und ein neues Büro schmücken das alte Backsteingebäude im Erdgeschoss. Katja Stark in Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters und Kai Kirchvogel in Vertretung von Landrat Dr. Bläse würdigten die Arbeit der Aalener Tafel, des Vorstandes, der haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Zuvor hatte Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel e.V. der evang. Kirchengemeinde mit Dekan Ralf Drescher und Vorsitzendem Thomas Hiesinger an der Spitze gedankt, dass die Tafel übergangsweise im Gemeindehaus Tüten ausgeben konnte. Das alte Haus erscheine in neuem Glanz, zumindest von innen. Richter betonte, dass man auch in Zukunft auf Lebensmittel-, auf Geld- und auf Zeitspenden ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen hoffe, damit „der Kocherladen auch weiterhin ein wichtiger Knoten im sozialen Netz dieser Stadt Aalen bleiben kann! Man Pfeifer sorgte mit Akkordeon für eine festliche musikalische Umrahmung der Feierstunde.


Wurstdosen für die Aalener Tafel

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Groß war die Freude, als die Aalener Tafel von der Metzgerei Müller in Essingen mehrfach Warenspenden erhielt. Der Gesamtwert der Wurstdosen beläuft sich auf 1.200 Euro. Zur symbolischen Warenübergabe waren Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel e.V. und Projektleiter Gerhard Vietz nach Essingen in die Metzgerei gekommen, um sich bei Karin Müller und der ganzen Metzgerei für diese großzügige Spende zu bedanken. Die Aalener Tafel sorgt seit 22 Jahren für ein preisgünstiges Angebot an bedürftige Menschen. Über drei Monate war der Laden an der Bahnhofstr. 55 Wegen Umbau geschlossen, doch seit Ende Oktober ist er wieder geöffnet, Montags von 13 bis 15 Uhr, dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr.

 

Unser Bild zeigt v.l.n.r Projektleiter Gerhard Vietz, Karin Müller und Pfarrer Bernhard Richter vor der Metzgerei Müller in Essingen.

 

 


Hoffnungsfest als missionarisches Angebot - Die AAC schließt sich der weltweiten Aktion an

Für alle nach einem Sinn im Leben Suchende und Zweifelnde gibt es von 7. bis 13. November ein missionarisches  Angebot. Die Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen (AAC) lädt dazu allabendlich zu Veranstaltungen mit guter Musik, spannenden Interviews und fesselnden Vorträgen um 19 Uhr ins evangelische Gemeindehaus Aalen, Friedhofstraße 5, ein. Dabei soll sowohl Glaube und Vertrauen in Gott gestärkt werden, als auch Zweifelnden und Suchenden ein gutes Angebot gemacht werden.

Der AAC ist dabei der weltweiten Aktion „Pro Christ“ angeschlossen. Die Programme werden für Deutschland über modernste Kommunikationstechnik von Dortmund ausgestrahlt. Eigene AAC-Techniker sorgen für guten Empfang in Aalen. Zwei zentrale Referenten sind jeden Abend dabei: Mihamm Kim-Rauchholz, Professorin für Neues Testament und Griechisch an der internationalen Hochschule Liebenzell, und Yassir Eric, Theologe und Gründer des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen.

Die einzelnen Abende stehen zentral unter folgenden Leitthemen: Am

  • 07.11. - Hoffnung, weil ich überrascht werde,
  • 08.11. - Hoffnung, weil ich wichtig bin,
  • 09.11. - Hoffnung, weil ich frei werde,
  • 10.11. - Hoffnung, weil ich aufgerichtet werde,
  • 11.11. - Hoffnung, weil ich angenommen werde,
  • 12.11. - Hoffnung, weil ich ewig leben darf,
  • 13.11. - Hoffnung, weil ich erwartet werde.

In Aalen übernehmen sieben verschiedene christliche Partner die örtliche Gestaltung und Organisation: Die evangelische Kirche (Pfarrer Bernhard Richter), die katholische Kirche (Johannes Müller), die APIS (Altpietisten, Hermann Schöll), CVJM (Thomas Ruoff), Hoffnung für Alle (Thomas Mayer), Gospelhaus (Jürgen Reinders) und evangelische Freikirche, die Baptisten (Walter Ohligschläger).

Pfarrer Bernhard Richter sprach bei der Vorstellung des Programmes von einem starken Zeichen der Einheit und des Miteinanders der verschiedenen christlichen Gemeinden. Nach dem Pfingstmontag und dem Fest der Einheit sei dieses Hoffnungsfest ein weiterer Baustein der  Christenheit in dieser Stadt. 

Jeder Abend beginnt mit einem „Warmup“, einer musikalischen Einstimmung und endet mit Catering (Snacks und Getränke) sowie Gelegenheit zu einem seelsorgerlichen Gespräch. Eintritt ist frei. Kontakt zum Veranstalter AAC: 07361-956214, info@prochrist.de oder www.hoffnungsfest.


Neustart im frisch renovierten Tafelladen nach drei Monaten Umbau

Foto: Edwin Hügler
Foto: Edwin Hügler

Freitag, 16. Juli 2021, war der letzte Tag, an dem der Tafelladen an der Bahnhofstr. 55 geöffnet hatte. Anschließend begann ein dreimonatiger Umbau, der erst am vergangenen Wochenende abgeschlossen wurde. Acht Wochen wurden im Evang. Gemeindehaus in der Friedhofstr. 5 kostenlos Tüten ausgegeben. Nun waren es aber noch sieben Wochen, in denen rund tausend Kunden mit Einkaufsberechtigung ohne eine Tafel in Aalen auskommen mussten.

 

Umso größer war die Freude und der Ansturm am Montag, 25. Oktober, als kurz vor 13 Uhr die Jalousien hoch gingen und sich die Eingangstür zum Kocherladen endlich wieder öffnete. Nun hofft das Team um Pfarrer Bernhard Richter und Projektleiter Gerhard Vietz, dass Geld- und Warenspenden einen geregelten Betrieb wieder möglich machen - in schönen, neu renovierten Räumlichkeiten am alten Standort, wo die Tafel bald zwanzig Jahre ihre Heimat hat und Menschen ohne oder mit geringem Einkommen günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten kann.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter, Projektleiter Erhard Vietz und Almut Braasch kurz nach der Eröffnung im renovierten Kocherladen.


500 Euro für traumatisierte Kinder / Spende an die Notfallseelsorge im Ostalbkreis

Die BW-Bank-Filiale in Aalen fördert die Notfallseelsorge im Ostalbkreis mit einer Spende in Höhe von 500 Euro. Mit dem Geld will die Notfallseelsorge Aufklärungshefte anschaffen, die traumatisierten Kindern beim Verarbeiten von Unfallerlebnissen unterstützen sollen.

Seit 20 Jahren betreut die Notfallseelsorge im Ostalbkreis Menschen, die durch einen plötzlichen Tod oder einen Unglücksfall einen Angehörigen verloren haben. Heidrun Schmidt ist Finanzberaterin in der BW-Bank-Filiale in Aalen und engagiert sich als Ehrenamtliche für die Notfallseelsorge. „Wir leisten Erste Hilfe für die Seele und geben den Menschen in den Stunden nach der Schreckensnachricht Halt, Unterstützung und Orientierung“, sagt sie. „Wir freuen uns über die Spende, die betroffenen Kindern zugutekommen wird. Gerade die Jüngsten verfolgen oft sprachlos das Unglück und das Einsatzgeschehen. Seit einiger Zeit setzen wir in dieser Situation auf kleine Aufklärungsheftchen, die den Kindern helfen sollen zu verstehen, was passiert ist.“

Filialdirektor Michael Maier fügt dem an: „Der Einsatz der Notfallseelsorger ist wirklich bemerkenswert. Mit der Spende wollen wir ihnen bei ihrem Engagement unter die Arme greifen und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“ 

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Notfallseelsorge im Ostalbkreis übergaben Michael Maier und Heidrun Schmidt den Spendenscheck über 500 Euro am 27.09.2021 an den Ausbildungsleiter der Notfallseelsorge Ostalbkreis, Jürgen Schnotz, und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator Notfallseelsorge Aalen.


Frühstücksgottesdienst im Gemeindehaus am 10.10.2021

In einem besonderen Format fand der Sonntagmorgen im Gemeindehaus statt: Zum Frühstücksgottesdienst hatte die Kirchengemeinde mit dem Team vom Gottesdienst am Kocher eingeladen. Unter dem Motto „Nimm dir Zeit“ gingen Nahrung für Leib und Seele gut zusammen. Die biblische Grundlage ist, dass Gott am siebten Tag von allen seinen Werken ausruhte und den Tag auch für Menschen zum Ruhetag machte. „Dadurch sind wir frei aufzuatmen, eine Pause zu machen und Zeit für Gott und das Nachdenken über uns selbst zu haben“, so die Pfarrerin. „Der Sabbat ist für den Menschen gemacht“ und nicht umgekehrt. So legt es Jesus aus und darum lässt er seine Jünger auch am Sabbat Ähren raufen. Um diese Geschichte und ihre Botschaft ging es beim „Bibelteilen“. Diese Form der Verkündigung hatte Pfarrerin Caroline Bender ausgewählt. Dank vieler hilfsbereiter Konfirmand*innen, die mit einigen Erwachsenen zusammen das Mitarbeiter*innenteam stellten, konnte die große Gemeinde gut versorgt werden und sich stärken lassen mit „Lebensmitteln“ für Seele und Körper. Dazu gehörte auch die kraftvoll-schöne Musik von Grit Ose-Weth (Gesang) und Man Pfeiffer (Klavier). Dabei wechselten sich Lieder, Gebete und Fürbittenstation und das Bibelteilen ab mit Zeit zum Frühstücken und Reden, natürlich – coronaschutz-konform und (trotzdem) schön!


20 Jahre Notfallseelsorge - Beauftragung und Stärkung für einen wichtigen Dienst

Es war ein bewegender Moment am Samstag, den 9. Okt. 2021, in der Salvatorkirche, als die Dekane Ralf Drescher und Robert Kloker 

zehn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dienst der Notfallseelsorge beauftragten und ihnen den Segen für diesen wichtigen Dienst spendeten. Auch bei der anschließenden Feierstunde im Salvatorheim erfuhr die Notfallseelsorge große Anerkennung und Wertschätzung. Landrat Dr. Bläse, Bürgermeister Ehrmann, Oberbürgermeister Dambacher, Leitender Kriminaldirektor Wolfgang Daub und Regina Wacker von der Landesstelle brachten dies in eindrucksvollen Grußworten zum Ausdruck. Auch die beiden Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter wohnten dem Jubiläum bei, ebenso Angehörige verschiedener Rettungsdienste und Blaulichtorganisationen.

Landrat Dr. Bläse ehrte die fünf, die seit 20 Jahren, also vom ersten bis zum heutigen Tag in der Notfallseelsorge tätig sind:

Erika Megerle, Peter Müller, Gerhard Kuhn, Jürgen Schnotz und Bernhard Richter.


Beauftragung von Pfarrerin Andrea Stier

Bild: Victor Turad
Bild: Victor Turad

Am vergangenen Sonntag wurde Pfarrerin Andrea Stier von Dekan Ralf Drescher im Erntedankgottesdienst als Pfarrerin zur Dienstaushilfe beim Dekan beauftragt. Dekan Ralf Drescher stellte dabei fest, er freue sich sehr, dass Pfarrerin Andrea Stier sich für diesen anspruchsvollen und komplexen Dienst entschieden habe. Der Dienstauftrag von Pfarrerin Andrea Stier umfasst die Klinikseelsorge am Ostalbklinikum, die pfarramtlichen Aufgaben im Pfarrbezirk Aalen-Stadtkirche I, Vertretungsdienste im Kirchenbezirk und die Assistenz des Dekans. Der Dienstauftrag einer Pfarrerin zur Dienstaushilfe erstreckt sich zunächst auf 3 Jahre.

 

 


25 Jahre Kirchenmusik in Aalen

Bild: Victor Turad
Bild: Victor Turad

Kirchenmusikdirektor Thomas Haller trat am 1. Oktober 1996 seinen Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen und im Evangelischen Kirchenbezirk Aalen an. Aus diesem Anlass wurde er im Rahmen der Marktmusik am vergangenen Samstag von Dekan Ralf Drescher für den Kirchenbezirk, von Pfarrer Bernhard Richter für die Kirchengemeinde Aalen und von Mirjiam Vogel für das Netzwerk Kirchenmusik geehrt. Dekan Ralf Drescher sagte: „25 Jahre Thomas Haller, das bedeutet ein ungeheures und nimmermüdes Schaffen im Dienste der Kirchenmusik – und weit darüber hinaus.“ Er dankte Thomas Haller dafür, dass er sein ganzes Tun und Schaffen immer als Gottesdienst verstehe. Darüber hinaus sei es Haller ein Herzensanliegen, die starke Tradition der Kirchenmusik weiterzutragen und zu vermitteln – auch und gerade an die jüngere Generation. „Der Name Thomas Haller ist mittlerweile in gewisser Weise zu einer Marke geworden: Darauf sind wir sehr stolz“, so der Dekan. Pfarrer Bernhard Richter zählte die Vielfalt der aufgeführten Werke unter Hallers Dirigat auf und hob den Orgelneubau in der Stadtkirche unter Hallers Regie hervor. „So etwas geht nur mit einem Kirchenmusikdirektor wie Thomas Haller!“, stellt er heraus. Mirjiam Vogel dankte Thomas Haller für sein weitsichtiges und nachhaltiges Engagement als Netzwerker im Netzwerk Kirchenmusik und überreichte ihm und seiner Familie einen Geschenkkorb mit griechischen Köstlichkeiten.


Mit Zuversicht und Optimismus im umgebauten Tafelladen

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

„Es waren keine einfache Zeiten“, resümierte Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel e.V. bei der Mitgliederversammlung diese Woche im MTV-Heim. Beim ersten Lockdown im März 2020 musste der Kocherladen sogar zeitweise schließen. Doch eine riesige Bereitschaft zum Spenden hat es der Tafel ermöglicht, in der Karwoche wieder zu öffnen und bis August kostenlose Tüten mit Lebensmittel zu verschenken, oft über 200 am Tag.  Auch über hundert neue Einkaufsberechtigungen wurden während Corona ausgestellt.

Richter gedachte auch der verstorbenen Mitglieder und Mitarbeiter Eberhard Mildenberger, Rödel und der beiden früheren Kassierer Otto Autenrieth und Frieder Lindenau. Für 20 Jahre Mitarbeit wurde Irmgard Uhl geehrt, Gerhard Vietz für 15 Jahre, Richard Ratz und Martina Mack für zehn Jahre. Richter ehrte auch Kassiererin Ursula Hubel für ihre besonderen Verdienste während des Umbaus, der in Kürze abgeschlossen sein wird.

Als Vorsitzender hofft Richter, dass der normale Betrieb in neuen und schönen Räumen bald los gehen würde. „Erst seit der Laden geschlossen ist, spüren die Kunden, was ihnen wirklich“ fehlt, stellte Richter fest und wünscht sich, dass die Einrichtung nach Öffnung auch wieder dauerhaft geschätzt wird. Ursula Hubel gab einen Überblick über die Finanzen und Bruno Dolderer als Kassenprüfer bat die Mitgliederversammlung um Entlastung. Christoph Class zeigte sich beeindruckt, wie der Verein durch die Krise geführt wurde, und beantragte Entlastung, die einstimmig gewährt wurde.

 

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel mit den geehrten Mitgliedern vorne v.l.n.r Gerhard Vietz, Richard Ratz, Irmgard Uhl, Martina Mack und Ursula Hubel und den anderen Vorstandsmitglieder (hinten)


„Bärige Geburtstagsgrüße“ - Die Notfallseelsorge informiert auf dem Wochenmarkt

Infostand auf dem Wochenmarkt
Infostand auf dem Wochenmarkt

"Bärige Geburtstagsgrüße“ überbrachte die Vorsitzende Marita Klenk (2. von rechts) vom Freundeskreis Teddybär.

 

Extra aus Bad Rappenau-Bonfeld ist die Vorsitzende Marita Klenk angereist, um der Notfallseelsorge im Ostalbkreis Jubiläumsgrüße zum 20-Jährigen zu überbringen. Die Teddybären wurden beim Wochenmarkt gegen Spenden an Interessierte abgegeben. Mit diesen Spenden werden die größeren „Trösterbären“ beschafft, die kostenlos den Einsatzkräften von Rettungsdienst, Notfallseelsorge, Feuerwehr und Polizei zur Verfügung gestellt werden. Bei Notfalleinsätzen werden diese Bären an betroffene Kinder abgegeben. Sie sind oft auch die Brückenbauer und Vermittler zwischen den Einsatzkräften und den Kleinkindern und natürlich auch Tröster. Der  Stand auf dem Wochenmarkt in Aalen war Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Notfallseelsorge am Samstag.

Auf dem Bild: (von links) von der Notfallseelsorge Manuela Neher-Weidisch, Jürgen Schnotz, Jan Langfeldt, Bernhard Richter, Marita Klenk (Freundeskreis Teddybär), Birgitta Pfeil.


Erntedank im Interkulturellen Garten (3.10.2021)

Es war schon fast ein Programm als die rund 250 Besucher im Hirschbach beim Interreligiösen Erntedank in das Lied einstimmten: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, werden das Gesicht der Welt verändern.“ Auch der neue Oberbürgermeister Frederick Brütting besuchte das Fest und glänzte nicht nur durch seinen Willkommensgruß in verschiedenen Sprachen, sondern auch mit einem Apfelbaum, den er dem Vorsitzenden Idris Mahmood überreichte. Zuvor hatten die Kinder von St. Franziskus mit einem Lied die Besucherschar in Schwung gebracht. Pfarrer Bernhard Richter führte durch das Programm und zeigte sich beeindruckt von den Gartenfamilien und den Gästen, die zum Ausdruck bringen, wie wichtig gegenseitige Achtung und Wertschätzung in unserer Gesellschaft heutzutage sind. Dafür gelte es dankbar zu sein, so der Stadtkirchenpfarrer, für das was wächst und gedeiht und was Frucht bringt und geerntet werden kann. Auch der Tag der deutschen Einheit mahne zu Dankbarkeit für das Zusammenwachsen zweier über lange Zeit getrennten Staaten. Richter stellte das Psalmwort in den Mittelpunkt: Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was Gott Dir Gutes getan hat (Psalm 103.2). Im Anschluss wurde von den Vertretern des Judentums, des Hinduismus, Buddhismus und des Islam die Bedeutung von Erntedank in den verschiedenen Religionen erläutert. Eine Gruppe ausländischer Studierender aus zehn Nationen waren beeindruckt von der Feier im Interkulturellen Garten. Knut Frank von der Kulturküche erläuterte den weiteren Verlauf des Tages mit allen Programmpunkten. Pastoralreferent Wolfgang Fimpel spendete mit Pfarrer Richter zusammen den Segen.

 

Idris Mahmood dankte allen Beteiligten für diese gelungene Feier Man Pfeifer begleitete nicht nur die Choräle, sondern sorgte mit schwungvollen Solostücken für die festliche Ausgestaltung der religiösen Feier, an der auch die Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter teilnahmen.


Werben für Toleranz und Offenheit am Marktbrunnen - Mahnwache zum Tag des Flüchtlings

„Es ist ein wichtiger Tag, der weder übersehen noch übergangen werden darf“, sagte Pfarrer Bernhard Richter gestern Nachmittag am Marktbrunnen in der Aalener Innenstadt. Die Evang. Kirchengemeinde, der Freundeskreis Asyl und die Ortsgruppe von amnesty international hatten zu einer Mahnwache am Tag des Flüchtlings aufgerufen.

 

Weltweit seien 82,4  Millionen Menschen auf der Flucht. Eine erschreckende Zahl, so Richter in seiner kurzen Ansprache, zumal 42 Prozent Kinder seien. Das Motto der Interkulturellen Woche, in dessen Rahmen seit 1986 der Tag des Flüchtlings begangen wird, laute in diesem Jahr: "Offen geht". Daher warb der Stadtkirchenpfarrer für eine offene Gesellschaft, die von Respekt, Toleranz, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägt sei. „Ressentiments und alle Formen von Abwertung, Ausgrenzung, Hass und Gewalt dürfen wir in der Gesellschaft und auch in dieser Stadt keine Chance einräumen“ so Richter.

 

Die Teilnehmer legten eine Schweigeminute ein für alle, die es nicht schaffen, sicheres Land zu erreichen, und für alle, die aus ihrem Heimatland erst gar nicht herauskommen. Die Mahnwache schloss mit drei Strophen aus dem Lied: "we shall overcome".


Gnadenkonfirmation in der Stadtkirche - Dank und Gelassenheit für alle Zukunft

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Am Sonntag, 26.9., gab es das seltene Fest der Gnadenkonfirmation - 14 Konfirmanden das Jahrgangs 1951 traten 70 Jahre danach noch einmal vor den Altar und empfingen eine Urkunde und einen Wegsegen an diesem besonderen Festtag. Goldene, Diamantene und Eiserne Konfirmation wurden in der Stadtkirche schon gefeiert, nicht aber die Gnadenkonfirmation. Zuvor ging Pfarrer Bernhard Richter auf das Psalmwort (103.2) ein: Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Dabei blickte der  Stadtkirchenpfarrer zurück auf 70 zurückliegende Jahre, auf Erfolg und Zufriedenheit, aber auch auf schwere Tage und Lasten, die es zu tragen galt. Wichtig sei aber für alle Zukunft Dankbarkeit und Gelassenheit, damit der weitere Weg mit Gottes Hilfe gelingen kann. Die aktuellen Konfirmanden sprachen ein Grußwort an ihre Vorgänger und erzählten, was einen Konfirmandenjahrgang in heutiger Zeit so beschäftigt. Und wünschten den Gnadenkonfirmanden alles Gute. Ein Schola der Kantorei unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller und Lukas Nagel an der Orgel sorgten für die musikalische Ausgestaltung des Festgottesdienstes.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter mit den Gnadenkonfirmanden bei er Austeilung der Urkunden zu diesem Festtag!


Regelmäßige Entlastung der Angehörigen und Aktivierung der Erkrankten ist das Ziel

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Heute, am 21. September, ist Welt-Alzheimertag. Am Vorabend hielt der Krankenpflege- und Diakonieförderverein im Evang. Gemeindehaus seine Mitgliederversammlung ab. Dabei stand neben den Vereinsregularien ganz bewusst die Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen

Im Mittelpunkt. Dabei wollte man nach Worten von Pfarrer Bernhard Richter keinen Vortrag über Demenz oder Alzheimer ins Programm aufnehmen, sondern eher, wie Menschen auch als pflegende Angehörige den Alltag mit dementiell erkrankten Menschen gut gestalten könne. Zita Zivicnjak berichtete von ihrer Arbeit im Café Zuversicht in Oberkochen. Nach langer Coronapause startet es wieder am 5. Oktober. Es werden jeden Dienstag 8 Personen von 8 Mitarbeitern betreut. Ziel ist es, pflegende Angehörige zu entlasten und die dementiell Erkrankten zu aktivieren.

Wichtig ist es, diesen Menschen Beständigkeit, Ruhe und Rhythmus zu gewähren. Der Nachmittag beginnt mit einer Kaffeerunde und einem Gespräch über Gott und die Welt. Daran schließt sich ein Spaziergang an, denn Bewegung erscheint auch sehr bedeutsam. Daran schließen sich Bastelarbeiten an und der Mittag endet mit einem Snack. Es wird auch gesungen und ab und zu gibt es auch einen Gast, der mit einem Instrument kommt und Musik macht. Am Ende gehen die Menschen heim mit einem Lächeln und dann wissen die Verantwortlichen, dass es ein guter Nachmittag war. Die Mitglieder waren sehr angetan von dieser Einrichtung und Pfarrer Richter stellte in Aussicht, über so ein Angebot auch in Aalen nachzudenken. Denn der Bedarf würde immer größer.

Zuvor hatte Pfarrer Bernhard Richter in seinem Rechenschaftsbericht deutlich gemacht, wie sehr auch die Aktivitäten des Vereins unter der Pandemie  litten. Da hoffe man, 2022 besser aufgestellt zu sein. Besuche im Albstift und im neuen Haus der Wohnsitzlosen seien geplant. Auch die Idee eines ehrenamtlichen Seniorenfahrdienstes werde derzeit diskutiert. Und am Weltkindertag betonte Richter, dass der Verein jeden Monat einer Kindertageseinrichtung der Kirchengemeinde Geld zur Verfügung stelle, damit alle Kinder ein Vesper bekommen, weil dies nicht immer gewährleistet ist.  Auf der Tagesordnung standen Neuwahlen. Alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder kandidierten wieder und wurden von Vorsitzenden für ihre langjährige treue Vereinsarbeit geehrt. Die Mitgliederversammlung endete mit einem gemütlichen Zusammensein bei einem Leberkäswecken.


Interkulturelle Woche mit Friedensgruß eröffnet

zum Vergrößern auf das Bild klicken (Foto: Oliver Giers)
zum Vergrößern auf das Bild klicken (Foto: Oliver Giers)

Am Sonntag wurde in Aalen auf dem Bohlschulplatz die intekulturelle Woche eröffnet. Am Morgen gab es zuerst ein Frühstück, ehe die verschiedenen Religionen zu einem Friedensgruß einluden. Vertreter der Kirchen, Moscheen und Migrantenvereine betonten dabei übereinstimmend die Notwendigkeit nach Frieden in dieser Stadt.

 

Pfarrer Bernhard Richter sprach für die christlichen Kirchen und erinnerte an den Ruf des Auferstandenen: "Friede sei mit Euch", der uns allen zugesprochen würde. Aus diesem Zuspruch erwachse die Verantwortung, stets alles Menschenmögliche zu tun, damit Frieden gelingen kann und man sich trotz aller Unterschiede in Nation, Kultur, Sprache und Religion mit Achtung und Respekt begegne. 


Die Interkulturelle Woche startet

Foto: Stadt Aalen
Foto: Stadt Aalen

Die Interkulturelle Woche startet.

Seit vielen Jahren ruft die Stadt Aalen in jedem Jahr Kirchen, Verbände, Moscheen, Kulturvereine, die Hochschule und das Theater zusammen, um in einem großen Bündnis die deutschlandweite Interkulturelle Woche für Aalen zu organisieren. Unter der Leitung der Stabstelle Chancengleichheit und Migration mit ihrer Leiterin Uta Steybe und der Verantwortlichen Felicia Ehrmann ist daraus im Laufe der Jahre ein so großes Programm entstanden, dass es in Aalen inzwischen nicht nur eine, sondern drei interkulturelle Wochen gibt.

Auch die Evang. Kirchengemeinde ist seit Jahren in diesem Bündnis mit dabei. So betonte Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorstellung des Programmes auch die Notwendigkeit, in einem Netzwerk näher zusammen zu rücken. Die Kirchengemeinde ist mit dem Interkulturellen Erntedank am 3. Oktober um 11 Uhr Interkulturellen Garten im Hirschbach und der Mahnwache zum Tag des Flüchtlings am 1. Oktober um 17 Uhr am Marktbrunnen als Veranstalter mit dabei. Außerdem wirkt die Ev. Kirche mit beim Interkulturellen Frühstück am Sonntag, 19. September ab 10.30 Uhr auf dem Bohlschulplatz mit dem Themenschwerpunkt Wasser. Das Frühstück mündet gegen 11.30 Uhr ein in einen Interreligiösen Friedensgruß.

 

Unser Bild zeigt Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Pfarrer Bernhard Richter mit den Verantwortlichen für die Interkulturelle Woche bei der Vorstellung des Programmes vor dem Torhaus in Aalen.

 


150 beim Ökumenischen Gottesdienst am Sparkassenplatz

Nachdem die Bühne am Sparkassenplatz am Sonntag frei war, haben sich die Kirchen für einen Ökumenischen Gottesdienst entschieden, der bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag Morgen auf dem Sparkassenplatz gefeiert wurde. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger und eine Schola unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgten für die festliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Pfarrer Bernhard Richter begann seine Begrüßung mit den Worten:

„Stell Dir vor, es sind keine Reichsstädter Tage - und doch gehen alle hin:“

Pastoralreferent Wolfgang Fimpel führte in das Thema ein und sprach von den vielen Bedrohungen, der diese Welt ausgesetzt ist. Jonas Weis las den Ruf des Apostels Paulus aus Römer 12: "So viel es an Euch liegt, habt Frieden mit allen Menschen." 

Pfarrer Bernhard Richter stellte in seiner Predigt fest, dass die Welt auch in den 20 Jahren nach dem Anschlag auf das World-Trade-Center nicht friedlicher geworden ist. Es gelte aber in diesen Tagen, auch selber darauf zu achten, was dem Frieden dient, nicht nur auf die Versäumnisse der anderen zu schauen. Richter forderte auch den Respekt und die Achtung vor dem anderen, gerade auch dann, wenn man anderer Meinung ist.

Nach biblischen Menschenbild sind alle gottebenbildlich, steckt in jedem etwas von Gott, und darum gilt es, die Würde eines jeden Menschen zu achten. Ihn entsetzt immer mehr, was in den mehr oder weniger sozialen Medien an Attacken und Beleidigungen durchs Netz gehe. Das sei schlicht nicht akzeptabel. Auch den sozialen Frieden dürfe man nicht unterschätzen betonte er Stadtkirchenpfarrer. Daher sei er sehr dankbar, wie gut Aalen ökumenische unterwegs sei, gerade im Blick auf die Schwachen und Hilfsbedürftigen, die Unterstützung brauchen und deren Würde es ebenfalls zu schützen gelte. Und letztendlich hoffte Richter, dass es auch im Dialog mit anderen Religionen weiter gehe, denn ein gutes Miteinander der Religionen sei gerade auch für den Frieden in einer Stadt sehr wichtig.

Der Ökumenische Gottesdienste endete mit dem Choral „Nun danket alle Gott“. Das Opfer war für den Kinder- und Jugendhospizdienst bestimmt. 


Neustart des Seniorenkreises

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es waren schwere Zeiten für alle Bereiche der kirchlichen Arbeit, die zurückliegenden eineinhalb Jahre der Pandemie. Auch in der Seniorenarbeit wagte man vor einem Jahr einen Neustart und feierte am 15. September 2020 den 50. Geburtstag des Seniorenkreises. Danach war es nur noch bis Ende Oktober möglich, jeden Dienstag zusammenzukommen. Dann kam der nächste Lockdown. Im Frühsommer kamen nun alle MitarbeiterInnen zusammen und entwickelten ein neues Programm, das bis Mitte Januar geht und alle älteren Gemeindeglieder an jedem Dienstag um 14 Uhr einlädt. So wird unter anderem Ute Hommel eine Märchenreise rund um die Welt anbieten, Hartmut Wagner einen Einblick über die Wunderwelt der Bienen geben, Ulrich Geßler erklären, wie eine Zeitung entsteht oder Frieder Weinbrenner in das Thema Wald einführen. Auch Dekanin Büttner wird über die Gefängnisseelsorge berichten und Dekan Drescher mit der Jahreslosung den Start in das neue Jahr machen. Den Beginn macht am 14. September Pfarrer Bernhard Richter mit dem Motto des Stuttgarter Katholikentages „Leben teilen“, und er wird entwickeln, warum dieses Motto nicht nur für einen Katholikentag wichtig ist.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter und Bärbel Geßler als Verantwortliche für die Seniorenarbeit bei der Vorstellung des

Programmes auf der Terrasse des Gemeindehauses.

 


Die Notfallseelsorge im Ostalbkreis gibt seit 20 Jahren Betroffenen Halt und Unterstützung

v.l.n.r  Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge
v.l.n.r Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge

Es waren nicht die großen und schrecklichen Ereignisse (Ramstein 1988, Eschede 1998, Kaprun 2000, New York 2001) die die Entstehung der Notfallseelsorge in Deutschland vorantrieben. Vielmehr waren es die kleinen lokalen Unglücks- und Todesfälle, die Einsatzkräfte (Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr) und auch Angehörige oft belastet, ratlos und entsetzt am Unglücksort zurückließen.

Die Einsatzkräfte berichteten oft von der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, Schmerz und Trauer, mit der sie Betroffene und Angehörige nach tödlichen Unglücksfällen alleine lassen mussten. Auch bei den Einsatzkräften hatten sich manche Bilder von Getöteten, Unglücksorten und Situationen in Kopf und Seele eingebrannt. Deshalb machten sich die Einsatzorganisationen zusammen mit Kirchen auf den Weg, Ideen zu entwickeln, wie vor allem den Hinterbliebenen, aber auch Einsatzkräften geholfen werden kann. So entstanden schon Anfang der 1990-er Jahre die ersten Kooperationen zwischen Einsatzorganisationen und Kirchen. Daraus entwickelte sich die Notfallseelsorge (NFS = Kirchlicher Träger) und die Krisenintervention (KIT = Träger: Rettungsdienste) sowie die Fachberater Seelsorge bei der Feuerwehr.

Langsam etablierten sich die ersten Gruppen auch in Baden-Württemberg. Nach etwa zweijährigen Vorbereitungen im Ostalbkreis entstand 2001 die Notfallseelsorge im Ostalbkreis als Kooperation zwischen dem Landkreis, der Evangelischen und Katholischen Dekanate, und den Einsatzorganisationen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Bereits 1997 entstand beim Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd ein Kriseninterventionsteam.

Nach fast einjähriger Ausbildung wurden am 6. Oktober 2001 im Rettungszentrum in Aalen die ersten 42 Notfallseelsorger durch die Dekane beauftragt. Der Einsatzbereich der Notfallseelsorge erstreckt sich über den Bereich des „Altkreis Aalen“. In den Folgejahren wurden kontinuierlich weitere Mitarbeitende für Krisenintervention und Notfallseelsorge ausgebildet, da vor allem im kirchlichen Bereich durch Stellenwechsel immer wieder neue Mitarbeitende dazukamen.

2011 wurden erstmals zukünftige NotfallseelsorgerInnen von eigenen erfahrenen Mitarbeitenden der Notfallseelsorge im Ostalbkreis ausgebildet. Seitdem konnten 54 Menschen für Notfallseelsorge und Krisenintervention in 6 Grundkursen ausgebildet werden. Die Ausbildung umfasst die Grundlagen der Gesprächsführung, der akuten Belastungsreaktionen, Sterben, Trauer und Tod, die Kooperation mit den unterschiedlichen Einsatzorganisationen, die Überbringung der Todesnachricht und die verschiedenen Interventionen in den unterschiedlichsten Einsatzsituationen, aber auch die eigene Psychohygiene und Verarbeitung der Einsatzerlebnisse. Die Unterrichtsdauer muss beim nächsten Kurs 2022 von 80 auf 100 Unterrichtseinheiten dem Bundesstandard der Psychosozialen Notfallversorgung angepasst werden.

Die NotfallseelsorgerInnen begleiten Angehörige und andere Betroffene vor allem nach tödlichen Unglücksfällen. Sie haben Zeit, hören zu, versuchen Ordnung in das Chaos zu bekommen, unterstützen den Aufbau eines sozialen Netzwerks und begleiten bei der Planung für die nächsten Stunden und Tage.

Durch unterschiedliche Einsätze, bei der die Notfallseelsorge auch für die Einsatzkräfte angefordert wurde, entstand 2011 die Einsatzkräftenachsorge. Durch Zusatzausbildung im CISM = Crititical Incident Stress Management (Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) sind inzwischen 23 Mitarbeitende aus NFS, KIT, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgebildet. Das CISM-Team begleitet nicht nur Einsatzkräfte bei und nach besonders belastenden Einsätze und steht auch in der Folge zu Gesprächen bereit. Es schult vor allem auch Einsatzkräfte präventiv in der Stressbearbeitung bei und nach Einsätzen.

Am 9. Oktober 2021 feiert die Notfallseelsorge im Ostalbkreis ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche Aalen (17 Uhr) mit der Beauftragung der neuen NotfallseelsorgerInnen. Im Anschluss gibt es einen feierlichen Festakt für geladene Gäste.

Weitere Infos bei:

Koordinator: Pfarrer Bernhard Richter, Tel: 07361/956214, bernhard.richter@elkw.de

CISM-Team-Koordinator: Martin Keßler, Tel: 0172/5425952, martin.keßler@drs.de

Ausbildungsleiter: Jürgen Schnotz, Tel: 07361/9992795, juergen.schnotz@elkw.de

www.kb-aalen-evangelisch.de/arbeitsbereiche/notfallseelsorge


Antikriegstag am Marktbrunnen und in der Stadtkirche

Auch 82 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges haben sich rund 60 Menschen am Marktbrunnen zum Antikriegstag versammelt. „Der 1. September bleibt ein trauriger Tag in der Geschichte unseres Landes,“ so Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen begann der Zweite Weltkrieg." Richter erinnerte an die Millionen Menschenleben, die in diesem Krieg ausgelöscht wurden. „Der 1.September ist und bleibt aber auch ein Tag der Erkenntnis, dass so etwas nie wieder passieren darf,“ so Richter. Und „Frieden ist und bleibt ein zerbrechliches Gut. Daher muss für Frieden und Freiheit jeden Tag neu gekämpft werden.“

Der Antikriegstag wurde vom Deutschen Gewerkschaftsbund 1957 ins Leben gerufen und wird in jedem Jahr am 1. September begangen. In Aalen wird er getragen von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis. Die Hauptredehielt Josef Mischko.

 

Im Anschluss fand in der Stadtkirche ein Ökumenisches Friedensgebet mit Pastoralreferentin Karin Fritscher und Pfarrer Bernhard Richter statt.


Kennen Sie schon unseren Newsletter?