Neustart im frisch renovierten Tafelladen nach drei Monaten Umbau

Foto: Edwin Hügler
Foto: Edwin Hügler

Freitag, 16. Juli 2021, war der letzte Tag, an dem der Tafelladen an der Bahnhofstr. 55 geöffnet hatte. Anschließend begann ein dreimonatiger Umbau, der erst am vergangenen Wochenende abgeschlossen wurde. Acht Wochen wurden im Evang. Gemeindehaus in der Friedhofstr. 5 kostenlos Tüten ausgegeben. Nun waren es aber noch sieben Wochen, in denen rund tausend Kunden mit Einkaufsberechtigung ohne eine Tafel in Aalen auskommen mussten.

 

Umso größer war die Freude und der Ansturm am Montag, 25. Oktober, als kurz vor 13 Uhr die Jalousien hoch gingen und sich die Eingangstür zum Kocherladen endlich wieder öffnete. Nun hofft das Team um Pfarrer Bernhard Richter und Projektleiter Gerhard Vietz, dass Geld- und Warenspenden einen geregelten Betrieb wieder möglich machen - in schönen, neu renovierten Räumlichkeiten am alten Standort, wo die Tafel bald zwanzig Jahre ihre Heimat hat und Menschen ohne oder mit geringem Einkommen günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten kann.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter, Projektleiter Erhard Vietz und Almut Braasch kurz nach der Eröffnung im renovierten Kocherladen.


500 Euro für traumatisierte Kinder / Spende an die Notfallseelsorge im Ostalbkreis

Die BW-Bank-Filiale in Aalen fördert die Notfallseelsorge im Ostalbkreis mit einer Spende in Höhe von 500 Euro. Mit dem Geld will die Notfallseelsorge Aufklärungshefte anschaffen, die traumatisierten Kindern beim Verarbeiten von Unfallerlebnissen unterstützen sollen.

Seit 20 Jahren betreut die Notfallseelsorge im Ostalbkreis Menschen, die durch einen plötzlichen Tod oder einen Unglücksfall einen Angehörigen verloren haben. Heidrun Schmidt ist Finanzberaterin in der BW-Bank-Filiale in Aalen und engagiert sich als Ehrenamtliche für die Notfallseelsorge. „Wir leisten Erste Hilfe für die Seele und geben den Menschen in den Stunden nach der Schreckensnachricht Halt, Unterstützung und Orientierung“, sagt sie. „Wir freuen uns über die Spende, die betroffenen Kindern zugutekommen wird. Gerade die Jüngsten verfolgen oft sprachlos das Unglück und das Einsatzgeschehen. Seit einiger Zeit setzen wir in dieser Situation auf kleine Aufklärungsheftchen, die den Kindern helfen sollen zu verstehen, was passiert ist.“

Filialdirektor Michael Maier fügt dem an: „Der Einsatz der Notfallseelsorger ist wirklich bemerkenswert. Mit der Spende wollen wir ihnen bei ihrem Engagement unter die Arme greifen und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“ 

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Notfallseelsorge im Ostalbkreis übergaben Michael Maier und Heidrun Schmidt den Spendenscheck über 500 Euro am 27.09.2021 an den Ausbildungsleiter der Notfallseelsorge Ostalbkreis, Jürgen Schnotz, und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator Notfallseelsorge Aalen.


Frühstücksgottesdienst im Gemeindehaus am 10.10.2021

In einem besonderen Format fand der Sonntagmorgen im Gemeindehaus statt: Zum Frühstücksgottesdienst hatte die Kirchengemeinde mit dem Team vom Gottesdienst am Kocher eingeladen. Unter dem Motto „Nimm dir Zeit“ gingen Nahrung für Leib und Seele gut zusammen. Die biblische Grundlage ist, dass Gott am siebten Tag von allen seinen Werken ausruhte und den Tag auch für Menschen zum Ruhetag machte. „Dadurch sind wir frei aufzuatmen, eine Pause zu machen und Zeit für Gott und das Nachdenken über uns selbst zu haben“, so die Pfarrerin. „Der Sabbat ist für den Menschen gemacht“ und nicht umgekehrt. So legt es Jesus aus und darum lässt er seine Jünger auch am Sabbat Ähren raufen. Um diese Geschichte und ihre Botschaft ging es beim „Bibelteilen“. Diese Form der Verkündigung hatte Pfarrerin Caroline Bender ausgewählt. Dank vieler hilfsbereiter Konfirmand*innen, die mit einigen Erwachsenen zusammen das Mitarbeiter*innenteam stellten, konnte die große Gemeinde gut versorgt werden und sich stärken lassen mit „Lebensmitteln“ für Seele und Körper. Dazu gehörte auch die kraftvoll-schöne Musik von Grit Ose-Weth (Gesang) und Man Pfeiffer (Klavier). Dabei wechselten sich Lieder, Gebete und Fürbittenstation und das Bibelteilen ab mit Zeit zum Frühstücken und Reden, natürlich – coronaschutz-konform und (trotzdem) schön!


20 Jahre Notfallseelsorge - Beauftragung und Stärkung für einen wichtigen Dienst

Es war ein bewegender Moment am Samstag, den 9. Okt. 2021, in der Salvatorkirche, als die Dekane Ralf Drescher und Robert Kloker 

zehn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dienst der Notfallseelsorge beauftragten und ihnen den Segen für diesen wichtigen Dienst spendeten. Auch bei der anschließenden Feierstunde im Salvatorheim erfuhr die Notfallseelsorge große Anerkennung und Wertschätzung. Landrat Dr. Bläse, Bürgermeister Ehrmann, Oberbürgermeister Dambacher, Leitender Kriminaldirektor Wolfgang Daub und Regina Wacker von der Landesstelle brachten dies in eindrucksvollen Grußworten zum Ausdruck. Auch die beiden Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter wohnten dem Jubiläum bei, ebenso Angehörige verschiedener Rettungsdienste und Blaulichtorganisationen.

Landrat Dr. Bläse ehrte die fünf, die seit 20 Jahren, also vom ersten bis zum heutigen Tag in der Notfallseelsorge tätig sind:

Erika Megerle, Peter Müller, Gerhard Kuhn, Jürgen Schnotz und Bernhard Richter.


Beauftragung von Pfarrerin Andrea Stier

Bild: Victor Turad
Bild: Victor Turad

Am vergangenen Sonntag wurde Pfarrerin Andrea Stier von Dekan Ralf Drescher im Erntedankgottesdienst als Pfarrerin zur Dienstaushilfe beim Dekan beauftragt. Dekan Ralf Drescher stellte dabei fest, er freue sich sehr, dass Pfarrerin Andrea Stier sich für diesen anspruchsvollen und komplexen Dienst entschieden habe. Der Dienstauftrag von Pfarrerin Andrea Stier umfasst die Klinikseelsorge am Ostalbklinikum, die pfarramtlichen Aufgaben im Pfarrbezirk Aalen-Stadtkirche I, Vertretungsdienste im Kirchenbezirk und die Assistenz des Dekans. Der Dienstauftrag einer Pfarrerin zur Dienstaushilfe erstreckt sich zunächst auf 3 Jahre.

 

 


25 Jahre Kirchenmusik in Aalen

Bild: Victor Turad
Bild: Victor Turad

Kirchenmusikdirektor Thomas Haller trat am 1. Oktober 1996 seinen Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen und im Evangelischen Kirchenbezirk Aalen an. Aus diesem Anlass wurde er im Rahmen der Marktmusik am vergangenen Samstag von Dekan Ralf Drescher für den Kirchenbezirk, von Pfarrer Bernhard Richter für die Kirchengemeinde Aalen und von Mirjiam Vogel für das Netzwerk Kirchenmusik geehrt. Dekan Ralf Drescher sagte: „25 Jahre Thomas Haller, das bedeutet ein ungeheures und nimmermüdes Schaffen im Dienste der Kirchenmusik – und weit darüber hinaus.“ Er dankte Thomas Haller dafür, dass er sein ganzes Tun und Schaffen immer als Gottesdienst verstehe. Darüber hinaus sei es Haller ein Herzensanliegen, die starke Tradition der Kirchenmusik weiterzutragen und zu vermitteln – auch und gerade an die jüngere Generation. „Der Name Thomas Haller ist mittlerweile in gewisser Weise zu einer Marke geworden: Darauf sind wir sehr stolz“, so der Dekan. Pfarrer Bernhard Richter zählte die Vielfalt der aufgeführten Werke unter Hallers Dirigat auf und hob den Orgelneubau in der Stadtkirche unter Hallers Regie hervor. „So etwas geht nur mit einem Kirchenmusikdirektor wie Thomas Haller!“, stellt er heraus. Mirjiam Vogel dankte Thomas Haller für sein weitsichtiges und nachhaltiges Engagement als Netzwerker im Netzwerk Kirchenmusik und überreichte ihm und seiner Familie einen Geschenkkorb mit griechischen Köstlichkeiten.


Mit Zuversicht und Optimismus im umgebauten Tafelladen

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

„Es waren keine einfache Zeiten“, resümierte Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel e.V. bei der Mitgliederversammlung diese Woche im MTV-Heim. Beim ersten Lockdown im März 2020 musste der Kocherladen sogar zeitweise schließen. Doch eine riesige Bereitschaft zum Spenden hat es der Tafel ermöglicht, in der Karwoche wieder zu öffnen und bis August kostenlose Tüten mit Lebensmittel zu verschenken, oft über 200 am Tag.  Auch über hundert neue Einkaufsberechtigungen wurden während Corona ausgestellt.

Richter gedachte auch der verstorbenen Mitglieder und Mitarbeiter Eberhard Mildenberger, Rödel und der beiden früheren Kassierer Otto Autenrieth und Frieder Lindenau. Für 20 Jahre Mitarbeit wurde Irmgard Uhl geehrt, Gerhard Vietz für 15 Jahre, Richard Ratz und Martina Mack für zehn Jahre. Richter ehrte auch Kassiererin Ursula Hubel für ihre besonderen Verdienste während des Umbaus, der in Kürze abgeschlossen sein wird.

Als Vorsitzender hofft Richter, dass der normale Betrieb in neuen und schönen Räumen bald los gehen würde. „Erst seit der Laden geschlossen ist, spüren die Kunden, was ihnen wirklich“ fehlt, stellte Richter fest und wünscht sich, dass die Einrichtung nach Öffnung auch wieder dauerhaft geschätzt wird. Ursula Hubel gab einen Überblick über die Finanzen und Bruno Dolderer als Kassenprüfer bat die Mitgliederversammlung um Entlastung. Christoph Class zeigte sich beeindruckt, wie der Verein durch die Krise geführt wurde, und beantragte Entlastung, die einstimmig gewährt wurde.

 

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel mit den geehrten Mitgliedern vorne v.l.n.r Gerhard Vietz, Richard Ratz, Irmgard Uhl, Martina Mack und Ursula Hubel und den anderen Vorstandsmitglieder (hinten)


„Bärige Geburtstagsgrüße“ - Die Notfallseelsorge informiert auf dem Wochenmarkt

Infostand auf dem Wochenmarkt
Infostand auf dem Wochenmarkt

"Bärige Geburtstagsgrüße“ überbrachte die Vorsitzende Marita Klenk (2. von rechts) vom Freundeskreis Teddybär.

 

Extra aus Bad Rappenau-Bonfeld ist die Vorsitzende Marita Klenk angereist, um der Notfallseelsorge im Ostalbkreis Jubiläumsgrüße zum 20-Jährigen zu überbringen. Die Teddybären wurden beim Wochenmarkt gegen Spenden an Interessierte abgegeben. Mit diesen Spenden werden die größeren „Trösterbären“ beschafft, die kostenlos den Einsatzkräften von Rettungsdienst, Notfallseelsorge, Feuerwehr und Polizei zur Verfügung gestellt werden. Bei Notfalleinsätzen werden diese Bären an betroffene Kinder abgegeben. Sie sind oft auch die Brückenbauer und Vermittler zwischen den Einsatzkräften und den Kleinkindern und natürlich auch Tröster. Der  Stand auf dem Wochenmarkt in Aalen war Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Notfallseelsorge am Samstag.

Auf dem Bild: (von links) von der Notfallseelsorge Manuela Neher-Weidisch, Jürgen Schnotz, Jan Langfeldt, Bernhard Richter, Marita Klenk (Freundeskreis Teddybär), Birgitta Pfeil.


Erntedank im Interkulturellen Garten (3.10.2021)

Es war schon fast ein Programm als die rund 250 Besucher im Hirschbach beim Interreligiösen Erntedank in das Lied einstimmten: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, werden das Gesicht der Welt verändern.“ Auch der neue Oberbürgermeister Frederick Brütting besuchte das Fest und glänzte nicht nur durch seinen Willkommensgruß in verschiedenen Sprachen, sondern auch mit einem Apfelbaum, den er dem Vorsitzenden Idris Mahmood überreichte. Zuvor hatten die Kinder von St. Franziskus mit einem Lied die Besucherschar in Schwung gebracht. Pfarrer Bernhard Richter führte durch das Programm und zeigte sich beeindruckt von den Gartenfamilien und den Gästen, die zum Ausdruck bringen, wie wichtig gegenseitige Achtung und Wertschätzung in unserer Gesellschaft heutzutage sind. Dafür gelte es dankbar zu sein, so der Stadtkirchenpfarrer, für das was wächst und gedeiht und was Frucht bringt und geerntet werden kann. Auch der Tag der deutschen Einheit mahne zu Dankbarkeit für das Zusammenwachsen zweier über lange Zeit getrennten Staaten. Richter stellte das Psalmwort in den Mittelpunkt: Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was Gott Dir Gutes getan hat (Psalm 103.2). Im Anschluss wurde von den Vertretern des Judentums, des Hinduismus, Buddhismus und des Islam die Bedeutung von Erntedank in den verschiedenen Religionen erläutert. Eine Gruppe ausländischer Studierender aus zehn Nationen waren beeindruckt von der Feier im Interkulturellen Garten. Knut Frank von der Kulturküche erläuterte den weiteren Verlauf des Tages mit allen Programmpunkten. Pastoralreferent Wolfgang Fimpel spendete mit Pfarrer Richter zusammen den Segen.

 

Idris Mahmood dankte allen Beteiligten für diese gelungene Feier Man Pfeifer begleitete nicht nur die Choräle, sondern sorgte mit schwungvollen Solostücken für die festliche Ausgestaltung der religiösen Feier, an der auch die Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter teilnahmen.


Werben für Toleranz und Offenheit am Marktbrunnen - Mahnwache zum Tag des Flüchtlings

„Es ist ein wichtiger Tag, der weder übersehen noch übergangen werden darf“, sagte Pfarrer Bernhard Richter gestern Nachmittag am Marktbrunnen in der Aalener Innenstadt. Die Evang. Kirchengemeinde, der Freundeskreis Asyl und die Ortsgruppe von amnesty international hatten zu einer Mahnwache am Tag des Flüchtlings aufgerufen.

 

Weltweit seien 82,4  Millionen Menschen auf der Flucht. Eine erschreckende Zahl, so Richter in seiner kurzen Ansprache, zumal 42 Prozent Kinder seien. Das Motto der Interkulturellen Woche, in dessen Rahmen seit 1986 der Tag des Flüchtlings begangen wird, laute in diesem Jahr: "Offen geht". Daher warb der Stadtkirchenpfarrer für eine offene Gesellschaft, die von Respekt, Toleranz, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung geprägt sei. „Ressentiments und alle Formen von Abwertung, Ausgrenzung, Hass und Gewalt dürfen wir in der Gesellschaft und auch in dieser Stadt keine Chance einräumen“ so Richter.

 

Die Teilnehmer legten eine Schweigeminute ein für alle, die es nicht schaffen, sicheres Land zu erreichen, und für alle, die aus ihrem Heimatland erst gar nicht herauskommen. Die Mahnwache schloss mit drei Strophen aus dem Lied: "we shall overcome".


Gnadenkonfirmation in der Stadtkirche - Dank und Gelassenheit für alle Zukunft

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Am Sonntag, 26.9., gab es das seltene Fest der Gnadenkonfirmation - 14 Konfirmanden das Jahrgangs 1951 traten 70 Jahre danach noch einmal vor den Altar und empfingen eine Urkunde und einen Wegsegen an diesem besonderen Festtag. Goldene, Diamantene und Eiserne Konfirmation wurden in der Stadtkirche schon gefeiert, nicht aber die Gnadenkonfirmation. Zuvor ging Pfarrer Bernhard Richter auf das Psalmwort (103.2) ein: Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Dabei blickte der  Stadtkirchenpfarrer zurück auf 70 zurückliegende Jahre, auf Erfolg und Zufriedenheit, aber auch auf schwere Tage und Lasten, die es zu tragen galt. Wichtig sei aber für alle Zukunft Dankbarkeit und Gelassenheit, damit der weitere Weg mit Gottes Hilfe gelingen kann. Die aktuellen Konfirmanden sprachen ein Grußwort an ihre Vorgänger und erzählten, was einen Konfirmandenjahrgang in heutiger Zeit so beschäftigt. Und wünschten den Gnadenkonfirmanden alles Gute. Ein Schola der Kantorei unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller und Lukas Nagel an der Orgel sorgten für die musikalische Ausgestaltung des Festgottesdienstes.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter mit den Gnadenkonfirmanden bei er Austeilung der Urkunden zu diesem Festtag!


Regelmäßige Entlastung der Angehörigen und Aktivierung der Erkrankten ist das Ziel

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Heute, am 21. September, ist Welt-Alzheimertag. Am Vorabend hielt der Krankenpflege- und Diakonieförderverein im Evang. Gemeindehaus seine Mitgliederversammlung ab. Dabei stand neben den Vereinsregularien ganz bewusst die Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen

Im Mittelpunkt. Dabei wollte man nach Worten von Pfarrer Bernhard Richter keinen Vortrag über Demenz oder Alzheimer ins Programm aufnehmen, sondern eher, wie Menschen auch als pflegende Angehörige den Alltag mit dementiell erkrankten Menschen gut gestalten könne. Zita Zivicnjak berichtete von ihrer Arbeit im Café Zuversicht in Oberkochen. Nach langer Coronapause startet es wieder am 5. Oktober. Es werden jeden Dienstag 8 Personen von 8 Mitarbeitern betreut. Ziel ist es, pflegende Angehörige zu entlasten und die dementiell Erkrankten zu aktivieren.

Wichtig ist es, diesen Menschen Beständigkeit, Ruhe und Rhythmus zu gewähren. Der Nachmittag beginnt mit einer Kaffeerunde und einem Gespräch über Gott und die Welt. Daran schließt sich ein Spaziergang an, denn Bewegung erscheint auch sehr bedeutsam. Daran schließen sich Bastelarbeiten an und der Mittag endet mit einem Snack. Es wird auch gesungen und ab und zu gibt es auch einen Gast, der mit einem Instrument kommt und Musik macht. Am Ende gehen die Menschen heim mit einem Lächeln und dann wissen die Verantwortlichen, dass es ein guter Nachmittag war. Die Mitglieder waren sehr angetan von dieser Einrichtung und Pfarrer Richter stellte in Aussicht, über so ein Angebot auch in Aalen nachzudenken. Denn der Bedarf würde immer größer.

Zuvor hatte Pfarrer Bernhard Richter in seinem Rechenschaftsbericht deutlich gemacht, wie sehr auch die Aktivitäten des Vereins unter der Pandemie  litten. Da hoffe man, 2022 besser aufgestellt zu sein. Besuche im Albstift und im neuen Haus der Wohnsitzlosen seien geplant. Auch die Idee eines ehrenamtlichen Seniorenfahrdienstes werde derzeit diskutiert. Und am Weltkindertag betonte Richter, dass der Verein jeden Monat einer Kindertageseinrichtung der Kirchengemeinde Geld zur Verfügung stelle, damit alle Kinder ein Vesper bekommen, weil dies nicht immer gewährleistet ist.  Auf der Tagesordnung standen Neuwahlen. Alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder kandidierten wieder und wurden von Vorsitzenden für ihre langjährige treue Vereinsarbeit geehrt. Die Mitgliederversammlung endete mit einem gemütlichen Zusammensein bei einem Leberkäswecken.


Interkulturelle Woche mit Friedensgruß eröffnet

zum Vergrößern auf das Bild klicken (Foto: Oliver Giers)
zum Vergrößern auf das Bild klicken (Foto: Oliver Giers)

Am Sonntag wurde in Aalen auf dem Bohlschulplatz die intekulturelle Woche eröffnet. Am Morgen gab es zuerst ein Frühstück, ehe die verschiedenen Religionen zu einem Friedensgruß einluden. Vertreter der Kirchen, Moscheen und Migrantenvereine betonten dabei übereinstimmend die Notwendigkeit nach Frieden in dieser Stadt.

 

Pfarrer Bernhard Richter sprach für die christlichen Kirchen und erinnerte an den Ruf des Auferstandenen: "Friede sei mit Euch", der uns allen zugesprochen würde. Aus diesem Zuspruch erwachse die Verantwortung, stets alles Menschenmögliche zu tun, damit Frieden gelingen kann und man sich trotz aller Unterschiede in Nation, Kultur, Sprache und Religion mit Achtung und Respekt begegne. 


Die Interkulturelle Woche startet

Foto: Stadt Aalen
Foto: Stadt Aalen

Die Interkulturelle Woche startet.

Seit vielen Jahren ruft die Stadt Aalen in jedem Jahr Kirchen, Verbände, Moscheen, Kulturvereine, die Hochschule und das Theater zusammen, um in einem großen Bündnis die deutschlandweite Interkulturelle Woche für Aalen zu organisieren. Unter der Leitung der Stabstelle Chancengleichheit und Migration mit ihrer Leiterin Uta Steybe und der Verantwortlichen Felicia Ehrmann ist daraus im Laufe der Jahre ein so großes Programm entstanden, dass es in Aalen inzwischen nicht nur eine, sondern drei interkulturelle Wochen gibt.

Auch die Evang. Kirchengemeinde ist seit Jahren in diesem Bündnis mit dabei. So betonte Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorstellung des Programmes auch die Notwendigkeit, in einem Netzwerk näher zusammen zu rücken. Die Kirchengemeinde ist mit dem Interkulturellen Erntedank am 3. Oktober um 11 Uhr Interkulturellen Garten im Hirschbach und der Mahnwache zum Tag des Flüchtlings am 1. Oktober um 17 Uhr am Marktbrunnen als Veranstalter mit dabei. Außerdem wirkt die Ev. Kirche mit beim Interkulturellen Frühstück am Sonntag, 19. September ab 10.30 Uhr auf dem Bohlschulplatz mit dem Themenschwerpunkt Wasser. Das Frühstück mündet gegen 11.30 Uhr ein in einen Interreligiösen Friedensgruß.

 

Unser Bild zeigt Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Pfarrer Bernhard Richter mit den Verantwortlichen für die Interkulturelle Woche bei der Vorstellung des Programmes vor dem Torhaus in Aalen.

 


150 beim Ökumenischen Gottesdienst am Sparkassenplatz

Nachdem die Bühne am Sparkassenplatz am Sonntag frei war, haben sich die Kirchen für einen Ökumenischen Gottesdienst entschieden, der bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag Morgen auf dem Sparkassenplatz gefeiert wurde. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger und eine Schola unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgten für die festliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Pfarrer Bernhard Richter begann seine Begrüßung mit den Worten:

„Stell Dir vor, es sind keine Reichsstädter Tage - und doch gehen alle hin:“

Pastoralreferent Wolfgang Fimpel führte in das Thema ein und sprach von den vielen Bedrohungen, der diese Welt ausgesetzt ist. Jonas Weis las den Ruf des Apostels Paulus aus Römer 12: "So viel es an Euch liegt, habt Frieden mit allen Menschen." 

Pfarrer Bernhard Richter stellte in seiner Predigt fest, dass die Welt auch in den 20 Jahren nach dem Anschlag auf das World-Trade-Center nicht friedlicher geworden ist. Es gelte aber in diesen Tagen, auch selber darauf zu achten, was dem Frieden dient, nicht nur auf die Versäumnisse der anderen zu schauen. Richter forderte auch den Respekt und die Achtung vor dem anderen, gerade auch dann, wenn man anderer Meinung ist.

Nach biblischen Menschenbild sind alle gottebenbildlich, steckt in jedem etwas von Gott, und darum gilt es, die Würde eines jeden Menschen zu achten. Ihn entsetzt immer mehr, was in den mehr oder weniger sozialen Medien an Attacken und Beleidigungen durchs Netz gehe. Das sei schlicht nicht akzeptabel. Auch den sozialen Frieden dürfe man nicht unterschätzen betonte er Stadtkirchenpfarrer. Daher sei er sehr dankbar, wie gut Aalen ökumenische unterwegs sei, gerade im Blick auf die Schwachen und Hilfsbedürftigen, die Unterstützung brauchen und deren Würde es ebenfalls zu schützen gelte. Und letztendlich hoffte Richter, dass es auch im Dialog mit anderen Religionen weiter gehe, denn ein gutes Miteinander der Religionen sei gerade auch für den Frieden in einer Stadt sehr wichtig.

Der Ökumenische Gottesdienste endete mit dem Choral „Nun danket alle Gott“. Das Opfer war für den Kinder- und Jugendhospizdienst bestimmt. 


Neustart des Seniorenkreises

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es waren schwere Zeiten für alle Bereiche der kirchlichen Arbeit, die zurückliegenden eineinhalb Jahre der Pandemie. Auch in der Seniorenarbeit wagte man vor einem Jahr einen Neustart und feierte am 15. September 2020 den 50. Geburtstag des Seniorenkreises. Danach war es nur noch bis Ende Oktober möglich, jeden Dienstag zusammenzukommen. Dann kam der nächste Lockdown. Im Frühsommer kamen nun alle MitarbeiterInnen zusammen und entwickelten ein neues Programm, das bis Mitte Januar geht und alle älteren Gemeindeglieder an jedem Dienstag um 14 Uhr einlädt. So wird unter anderem Ute Hommel eine Märchenreise rund um die Welt anbieten, Hartmut Wagner einen Einblick über die Wunderwelt der Bienen geben, Ulrich Geßler erklären, wie eine Zeitung entsteht oder Frieder Weinbrenner in das Thema Wald einführen. Auch Dekanin Büttner wird über die Gefängnisseelsorge berichten und Dekan Drescher mit der Jahreslosung den Start in das neue Jahr machen. Den Beginn macht am 14. September Pfarrer Bernhard Richter mit dem Motto des Stuttgarter Katholikentages „Leben teilen“, und er wird entwickeln, warum dieses Motto nicht nur für einen Katholikentag wichtig ist.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter und Bärbel Geßler als Verantwortliche für die Seniorenarbeit bei der Vorstellung des

Programmes auf der Terrasse des Gemeindehauses.

 


Die Notfallseelsorge im Ostalbkreis gibt seit 20 Jahren Betroffenen Halt und Unterstützung

v.l.n.r  Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge
v.l.n.r Birgittta Pfeil, Ausbildungsleiter Juergen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter, Koordinator der Notfallseelsorge

Es waren nicht die großen und schrecklichen Ereignisse (Ramstein 1988, Eschede 1998, Kaprun 2000, New York 2001) die die Entstehung der Notfallseelsorge in Deutschland vorantrieben. Vielmehr waren es die kleinen lokalen Unglücks- und Todesfälle, die Einsatzkräfte (Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr) und auch Angehörige oft belastet, ratlos und entsetzt am Unglücksort zurückließen.

Die Einsatzkräfte berichteten oft von der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, Schmerz und Trauer, mit der sie Betroffene und Angehörige nach tödlichen Unglücksfällen alleine lassen mussten. Auch bei den Einsatzkräften hatten sich manche Bilder von Getöteten, Unglücksorten und Situationen in Kopf und Seele eingebrannt. Deshalb machten sich die Einsatzorganisationen zusammen mit Kirchen auf den Weg, Ideen zu entwickeln, wie vor allem den Hinterbliebenen, aber auch Einsatzkräften geholfen werden kann. So entstanden schon Anfang der 1990-er Jahre die ersten Kooperationen zwischen Einsatzorganisationen und Kirchen. Daraus entwickelte sich die Notfallseelsorge (NFS = Kirchlicher Träger) und die Krisenintervention (KIT = Träger: Rettungsdienste) sowie die Fachberater Seelsorge bei der Feuerwehr.

Langsam etablierten sich die ersten Gruppen auch in Baden-Württemberg. Nach etwa zweijährigen Vorbereitungen im Ostalbkreis entstand 2001 die Notfallseelsorge im Ostalbkreis als Kooperation zwischen dem Landkreis, der Evangelischen und Katholischen Dekanate, und den Einsatzorganisationen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Bereits 1997 entstand beim Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd ein Kriseninterventionsteam.

Nach fast einjähriger Ausbildung wurden am 6. Oktober 2001 im Rettungszentrum in Aalen die ersten 42 Notfallseelsorger durch die Dekane beauftragt. Der Einsatzbereich der Notfallseelsorge erstreckt sich über den Bereich des „Altkreis Aalen“. In den Folgejahren wurden kontinuierlich weitere Mitarbeitende für Krisenintervention und Notfallseelsorge ausgebildet, da vor allem im kirchlichen Bereich durch Stellenwechsel immer wieder neue Mitarbeitende dazukamen.

2011 wurden erstmals zukünftige NotfallseelsorgerInnen von eigenen erfahrenen Mitarbeitenden der Notfallseelsorge im Ostalbkreis ausgebildet. Seitdem konnten 54 Menschen für Notfallseelsorge und Krisenintervention in 6 Grundkursen ausgebildet werden. Die Ausbildung umfasst die Grundlagen der Gesprächsführung, der akuten Belastungsreaktionen, Sterben, Trauer und Tod, die Kooperation mit den unterschiedlichen Einsatzorganisationen, die Überbringung der Todesnachricht und die verschiedenen Interventionen in den unterschiedlichsten Einsatzsituationen, aber auch die eigene Psychohygiene und Verarbeitung der Einsatzerlebnisse. Die Unterrichtsdauer muss beim nächsten Kurs 2022 von 80 auf 100 Unterrichtseinheiten dem Bundesstandard der Psychosozialen Notfallversorgung angepasst werden.

Die NotfallseelsorgerInnen begleiten Angehörige und andere Betroffene vor allem nach tödlichen Unglücksfällen. Sie haben Zeit, hören zu, versuchen Ordnung in das Chaos zu bekommen, unterstützen den Aufbau eines sozialen Netzwerks und begleiten bei der Planung für die nächsten Stunden und Tage.

Durch unterschiedliche Einsätze, bei der die Notfallseelsorge auch für die Einsatzkräfte angefordert wurde, entstand 2011 die Einsatzkräftenachsorge. Durch Zusatzausbildung im CISM = Crititical Incident Stress Management (Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) sind inzwischen 23 Mitarbeitende aus NFS, KIT, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgebildet. Das CISM-Team begleitet nicht nur Einsatzkräfte bei und nach besonders belastenden Einsätze und steht auch in der Folge zu Gesprächen bereit. Es schult vor allem auch Einsatzkräfte präventiv in der Stressbearbeitung bei und nach Einsätzen.

Am 9. Oktober 2021 feiert die Notfallseelsorge im Ostalbkreis ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche Aalen (17 Uhr) mit der Beauftragung der neuen NotfallseelsorgerInnen. Im Anschluss gibt es einen feierlichen Festakt für geladene Gäste.

Weitere Infos bei:

Koordinator: Pfarrer Bernhard Richter, Tel: 07361/956214, bernhard.richter@elkw.de

CISM-Team-Koordinator: Martin Keßler, Tel: 0172/5425952, martin.keßler@drs.de

Ausbildungsleiter: Jürgen Schnotz, Tel: 07361/9992795, juergen.schnotz@elkw.de

www.kb-aalen-evangelisch.de/arbeitsbereiche/notfallseelsorge


Antikriegstag am Marktbrunnen und in der Stadtkirche

Auch 82 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges haben sich rund 60 Menschen am Marktbrunnen zum Antikriegstag versammelt. „Der 1. September bleibt ein trauriger Tag in der Geschichte unseres Landes,“ so Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen begann der Zweite Weltkrieg." Richter erinnerte an die Millionen Menschenleben, die in diesem Krieg ausgelöscht wurden. „Der 1.September ist und bleibt aber auch ein Tag der Erkenntnis, dass so etwas nie wieder passieren darf,“ so Richter. Und „Frieden ist und bleibt ein zerbrechliches Gut. Daher muss für Frieden und Freiheit jeden Tag neu gekämpft werden.“

Der Antikriegstag wurde vom Deutschen Gewerkschaftsbund 1957 ins Leben gerufen und wird in jedem Jahr am 1. September begangen. In Aalen wird er getragen von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis. Die Hauptredehielt Josef Mischko.

 

Im Anschluss fand in der Stadtkirche ein Ökumenisches Friedensgebet mit Pastoralreferentin Karin Fritscher und Pfarrer Bernhard Richter statt.


Enoy life - Genieße das Leben - Pilgerweg von der Stadtkirche zum Aalbäumle

Sie hatte sich vergangenes Jahr beim ersten Versuch so bewährt, dass Pfarrer Bernhard Richter am gestrigen Sonntag die neue Gottesdienstform der Evang. Kirchengemeinde in Aalen wiederholte. Ein Pilgerweg von der Stadtkirche bis zum Aalbäumle, mit vielen Stationen, an denen jeweils ein Lied gesungen, ein Bibeltext gelesen und ein Impuls weitergegeben wurde. Es begann mit 10 Teilnehmern an der Stadtkirche. Immer wieder kamen Menschen dazu, beim Albstift waren es 30, auf den weiteren Stationen am Thermalbad, an der Schranke und oben auf dem Aalbäumle.  Besonders berührend war, als die Station am Albstift so manchen Bewohner nach draußen lockte. Und da die Albstiftler in vergangenen Jahr traurig waren, dass die Verweildauer so kurz war, wurde diesmal ein kleiner Gottesdienst gefeiert und das Innehalten der Pilger einfach verlängert.

Bei der Begrüßung vor der Stadtkirche erklärte Richter auch den Sinn des Pilgerns: „Pilgern ist ein Wandern im Glauben, offen für Schönheiten der Natur, aber auch für die Nöte dieser Welt. Und für Gott, dem wir alles verdanken, was Leben auf dieser Welt ausmacht.“

Von der Stadtkirche ging es zunächst zum Albstift, zum Thermalbad, zur Schranke an der Osterbucher Steige und dann aufs Aalbäumle. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ und dem Segen endete der Pilgerweg zur Mittagszeit.

Thematisch ging es bei allen Stationen um die Sommerpredigtreihe "Enjoy life - genieß das Leben". Dabei wurden Themen wie Natur, Musik, Essen oder auch Schweigen angesprochen. Oder auch die Freude, Kind Gottes sein zu dürfen.

Richter verwies dabei auch auf die Schöpfung, die wir genießen dürfen, für die wir aber auch Verantwortung tragen und der wir gerecht werden müssen. Und wie vom Spion angekündigt, gab es tatsächlich eine Bratwurst für alle Pilger.

Der Stadtkirchenpfarrer zog am Nachmittag eine positive Bilanz. „Alle waren begeistert von dieser Form des Gottesdienstes. Und es war eine schöne Mischung aus Wandern und Innehalten, Bewegung und Spiritualität“.

"Und" so Richter, "es ist auch mal schön, Bibeltexte in der Natur auszulegen und nicht nur auf der Kanzel der Stadtkirche“.

Das Opfer war für die Arbeit von Aktion Sühnezeichen bestimmt, denn der gestrige 10. Sonntag nach Trinitatis war der Israelsonntag.

 

Unsere Bilder zeigen Pfarrer Bernhard Richter mit den Wanderern auf dem Pilgerweg zum Aalbäumle.


Weltkindertag trotz(t) Corona

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Es ist derzeit gar nicht so einfach, etwas für den Herbst zu planen. Wo stehen wir mit den Inzidenzen? Was dürfen wir? Was schon nicht mehr? Allen, die seit vielen Jahren den Weltkindertag im Auge haben und organisieren, geht es ähnlich. Und sie haben schon vor Wochen eines entschieden: ein großes Weltkindertagsfest wird es nicht geben können.  "Doch für die Kinder ist in der Pandemie so viel ausgefallen,",

sagt Pfarrer Bernhard Richter "es muss zum Weltkindertag in diesem Jahr wieder etwas stattfinden." Und so plant die Evang. Kirchengemeinde für den 20. September ein Mitmachkonzert in der Stadtkirche, zu dem vor allem die Kindergärten eingeladen sind. Zu Gast ist der Liedermacher Uwe Lall, der schon 2011 und 2016 in Aalen beim Weltkindertag war. Sein Mitmachkonzert steht unter der Überschrift "Wir sind Wunderkinder", nach dem gleichlautenden Lied, das von ihm stammt. Beginn ist 10 Uhr. 

Und tags zuvor, am Sonntag, 19. September, soll der Gottesdienst am Kocher im Gemeindehaus auch ganz dem Weltkindertag gewidmet sein, denn er steht unter dem Motto des Wortes Jesus aus dem Kinderevangelium (Markus 10.16): "Lasset die Kinder zu mir kommen". Das große Bündnis zum Weltkindertag, das seit 2009 unter der Regie des Kinderschutzbundes auf die Beine gestellt wurde und jetzt in der Verantwortung des Stadtjugendrings steht, ist auch am Planen kleiner Formate. " Denn" - und das betont Pfarrer Bernhard Richter beim Pressetermin im Kindergarten Liliput, " wir dürfen Kinder nicht vergessen. Was nur geht, muss stattfinden. Das sind wir unseren Kindern schuldig."

Und da ohne Weltkindertagsfest auch der Ökumenische Gottesdienst nicht stattfinden wird, möchte Richter den Weltkindertag und die Interkulturelle miteinander in Verbindung bringen. Der Gottesdienst am 26. September um 10 Uhr in der Stadtkirche steht unter dem Motto: Alle Kinder dieser Welt.

Unser Bild zeigt im Garten des Kinderhauses Liliput die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorstellung des Programmes zum Weltkindertag.


Die Türen der Johanneskirche werden sich wieder öffnen - nach coronabedingter Schließung

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

  Es war der Samstag, 7. März 2020 , als die Gemeinde sich letztmals zum Vorabendgottesdienst in der Johanneskirche traf. Und niemand hätte an diesem Abend gedacht, dass dies für lange Zeit der letzte Gottesdienst gewesen sein würde, denn die Pandemie und die Verordnungen mit Abstandsregeln hatten den Gottesdienst in der Kirche nicht möglich gemacht. Es gab eine kurze Zeit im April und Mai, als gar keine Gottesdienste mehr in geschlossenen Räumen gefeiert werden durften. Da entschloss sich die Evang. Kirchengemeinde in Aalen, den schönen Platz hinter der Johanneskirche zu nutzen und jeden Sonntag Gottesdienste im Grünen zu feiern. Doch in der Kirche gab es keinen Gottesdienst mehr. Diese Zeit neigt sich jetzt dem Ende zu.

  „Es ist höchste Zeit!“ sagte Dekan Ralf Drescher gestern beim Phototermin vor der Johanneskirche. Denn ab kommenden Samstag, 7. August wird es wieder den Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Johanneskirche geben, und zwar jeden Samstag. „Wir haben diesen Gottesdienst auch als Pfarrerschaft vermisst“, bekannte Pfarrer Bernhard Richter. Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgte für den Organistenplan, so dass es nun losgehen kann. Zunächst über die Sommerferien mit der Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft. Den Anfang am nächsten Samstag macht Pfarrerin Caroline Bender. So lange im Ostalbkreis die Inzidenzstufe 2 gilt, dürfen 36 Personen in die Johanneskirche, Alle hoffen, dass dieser Vorabendgottesdienst in diesem wunderschönen Kirchle St. Johann wegen der Inzidenzen nicht nur vorübergehend, sondern nun wieder dauerhaft an jedem Samstag um 18.30 Uhr stattfinden kann.

  Unser Bild zeigt die Aalener Pfarrerschaft vor der geöffneten Johanneskirche mit Mesner Weng und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller in der Vorfreude auf den Start der Gottesdienste am Samstag Abend in der Johanneskirche.


Den Frieden eingeübt - Urlaub ohne Koffer 2021

Erlebnisreiche ökumenische Freizeit für Senioren in der renovierten Kolpinghütte Aalen

Eigentlich geht der Betrieb in der renovierten Kolpinghütte am Albuch erst am 5. September wieder los. Aber für die Senioren-Freizeit  „Urlaub ohne Koffer“, von Präses Diakon Ottmar Ackermann im Jahr 2009 gegründet, machte die Kolpingfamilie gerne eine Ausnahme. So verbringen diese Woche 25 Seniorinnen und Senioren eine  erlebnisreche ökumenische Freizeit unter dem Leitwort „Friede sei mit euch“.

Dass es ohne Frieden im kleinsten Dorf und in jeder Familie nicht geht, machte Pfarrer Bernhard Richter in seinem einführenden Referat klar. Friedlicher Umgang miteinander sei allerdings nicht selbstverständlich, sondern müsse eingeübt werden. Verteilt auf das Leitungsteam wurden einzelne Aspekte in Gesprächen, Spielen und Liedern vertieft.

Helga Bäuerle rief den Senioren in Erinnerung, wie der Frieden in der Nachkriegszeit wieder allmählich realisiert wurde und wie dies vor allem von den Kindern erlebt wurde. Dorothea Müller übte mit Seniorengymnastik ein, welchen Wert Körperbeherrschung für ein gesundes Leben und damit für den Frieden mit sich selbst hat.

Erich Hoffmann (Westhausen) zeigte in Wort und Bild ein friedliches Bild vom Leben auf der Ostalb in Tradition und Brauchtum. Inge Grein-Feil (Dischingen) von „Freunde schaffen Freude“ unterhielt mit originellen und witzigen Geschichten, wie man das Leben nicht nur friedlich, sondern auch kreativ für sich und andere gestalten kann. Erwin Hafner schilderte dramatisch die harten Jahre nach dem zweiten Weltkrieg in Aalen und Umgebung. Helmut Argauer strahlte mit eigenen und Versen von Sebastian Blau seinen deftigen Humor aus.

Der Friedensgedanke stand im Mittelpunkt eines besonderen Gottesdienstes, den Pfarrer Richter mit Diakon Michael Junge hielt, der auch nach seiner Verabschiedung sich die Zeit dafür nahm. Lilo Ackermann (Harfe) und Johannes Müller (Gitarre) übernahmen die musikalische Begleitung. Die Köchinnen Kolbert und Behnisch sorgten mit Kevin Hofmann täglich für vier köstliche Mahlzeiten.


Spontane Soforthilfe

Heinz Schmidt (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts)
Heinz Schmidt (links) und Dekan Ralf Drescher (rechts)

Vor dem Hintergrund der dramatischen Flutkatastrophe in Deutschland beschließen Heinz Schmidt, Vorsitzender der Bezirkssynode, Harald Schweikert, Verwaltungsstellenleiter, und Dekan Ralf Drescher spontan eine Soforthilfe in Höhe von 5.000,-- Euro. „Mit dieser Aktion“, so Heinz Schmidt, „rufen wir unsere Gemeindemitglieder auf, die Flutopfer zu unterstützen. Die Bankverbindung der Diakonie Katastrophenhilfe lautet: Evangelische Bank, IBAN: DE68520604100000502502. Onlinespenden sind ebenfalls möglich.


Tütenaktion im Gemeindehaus begonnen - Umbauarbeiten im Tafelladen

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

„Wir öffnen den Armen dieser Stadt die Tür“ sagte Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel, als kurz vor 10 Uhr die Tütenaktion der Tafel im Evang. Gemeindehaus am Torplatz begann. 78 Kunden holten sich eine Tüte ab, die mit Obst und Gemüse gefüllt war und ca. 10 Euro Wert hatte.

Schon kurz nach 7 Uhr begannen die MitarbeiterInnen Gerburg Tull, Richard Ratz, Christian Mätzler, Christine Klein, Christian Schön und Projektleiter Gerhard Vietz mit dem Packen der Tüten mit Ware. Vietz sprach von den Erfahrungen, die man aus dem ersten Lockdown gelernt habe.

Tags zuvor starteten in der Bahnhofstr. 55 die Umbauarbeiten, die bis Ende September abgeschlossen sein sollen. Die Mitarbeiterschar hatte eigentlich mit mehr Kunden gerechnet, aber „sicher werden es morgen mehr, wenn bekannt wird, dass es derzeit nichts kostet“, so Richter in seinem Fazit des ersten Tages.

Die Tütenaktion findet dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr im Café des Gemeindehauses am Torplatz statt.

 

Unser Bild zeigt Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter bei der Vorbereitung der Tütenaktion im Gemeindehaus.


„Ohne Wasser können wir nicht leben“ - Gottesdienst im Grünen auf dem Aalbäumle

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Es war ein richtig schöner und sonniger Sonntag und eine große Gemeine machte sich auf den Weg zum Aalbäumle. „Wir brauchen keinen Regenschirm“ sagte Pfarrer Bernhard Richter in seiner Begrüßung. „Wasser ist unverzichtbar, aber zu viel kann zu einer Katastrophe werden“, so der Stadtkirchenpfarrer. Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger sorgte für die festlich musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes, stimmte aber auch die Choräle zum Mitsingen an. Wie lebensnotwendig Wasser sein kann, wurde in diesem Gottesdienst deutlich. Wasser löscht den Durst, Wasser reinigt, Wasser erfrischt, aber Wasser kann auch zu einer echten Bedrohung werden, wie die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gezeigt hat. Existenzen werden vernichtet, Leben ausgelöscht. Es wurde auf dem Aalbäumle eine Gedenkminute für die Verstorbenen und Vermissten, aber auch für die Einsatzkräfte vor Ort eingelegt. In seiner Predigt richtete Pfarrer Bernhard Richter aber auch mahnende Worte an die rund 150 Gottesdienstbesucher. „Wir gehen nicht immer verantwortungsvoll mit der uns anvertrauten Schöpfung Gottes um.  Der Mensch ist eben nicht das Maß aller Dinge, auch wenn er sich in dieser Rolle gut gefällt.“ Es werde in Zukunft darauf ankommen, mit allen Begabungen und Fähigkeiten Gottes Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, geleitet und ermutigt vom gemeinsam gesprochenen Psalmvers: Von allen Seiten umgibtst Du mich und hältst Deine Hand über mir.

Passend zum Thema fand gestern auf dem Aalbäumle auch eine Taufe statt. Und damit von der Notwendigkeit des Wassers nicht nur geredet wurde, bekam jeder Gottesdienstbesucher zur Stärkung oder Erfrischung eine kleine Flasche Wasser.

Aus aktuellem Anlass wurde die Opferbestimmung geändert und für die Katastrophenhilfe der Diakonie gesammelt. Nach dem Segen gab es noch eine Überraschung: Albrecht Barth von der Löwenbrauerei hatte noch mehrere Kästen Bier gestiftet, das den Besuchern mundete.


Verabschiedung Frau Holzner


11. Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft

Foto:  Thomas Siedler
Foto: Thomas Siedler

Sie ist inzwischen zu einer langjährigen Tradition geworden, die Sommerpredigtreihe der Aalener Pfarrerschaft. In diesem Jahr in der elften Auflage, geht es um das Thema: enjoy living - Gott will, dass es dir gut geht, Mensch & Schöpfung.

  • Den Auftakt der Sommerpredigtreihe macht Pfarrerin Caroline Bender beim Ökumenischen Gottesdienst am 31. Juli um 18.30 Uhr am Mahnmal Schillerhöhe unter dem Motto: "Enjoy music - David, die Psalmen und andere Musik". Diese Predigt hält Pfarrerin Bender auch noch am 1.8. um 9.15 Uhr in Waldhausen, am 8.8. um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 22.8. um 11 Uhr auf dem Aalbäumle.
  • Pfarrer Bernhard Richter wird seine Predigt unter das Motto stellen: "Enjoy nature - genieße die Natur" und dabei die biblische Schöpfungsgeschichte in den Mittelpunkt stellen. Richter hält die Predigt am 1.8. um 9 Uhr im Ostabklinikum und um 10 Uhr in der Stadtkirche, und am 5.9. um 9.15 Uhr im Christushaus in Waldhausen.
  • Pfarrer i.R. Dr. Werner Kugler hält seine Predigt am Sonntag, 15. August um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 22.8. um 10 Uhr im Gottesdienst am Kocher im Gemeindehaus unter der Überschrift: "Enjoy family." unter dem Wort aus Psalm 133.1.
  • Bei Pfarrerin Theresa Haenle heißt das Motto: "Enjoy food - Essen - mehr als nur Nahrungsaufnahme". Biblische Grundlage ist Markus 6,30-44. Haenle wird die Predigt am 15. August um 9 Uhr im Ostalbklinikum und um 10.30 Uhr im Christushaus in Waldhausen halten.
  • Pfarrer Jan Langfeldt hat bei seiner Predigt das Lied: "Schönster Herr Jesu" (EG 403) im Blick und hält sie am 22.8. um 10 Uhr in der Stadtkirche und am 29.8. um 9 Uhr im Ostalbklinikum.
  • Prädikantin Elke Hiesinger wird über "Enjoy the father - Du bist ein Kind Gottes" am 29.8. in der Stadtkirche predigen.
  • Den Abschluss der Sommerpredigtreihe in diesem Jahr macht Dekan Ralf Drescher: Er predigt am 5.9. um 9 Uhr im Ostalbklinikum und um 10 Uhr in der Stadtkirche über Psalm 36 und das Thema: "Enjoy silence - genieße das Schweigen!"

Am 8. August gibt es mit Pfarrer Bernhard Richter einen Pilgerweg, der um 9 Uhr vor der Stadtkirche beginnt und mit dem Segen auf dem Aussichtsturm des Aalbäumle endet. Auf diesem Pilgerweg werden alle Texte der diesjährigen Sommerpredigtreihe Erwähnung finden.

 

Unser Bild zeigt die Aalener Pfarrerschaft bei der Vorstellung der 11.Sommerpredigreihe vor der Aalener Stadtkirche mit v.l.n.r. Pfarrerin Caroline Bender, Pfarrer Bernhard Richter, Pfarrerin Theresa Haenle, Dekan Ralf Drescher und Pfarrer Jan Langfeldt.


Ökumenische Verbundenheit zum Ausdruck gebracht - Verabschiedung Michal Junge

Am Sonntag, den 11.07.2021, wurde in der Salvatorkirche Diakon Junge von der katholischen Seelsorgeeinheit verabschiedet. Er war sieben Jahre lang als Nachfolger von Diakon Ottmar Ackermann auch für viele soziale Projekte zuständig. Wie wichtig bei solchen Aufgaben die ökumenische Verbundenheit sein kann, dokumentierte Pfarrer Bernhard Richter in seinem Grußwort. Er erwähnte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Tafelladen, im Freundeskreis für Wohnsitzlose, beim Sozialführerschein, bei der Bahnhofsmission, bei Einschulungsgottesdienste oder bei der Ökumenischen Bibelwoche.

Richter nannte es ein starkes Signal der Ökumene, Menschen in Krisensituationen ihres Lebens gemeinsam helfen zu können und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen.

Als Geschenk überreichte er Diakon Junge einen Gutschein für das Café Samocca und das Buch der Schubart-Preisträgerin Monika Helfer: Baggage. Er dankte im Namen der evangelischen Baggage für die gute Zusammenarbeit mit Diakon Junge und hoffte, dass es bald auf katholischer Seite einen Nachfolge für die vielen sozialen Projekte in der Stadt gäbe.


2150,- Euro für notleidende Jugendliche gesammelt

Pfarrer Bernhard Richter und Pfarrerin Caroline Bender freuen sich über 29 Konfirmierte, die für andere Jugendliche Geld gesammelt haben und spenden. Sie dankten ihnen herzlich dafür.

Am 27. Juni und 4. Juli haben Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter 29 Jugendliche aus Aalen konfirmiert. Diese haben bis zu ihrem Nachtreffen 2 150 Euro gesammelt, zusammengesetzt aus der Kollekte aus den Gottesdiensten und ihrer Konfi-Spende. Dieses Geld wird an zwei Projekte für Kinder und Jugendliche übergeben – zum einen für Flüchtlinge, die in Griechenland angekommen sind und zum anderen an die, die in Indien unter schlimmen Corona-Umständen leben. Ideen für die Spendenprojekte hatten die Konfis selber zusammengetragen und darüber abgestimmt. Die Spenden werden über das Gustav-Adolf-Werk und die Diakonie-Katastrophenhilfe denen weitergegeben, die im gleichen Alter sind und Unterstützung sehr nötig haben.

 

Beim Nachtreffen am Donnerstag in der Stadtkirche bekamen die Jugendlichen auch Anregungen, wo sie in der Kirchengemeinde weiterhin mitmachen können. So gab es Informationen aus erster Hand von der Leitung des Traineekurses (Jugendleiterausbildung), nämlich von Christoph Schlichenmaier und Valentina Klein, an der die Frischkonfirmierten ab September teilnehmen können. Der Kurs findet wöchentlich in Peter & Paul auf der Heide statt und ist ökumenisch ausgerichtet. Es gibt noch freie Plätze für andere Jugendliche. Weitere Infos auch bei Pfarrerin Caroline Bender. 

 


Den Bedürftigen der Stadt die Türen öffnen

Seit 1.2.1999 gibt es in Aalen den Kocherladen. Am 1.12.2002 zog die soziale Einrichtung von der Friedhofstr. 17 in größere Räumlichkeiten in die Bahnhofstr. 55 um. Seither ist der Tafelladen in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei zuhause. Doch das in die Jahre gekommene Gebäude ist in seinen Innenräumen dringend renovierungsbedürftig geworden. Daher wurden vom Wirtschaftskontrolldienst und vom Brandschutz Auflagen erteilt, die nun erledigt werden müssen. Für die Übergangszeit hat die Tafel viele leerstehende Ladengeschäfte der Innenstadt angefragt. Doch die Mietpreise waren unerschwinglich und oft war man auch gegenüber einer sozialen Einrichtung sehr zurückhaltend. „Letztlich will den Tafelladen niemand“ resümierte Pfarrer Bernhard Richter enttäuscht.

 

Umso erfreulicher war das Angebot der Evang. Kirchengemeinde, in der Übergangszeit bis September im Café des Gemeindehauses den Tafelladen zu beherbergen. „Wir öffnen den Bedürftigen der Stadt unser Gemeindehaus, und zwar ohne Miete“, sagte Dekan Ralf Drescher. Projektleiter Gerhard Vietz stellte die Übergangslösung vor, nach der ab 20. Juli 2021 dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr kostenlos Lebensmitteltüten im Café des Gemeindehauses ausgeteilt werden. Diese Aktion endet mit den Sommerferien am Freitag, 10.9.2021. Denn der Tafelladen möchte nicht das nach der Sommerpause beginnende Gemeindeleben behindern. Kassiererin Ursula Hubel warb um Geld- und Lebensmittelspenden.

 

Die Umbauarbeiten sollen bis 30.9. abgeschlossen sein. Richter: „Am 1. Oktober wollen wir mit einer Feierstunde den umgebauten Laden seiner Bestimmung übergeben. Und am 4. Oktober sollen die Türen des Kocherladens wieder für die Kundschaft aufgehen.“

 

Unser Bild zeigt Dekan Ralf Drescher, der die Tür des Gemeindehauses für den Tafelladen öffnet.

V.l.n.r. Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel, Kassiererin Ursula Hubel und Gerhard Vietz, Projektleiter.


Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) im Umbruch

Die ökumenische Bewegung in Aalen geht weiter

Große Veränderungen zeichnen sich in diesen Tagen in der Ökumene in Aalen ab. Mehrere Mitglieder der ACK gaben ihren Sitz und Stimme an jüngere Mitglieder weiter, andere verlassen hauptberuflich Aalen und setzen ihr Wirken an anderem Orte fort.

Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und Karl Buschhoff hatten über Jahrzehnte die Arbeit der ACK und damit auch die Ökumene insgesamt geprägt. Sie gaben am Abend der Verabschiedung in den Räumen der methodistischen Kirche einen Rückblick auf die Anfänge der Ökumene in den 70-er Jahren. Wie viel entstanden ist im Laufe der Jahre machten Pastor Matthias Harsanyi und Pastor Rainer Zimmerschitt in ihrer jeweiligen Bilanz deutlich. Harsanyi hob die Ökumenischen Kirchentage in Aalen hervor, Zimmerschitt stellte den Stadtgarten, das Fest der Einheit, aber auch das Friedensgebet und die Ankunft des Friedenslichtes aus Bethlehem im Advent vor. Beide dankten für das gute Miteinander der verschiedenen christlichen Gemeinden in der Stadt. Es sei viel Vertrauen gewachsen, was für eine gute Ökumene auch dringend geboten sei. Harsanyi wechselt zur baptistischen Gemeine nach Stuttgart-Zuffenhausen, Zimmerschitt zur methodistischen Gemeinde nach Kirchheim/Teck. Zum Abschied gab es als symbolisches Geschenk eine Sonnenblume und im Anschluss ein Abendessen im griechischen Restaurant Delphi. Karl Buschhoff dankte abschließend Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzendem der ACK. Er sei in all dem, was entstanden ist, der Initiator und Motor. In aller Traurigkeit des Umbruchs und Abschiedes aber waren sich doch alle einig: Die ökumenische Bewegung in der Stadt geht weiter.

 

Unser Bild zeigt die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) mit ihrem Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Richter (oben rechts) und den geehrten und verabschiedeten Mitgliedern mit Sonnenblume vorne v.l.n,r. Karl Buschhoff, Rosemarie Löwisch, Werner Laveuve und in der zweiten Reihe Pastor Matthias Harsanyi (l) undPastor Rainer Zimmerschitt (r).


Konzert mit Clemens Bittlinger „Bleibe in Verbindung!“ am Sonntag, 4. Juli 2021


CVJM-Gartenfest mit Gottesdienst am 4. Juli 2021


Gottesdienst zur Investitur von Pfarrer Jan Langfeldt am 3. Juli 2021


Konfirmation in Aalen - 13 Jugendliche wurden in der Stadtkirche eingesegnet

Am gestrigen Sonntag begannen in Aalen die Konfirmationen. 13 Jugendliche machten sich mit Pfarrer Bernhard Richter bei Glockengeläut vom Gemeindehaus auf zur Stadtkirche. Corona bedingt mussten alle Maske tragen und so konnte man gar nicht die charmanten und menschenzugewandten Gesichtszüge erkennen, wie Pfarrer Bernhard Richter in seiner Predigt bemerkte. Daher brauche es ganz dringend einen steten Impuls, der aus dem Herzen kommt, der für Menschlichkeit und Toleranz sorge, der den anderen mit Achtung und Wertschätzung begegne. Daher wünsche er sich von seinen Konfirmanden, dass sie manches aus der Unterrichtszeit im Leben umsetzen können und der manchmal so unbarmherzigen Gesellschaft Zeichen eines anderen Umgangs mit den Menschen setzen können in Wort und Tat. Mit dem Segen der Konfirmation sollte auf allen Wegen in die Zukunft spürbar werden: Dich schickt der Himmel!

 

Die Konfirmanden hatten für Begrüßung, Gebet und Glaubensbekenntnis eigene Texte formuliert und vorgetragen.  Kirchengemeinderat Dr.Erich Hofmann und Theologiestudent Sven Kuchler überreichten den Konfirmanden ihre eigens ausgesuchten Denksprüche in einen schönen Rahmen. Der Chor CantiAAmo unter Leitung von Lukas Nagel und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller an der Orgel sorgten für die festliche Ausgestaltung des Konfirmationsgottesdienstes. Das Opfer war auf Wunsch der Konfirmanden für das von Corona gebeutelte Indien und für Jugendliche im griechischen Flüchtlingslager bestimmt.

 

Am kommenden Sonntag werden um 9.30 Uhr und um 11 Uhr in der Stadtkirche 16 junge Menschen von Caroline Bender konfirmiert.

Unser Bild ( - ist angefragt - ) zeigt Pfarrer Bernhard Richter mit den Konfirmanden beim Zug von Gemeindehaus zur Stadtkirche.


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