Lebendiger Adventkalender 2022: wo und wann


Orangen auf dem Wochenmarkt

Es begann schleppend m Samstag Vormittag, als die Jubiläumsorangenaktion auf dem Aalener Wochenende startete. Seit 20 Jahren verkaufen Konfirmanden am Samstag vor dem Ersten Advent biologisch angebaute und fair gehandelte Orangen aus Griechenland für einen guten Zweck. MdB Leni Breymaier kam extra wegen der Aktion aus Berlin, MdB Roderich Kiesewetter kam gerade noch rechtzeitig von Berlin direkt vom Bahnhof, um die letzten Kisten Orangen noch an den Mann oder die Frau zu bringen. Um kurz nach halb zwölf Uhr waren alle 375 kg Orangen verkauft und manch einer musste enttäuscht werden, weil es keine Orangen mehr gab. Pfarrerin Caroline Bender und Pfarrer Bernhard Richter hatten zusammen mit den Konfirmanden den Verkauf vorbereitet. Der Reinerlös geht nämlich in jedem Jahr an ein Projekt des CVJM-Weltdienstes, diesmal nach Palästina, wo Jugendliche mit Handicaps eine Ausbildung erhalten, eventuell auch das Schulgeld übernommen wird. 


Alle Jahre wieder - Die Sternaktion der Realschule auf dem Galgenberg

Traditionell führt die SMV der Realschule auf dem Galgenberg um die Weihnachtszeit  jedes Jahr ihre Sternaktion durch, bei der in allen Klassen freiwillige Spenden für den Kocherladen gesammelt werden. Die Aalener Tafel hat aufgrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation so viele Kunden wie noch nie und ist deshalb auf zahlreiche Spenden angewiesen. Trotz der derzeitigen hohen Inflation und der Energiekrise, die gerade in der kalten Jahreszeit spürbar ist, konnten über 800 Sachspenden gesammelt werden. Pfarrer Richter fand anerkennende und dankende Worte für die Schulgemeinschaft, auf deren Engagement sich der Tafelladen jedes Jahr verlassen kann. Für das zehnjährige Jubiläum der Sternaktion im Jahr 2023 haben sich die Schülerinnen und Schüler bereits ein hohes Ziel gesetzt.


Gottesdienst-am-Kocher-Klausur 2022

Auch 2022 wieder hat sich unser Gottesdienst-am-Kocher-Team zu einer zweitägigen Klausur zusammengefunden: dieses Mal buchstäblich „inhouse“ in unserem Gemeindehaus.

Gemeinsam mit Bestatterin Rahel Merks, die einigen zuvor bereits als GDaK-Predigerin bekannt gewesen war, haben wir uns dabei aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema der Anbetung gewidmet, Vorträge gehört, gesungen, gebetet und selbstverständlich auch wieder unser gutes Miteinander gepflegt. Frau Merks hat den Teamern dabei Lust und Mut gemacht, über sich und die eigenen Komfortzonen geistlich hinauszuwachsen und sich noch einmal ganz neu auf das große Abenteuer der Gottesbeziehung einzulassen.

Der dreieinige Gott, so die Referentin, sei schließlich unendlich viel größer und besser als alle unsere Vorstellungen von Ihm, und in Ihm seien auch wir, hier und heute, zu kaum ahnbarer Herrlichkeit berufen. – Wichtig sei es indes, im Hinblick auf Ihn auch wirklich offen und empfänglich zu sein, wahrhaft demütig und Ihm in Liebe ergeben.

Mit Dankbarkeit schauen wir zurück auf zwei ausgesprochen ausgefüllte, aber vor allem auch sehr schöne und inspirierende Tage. Wir freuen uns, die wertvollen Impulse die wir nehmen durften, nun bald auch in unseren Gottesdiensten mit anderen zu teilen.


Bericht einer Evangelische Religionsgruppe der Klassen 7 vom Besuch im Tafelladen

Am 8. November unternahm die evangelische Religionsgruppe einen Ausflug zum Tafelladen Aalen, weil wir gerade das Thema Diakonie behandeln und da darf ein solcher Ausflug natürlich nicht fehlen. 

Am Tafelladen angekommen begrüßte uns Herr Pfarrer Richter freundlich. Er machte  uns auf die Menschen aufmerksam, die schon drei Stunden vor Öffnung des Ladens kamen, um die besten Sachen zu ergattern. Nach wenigen Minuten stieß Herr Vietz, der Leiter der Aalener Tafel, zu uns. Er ließ uns über den Hintereingang in den Laden, dort bereiteten die ehrenamtlichen Helfenden schon die Sachen für den Verkauf vor. Anschließend gingen wir in den Verkaufsraum. Dort gab es viele verschiedene lebensnotwendige Artikel z.B. Gebäck, Klopapier, Schreibwaren und auch Süßwaren. Die kühlbedürftigen Waren mussten jedoch erst noch einsortiert werden. Herr Pfarrer Richter und Herr Vietz erklärten uns nun alle wichtigen Informationen über den Tafelladen. Sie erzählten uns außerdem wer einkaufsberechtigt ist, dazu zeigten sie uns einen einkaufsberechtigten Ausweis. Dieser muss jedes Jahr erneuert werden. Sie sprachen noch über die Flüchtlingslage weltweit und noch über viele wichtigen Dinge des Tafelladens … Nun mussten wir uns auch schon wieder verabschieden und liefen wieder zurück zum SG. 

Es war ein sehr schöner und informativer Ausflug.


Informationen zum Weltkindertag 2023

Foto: privat
Foto: privat

Achtung: Vorankündigung - save the date

Das Bündnis für den Weltkindertag (sieh Bild) hat beschlossen, im nächsten Jahr am Sonntag, 18. Juni 2023, auf dem Greutplatz und in der Ulrich-Pfeifle-Halle einen Aalener Kindertag zu feiern (nicht mehr im September).

Das Kindermitmachkonzert am Weltkindertag, 20. September, bleibt an diesem Tag und wird 2023 wieder um 10 Uhr stattfinden. Dann mit dem Liedermacher Jörg Sollbach und seiner Handpuppe Fridolin unter der Überschrift: Hey, wir sind stark.


Frieden ist ein wertvolles Gut

Foto: Stadt Aalen
Foto: Stadt Aalen

Am Volkstrauertag fand die zentrale Gedenkfeier der Stadt am Mahnmal auf der Schillerhöhe statt. Nach der Begrüßung durch OB Brütting und der Ansprache durch Landrat i.R. Klaus Pavel zündeten Konfirmanden Lichter an für die Gefallenen beider Weltkriege, aber auch für alle Opfer von Gewalt und Terror. Ebenso wurden Lichter angezündet für alle, die in Luftschutzbunkern unterrichtet werden oder deren Unterricht ganz ausfällt. Pfarrer Bernhard Richter sprach vom Frieden als einem wertvollen Gut, dass es stets neu zu bewahren und zu erkämpfen gilt. Mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal und dem Lied: „Ich hatte einen Kameraden“ durch das Städt. Orchester ging die Feier zu Ende.


KiBiWo zum Lukasevangelium in Peter & Paul

Unter dem Motto: „Der freche Fibs und sein Freund Jannes“ haben gut 40 Kinder mit 18 jugendlichen Betreuerinnen und Betreuern samt einer Handvoll Erwachsenen in den Herbstferien eine wunderschöne ökumenische Kinderbibelwoche erlebt. Das Gemeindezentrum Peter & Paul eignet sich phantastisch dafür. Im Gottesdienstraum konnten täglich alle miteinander einen gemeinsamen Start mit biblischen Theaterszenen und pfiffigen Bewegungsliedern hinlegen. Der kleine Maulwurf Fibs sucht im Gärtner Jannes einen Freund. Dieser ist über das Anliegen des kleinen Buddlers in seinem Garten zunächst gar nicht begeistert. Als jedoch die vier Freunde Pascale, Elena, Pauline und Piet als Bande „PEPP“ einen verborgenen Schatz mit dem Bibelbuch und erstaunlichen Geschichten über Jesus und seine Freunde darin entdecken, freunden sich auch Fibs und Jannes an.

Die Geschichten von Jesus und seinen guten Worten, die hochwirksam sind, wurden als Bibeltheater gezeigt – enorm engagiert gespielt von Konfirmandinnen, Konfirmanden und weiteren Teenies. Täglich gab es vier Workshop-Gruppen für die kreative Umsetzung der Geschichte. Entstanden sind dabei u.a. Kressetöpfchen aus leeren Tetrapaks, Freundschaftsbändchen, selbstgenähte Stoffsäckchen mit Fibs drauf und kleine Tafeln mit Kreide.

Natürlich kam gemeinsam vespern und spielen auch nicht zu kurz. „Wir haben viel gelacht und es hat riesigen Spaß gemacht“, war sich Pfarrerin Caroline Bender mit den Kindern und Mitarbeitenden einig.

Am Sonntag gab es einen vielseitigen Abschluss mit Familiengottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Caroline Bender und der Musik von Maria Eßeling mit einem jungen Sing- und Bewegungslieder-Team. Beim Fischzug des Petrus war schier kein Platz mehr vor dem Altar vor lauter Kindern. „Es ist so schön, die Kinder lachen zu sehen. Und die Gemeinschaft ist toll“, freute sich z.B. Ariana. „Wir haben die beste Botschaft der Welt: Gottes gutes Wort, das Mut macht – erst recht in diesen Zeiten. Das geben wir gerne den Kindern weiter. Bei dem, was die Zukunft bringen wird, brauchen wir gute Freunde an unserer Seite. Jesus Christus ist der beste Freund, den man sich vorstellen kann. Das hat Petrus gemerkt und das spüren auch wir. Er ist für uns da und bleibt an unserer Seite“, ermutigte Pfarrerin Caroline Bender.

Mehr als hundert Leute blieben noch zum gemeinsamen Mittagessen und ließen dabei die Tage nachklingen.

Ökumenisch mit an Bord waren die Katholische Kirchengemeinde, die Freie Evangelische Gemeinde – Baptisten und die Evangelische Kirchengemeinde. Nächstes Jahr gerne wieder!


Erinnern und Mahnen - Kundgebung am Vorabend des 9. November

Mit einer bewegenden Feier beging am Abend des 8. November in der Oesterleinstr. und am Elser-Platz am KubAA das Netzwerk für Demokratie im Landkreis das Gedenken an die Novemberpogrome und an das gescheiterte Attentat von Georg Elser auf Hitler. 

Beginn war am ersten Aalener Stolperstein für Fanny Kahn, der am 21.2.2018 vom Künstler Günther Demnig an der Oesterleinstr. verlegt wurde. Klaus Knopp von der Stolpersteininitiative erinnerte an die jüdische Klavierlehrerin, die drei Jahrzehnte in Aalen lebte und 1942 im KZ in Treblinka ermordet wurde.

Eingangs hatte Pfarrer Bernhard Richter darauf verwiesen, dass es auch 77 Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft eine würdige Erinnerungskultur brauche, „Daher sind wir heute Abend hier, um an mutige Männer und Frauen zu denken, die Widerstand geleistet haben und die nicht vergessen werden dürfen. Richter zitierte Simon Wiesenthal: „Überleben ist ein Privileg, für das es zu kämpfen gilt“.  Richter führte den Satz weiter: „77 Jahre im Frieden zu leben ist ein Privileg, das nicht selbstverständlich ist und für das es jeden Tag neu zu kämpfen gilt. Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann dankte namens der Stadt Aalen für die, die diesen Abend vorbereiteten und als Teilnehmer dieser Mahnwache  eine echte positive Bürgerinitiative darstellten. Ehrmann erinnerte auch an den 9. November 1989, der Öffnung der Mauer als hoffnungsvolles Zeichen der Demokratie. 

Nach einem Schweigemarsch zum KubAA las Intendant Tonio Kleinknecht ein Gedicht von Rolf Hochhuth über Georg Elser. Im Anschluss stellten Omas gegen rechts und Schülerinnen und Schüler der Kocherburgschule in Unterkochen zwei stille Heldinnen vor, Anna Essinger und Hildegard Spieth. Am Ende rief Pfarrer Bernhard Richter zu einer Schweigeminute für alle Opfer von Terror, Krieg und Gewalt auf.  

Christian Bolz begleitete die Gedenkstunde eindrucksvoll mit Klängen seines Saxophons.


Lions Club spendet 10 000 Euro für die Tafeln

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Groß war die Freude bei den Tafeln im Landkreis, als vergangene Woche Matthias Böhm und Karl Kurz vom Lions-Club Aalen in den Aalener Kocherladen kamen und den Tafeln eine kräftige Unterstützung überbrachten. Tilmann Haug für die Läden der GEBIB und Pfarrer Bernhard Richter und Gerhard Vietz für die Aalener Tafel nahmen einen Scheck von jeweils  5000.- Euro entgegen. Richter schilderte als Vorsitzender der Aalener Tafel die schwierige Situation, die sich für jede Tafel durch Corona und den Ukraine-Krieg ergeben hat. Der Kundenstrom hat sich vervielfacht, die Warenspenden waren eher rückläufig. Daher dankte Richter ganz besonders den Lions für ihre großzügige Spende, die mithelfe, damit die Tafeln ihre Aufgaben trotz Krisen bewältigen könnten.


Jeder Mensch kann ein Friedensbotschafter werden

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde am Sonntag (6.11.22) in der Aalener Stadtkirche die Ökumenische Friedensdekade eröffnet. Die Schola unter Leitung von KMD Thomas Haller sorgte für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes. Irene Haller und die Konfirmandinnen Emilia Kress und Ida Haverkamp wirkten liturgisch mit und stellten verschiedene Friedenszeichen vor: die Taube, die weiße Flagge, Schwerter zu Pflugscharen und das Peace-Zeichen.

Pfarrer Bernhard Richter betonte in seiner Predigt, dass jeder Mensch ein Friedensbotschafter werden kann. Wichtig sei in heutiger Zeit, Sprache, Denken, Tun und Handeln danach auszurichten, dass nicht nur der eigene Vorteil, sondern das Wohl anderer Menschen im Blick bleibt. So würden alle, die eine soziale Aufgabe übernehmen, einen Beitrag zum Frieden leisten, ob in einem Tafelladen, in einem Freundeskreis Asyl, bei Amnesty International, in der Nachbarschaftshilfe oder in der Pflege und an vielen anderen Stellen, wo man dafür sorgt, dass Zusammenhalt gewährleistet wird und nicht nur der Stärkere gegen den Schwächeren gewinnt. Richter verurteilte auch die für ihn als Augenzeugen erschütternden Szenen vor dem VfR-Heimspiel vor zwei Wochen. „Bevor wir Frieden in der hohen Politik fordern, müssen wir erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren." Der Stadtkirchenpfarrer hält für eine gelingende Friedensarbeit beides wichtig: Aktionen wie Mahnwachen, Demos und Diskussionen, aber auch das wöchentliche Friedensgebet vor der Stadtkirche und weitere Gottesdienste, in denen nach dem biblischen Impuls für den Frieden gefragt werde. Auch das Mitwirken einer Konfirmandengruppe bei der Gedenkfeier am Mahnmal am Volkstrauertag sei für ihn ein wichtiger Beitrag zum Frieden.

Unser Bild zeigt v.l.n.r.  Irene Haller, Ida Haverkamp, Emilia Kress und Pfarrer Bernhard Richter beid er Eröffnung der Friedensdekade in der Stadtkirche


WoK-Wochenende (28.10. - 30.10.2022)

Zum 13. Mal fand das WoK, Wochenende ohne Kinder, statt. Wieder einmal im schönen Allgäu direkt unter dem Schloss Neuschwanstein, aber trotzdem fern des Touristenansturms. Im Martha-Maria-Hotel, einer Einrichtung der Methodistischen Kirche, fühlen wir uns herzlich aufgenommen und können in der Gästeküche selbst für unser Mittag- und Abendessen sorgen. Ins diesjährige Thema „Abendmahl“ führte uns fundiert und engagiert Schuldekan Dr. Harry Jungbauer ein. Da wir eine konfessionsverbindende Gruppe sind, war gelebte Ökumene unter uns erfahrbar. Neben lebhaften Diskussionen über das Abendmahl, die auch bei der kleinen Wanderung bei schönstem Spätsommerwetter noch geführt wurden, war wie schon seit einigen Jahren das gemütliche Raclette Essen ein Highlight. Sonntagmorgen feierten wir den Gottesdienst natürlich mit Abendmahl.

Christine Krauth


Ökumenische Friedensdekade in Aalen - Zusammen:Halt als diesjähriges Thema

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Es war im Jahre 2003, als das Aalener Bündnis für den Frieden im Vorfeld des ersten Irakkrieges von der damaligen Wasseralfinger Pfarrerin und heutigen Gmünder Dekanin Ursula Richter ins Leben gerufen wurde. In diesen zurückliegenden fast zwei Jahrzehnten hat sich dieses Bündnis immer auch in die Ökumenische Friedensdekade eingeklinkt, die bundesweit stattfindet und in der es in Aalen wieder eine Reihe von Veranstaltungen geben wird. Die Eröffnung findet am Sonntag, 6. November, um10 Uhr in der Stadtkirche statt. Daran schließen sich zwei Friedensgebete am 7. und am 14. November um 18.10 Uhr vor der Stadtkirche an. Am Dienstag, 8. Nov., Führt das Netzwerk für Demokratie eine Mahnwache durch, die um 18 Uhr am Stolperstein der Fanny Kahn in der Oesterleinstr. 10 beginnt und mit einem Schweigemarsch mit Lichtern zum KUBAA führt, wo am Jahrestag des Elser-Attentates das Theater der Stadt Aalen an Georg Elser erinnert und Omas gegen rechts und Schülerinnen der Kocherburgschule an die stillen Heldinnen Anna Essinger und Hildegard Schiele erinnern. Christian Bolz wird die Mahnwache musikalisch begleiten. 

Am 11. November findet um 15 Uhr eine Fortbildung für ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen mit neuen Methoden für Kindergarten und Grundschule statt (Anmeldungen bei judith.dirk@web.de), Thema: Der Heilige Martin - nicht nur Mantelteiler, sondern auch Vorbild für gewaltfreies Handeln! Unter dieser Überschrift gibt es auch am 18. November um 16 Uhr eine Aufführung des Sankt-Martin-Puppentheaters im Torhaus. 

Noch bis 17. November ist im Um-Welthaus im Torhaus die Ausstellung zu den 17 Nachhaltigkeitszielen zu sehen. 

Bereits vor der Eröffnung findet am kommenden Freitag, 4. November ein Busrundfahrt zum Nachdenken statt: Beginn um15 Uhr am Aalener Bahnhof. Bei dieser Rundfahrt werden Rüstungsfirmen und militärische Einrichtungen in den Fokus genommen. Anmeldungen bei Rainer Schmid@elkw.de. 

Bei der Vorstellung des Programmes hoffte Pfarrer Bernhard Richter, dass in Zeiten des Krieges in der Ukraine das Interesse an den Themen der Friedensdekade groß sein werde, denn „wir alle können mit unserem Leben, mit unserem Denken und Handeln, einen Beitrag zum Frieden leisten. Denn Frieden beginnt vor unserer Haustür“. 

Unser Bild zeigt v.l.n.r. Mariam Salia aus Georgien, Pfarrer Bernhard Richter und Judith Dirk von pax christivor der Aalener Stadtkirche bei der Vorstellung des Programmes zur Ökumenischen Friedensdekade. 


Prälatin Wulz besucht das Interrimsdekanat Aalen


Posaunen und Ministerin stimmen auf den Kirchentag in Nürnberg ein (25.10.2022)

Noch ist es ein Ereignis, das erst Mitte 2023 stattfindet, doch in dieser Woche ist der Kirchentag in Nürnberg im Juni im Evang. Gemeindehaus in Aalen ganz nahe gerückt: Auf Einladung des ACK-Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Richter, kam hoher Besuch: Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, stimmte die Aalener auf den 38. Kirchentag in Nürnberg vom 7. Bis 11. Juni 2023 in Nürnberg ein. Hoffmeister Kraut ist Mitglied des Präsidiums des Kirchentages und damit für das Großevent mit verantwortlich. Die dreifache Mutter ist schon lange auch in der Kirchengemeinde in Balingen engagiert und bekannte an diesem Abend auch ungeniert ihren Glauben. „Der Kirchentag ist das Ereignis, das Menschen zusammenführt“ war eines ihrer Leitsätze; oder: „Der Kirchentag ist das Forum für brennende Fragen.“ Hoffmeister-Kraut zitierte aber auch die  Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus  und leitete daraus den Auftrag ab, als Menschen die Erde zu bewahren. Die Ministerin rief an diesem Abend die Aalener Christen auf, an diesem Kirchentag teilzunehmen, und ihn auch aktiv mit zu gestalten.

Dekan Ralf Drescher bedankte sich bei Ministerin Hoffmeister-Kraut mit „Süßen Grüßen“ aus Aalen und mahnte in seinem Segenswort alle, in diesen Zeiten sehr wachsam zu sein. Landrat Dr. Joachim Bläse stellte in seinem Grußwort den Ostalb-Schutzschirm vor und dankte den Kirchen für ihr umfassendes caritatives und diakonisches Engagement.

Der Abend begann mit festlichen Klängen des Posaunenchores unter Leitung von Wolfgang Böttiger. „Was wären Kirchentage ohne Posaunen“ schwärmte Pfarrer Bernhard Richter, der als Vorsitzender der örtlichen ACK in den Abend einführte. Nach dem Katholikentag 1931 und dem Evang. Kirchentag 1979 sei es nun wieder Zeit für einen Kirchentag in Nürnberg, sagte Richter in Anlehnung an die Losung des Kirchentages aus Markus 1.15: Jetzt ist die Zeit. Richter erinnerte an die Aalener Beteiligung an großen ökumenischen Kirchentagen in Berlin und München, aber auch an die kleineren Kirchentage in der Stadt 2000, 2005, 2009, 2013 und 2020. Richter deutete auch an, dass es Planungen gebe, wie die Aalener Beteiligung im nächsten Jahr in Nürnberg aussehen könnte.


Armut darf sich nicht verfestigen - Mitgliederversammlung der Aalener Tafel

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Wenige Minuten nach der Bekanntgabe der Insolvenz und wenige Meter entfernt von Geschäftsstelle und Stadion des VFR Aalen hat sich die Mitgliederversammlung der Aalener Tafel in der MTV-Gaststätte der Aalener Sportallianz getroffen, Vorsitzender und Pfarrer Bernhard Richter gedachte der schwierigen Situation des VFR Aalen und erinnerte an die Tage, an denen auch der Kocherladen große finanzielle Probleme hatte und nur knapp einer Insolvenz entkommen war.

Der Geschäftsbericht des Vorsitzenden Pfarrer Richter für das Jahr 2021 war geprägt von der Pandemie und den Vorschriften, die einzuhalten waren, und dann auch vom Umbau und der grundlegenden Sanierung des Ladens in der Bahnhofstr. 55. Richter dankte der Kassiererin für die Betreuung des Baus, der sich doch bis Ende Oktober vergangenen Jahres hinzog und wo eine lange Schließung des Ladens nötig war, überbrückt von einer Tütenaktion im Evang. Gemeindehauses von Juli bis September.

Richter ehrte Gerhard Vietz für seine zehnjährige Tätigkeit als Projektleiter. Die große Kundenzahl bestätige die Notwendigkeit der Einrichtung. „Immer mehr Menschen rutschen unter die Armutsgrenze und werden Kunden bei der Tafel.“ Richter sagte: „Armut darf sich nicht verfestigen“ Da müssen wir aufpassen und freute sich auch über die Ankündigung des Landrates, mit einem Ostalb-Schutzschirm auch die Tafeln bedenken zu wollen.

Ursula Hubel gab einen ausführlichen Bericht zur finanziellen Lage des Vereins, eh Gerhard Hägele als Kassenprüfer die Entlastung beantragte, die einstimmig angenommen wurde..

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter bei der Ehrung der Vorstandsmitglieder Ursula Hubel, Hannelore Melcher, Almut Braasch, Pirmin Heusel und Gerhard Vietz, der am 1.12. sein 10-jähriges Jubiläum als   Projektleiter im Kocherladen feiert.


Jugendleiterausbildung

Fünf Jugendliche und vier Mitarbeitende aus Oberkochen, Unterkochen und Aalen treffen sich seit September wöchentlich zum Jugendleiterkurs („Trainee“ bzw. Juleica-Kurs). Sie lernen bzw. zeigen, was man können muss, um Kindergruppen zu leiten oder auf Freizeiten mitzuarbeiten. Die Mitarbeitenden haben selbst als Kinder und Jugendliche kirchliche Gruppen als ganz starken Teil ihres Lebens erfahren und wollen das heute als aktive Gruppen- und Freizeitleiter sowie als Ausbilder weitergeben. Z.B. beim „Stadtspieltag“ in Aalen, bei dem die Teilnehmer in kleinen Gruppen einen Kugelschreiber gegen etwas möglichst Wertvolles tauschten, ein Pflasterbild malten sowie bei Fotoaufgaben kreativ waren. Nach dem Mittagessen schloss sich ein Detektivspiel an, bei dem die Jugendlichen in der Aalener Innenstadt „ermittelten“, ohne sich dabei selbst erwischen zu lassen. Dabei lernten die Teilnehmer sich gegenseitig besser kennen und machten ihre eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Spielen. Als nächstes besuchen sie in den Herbstferien die Ausbildungsfreizeit „Grundkurs“ des Evangelischen Jugendwerks Aalen (eja).


Themenabend Heiliges Abendmahl

Coronabedingt hat unsere Kirchengemeinde lange auf den gemeinsamen Empfang des Heiligen Abendmahls verzichten müssen. – Mit der Messe am kommenden Reformationstag soll nun wieder Normalität bei uns einkehren und das Sakrament fortan erneut regelmäßiger und in möglichst gewohnter Weise gefeiert werden.

Schuldekan Dr. Jungbauer und ich haben dies zum Anlass genommen, einen theologischen Themenabend zum Altarsakrament anzubieten, zu dem dann auch zahlreiche interessierte Glieder und Freunde der Gemeinde ins Gemeindehaus gekommen sind.

Zusammen mit ihnen sind wir den Ursprüngen des Heiligen Abendmahls auf den Grund gegangen und haben nachzuzeichnen versucht, welche reichen und vielfältigen Entfaltungen das Sakrament im Laufe der Jahrhunderte gezeitigt hat. Jesus Christus als Geber und Gabe, als wahrer Hohepriester und vollkommenes Opfer, gibt den Gläubigen, so ein Fazit, darin in geheimnisvoller Weise Anteil am Wirken Gottes: sich selbst wahrhaftig verschenkend, Sünden vergebend und Gemeinschaft stiftend; den Glauben stärkend und die Gläubigen verwandelnd.

An unser Referat schloss sich ein z. T. sehr persönlicher und emotionalen Austausch zum Thema im Plenum an.

Die Sehnsucht, so zeigte sich dabei, nach ganzheitlicher persönlicher Gottesbegegnung, nach neuer Gemeinschaft mit Ihm und untereinander vor dem Vorzeichen des Festes und des Geheimnisses ist größer denn je. Dem Sakrament wieder mehr Raum zu geben, sich dafür auch mehr Zeit und Muße zu nehmen, wurde mehrfach gewünscht. – Umso mehr freue ich mich auch ganz persönlich auf die kommenden Gottesdienste.

Der gelungene Themenabend, für den an dieser Stelle insbesondere Dr. Jungbauer noch einmal ausdrücklich gedankt sein soll, mag dabei nicht der letzte seiner Art gewesen sein. Weitere sollen in mittlerer Zukunft folgen, etwa zur christlichen Mystik. – Den einen oder die andere von Ihnen dann (wieder) zu sehen, würde mich freuen!

Ihr Pfarrer Jan B. Langfeldt


Dekanat zieht vorübergehend ins Haus Kastanie

Die Evangelische Kirchengemeinde Aalen teilt mit, dass das denkmalgeschützte Dekanatsgebäude in der Dekanstraße grundlegend saniert werden soll. Die umfangreichen Planungen durch das Architekturbüro Klaiber und Oettle, Schwäbisch Gmünd, befinden sich auf der Zielgeraden. Im Moment stehen noch die denkmalrechtliche Genehmigung durch die Stadt und die aufsichtsrechtliche Genehmigung durch den Oberkirchenrat aus. „Wir sind zuversichtlich!“, so Ralf Drescher, der evangelische Dekan. „Wenn alles klappt, können wir im Frühsommer nächstes Jahr mit den Sanierungsmaßnahmen beginnen.“ Dafür muss das Dekanatsgebäude komplett leergeräumt werden. „Wir werden daher am 25. Oktober ins Haus Kastanie, in der Wilhelm-Merz-Straße 4, umziehen und darum in der Kalenderwoche 43 nicht erreichbar sein“, so der Dekan. Dort werden das Dekanat und die Pfarrämter der Stadtkirche während der Sanierungsmaßnahmen untergebracht werden. 


Gottesdienst mit Hitparade und Kirchenkaffee mit Pizza

Einen außergewöhnlichen Gottesdienst am Kocher feierte eine große Gemeinde am Sonntag im Gemeindehaus.

Im Vorfeld des Gottesdienstes konnten die Gemeindeglieder aus einem Quantum an Liedern ihre Favoriten auswählen. Pfarrer i.R. Ulrich Marstaller hatte sich auf alle zur Wahl stehenden Lieder inhaltlich vorbereitet. Kurz vor der Predigt wurde ihm die Wunschliederliste gereicht und er flocht die Wünsche peu a peu in seine Predigt ein.

Diese war ausgerichtet am Predigttextvers für den 18. Sonntag nach Trinitatis aus Epheser 5:, 15-20:

„Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Die musikalische Ausgestaltung und Liedbegleitung übernahmen Kirchenmusikdirektor Thomas Haller (Piano) und Grit Ose-Weth (Gesang) und interpretierten Text und Musik hervorragend – eine wunderbare Einladung zum Mitsingen, die gerne angenommen wurde.

Damit Kinderkirche, Küche, Technik und Gottesdienstablauf reibungslos klappen, ist immer ein großes Team notwendig. Wer Interesse zur Mitarbeit hat, darf sich gerne bei Pfr. Jan Langfeldt melden: Jan.langfeldt@elkw.de oder 0157 31 41 1985.

Nach dem Gottesdienst waren alle zum besonderen Kirchenkaffee eingeladen: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten mit Pfarrerin Caroline Bender und Andreas Stork verschieden belegte Pizzen vorbereitet und buken sie im Pizzaofen im Garten.

Über 60 Stück verschwanden in hungrigen Mägen. „Das macht Spaß und schmeckt lecker!“, waren sie sich einig.

Das Goldoktoberwetter lud viele ein, noch lange im Garten direkt am Kocher oder auch im Café sitzen zu bleiben und die Sonntagsgemeinschaft zu genießen. 


Linke spenden für die Tafel

Bild: privat
Bild: privat

Zu einer außergewöhnlichen Aktion hat die Jugend der Linken aufgerufen. An mehreren Markttagen waren sie auf dem Wochenmarkt anwesend, um für die Aalener Tafel zu sammeln. Vertreter der Linksjugend  überreichten Pfarrer Bernhard Richter, dem Vorsitzenden der Aalener Tafel e.V. den symbolischen Scheck mit 1000 Euro. Richter dankte für die tolle Idee und erzählte von den derzeitigen Herausforderungen der Tafel.

 

 

Unser Bild zeigt die Vertreter der Linksjugend bei der Scheckübergabe an den Vorsitzenden, Pfarrer Bernhard Richter.


30 Jahre Café im Foyer - Begegnung und Gemeinschaft als Säulen kirchlicher Arbeit

Es war ein würdiges Fest, mit dem am Freitag im Gemeindehaus die Evang. Kirchengemeinde das 30-jährige Bestehen des Cafés im Foyer gefeiert hat. Ca. 35 ehemalige und aktuelle MitarbeiterInnen waren der Einladung gefolgt und blickten zurück auf die drei vergangenen Jahrzehnte. Nach der Begrüßung durch Cornelia Maier dankte Dekan Ralf Drescher Frieder Weinbrenner für die Idee eines Café und die langjährige Verantwortung. Zuvor hatte der Dekan den Wochenspruch der vergangenen und der kommenden Woche in den Mittelpunkt seiner Andacht gestellt. "Als Christenmenschen sollen wir nicht unserer Angst oder den mächtigen Angstmachern dieser Welt das letzte Wort überlassen." Dazu will uns die frohe Botschaft der Bibel ermutigen, so Drescher.

Gisela Schmid, langjährige Mitarbeiterin und damals Kirchengemeinderätin, erzählte von den schwierigen Anfängen, bis die Idee dann genehmigt und umgesetzt war. Pfarrer Bernhard Richter lenkte den Blick auf die Vielzahl der Begegnungen, die dieses Café ermöglicht hat. Viele Besprechungen hätten stattgefunden, manche hätten sich fast stammtischartig jeden Samstag im Café getroffen, und manch einer hat den Kontakt zur Kirche wieder gefunden durch die offenen Türen des Gemeindeshauses am Samstag zur Marktzeit. Richter erinnerte an die Zeiten, wo die Methodisten dem Café Heimat gegeben hätten, und auch an den Lockdown und die zwei Jahre, in denen das Café schmerzlich vermisst wurde. Marktmusik und Café am Samstag seien zu wichtigen Säulen der Gemeindearbeit geworden, so Richter.

Im Anschluss erzählten einige Mitarbeiter Erlebnisse aus ihrer Zeit im Café, ehe ein gemütlicher Teil mit Catering das Fest beschloss.


Auf dem Weg zu einer Demenzgruppe - Mitgliederversammlung des Krankenpflege- und Diakoniefördervereins

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Es war ein kurzer Rechenschaftsbericht, den der Vorsitzende Pfarrer Bernhard Richter in dieser Woche auf der Mitgliederversammlung des Krankenpflege- und Diakoniefördervereins abgeben konnte. Rund 25 Mitglieder hatten sich im Café des Gemeindehauses eingefunden. Richter bedauerte, dass durch die verschiedenen Coronavarianten und den Lockdowns in 2021 keine Veranstaltung des Vereins angeboten werden konnte. Immer wieder hat der Vorstand getagt und Aktivitäten auf den Weg gebracht, doch immer wieder musste alles abgesagt und verschoben werden. Einzig die Mitgliederversammlung konnte stattfinden, ganz bewusst am  Vorabend des Welt-Alzheimer-Tages, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen, aber nicht mit einem Vortrag über, sondern mit einem praktischen Erfahrungsbericht von einer Demenzgruppe in Oberkochen. Davon inspiriert werde nun versucht, eine solche Gruppe auch in Aalen im Gemeindehaus unter der Trägerschaft des Vereins auf den Weg zu bringen. Dabei gebe es viele Hürden zu überwinden - von der benötigten Fachkraft über die Regelmäßigkeit bis hin zu eine Mehrzahl geschulter Ehrenamtlicher. „Doch Hürden sind dazu da, dass man sie überwindet, und nicht vor ihnen aufgibt“ resümierte Richter. Für ihn gehe es bei der Zukunft des Vereins nicht nur um finanzielle Unterstützung anderer Projekte, sondern auch darum, dass der Verein auch Träger eines eigenen Projektes werde.  

Regina Schlipf von der Kirchenpflege stellte den Kassenbericht vor und bescheinigte dem Verein solide Finanzen. Gerhard Hederer beantragte die Entlastung, die einstimmig erfolgte. Pfarrer Bernhard Richter ehrte langjährige Mitglieder und dankte für ihre Treue.

Im zweiten Teil hielt Reiner Klotzbücher von der Präventionsstelle beim Polizeipräsidium Aalen einen Vortrag über „Enkeltrick und andere Betrugsmaschen“. Dabei gelang es ihm, die interessierte Zuhörerschaft für Gefahren zu sensibilisieren und nicht nur auf sich selbst aufzupassen, sondern auch sein Umfeld vor Gefahren zu schützen. Der Abend endete mit einem gemütlichen Zusammensein bei einem warmen Leberkäse mit Kartoffelsalat.

Unser Bild zeigt den Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Richter mit den Mitgliedern des Vereins, die für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden.


Tag der offenen Moschee

Seit vielen Jahren ist der Tag der deutschen Einheit in unserem Land auch der Tag der offenen Moschee. Dabei stellen sich die Vertreter der Moscheegemeinden vor, erläutern ihre religiöse Praxis  und suchen auch den Austausch und die Begegnung. An diesem Montag, 3. Oktober, hatte die Fatih-Moschee in der Ulmer Str. eingeladen, ihre Moschee zu besuchen. Mustafa Demirtas und Murat Goel begrüßten die Gäste, unter anderem einige CDU-Stadträte und Pfarrer Bernhard Richter. Vor dem Rundgang dankte der Stadtkirchenpfarrer der Moschee für ihre Offenheit. Der Dialog lebe von der Begegnung und dem Austausch. Richter bedankte sich auch für die jährliche Aktion der Moschee für die Kunden der Aalener Tafel, die im Ramadan ein Geschenk bekommen. Damit zeige die Moschee vielen Bedürftigen in der Stadt, welch große Bedeutung diese Säule des Islams ist, Barmherzigkeit zu üben und mit Armen zu teilen. Dem Austausch und der Begegnung schloss sich eine Führung durch die Moschee an.


Mit einer Stimme als Christen sprechen - Fest der Einheit im Kinopark

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

Alle zwei Jahre nehmen die Aalener Christen den politischen Tag der Einheit zum Anlass, um am 3. Oktober als Christen in der Stadt ein Fest der Einheit zu begehen. Es begann 2008 bei der Gemeinde „Hoffnung für alle“ im Kinopark, dort wo sich Aalens Christen am 3.10.22 wieder trafen, um ein Zeugnis der Einheit in diese Stadt zu senden. Pastor Thomas Mayer als Hausherr begrüßte die Gäste und gab seiner Freude Ausdruck, dass  die Christen Aalens nun schon zum achten Male zu einem Fest der Einheit zusammenkommen. Pfarrer Bernhard Richter sprach von der Bedeutung und der Notwendigkeit, dass Gemeinden sich trotz aller Unterschiede zusammentun und als Christen mit einer Stimme sprechen. Dominik Schwenk stimmte mit seiner Band eine ganze Reihe von Lobpreisliedern an, ehe Dr. Stefan Vatter aus Kempten die Predigt hielt. Unter dem Motto "Wirksam leben" entfaltete er drei Punkte: Sehnsüchte wahrnehmen, existentiell reden und nicht oberflächlich, und die Verkündigung des Evangeliums in 30 Sekunden. 

Im Anschluss interviewte Thomas Mayer Bernhard Richter, für den es das letzte Fest der Einheit im aktiven Dienst war. Richter dankte der Arbeitsgemeinschaft Aalener Christen für das Vertrauen, durch das man in vielen Jahren zusammengewachsen war. Die Allianzgebetswoche, der Pfingstmontag im Stadtgarten und dieses Fest der Einheiten wären ganz wertvolle Zeichen des Zusammenhalts der Christen in dieser Stadt. „Wir werden weniger“, so der Stadtkirchenpfarrer, „und darum werden gemeinsame Zeichen immer wichtiger, nach innen, um das Miteinander zu stärken, aber auch nach außen, damit die Öffentlichkeit die Stimme der Christen wahrnimmt.“ Richter sprach von der Gefahr, dass Kirchen nur noch als Verein unter vielen anderen wahrgenommen werden. Darum käme es ganz stark auf das Miteinander an, das es in aller Verschiedenheit auch künftig zu pflegen gelte, Mit zwei symbolischen Geschenken bedankte sich Richter: da den Kirchen eine Saure-Gurken-Zeit prophezeit werde habe er ein Glas solcher Gurken mitgebracht, aber auch ein süßes Kuchenherz mit der Aufschrift „Danke AAC“, denn jeder solle etwas vom Kuchen abbekommen und Teil des Ganzen sein. Mit den Fürbitten von Sabrina Löffler und Walter Ohligschläger  und dem Liedvers  „Der Segen Gottes möge dich umarmen“ ging das Fest der Einheit zu Ende, dem sich ein gemütliches Zusammensein anschloss. 


„Was uns verbindet“ - Interreligiöser Erntedank im Hirschbach

Es gab auch die Überlegung, den Interreligiösen Erntedank im Hirschbach abzusagen, aber geschützt in einem Zelt war es dann doch möglich: Und 150 Besucher aus 25 Nationen waren gekommen, um Erntedank zu feiern. Stanislaw Widz als Vorsitzender des Interkulturellen Gartens betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig solche Begegnungen sind. „Denn es gibt so viel zu danken, für diesen Garten, für alle Kulturen und Religionen, für die Ernte, für das Leben insgesamt.“ Anna-Lena Mutscheller von der Stabstelle für Integration überbrachte Grüße von OB Brütting und stellte die Interkulturelle Woche vor, zu der dieser Erntedank gehört und die unter dem Motto „was uns verbindet steht“.

Vertreter verschiedener Religionen begrüßten und gaben aus ihrer Religion ein Zeugnis des Glaubens zum Erntedank.

Pfarrer Bernhard Richter stellte das Thema Frieden in den Mittelpunkt. „Neben den Früchten und dem Gemüse, das wir ernten, müssen wir auch dankbar für den Frieden sein.“ Und Richter formulierte die Schaffung und die Bewahrung von Frieden als eine Lebensaufgabe von allen. Der Interkulturelle Garten sei daher ein Leuchtturm für gelingende Friedensarbeit. Diakon Thomas Bieg als Vertreter der katholischen Kirche sprach vom Garten als einer großen Familie und trug ein Gebet von Papst Franziskus vor,

Man Pfeifer sorgte für die musikalische Begleitung und stimmte mehrere Loblieder an.


„Die Menschenwürde verteidigen“  -  Mahnwache am Tag des Flüchtlings

Im Rahmen der Interkulturellen Woche gibt es immer auch einen Tag des Flüchtlings. Seit Jahren gehört daher in Aalen zum Programm, dass an diesem Tag zu einer Mahnwache aufgerufen wird, diesmal vor dem Rathaus. Die Afrikanische Trommelgruppe gab zur Einstimmung die Richtung vor, nämlich die Menschen in der Stadt wachzurütteln für die Anliegen und das Schicksal geflüchteter Menschen. 

Es erfüllen ihn so manche Nachrichten in dieser Woche mit großer Sorge, so Pfarrer Bernhard Richter in seiner kurzen Ansprache vor den ca. 30 Zuhörern. Das Wahlergebnis in Italien und die Merzsche Äußerung des Sozialtourismus mache die Situation für geflüchtete Menschen nicht leichter. Daher sei es wichtiger denn je, Solidarität für Flüchtlinge zu leben. Daher sei das Motto für diesen Tag des Flüchtlings kein Zufall, sondern bewusst gewählt: die Menschenwürde verteidigen. Das gelte gegenüber den Geflüchteten aus der Ukraine, aber auch denen, die aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan zu uns kommen. „Auch geflüchtetes Leben hat seine Würde, und die ist nicht teilbar“ so der Stadtkirchenpfarrer. Daher dürfe der Marktplatz nicht den Querdenken überlassen werden, die nur Hass und Hetze im Sinn haben. Richter forderte, den Begriff der Solidarität neu zu begreifen und zu leben.

Richter bedankte sich abschließend bei allen, die in Aalen und Umgebung für die Not geflüchteter Menschen eintreten und sich für diese einsetzen, oft auch ganz konkrete Hilfe leisten und sich Zeit nehmen: „Setzen wir auch in Zukunft in dieser Stadt ein konkretes Zeichen der Solidarität, lassen wir eine starke Stimme erklingen für die Schwachen in unserer Gesellschaft." Pierre von der Trommelgruppe dankte im Namen der vielen Afrikaner für die Akzeptanz und Toleranz in Aalen und im Ostalbkreis. Ukrainische Bürgerinnen und Bürger, die zur Mahnwache gestoßen waren, bedankten sich für die Hilfe, die sie in Deutschland erfahren dürfen.

Mit einer Schweigeminute für die Geflüchteten, für die, die in einem Krieg kämpfen oder Bombenhagel ausgesetzt sind, endete die Mahnwache. 


Evangelischer Pfarrer erhält Ehrennadel der Caritas

Eine seltene Ehrung erhielt diese Woche der evangelische Pfarrer Bernhard Richter. Er ist Vorsitzender des Freundeskreises für Wohnsitzlose e.V., der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Beim Festakt erhielt Richter von Direktor Matthias Fenger vom Caritasverband in Stuttgart die Ehrennadel in Gold  für seine Verdienste in der Betreuung wohnsitzloser Menschen. Richter war 20 Jahre 2.Vorsitzender und ist seit 2019 1. Vorsitzender.

In seiner Laudatio sprach Regionaldirektor Matthias Mengemann von den wichtigen Aufgaben des Freundeskreises. Er unterstütze wohnsitzlose Menschen nicht nur finanziell mit Zuschüssen für Essen, Arztkosten und Medikamenten, sondern unterhalte auch ein Haus in Aalen, wo fünf ehemals wohnsitzlose Männer eine Chance auf Wiedereingliederung erhalten. Auch erhebe Richter immer wieder die Stimme im politischen Raum, um das Anliegen der Wohnsitzlosen mitten in der Gesellschaft zu platzieren. Richter dankte für die Ehrung und versprach, auch künftig die Stimme zu erheben für die Schwächsten in unserer Gesellschaft.

Bildunterschrift: Unser Bild zeigt v.l.n.r. Direktor Matthias Fenger vom Caritasverband Stuttgart, Inge Simon (Ehrennadel Silber), Regionaldirektor Markus Mengemann, Erwin Hafner (Ehrenzeichen Gold), Bärbel King (Ehrenzeichen Silber), Fachbereichsleiter Wolfgang Lohner und Pfarrer Bernhard Richter (Ehrenzeichen Gold) beim Festakt zum 25-jährigen Jubiläum des Freundeskreises für Wohnsitzlose e.V.


Sozialführerschein - "Mitunter findet das Ehrenamt auch Menschen"

Der nächste Kurs ist ein Jubiläum, denn dann wird zum 20. Mal in Aalen der Sozialführerschein angeboten. Er startet am 1. Februar 23 unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Bläse und wird getragen von der Bahnhofsmission, von Diakonie und Caritas und der Kath. und Evang. Kirchengemeinde. Doch vor dem nächsten Kurs gab es in dieser Woche zunächst einen Rückblick. Alle Teilnehmerinnen früherer Kurse waren eingeladen, um über ihre Arbeit zu berichten, in der sie nach ihrem Kurs ehrenamtlich tätig sind.

Pfarrer Bernhard Richter sprach in seiner Begrüßung von einem wichtigen Termin, denn „als Träger interessiert uns: wie geht es Ihnen? Was sind Ihre Erfahrungen im Ehrenamt? Wir wollen Sie auf Ihrem Weg des sozialen Engagements nicht alleine lassen!“ 

  • Maria Meyn berichtete von ihrem beruflichen Schichtdienst und wie sie ihr Ehrenamt organisiert. Sie fährt bei der AWO Senioren zum Arzt und zum Einkaufen und hilft beim Seniorennachmittag. 
  • Renate Poppe begleitet behinderte Menschen der Lebenshilfe bei Reisen.
  • Susanne Kohout engagiert sich bei der Suppenküche, die wohnsitzlosen Menschen am Wochenende bei der Caritas ein warmes Essen zubereitet. 
  • Ebenfalls bei der Wohnsitzlosenhilfe engagiert ist Theo Hageney, Er macht neben seiner beruflichen Tätigkeit den Spätdienst in der Düsseldorfer Str. von 17 bis 21 Uhr und war voll des Lobes über diese Eirnichtung.
  • Karin Wodniok hat im Cafe im Samariterstift mitgearbeitet und engagiert sich jetzt beim Seniorennachmittag der Evang. Kirchengemeinde.
  • Silke Rathgeb hat sich in der Hospizarbeit in Abtsgmünd eingebracht und hat nach eigener Erkrankung eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen.
  • Michaela Nerlich ist in der Betreuung tätig und hat vor kurzem eine ältere Frau bis zu deren Tod begleitet.
  • Bärbel Ruck hat die Arbeit mit Kindern liebgewonnen und engagiert sich im Umsonstladen.

Martin Kronberger hob als Trägervertreter die Tatsache hervor, welche Bedeutung das Ehrenamt für die Kirche hat, und Diakon Jörg Dolmetsch, der den Abend moderierte, stellte abschließend fest: „Menschen finden ein Ehrenamt, aber mitunter findet das Ehrenamt auch Menschen. Alle bei dieser Begegnung waren sich einig, dass sie für den 20. Kurs Sozialführerschein werben werden, aufgrund der guten Erfahrungen, die sie selbst bei ihrem Kurs gemacht hatten.

Unser Bild zeigt ehemalige AbsolventInnen des Sozialführerscheins mit den Trägervertretern nach ihrem Austausch und bei der Werbung für den 20. Kurs.


Trauerfall - was nun?

Foto: Stadt Aalen
Foto: Stadt Aalen

Seit geraumer Zeit werden wir als Kirche immer wieder gefragt: was gibt es denn für Formen der Bestattungen? Und an wenn muss ich mich denn wenden, wenn in meiner Familie ein Todesfall eintritt?

Darum haben die Kirchen und die Stadt nun zu zwei Nachmittagen eingeladen, in dem alle Fragen rund um einen Trauerfall angesprochen und beantwortet wurden und werden.

Am ersten Termin in Peter-und-Paul sprach Pfarrer Bernhard Richter bei seiner Begrüßung von einem wichtigen Thema, das alle angeht, das aber gerne an den Rand gedrängt werde, weil man sich nicht so gerne mit der eigenen Endlichkeit auseinandersetzen möchte. Nach dem Grußwort von Maja Kohte, Leiterin des Grünflächenamtes der Stadt Aalen, stellt Alexia Kutza, die Abteilungsleiterin Friedhofswesen in einer Präsentation alle in Aalen mögliche Formen der Bestattungen vor, von Erd- über Urnen- bis zur Baumbestattung, von Reihen- über Wahlgrab bis zur Beisetzung auf dem anonymen Gräberfeld.

In einem zweiten Teil schilderten Wolfgang Fimpel und Bernhard Richter die Rolle der Kirche auf dem Friedhof und bei Bestattungen. Sie betonten den Gaststatus auf den Friedhöfen, aber zugleich auch die Verantwortung der Geistlichen für den Ablauf der Trauerfeier. Auch hoben Fimpel und Richter den gottesdienstlichen Charakter einer kirchlichen Trauerfeier hervor. Neben Lebenslauf sei auch die christliche Hoffnung eines Lebens nach dem Tode zum Ausdruck zu bringen. Auch warben beide Geistliche für eine Singen von Chorälen und bedauerten, dass immer mehr von der CD gespielte Musik gewünscht würde.

Am Ende wurde herzlich eingeladen zum zweiten Termin. Dieser findet am Freitag, 30. September um 15 Uhr auf dem Waldfriedhof statt. Treffpunkt ist in der Aussegnungshalle. Dort können dann bei einer Führung über den Friedhof verschiedene Grabstellen vor Ort besichtigt werden.

Unser Bild zeigt die Verantwortlichen von Stadt und Kirche v.l.n.r. Pastoralreferent Wolfgang Fimpel, Gabriele Kirn, Gregorios Kazoglou, Pfarrer Bernhard Richter, Alexia Kutza und Amtsleiterin May Kohte im ökumenischen Gemeindezentrum Peter-und-Paul.


Worauf du ich verlassen kannst-Gott: Gott geht mit - Weltkindertag in der Stadtkirche

Am Schluss schien sogar die Sonne, und ein Teil der Kinder wagte sich mit Pfarrer Bernhard Richter hinaus aus der Stadtkirche zur Polonaise, damit in der Stadt sichtbar und erlebbar wird, dass am 20. September Weltkindertag ist. Zuvor hatte Pfarrer Bernhard Richter in der Stadtkirche rund 150 Kinder aus vielen Kindergärten zum Mitmachkonzert begrüßt. 20 Jahre nach Grünung des Bündnisses zum Weltkindertag hatte der Stadtkirchenpfarrer nochmals die eingeladen, die damals die ersten Konzerte bestritten hatten: Thomas und Uli und Jonathan Böttcher und Bruno Dischler. Sie sorgten eine Stunde mit vielen bekannten Liedern und nachdenkenswerten Geschichten für eine fröhliche und lebhafte Stimmung. Auch Mitmachen und Mitsingen war angesagt. Für Richter ist dieser Weltkindertag immer ein wichtiges Datum im Kalender, weil  „ wir zutiefst dankbar sind, dass Gott uns Kinder schenkt und sie einen Platz in Kirche und Gesellschaft bekommen“. Der Stadtkirchenpfarrer stimmte in seiner Begrüßung aber auch nachdenkliche Töne an. „Wir dürfen an solch einem Tag nicht vergessen, wie viele Kinder auf der Flucht sind, kein Zuhause haben und hungern müssen.“ Daher sei auch das tägliche Vesper im Kindergarten nicht selbstverständlich. Unter dem Liedvers „Gott geht mit“ zogen die Kinder dann vor die Stadtkirche, wo Pfarrer Richter alle mit einem Segen verabschiedete.


Aalener Tafel erhält Unterstützung durch die Wohnungsbau

Foto: Wohnbau Aalen
Foto: Wohnbau Aalen

 

Ein freudiger Termin für die Verantwortlichen der Aalener Tafel fand dieser Tage in den Räumen der Aalener Wohnbau im Südlichen Stadtgraben statt.

 

Bewohnerinnen und Bewohner hatten Brotkörbe genäht. Diese wurden am Internatonalen Fest verkauft. Den Erlös von 300 Euro hat die Wohnbau aufgestockt und Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzenden der Tafel einen Scheck in Höhe von 1 000.- Euro überreicht. Diese sprachen von den täglichen Problemen der Warenbeschaffung und dem Kundenansturm. Daher seien Spenden wie die der Aalener Wohnbau sehr wertvoll.

 

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Eröffnung der Interkulturellen Woche

Foto: Stadt Aalen
Foto: Stadt Aalen

Am Sonntag fiel die Eröffnung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, denn das Frühstück und der Friedensgruß konnten witterungsbedingt nicht auf dem Bohlschulplatz  stattfinden. Dafür kamen die Verantwortlichen mit OB Brütting im Rathaus zusammen, um das Programm dieser Woche der Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei wurde deutlich, dass es in Aalen drei Wochen sind, in denen verschiedenste Interkulturelle Veranstaltungen vorbereitet werden und stattfinden. 

Auch die Evang. Kirchengemeinde ist mit zwei Veranstaltungen dabei. Pfarrer Bernhard Richter sagte bei der Programmvorstellung, interkulturell bedeute für ihn immer auch interreligiös, und diese Wochen müssten einen Beitrag leisten können für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen in dieser Stadt. Dies drücke sich in besonderer Weise im Interreligiösen Erntedank am 2. Oktober um 11 Uhr im Hirschbach im Interkulturellen Garten aus, der in diesem Jahr einen würdigen Ersatz für den ausgefallenen Friedensgruß am Bohlschulplatz abgeben werde.

Die zweite Veranstaltung sei die Mahnwache am Rathausvorplatz zum Tag des Flüchtlings am Freitag, 30. September um 17 Uhr, umrahmt von der Trommelgruppe des Afrikanischen Kulturvereins.

Für Richter muss es in diesen Interkulturellen Wochen nicht nur Feste geben, sondern der Fokus auch auf die Menschen gerichtet sein, die es schwer haben, weil sie flüchten mussten und hier eine neue Heimat suchen würden. „Daher brauchen wir eine nachhaltige Willkommenskultur, die diesen Namen auch verdient“ so Richter.

Unser Bild zeigt OB Frederick Brütting, Felicia Ehrmann als verantwortliche Organisatorin, Pfarrer Bernhard Richter und die anderen Verantwortlichen der Interkulturellen Wochen bei der Vorstellung des Programmes auf der Rathaustreppe.


Seltenes Fest der Eisernen Konfirmation in der Stadtkirche

Foto: Oliver Giers
Foto: Oliver Giers

23 ehemalige Konfirmanden zogen am Sonntag noch einmal in die Stadtkirche ein. 65 Jahre nach ihrer Konfirmation im Jahre 1957 feierten sie das seltene Fest der Eisernen Konfirmation. Sie waren damals fast 200, als sie von den Pfarrern Rau und Glesser und Dekan Pfäfflin konfirmiert wurden. Pfarrer Bernhard Richter hieß alle herzlich willkommen. So ein Fest müsse alle mit Dankbarkeit erfüllen für alles, was einem im Leben geschenkt war. Neben dem dankbaren Blick zurück würde man aber auch in die Zukunft schauen und fragen, wie alles werden wird, in der Welt und im eigenen Leben. Richter warb in seiner Predigt darum, die Zukunft nicht Hellsehern, Wahrsagern oder Querdenkern anzuvertrauen, sondern dem lebendigen Gott, der Menschen in allen Lebenslagen seine Treue zeigt und sich uns zuwendet. Richter ließ alle eisernen Konfirmanden nach vorne kommen, überreichte ihnen eine Urkunde in Erinnerung an diesen Tag und sprach allen einen Segen zu. Die aktuellen Konfirmanden formulierten ein Grußwort an ihre Vorgänger aus dem Jahrgang 1957. Die Jugendkantorei unter Leitung von Thomas Haller und Leonhard Hölldampf  sorgten für die festliche Note des Gottesdienstes.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard mit den Eisernen Konfirmanden vor dem Altar der Stadtkirche beim Überreichen der Urkunden.


Ein Fest anlässlich des Weltkindertages am 25.09.2022 auf dem Aalener Greutplatz

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Nach 2-jähriger Pause wird am Sonntag, den 25. September 2022, auf dem Aalener Greutplatz endlich wieder ein Fest anlässlich des Weltkindertages gefeiert. 

Bereits zum 12. Mal wird es in Aalen ein solches Fest geben, dessen Anfänge im Jahr 2002 liegen. Die Initiative für dieses Bündnis ging damals vom Kinderschutzbund, der evangelischen Kirchengemeinde und vom Theater des Stadt Aalen aus. Diese 3 Organisationen sind auch noch immer aktiv bei der Gestaltung des Festes dabei. Die Hauptorganisation wurde im Jahr 2019 an den Stadtjugendring Aalen e.V. übergeben. 

Unter dem Motto „Gemeinsam für Kinderrechte“ bieten in diesem Jahr ca. 25 Organisationen, Vereine und Unternehmen ein spannendes kostenloses Programm mit Spielen und Aktionen für Kinder an. Unter den Mitwirkenden befinden sich viele die bereits seit Jahren beim Fest dabei sind, aber auch einige neue Gesichter. 

Um 12.00 Uhr wird der Weltkindertag eröffnet mit einem Ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Bernhard Richter und Jugendreferent Martin Kronberger halten werden und den die kath. Kindergärten vorbereitet haben. Anschließend spricht Sozialdezernentin Julia Urtel vom Ostalbkreis. Anschließend ziehen die Kinder begleitet von den Kocher Fetza um den Greutplatz, wo Oberbürgermeister Frederick Brütting um 13.00 Uhr die große Spielemeile eröffnen wird. 

Bis 18.00 Uhr können die Kinder an den unterschiedlichsten Spielaktionen teilnehmen: Stofftaschen bemalen, Glitzertattoos, Hüpfburg, Bastelangebote, Großspiele, Geschichtenzelt und vieles mehr. Auch für das leibliche Wohl ist zu familienfreundlichen Preisen gesorgt.

Hauptsponsor dieses großen Festes ist die VR-Bank Aalen, Organisator der Stadtjugendring Aalen e.V. Tel: 07361/66855, sjr@sjr-aalen.de, 01573-7930147

Am eigentlichen Weltkindertag, de m20.9. wird um 10 Uhr ein Mitmachkonzert in der Stadtkirche geben. Pfarrer Bernhard Richter hat die eingeladen, die vor 20 Jahren erstmals ein solches Konzert gegeben haben,

die Liedermacher Thomas und Uli und Jonathan Böttcher. Anschließend gibt es wieder wie vor Corona eine Polonaise rund um die Stadtkirche, damit in der ganzen Stadt deutlich wird, dass Weltkindertag ist. 


Ökumenischer Gottesdienst bei den Reichsstädter Tagen

Ein fester Bestandteil der Reichsstädter Tage ist seit vielen Jahren der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen. Auf dem Spritzenhausplatz versammelt sich dazu eine große und bunte Festgemeinde. Die Frage, wie das Wetter werden wird, war dieses Jahr bis kurz vor Beginn des Gottesdienstes spannend. Um halb zehn dann die Entscheidung: „Wir feiern im Freien!“. Kurzfristig mussten daher noch Bänke aufgestellt werden. Alt-OB Thilo Rentschler und der amtierende OB Frederik Brütting packten beherzt an und wurden von den Gottesdienstbesucher.innen kräftig unterstützt. Der Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Wolfgang Böttiger gestaltete zusammen mit den ökumenischen Chören aus der Stadtkirche, St. Maria, Salvator und St. Bonifatius unter der Leitung von KMD Thomas Haller und Leonard Hölldampf den Gottesdienst musikalisch. Dekan Ralf Drescher zog in seiner Predigt eine Linie von den Ereignissen des 11. September 2001 bis zu den zu dramatischen Ereignissen in dieser Zeit. Grundlage seiner Predigt war ein Wort aus dem 2. Timotheusbrief:  Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. „Dieses Wort will uns ermutigen, damit wir in all den Veränderungen und Bedrohungen nicht verzweifeln und nicht verzagen. Denn unser Glaube ist stark und konsequent, kein Selbstzweck und kein Bekenntnis, das sich selbst genügt. Als fromme Menschen sind wir gerufen und aufgerufen, das Evangelium in die Welt hineinzutragen, uns einzumischen, wo immer dies notwendig erscheint, kraftvoll, furchtlos, liebevoll und besonnen. Und wenn es sein muss, „dem Rad in die Speichen fallen“, wie Bernhard Richter mit Dietrich Bonhoeffer am Antikriegstag vorletzte Woche gesagt hat, um so den Tyrannen Einhalt zu gebieten.“ Pfarrer Bernhard Richter und Pfarrer Wolfgang Sedlmeier übernahmen die Liturgie und spendenden am Ende des Gottesdienstes den Segen.

 

Predigt von Dekan Ralf Drescher über 2. Tim 1,7-10 zum Download.


Engel mögen dich begleiten - Gottesdienst am Bahnhof

Es klang fast wie die Hymne der Bahnhofsmission, als am Ende alle sangen: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand! Zuvor hatte Sonja Kleiner alle Besucher und Mitarbeiter auf Gleis eins begrüßt, dort, wo am Samstag nach drei Jahren Corona Pause endlich wieder ein Ökumenischer Gottesdienst stattfinden konnte.

Pfarrer Bernhard Richter sprach von einem wichtigen Ort, denn auf dem Bahnhof begegnen sich viele, verabschieden sich viele und begeben sich viele auf eine Reise. Walter Beyer las die Geschichte aus dem Buch Tobit. In ihrer Ansprache ging Pastoralreferentin Elisabeth Beyer auf die ein, die am Bahnhof ihren Dienst tun, für andere zum Engel werden, weil sie helfen und trösten, einfach da sind für Sorgen, Nöte und Anliegen der Reisenden. Wie im Buch Tobit, wo der Erzengel Raphael zuerst sehr unerkannt segnend wirkte, so wirken die Mitarbeiter der Bahnhofsmission auch segnend und heilend, nicht himmlisch entrückt , sondern menschlich ganz nahe.

Die MitarbeiterInnen der Bahnhofsmission trugen die Fürbitten vor, und Man Pfeifer sorgte für die festliche musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes. Und alle machten sich auf den Weg zu den Reichstädter Tagen.

Unser Bild zeigt Pastoralreferentin Elisabeth Beyer und Pfarrer Bernhard Richter auf Gleis eins am Aalener Bahnhof.


Tag der Schöpfung hinter der Johanneskirche

Die Welt auch auch für nachfolgende Generationen lebenswert erhalten

Es war ein wunderschöner Spätsommertag, genau richtig, um den von der Landeskirche empfohlenen Tag der Schöpfung genau an diesem Tag zu feiern. Und es wurde der Ort hinter der Johanneskirche gewählt, wo immer der Ostermorgen gefeiert wird und auch während des Lockdowns an vielen Sonntagen Gottesdienste abgehalten wurden.

Und so konnte Pfarrer Bernhard Richter eine große Gemeinde begrüßen. Runde 200 Besucher hatten sich an diesem historischen Ort eingefunden, „an dem wir Achtung vor dem bekommen, was vor uns geleistet wurde, aber auch im Angesicht des Friedhofes unsere Endlichkeit nicht verleugnen müssen“, so Richter. Es werde immer wichtiger, angesichts schwieriger Klimakrisen und der Einhaltung von Klimazielen, solche Tage abzuhalten. Der Tag der Schöpfung lasse Menschen zur Besinnung kommen und dankbar werden, und gerade auch Christenmenschen machen sich an einem solchen Tag bewusst, welchen Auftrag sie von Gott auf dieser Welt haben, nämlich seine Schöpfung zu bebauen und zu bewahren. Dazu lasen Ursula Schäfer und Johannes Eck Schöpfungstexte aus dem Alten und Neuen Testament. Passend zu diesem Tag wurden auch zwei Kinder getauft, Zeichen dafür, dass Gott mit dieser Welt Zukunft vor hat, und wir auch für nachfolgende Generationen diese Welt lebenswert erhalten. Musikalisch sorgten Timo Gneipelt, Trompete, und Immanuel Dobler, E-Piano, für die festliche Ausgestaltung dieses Gottesdienstes.


Antikriegstag 2022 1.9. 17 Uhr Marktbrunnen Aalen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Es ist Donnerstag, 1. September, kurz nach 17 Uhr, und ich heiße Sie alle ganz herzlich willkommen hier am Marktbrunnen inmitten dieser schönen Stadt und freue mich dass Sie da sind, ob Sie nun Kaffee trinken oder Eis essen oder Vesper bestellt haben, also gar nicht zur Mahnwache kommen wollten, aber jetzt auch zuhören. Aber besonders grüße ich natürlich Euch alle, die ihr ganz bewusst hier hergekommen seid und Euch um den Marktbrunnen versammelt habt, weil Ihr genau wisst, was heute für ein Tag ist und warum wir uns hier

auch in diesem Jahr ganz einfach treffen müssen.

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Lesen Sie die ganze Rede hier.                                                   Download der Rede als PDF


„Welt des Handwerks“ in Leinroden

Spiel, Spaß und biblisches Erlebnisprogramm auch beim zweiten Abschnitt der Kinderfreizeit im Evangelischen Ferientagheim Leinroden

Unter dem Titel „Welt des Handwerks“ läuft derzeit in Abtsgmünd-Leinroden das zweite evangelische Ferientagheim 2022. Dieses findet jedes Jahr in den Sommerferien in zwei Abschnitten à zwei Wochen statt. Im ersten Abschnitt bekamen fast 170 Kinder von sechs bis zwölf Jahren von knapp 30 Betreuerinnen und Betreuern über zwei Wochen ein buntes Programm mit biblischem Erlebnisprogramm, Spielen, Spaß und Action geboten.

Am Montag kam hoher Besuch aus Stuttgart von der landeskirchlichen „Arbeitsgemeinschaft Evangelische Ferien- und Waldheime in Württemberg“ mit Anja Stark von der Geschäftsstelle der Waldheim-AG, deren Vorsitzende Dekanin i.R. Wiebke Wähling und Dekan Eckart Schultz-Berg. Die ehrenamtliche Leitung des zweiten Abschnitts, Annika Bähring und Julian Morassi, begrüßten mit Pfarrerin Caroline Bender die Gäste aus Stuttgart und erläuterten in einem Rundgang die Besonderheiten in Leinroden. Die Delegation aus Stuttgart zeigte sich begeistert von dem jungen Team, das hochmotiviert und kompetent die Freizeit leitet, auch nach dem Weggang von Jugendreferent Alexander Blümel, der nach Ravensburg wechselte. Die Stuttgarter lobten das Team: „Es ist wirklich toll, dass sich junge Leute in ihrer Freizeit so für Kinder im Ferienprogramm der Evangelischen Kirchengemeinde engagieren!“ Dafür gebühre ihnen Dank und große Anerkennung, so Pfarrerin Caroline Bender: „Wir wissen auch im Kirchengemeinderat, was Ihr für eine prima Arbeit macht und wünschen Euch auch für den zweiten Abschnitt gutes Gelingen!“

Am Montag, hat der zweite Abschnitt begonnen, zu dem fast 100 Kinder jeden Morgen ab Aalen mit dem Bus gebracht und um 18 Uhr wieder zurückgefahren werden. Passend zum Thema „Welt des Handwerks“ gibt es ein biblisches Erlebnisprogramm mit Theateranspiel, bei dem sich ein Handwerker und ein Pfarrer über Fragen des Lebens und Glaubens anhand biblischer Geschichten unterhalten. Die Kinder und ihre Fragen werden einbezogen. Dann geht es in Kleingruppen in ein buntes Programm auf dem schönen Frei- und Freizeitgelände in Leinroden, passend zum Thema. Es wird begleitet von 22 Betreuerinnen und Betreuern, die sehr gut zusammenarbeiten und fast alle selbst als Kinder im FTH dabei waren. Manche wollten schon damals „LMA“, also lernende Mitarbeitende, werden. Annika Bähring und Julian Morassi sagen: „Es ist einfach jedes Jahr schön, die Kinder 2 Wochen lang durch Leinroden springen zu sehen!“

Ein junges, motiviertes Küchenteam bereitet täglich vier frische, leckere Mahlzeiten für die Kinder und Betreuerinnen und Betreuer zu. In der Mitte der Freizeit findet am Samstag ein Elterntag statt, der um 10 Uhr mit einem Gottesdienst beginnt und dann gibt es Mittagessen für die Kinder und ihre Familien. Die Kinder erwarten diesen Tag schon sehr, um ihren Familien zeigen zu können, wo sie zwei so schöne Ferienwochen verbringen.

Zwischendurch geht es mal für alle ins Schwimmbad oder auf einen Ausflug mit dem Bus in die nähere Umgebung aufs Aalbäumle zum Stationenlauf. Und die Größeren dürfen sogar einmal übernachten. Wie schön!


Radlos-ratlos-von Wegen!  -  Pilgerweg zum Aalbäumle

Es ist schon eine feste Tradition geworden, der jährliche Pilgerweg von der Stadtkirche zum Aalbäumle. In diesem Jahr stand der Weg in Anlehnung an die Innenstadtaktion unter dem Motto: radlos-ratlos von Wegen! Der Weg führte von der Eröffnung vor der Stadtkirche über das Albstift zum Thermalbad und dann zum Aalbäumle. An jeder Station wurde ein Lied angestimmt und ein biblischer Impuls vorgetragen. Den Start vor der Stadtkirche eröffnete Pfarrer Bernhard Richter mit den Worten der Tageslosung aus Daniel 10,19: "Fürchte dich nicht! Sei getrost-Friede sei mit dir!"

Vor dem Albstift gab es einen kleinen Gottesdienst mit den Bewohnern, ehe die immer größer werdende Schar weiterzog.

Der Weg endete mit dem Segen auf dem Aalbäumle. Dort wurde die Pilgerschar schon von vielen erwartet. Pfarrer Richter fasste die Stationen nochmals zusammen und berichtete von Schranken, von Hindernissen, von Bedrohugen und von Ängsten, die einem auf dem Lebensweg begegnen können. Doch ob Paulus, ob Elia oder die Jünger Jesu, sie alle bekamen Trost für ihren Weg durchs Leben. Der gelte auch den Menschen heute auf ihren verschiedensten Lebenswegen.

Das linke Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter auf dem Pilgerweg beim Gottesdienst vor dem Albstift.


Begeisterung am Elterntag in Leinroden

Ausgefallen ist sie nie, die Ferienzeit in Leinroden, doch ein Elterntag konnte wegen Corona zwei Jahre nicht stattfinden. Und so war die Freude riesig, als am Samstag die Kinder wieder ihre Eltern nach Leinroden einladen konnten. Zugleich war es der 70. Geburtstag, denn die Ferienbetreuung begann 1952. Mit einem Festgottesdienst begann der Tag. Eingefügt in das biblische Erlebnisprogramm, das in der ganzen Freizeit unter dem Motto: Wunderbare Welt des Handwerks stand, ging es um das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat, also um die Frage, was geht auf und bringt Frucht und was fällt an den Wegrand und verdorrt. Pfarrer Bernhard Richter nahm den Faden auf und sprach von der Begeisterung der Kinder und Jugendlichen. Aber ob sie anhält, wenn alles rum ist. Ob die Saat, die in dieser Zeit gelegt ist, auch weiterwirkt? Dass vor 70 Jahren eine Saat gelegt wurde, die bis heute neu aufgeht und nicht verdorrt, könne man an der Geschichte des Ferientagheimes erkennen.

Pfarrer Bernhard Richter erinnerte an die Anfänge, als der Fabrikant Hengel 1952 die Ferienbetreuung ins Leben rief, damit „die Kinder nicht auf der Straße verwahrlosen.“ Der Start im Gütle in Aalen war vielversprechend, doch 1970 kaufte die Evang. Kirchengemeinde in Aalen von der damals noch selbständigen Gemeinde Leinroden das Schulhaus. Seither verbringen Jahr für Jahr ca. 350 Kinder in zwei Abschnitten ihre Ferien in Leinroden. 2010 wurde das Schulhaus abgebrochen und 2011 ein neues und schönes Gebäude eingeweiht.

Pfarrer Bernhard Richter dankte den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diese Ferienzeiten in jedem Jahr möglich machen, von der Küche über die lernenden Mitarbeiter bis zur Leitung. „Die Kinder dürfen nicht wieder die Leidtragenden der Pandemie sein“ sprach Richter und ehrte alle Mitarbeiter mit einer Sonnenblume: Pia Wolf und Felix Lutz für den ersten Abschnitt, Julian Morassi und Annika Bähring für den zweiten Abschnitt, Rose Mahler und Marlene Ronecker für die Verantwortung in der Küche. Jugendliche formulierten Fürbitten und alle sangen das Lied: Gott, dein guter Segen. Und alle unter den fast 400 Gästen spürten, wie an diesem Tag und in diesen Ferien an diesem Ort Gott nicht nur sät, sondern selbst dafür Sorge trägt, dass diese Saat aufgeht. Auch dieses Jahr am Elterntag war für Bewirtung gesorgt, und bis in den Nachmittag war für ein buntes Programm gesorgt.


Gemeindebriefe zum Download

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Friede - und wir -- Ökum. Gottesdienst am Mahnmal Schillerhöhe

In lauer Sommerabendluft feierte eine große Gemeinde am Mahnmal auf der Schillerhöhe einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema Friede - und wir. In ihrer Predigt ging Pfarrerin Caroline Bender auf Umstände für inneren und äußeren Frieden ein und was unser Beitrag dazu sein kann. „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,26). „Das spricht Jesus Christus uns auch heute noch zu, das ermutigt und tröstet mich stark", so Pfarrerin Caroline Bender. Durch die themenbezogene Liturgie führten Diakon Thomas Bieg und Barbara Rau und bei den Fürbitten beteiligte sich auch eine Konfirmandin.

Die passende musikalische Ausgestaltung trug der Posaunenchor Aalen unter der Leitung von Wolfgang Böttiger sehr schön bei.

Im Anschluss gab es die gerne angenommene Möglichkeit zur Begegnung bei Gebäck und Getränk und viele nutzten die Gelegenheit, auf den Turm zu steigen. Um 19:45 Uhr läuteten die Glocken wie jeden Abend als Mahnung zum Frieden - im Gedenken an den Fliegerangriff auf Aalen im April 1945 und an die Opfer von Krieg und Gewalt. „Lasst uns schon im Kleinen Friedensstifter sein! – Der Friede zu uns und wir zum Frieden hin!“ 


Konfi3-Abschluss 2022

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Stadtkirche St. Nikolaus ist am 24. Juli unser Konfi3-Kurs 2021/22 abgeschlossen worden. Insgesamt 35 Drittklässler hatten sich in den Monaten zuvor zusammen mit Haupt- und Ehrenamtlichen in Halbtagen erste Grundlagen des Glaubens erschlossen und das Leben unserer Gemeinde besser kennengelernt. Gemeinsam haben sie biblische Geschichten gehört und Spiele gespielt, gebastelt, gegessen, gesungen und gebetet.

Die Feier des Heiligen Abendmahls im Abschlussgottesdienst, den die Kinder gewissermaßen in Ministrantenfunktion wesentlich mitgestaltet haben, stellte dabei den vorläufigen Höhepunkt in der kirchlichen Laufbahn der jungen Christen dar. – Spätestens zur Konfirmation in sechs Jahren werden wir die meisten von ihnen vermutlich wiedersehen; vielleicht, so hoffen wir, aber auch bereits früher: etwa in der Kinderkirche oder bei einer eja-Freizeit, beim Krippenspiel oder einem anderen Angebote unserer Gemeinde.


Scheckübergabe bei den Wohnungslosen

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Neuer Start nach Corona

Durch die Lockdowns und Abstandsregeln hatte der Krankenpflege- und Diakonieförderverein der Evang. Kirchengemeinde in Aalen seine Aktivitäten über zwei Jahren weitgehend einstellen müssen. Auch der Besuch bei den beiden neuen Häusern der Caritas in der Düsseldorfer-Straße musste mehrmals verschoben werden. Doch in dieser Woche war es soweit, und Wolfgang Lohner konnte als Fachbereichsleiter der Wohnsitzlosenhilfe fast 20 Vereinsmitglieder begrüßen. Bei einem Rundgang zeigte Lohner Zimmer, Gemeinschaftsräume, aber auch die Wäscherei und Büros.  Und die Besucher kamen auch mit Bewohnern ins Gespräch über deren Lebenssituation und Perspektive. Lohner gelang es, den interessierten Zuhörern auch den Stand von Wohnsitzlosen und die Schwierigkeiten zu vermitteln, mit denen Menschen ohne festen Wohnsitz zu kämpfen haben: „Wohnsitzloses Leben behält seine Würde“ so Lohner. Pfarrer Bernhard Richter stellte als Vorsitzender die Arbeit des Freundeskreises vor, der in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum feiert und die Caritas finanziell und ehrenamtlich unterstützt. Richter überreichte Wolfgang Lohner und Bärbel King einen Scheck von je 500.- Euro für die Arbeit der Caritas und des Freundeskreises.

Unser Bild zeigt Pfarrer Bernhard Richter mit den Vorstandsmitgliedern , Gisela Scheller, Sigrid Luippold, Cornelia Maier, Erich Haller und Hannelore Melcher bei der Scheckübergabe an Bärbel King vom Freundeskreis für Wohnsitzlose und  Wolfgang Lohner von der Caritas Ostwürttemberg.


Musik-Coaching im evang. Gemeindehaus

Am Samstag, 02.07.22 fand im evang. Gemeindehaus ein Musik-Coaching für 15 Musiker/innen statt, die bereits in der musikalischen Gestaltung des „Gottesdienstes am Kocher“ mitwirken oder daran interessiert sind. Sebastian Heeß, Bildungsreferent für Popularmusik und Bandcoach für musik plus beim evang. Jugendwerk Stuttgart, führte die Teilnehmenden wertschätzend, freudig und fachlich fundiert durch den Tag. Am Beispiel von zwei Liedern wurden Zusammenspiel der Sängerinnen und Instrumentalisten, Ausdrucksfähigkeit und Bühnenpräsenz unter Einbeziehung der Technik eingeübt.

Es war ein gelungener Tag, der alle Musiker/innen neu motiviert und gestärkt hat, in ihrem ehrenamtlichen Engagement beim Gottesdienst am Kocher zum Lobe Gottes mitzuwirken! Mit einem Gottesdienst am 24.07.22 und anschließender Auswertung endete das diesjährige Coaching.


„Ein Land, das ich dir zeigen will“ - Gottesdienst auf dem Aalbäumle

Der dritte Aalbäumlegottesdienst der Saison stand bei herrlichem Wetter unter dem Motto des Sonntags, wo Abram auf seinen Weg geschickt wird mit Gottes Verheißung: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“ (1. Mos 12). Pfarrerin Caroline Bender forschte mit der Gemeinde den verschiedenen Spuren des Segens damals und bis heute für uns nach. Mit Liedern wie „Geh unter der Gnade“ stimmte die große Gemeinde mit dem Posaunenchor des CVJM Aalen  unter der Leitung von Wolfgang Böttiger in den Wunsch nach Segen und Begleitung Gottes ein.

Der nächste Gottesdienst auf dem Aalbäumle ist der Pilgerweg am 7. August. Beginn 9 Uhr an der Stadtkirche, Ende gegen 12 Uhr mit dem Segen auf dem Aalbäumle-Turm.


Offene Türen bei Urlaub ohne Koffer - Fünf Tage ökumenisch auf der Kolpinghütte

Es ist eine wunderschöne Woche, die 21 Senioren in dieser Woche auf der Kolpinghütte in Aalen erleben. Jeden Morgen zum Frühstück kommen, und nach dem Vesper gegen 17 Uhr heimkommen, dazwischen Gottesdienst, Gymnastik, Vorträge und viel Begegnung. Das Team mit Dorothea Müller, Johannes Müller, Lilo Ackermann, Diakon Jürgen Schnotz und Pfarrer Bernhard Richter hatte sich als Überschrift für die diesjährige Freizeit „Offene Türen“ ausgesucht. Wie ein roter Faden zog sich dieses Motto durch alle Tage. Bereits zu Beginn hatte Pfarrer Bernhard Richter in einer thematischen Einführung von geschlossenen Türen gesprochen. Dies sei eine Erfahrung für viele Menschen, nicht nur, wenn sie den Schlüssel verloren haben, sondern auch, wenn sich vielfache Probleme auftun und durch Sucht, Schulden, Arbeitslosigkeit, Trennung usw. Türen im Leben zugeschlagen wurden und eine Öffnung nur schwer vorstellbar ist. Daher sei es wichtig, anderen Menschen Türen zu öffnen, damit sich Perspektiven fürs Leben und die Zukunft auftun. Ganz konkret wurde es auf der Freizeit als Wolfgang Lohner von der Caritas von der Arbeit mit wohnsitzlosen Menschen berichtete. Und Jörg Dolmetsch die diakonische Arbeit vorstellte, die vielen Menschen eine Tür zur Zukunft öffnet.

Das Evang. Gemeindehaus öffnete ebenfalls seine Türen und lud die Freizeitteilnehmer zu Kaffee und Kuchen ein, ehe Oberbürgermeister Frederick Brütting die Rathaustür öffnete und die Senioren mit Wasser empfing und einiges Aktuelles aus der Stadtpolitik erzählte, ehe alle die Ausstellung „Humor im Alter“ anschauen konnten.

Viele gesungen und gelacht wurde in dieser Woche, das Küchenteam sorgte dafür, dass alle mehr als satt wurden, und Pfarrer Wolfgang Sedlmeier hielt mit Pfarrer Bernhard Richter einen ökumenischen Gottesdienst zum Freizeitthema. Und so wurde in dieser Woche nicht nur über Offene Türen geredet, sondern dies auch an jedem Tag im Miteinander und der Begegnung praktiziert.


Glockenweihe im Hüttfeld (10.07.2022)

Mit einem großen Festgottesdienst in der Heiligkreuzkirche im Hüttfeld wurden die drei Glocken der ehemaligen Markuskirche mitsamt der vierten neugegossenen Glocke durch Domkapitular  Krämer geweiht. Pfarrerin Caroline Bender richtete im Gottesdienst die guten Wünsche und Grüße der Evangelischen Kirchengemeinde aus und freute sich, dass ab September die Glocken im Hüttfeld wieder läuten werden. 


Gartenfest im CVJM-Heim „Gütle“


Feine und vielfältige Sommerserenade in Peter & Paul

Die Musik drinnen, die Hocketse draußen, beides sommerlich-beschwingt und voller Freude über die Begegnung und die künstlerische Vielfalt – so war sie, die Sommerserenade. „Wie klasse, dass dies in Peter & Paul stattfinden kann und dass so viele Talente, insbesondere von der Heide, heute dabei sind!“, war Organisatorin Caroline Bender begeistert. 

Den Beginn am Samstagabend, 02.07.2022 machte das Heide-Talent Manuel Bernardt an der Violine mit zwei Menuetten von Boccherini und Beethoven. Die jungen Talente Thore, Mika, Fenjas, Emma und Roger zeigten an Blockflöte, Klarinette und Klavier – einfühlsam begleitet von Man Pfeiffer – ihr Können und ihren Mut an ihren Instrumenten vor großem Publikum. Als Formation „Marselya“ brachten Selim Bulut, Yasin Öztürk und Martin Kronberger mit Gesang, Klavier und Gitarre mit deutschen und türkischen Liedern am Internationalen Fest beinahe die Wände zum Beben, zeigten aber auch, dass sie ruhig und nostalgisch können. Mit vier Stücken aus dem Liederkreis von Eichendorff, vertont von Robert Schumann, ließ Uli Loy romantische Kunstlieder erklingen. Nach dem Segen wurde Manuel Bernardt von Man Pfeiffer am Piano begleitet und erfreute mit dem Violinkonzert a-Moll von Vivaldi die große Besucherzahl.

Alle Künstlerinnen und Künstler ernteten verdienten großen Applaus für ihr Benefizkonzert. Der Erlös kommt dem Kocherladen/Flüchtlingen zugute. Jugendreferent Martin Kronberger und Pfarrerin Caroline Bender hatten durch die Liturgie des Abends mit Lesungen, Gebet, Dank und Segen geführt. Bei lauen Sommertemperaturen blieben dann noch alle da, genossen Gespräche, Austausch, Häppchen, kühle Getränke und Tafelmusik von Manuel Bernardt am Akkordeon.

Ein großes Dankeschön an alle umsichtigen, quirligen Helferinnen und Helfer, insbesondere Danke den Landsberg-Kindern und den KGRs Johannes Eck und Birgit Rück.

Herzliche Einladung: Später im Jahr dann „Musik zum Advent“ und nächsten Sommer gerne wieder drinnen und draußen in Peter & Paul mit zauberhafter Musik und Menschen in aller Vielfalt! 


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