50 Jahre Rötenberg - Vom sozialen Brennpunkt zum charmanten Quartier

Die Sonne strahlte und der Himmel war wolkenlos, und Oberbürgermeister Frederick Brütting sprach vom „Richter-Wetter“.

Der Rötenberg feierte seinen 50. Geburtstag, nicht der Treffpunkt, nicht das Quartier, sondern die Idee, etwas für die Kinder und die Menschen am Rötenberg auf den Weg zu bringen, wie Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender des Fördervereins in seiner Begrüßung betonte. Es sei eine wegweisende Entscheidung gewesen, die damals von der Arbeitwohlfahrt, der Katholischen und der Evangelischen Kirchengemeinde getroffen wurden. 

Er habe nun fast die Hälfte der 50 Jahre am Rötenberg aktiv miterlebt, so Richter, als Mitglied der AG, ab 2009 als Vorsitzender und seit zehn Jahren steht er dem 2013 neu gegründeten Förderverein vor.

„Der Treffpunkt ist zur Heimat vieler Kinderund Jugendlicher geworden“, so Richter “hier kommt man zusammen, zum Sport zum Spiel und auch zum Bewerbertraining“. Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1973 von der Kath. und Evang Kirchengemeinde und der Arbeiterwohlfahrt gegründet. Die ersten Leiter waren Roland Wehrle, Michael Fischer, und ab 1979 Brigitte Geßler. Nach deren plötzlichem Tod kommissarisch Heidrun Züger, dann Marcela Bolsinger, Kerstin Helmecke und seit 1.9.21 Sven Mielke.

1975 wurde das Jugend- und Nachbarschaftszentrum eingeweiht.

2013 kam der Treffpunkt in städtische Trägerschaft, ein Beirat und ein Förderverein wurden gegründet.

2018 wurde ein Mittagstisch gegründet mit einem Essensangebot am Dienstag und Donnerstag.

Für Richter war die Arbeit am Rötenberg immer eine besondere Aufgabe. „Ziel war es, den Rötenberg vom sozialen Brennpunkt zu einem charmanten Quartier zu entwickeln, so Richter. Wichtig sei, dass der Rötenberg vielen Menschen zur Heimat geworden ist.

Oberbürgermeister Frederich Brütting würdigte die Arbeit am Treffpunkt, sprach auch von großen baulichen Veränderungen und Verbesserungen durch die Wohnbau, und wünschte allen Akteuren weiterhin Schaffenskraft und viele gute Ideen zur Weiterentwicklung des Quartiers.

Sven Mielke erläuterte als Leiter des Treffpunktes das Festprogramm und dankte allen Akteuren, die  zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Manuel Bernhardt sorgte mit seiner Violine für die festliche Umrahmung der Feierstunde. Das Fest ging bis in die Abendstunden, wie es sich bei einem 50. Geburtstag gehört. 

Pfarrer Bernhard Richter wird zum Ende des Monats den Vorsitz des Fördervereinsan Pfarrerin Caroline Bender übergeben, Mura Goel wird zweiter Vorsitzender für Günter Hoeschle.


Elterntag beim zweiten Abschnitt vom Ferientagheim in Leinroden

Bei hochsommerlichem Wetter fand am 19.08.2023 der Elterntag beim Ferientagheim Leinroden mit dem Thema „Detektive“ statt.

Um 10 Uhr mussten beim Gottesdienst erst einmal noch mehr Schattenplätze für die zahlreichen Kinder und Eltern und Familien geschaffen werden. Dann startete der Gottesdienst mit bekannten Liedern der Woche. 

Auf ihrer Spurensuche kamen die Detektive Timmi und Marla durch verschiedene Hinweise nach Jericho. Dort erfuhren sie beim „Biblischen Erlebnisprogramm“ wie jeden Vormittag, wie die Geschichte weitergeht. Die Hinweiszeichen waren eine Mauer und als Blasinstrument ein Horn – oder war es eine Trompete? Jedenfalls erlebten sie und alle Kinder und Erwachsenen mit, wie Josua auf Anweisung Gottes es schaffte, mit seiner Hilfe dies große Hindernis der starken Mauern von Jericho zu überwinden. Durch extra lautes Rufen und Schreien halfen die Kinder kräftig mit. Pfarrerin Caroline Bender motivierte alle, beim Aktiv-Lied „Gottes Hilfe ist so wunderbar“ aufzustehen und mitzumachen. Sie stellte den Gottesdienst unter das Motto „Gott hilft mit seiner Kraft“. Darauf dürften wir alle vertrauen und darum bitten, so die Pfarrerin. 

Die Mitarbeitenden sangen als Chor die Lieder mit und die Kinder trugen Fürbitten vor. Zum Schluss dankte Thomas Hiesinger als Vorsitzender des Kirchengemeinderates dem FTH-Team unter der Leitung von Annika Bähring und Julian Morassi sehr herzlich, ebenso dem Küchenteam und allen (lernenden) Mitarbeiter*innen. Pfarrerin Caroline Bender hatte ihnen schon zu Beginn der Woche eine große Tüte Süßigkeiten zur Stärkung gebracht. 

Nach dem traditionellen Völkerballspiel Elternteam gegen Betreuer/innen und verschiedenen Spielstationen für die Kinder ging die Zeit bis zum Mittagessen rasend schnell vorbei. Maultaschen mit Kartoffelsalat mundeten allen vorzüglich. 

So geht das 73. FTH in die letzte Woche für dieses Jahr. Nächstes Jahr gerne wieder!


Antikriegstag 2023,  1.9.2023 17 Uhr Marktbrunnen Aalen - Ansprache von Pfr. B. Richter

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Es ist Freitag, 1. September, kurz nach 17 Uhr, Feierabendstimmung, Wochenendgefühle, Urlaubszeit, wir genießen den Kaffee oder das Eis, den Schwatz mit Freunden und Bekannten, die Unbeschwertheit, die uns einfach hier sitzen und Gemütlichkeit pflegen lässt.

Und so heiße ich alle ganz herzlich willkommen hier am Marktbrunnen inmitten dieser schönen Stadt und freue mich, dass Sie da sind, auch wenn Sie gar nicht gewusst haben, welcher Anlass uns an diesem Tag zu dieser Stunde hier zusammengeführt hat. 

Aber besonders grüße ich natürlich Euch alle, die ihr ganz bewusst hier hergekommen seid und Euch um den Marktbrunnen versammelt habt, weil Ihr genau wisst, was heute für ein Tag ist und warum wir uns hier auch in diesem Jahr ganz einfach treffen müssen.

Der 1. September ist ja ein wichtiger Tag: meteorologisch gesehen der Herbstanfang und auch Start des neuen Ausbildungsjahres. 

Aber wir haben uns ja in dieser Stunde aus einem anderen Grund hier am Marktbrunnen versammelt. Denn der heutige 1. September ist immer noch der Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges, und das bleibt auch 84 Jahre nach Kriegsbeginn ein rabenschwarzes Datum in unserer deutschen Geschichte 

Am 1.September 1939 fiel Nazi-Deutschland in Polen ein und begann damit den Zweiten Weltkrieg, der Leid und Zerstörung brachte, und millionenfach Menschenleben auslöschte.

Und von daher gehört zu diesem Tag zunächst einmal die Erinnerung, das Gedenken an all die, die in diesem schrecklichen Krieg ihr Leben lassen mussten:

  • An die 65 Millionen Menschen insgesamt, davon mehr als die Hälfte aus der Zivilbevölkerung,
  • an über sechs Millionen Deutsche,
  • an sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens,
  • an über 20 000 Sinti und Roma,
  • an mehrere Tausende Sozialdemokraten, Kommunisten, Homosexuelle und viele andere, die Widerstand leisteten und sich einfach nicht  der Ideologie des Dritten Reiches beugen wollten.
  • Dazu unzählige Behinderte, die dem Euthanasie-Programm zum Opfer fielen, traumatisierte Menschen, zerschmetterte Leiber,                  zerschmetterte Seelen, Soldaten, Männer, Frauen und Kinder. Und auch nachkommende Generationen, die die Wunden fühlen, vielleicht sogar bis zum heutigen Tag.

Und deshalb sind solche Tage wie heute sehr wichtig, Tage der Erinnerung sind, Tage, des Gedenkens und Tage der Mahnung

Und wir haben ja am vergangenen Samstag mit der Verlegung einer Stolperschwelle in Wasseralfingen ein deutliches Zeichen gesetzt, was es heißt eine gute Erinnerungskultur zu pflegen und auch die nicht zu vergessen, die als Zwangsarbeiter unter Tage geschuftet haben, ausgebeutet wurden und verhungert sind. 

Und allen, die dieses verharmlosen und diese schreckliche Zeit vergessen lassen wollen, müssen wir uns ganz eindeutig entgegen stellen und dürfen niemals zulassen, dass es soweit kommt und die Schreier am rechten Rand die Stimmführer in unserem Land werden. Wir lassen uns nicht einschüchtern von menschenverachtende Ideologien,  und auch nicht von Rechtsextremismus und Rassismus. 

Die zwölf Jahre nationalsozialistische Herrschaft waren schlimm für dieses Land und die Welt. Jeder noch so harmlos gemeinte Versuch,. braunes Gedankengut wieder hoffähig zu machen, muss im Keime erstickt werden. Und das ist und bleibt unser aller Aufgabe.

Nun ist aber am heutigen Tag Erinnerung nur ein Teil, warum wir zusammenkommen müssen. Seit fast genau eineinhalb Jahren tobt in der Ukraine keine militärische Sonderoperation, sondern ein Vernichtungskrieg.

Und nach wie vor wird nicht einmal ein Minimum an Völkerrecht eingehalten. Die Bomben treffen Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, unschuldige Menschen in ihren Wohnungen und Häusern. Dieser Krieg ist ein Verbrechen.. und fordert jeden Tag neu unschuldige Opfer.

Und von daher ist das Motto des Antikriegstages 2023 genau richtig: Die Welt braucht Frieden! Denn im Grunde ist jeder Krieg ein Angriff auf Menschheit und Menschlichkeit. Darum muss es mehr denn je darauf ankommen, sich für Frieden, Rüstungskontrolle, Abrüstung, und auch für die Achtung von Menschenrechten und für mehr soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Das alles umfasst Frieden und muss zur Botschaft dieses Antikriegstages dazu gehören.

Nun will ich auch in diesem Jahr ganz ehrlich sein und fragen: wie kommen wir denn in der Ukraine zu  Frieden? Durch immer mehr Waffenlieferungen, wie sie Selensky fast jeden Tag aufs neue fordert und sein Aussenminister Coleba gestern im spanischen Toledo bei der Aussenministerkonferenz nachdrücklich unterstrichen hat? Können wir so Krieg beenden, durch immer mehr Aufrüstung und Waffenlieferungen? 

Ich weiß noch genau, was ich vor einem Jahr hier am Marktbrunnen gesagt habe und ich stehe dazu, dass ich es auch ernst gemeint habe, als ich für eine  begrenzte Waffenlieferung plädierte , weil ich befürchtet habe, dass ohne solche Waffenlieferungen der Herr im Kreml alles niederwalzen wird.

Ich würde das aus damaliger Sicht bestimmt wieder so sagen, aber ein Jahr später bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass der Frieden so keinen Millimeter erreicht wurde und bestimmt auch in Zukunft nicht erreicht wird. Frieden schaffen durch immer mehr Waffen treibt die  Vernichtungsspirale nur nach oben. So wird es nie Frieden geben.

Daher muss die Botschaft an unsere Regierung heute die sein, ihr Handeln stärker auf friedliche Ansätze zur Konfliktlösung zu konzentrieren. Wagt wieder mehr Diplomatie. Lasst keinen Versuch einer friedlichen Lösung aus. Dem verbrecherischen Kriegstreiber im Moskau muss das Handwerk gelegt werden, aber mit immer neueren oder besseren Waffen oder gar Streubomben wird das Gegenteil erreicht und nur die Zivilbevölkerung noch mehr geschunden.

Gebt der Diplomatie wieder mehr Chancen. Die Waffen müssen endlich schweigen! 

Und noch etwas: Der Rüstungshaushalt darf nicht auf das Zwei-Prozent-Ziel der Nato aufgestockt werden. Das Geld fehlt dann woanders, fehlt bei wichtigen Zukunfts-Investitionen und gefährdet den sozialen Frieden, und den zu wahren, ist eine der wichtigsten Aufgaben von Gegenwart und Zukunft!

Liebe Freunde, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben jetzt 78 Jahre Frieden in unserem Land. Dafür können wir sehr, sehr dankbar sein. Wir haben in dieser Zeit viel erreicht. Aber klar ist auch: wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Für Frieden muss jeden Tag neu gekämpft, für eine friedlichere Welt muss jeden Tag neu gerungen werden.

Daher müssen die demokratischen Kräfte in dieser Stadt und überall zusammenstehen.

Wir dürfen deshalb nicht müde werden, als Demokraten immer wieder neu  einzutreten für Frieden und Versöhnung, gegen jegliche Form von Hass und Ausgrenzung.

Den heutigen Tag verdanken wir dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der 1957 diesen 1. September zum Antikriegstag ausgerufen hat. 

Und ich freue mich, dass gleich heute Heike Madan das Mikrophon und die Hauptrede zum heutigen Tag übernimmt. Sie ist 2. Bevollmächtigte der IG Metall, DGB-Vorsitzende im Kreisverband Ostalb, und ich bin mir sicher, dass sie gleich, so wie viele Jahre Josef Mischko und im letzten Jahr Bärbel Mauch die richtige Tonlage finden wird, die an diesem Tage angemessen ist.

Rolf Siedler übernimmt wie immer den musikalischen Teil mit Liedern, die zu diesem Tage passen. Vielen Dank dafür

Ich danke Euch, dass Ihr alle da seid. Ich sehe…….

Stehen wir zusammen, für eine friedlich Welt mit möglichst wenig Waffen, mit der Chance auf ein Ende des Krieges in der Ukraine und anderswo.

Denn Frieden war, ist und bleibt ein zerbrechliches Gut. 

Lasst uns deshalb heute und auch in Zukunft dafür einstehen, dass Frieden bewahrt und Versöhnung gelebt wird.

Lasst uns stets dafür eintreten, dass Grundrechte und Menschenrechte nicht mit Füßen getreten werden.

Unser Zusammensein hier am Marktbrunnen ist dafür ein klares Zeichen.

Mit Herzblut und Leidenschaft, damit es uns nicht fröstelt, klimatisch nicht, und politisch erst recht nicht! 

Die Welt braucht Frieden. So das Motto 2023 für den Antikriegstag. Sie braucht Frieden in  der Ukraine, das Schweigen von Waffen, und die Welt braucht auch den sozialen Frieden. Und die Welt braucht auch uns, unser Reden und Handeln, unser unerschrockenes Einstehen für die Grundwerte der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit.

Die Welt braucht Frieden! Machen wir uns dazu - wo immer wir können - auf den Weg!

Danke für Eure Aufmerksamkeit!

Bernhard Richter  Pfarrer der Stadtkirche in Aalen  Tel: 0173/6668053

 

Hier können Sie die Rede als PDF herunterladen.

 

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Familien-Bergfreizeit Fiss

 

In der zweiten Woche der Sommerferien fand jetzt schon zum dritten Mal die Bergfreizeit in Fiss statt. Eine gemischte Gruppe bestehend aus Familien, jungen Leuten und Junggebliebenen verbrachten eine wunderbare Woche in der faszinierenden Bergwelt des oberen Inntals, unter der Leitung von Lisa und Andreas Stork.

Gemeinsam erkundeten wir die Berge, die Seen, die großartigen Kinderspielanlagen und den "Himmel" (sky and heaven). Sowohl in der Kinderandacht am Nachmittag als auch beim Abendprogramm der Erwachsenen waren wir unterwegs mit ABRAHAM, dessen Lebens- und Glaubensweg uns die Woche über begleitete. Tagsüber war viel Zeit für gemeinsame Ausflüge und Wanderungen.


Pilgerweg durch die Stadt (06.08.2023)

Es gehört zum jährlichen Sommerprogramm der Evang. Kirchengemeinde in Aalen: der Pilgerweg, der in den letzten Jahren bei hitzigen Temperaturen hinauf aufs Aalbäumle geführt hat. An diesem Sonntag waren eher herbstliche Temperaturen und ohne Schirm ging auch nichts. Pfarrer Bernhard Richter wollte diesmal einen anderen Weg gehen, von der Stadtkirche zu den Stolpersteinen, zur Johanneskirche, der Sternwarte, dem Mahnmal zum Ziel: dem Albstift, wo in jedem Jahr der Pilgerweg vorbeiführte. Trotz leichtem Regen haben sich 10 Pilger zusammengefunden und sind unentwegt gegangen, an jeder Station ein Lied gesungen und auf einen Bibelvers gehört. Am Mahnmal gedachte Richter nicht nur den Gefallenen beider Weltkriege, sondern erinnerte auch an den 78. Jahrestag des ersten Atombombenabwurf auf Hioshima und deren schreckliche Folgen. Richter las die Seligpreisungen und sprach von der Verantwortung eines jeden, für Frieden und Versöhnung zu sorgen.

Vor dem Albstift gab es noch einen Halt an der Unterführung Fackelbrücken/Stuttgarter Str.

Wie oft führe einen der Lebensweg in einen dunklen Tunnel, wo man die Orientierung verliert und nicht weiß, wie es weitergehen soll, so Richter in seiner kurzen Auslegung. Wie gut, wenn wir dann jemand haben, der uns aus den Tunneln der Einsamkeit, der Schuld oder vieler Ängste wieder heraushilft. „Und wir Christen vertrauen darauf, dass uns Jesus Christus an der Hand hält und hilft, auch in den dunkeln Tunneln unseres Lebens“ schloss der Pfarrer.

Am Albstift endete der Pilgerweg: mit vielen Bewohner wurde vor der Tür Gottesdienst gefeiert und Gott für allen Schutz und Fürsorge gedankt. Mit dem Lied: Großer Gott, wir loben Dich und dem Segen endete der Pilgerweg.

Unsere Bilder zeigen Pfarrer Bernhard Richter mit den Bewohnern des Albstiftes und denen, die den Pilgerweg gegangen sind, bei der letzten Station des Pilgerweges vor dem Albstift.


Vorbildliches Engagement im Ehrenamt - Elterntag in Leinroden

Es ist in jedem Jahr der Höhepunkt der Ferienfreizeit in Leinroden, der Elterntag am Samstag in der Mitte jeden Abschnittes. So auch in diesem Jahr, als neben den 170 Kindern und ihren Betreuern mindestens nochmals hundert Eltern und andere Verwandte der Kinder in Leinroden willkommen geheißen wurden.

Der Tag begann mit einem Gottesdienst, in dem das Biblische Erlebnisproramm der gesamten Woche vorgestellt und fortgesetzt wurde. Dabei ging es um die Davidsgeschichte, die in Szenen hervorragend von Mitarbeitern dargestellt wurde: David, der die Philister besiegte, den Riesen Goiliath überwältigte, dem Saul zur echten Konkurrenz wurde, und dann fliehen musste.

Pfarrer Bernhard Richter stellte seine Predigt unter das Motto; „Gott geht mit“, mit David, und mit allen Menschen, auch mit den Kindern und Mitarbeitern auf der Ferienfreizeit, mit Menschen in Schwierigkeiten und Krisen, mit denen, denen alles gelingt, und mit denen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Am Schluss bedankte sich Pfarrer Bernhard Richter bei der Leiterin Pia Wolf, die auch noch den erkrankten Felix Lutz vertreten musste, bei Julian Morassi und Annika Bähring, die den zweiten Abschnitt verantworteten, und beim Küchenteam um Rosemarie Mahler, die täglich für drei Mahlzeiten sorgen. Richter sprach dabei vom hohen gesellschaftlichen Wert, den das Ehrenamt ausstrahlt “Wir haben Leinroden nie ausfallen lassen müssen, nicht einmal in Corona“, so der Pfarrer als Vertreter des Trägers, der Evang. Kirchengemeinde in Aalen.

Pia Wolf dankte Pfarrer Richter für die jahrelange Begleitung und Unterstützung des Ferientagheimes. überreichte ihm einen Geschenkkorb und hoffte, dass er als Ruheständler auch einmal nach Leinroden kommen würde.

Unser Bild links zeigt Pfarrer Bernhard Richter in Leinroden bei der Ehrung der Leitung mit v.r.n.l. Julian Morassi. Annika Bähring, Pia Wolf und die Techniker Jonas Gräßer und Alexander Maihöfer.


Tagesausflug ins Gebetshaus Augsburg (29.07.2023)

Das Gebetshaus Augsburg, eine Art christliches Aschram, ist zwar nicht das älteste, vielleicht aber das bekannteste Gebetshaus im deutschsprachen Raum. 2005 von dem geistlichen Schriftsteller Johannes Hartl (*1979) und seiner Frau gegründet, wird in diesem kleinen Zentrum rund um die Uhr von Gläubigen aller Konfessionen gebetet und Gott gelobt, christliches Leben eingeübt, Begegnung ermöglicht und in Rahmen von Vortragsreihen und Seminaren studiert.

Am 29. Juli sind wir vom Gottesdienst-am-Kocher-Team zu einer kleinen Exkursion nach Augsburg aufgebrochen, um uns einen eigenen Eindruck vom Gebetshaus zu machen. – Ein spannender Tag mit Gebetszeiten, Hausführung, gemeinsamem Essen und vielen Eindrücken liegt hinter uns.

Das Gebetshaus selbst haben wir dabei als einen ausgesprochen lebendigen geistlichen Ort wahrgenommen, an dem tradierte Werte und neue Innovationen sehr bewusst und auf interessante Weise miteinander verbunden werden. – Ein Eindruck, der zusätzlich dadurch unterstrichen wird, dass das gesamte Zentrum sehr liebevoll und detailreich durchdesignet ist.

Für uns als Gottesdienstteam war es auf jeden Fall ein spannendes und ermutigendes Erlebnis, nach Augsburg gefahren und von dort Impuls empfangen zu haben. – Was wir für unseren eigenen Dienst in unserer Kirchengemeinde von dem Erfahrenen konkret fruchtbar machen können, werden wir in den kommenden Wochen gemeinsam reflektieren.

Auf jeden Fall aber planen wir, bald zum Gebetshaus Augsburg zurückzukehren; nach Möglichkeit noch diesen Herbst.

Ihr Pfarrer Jan B. Langfeldt


Kinderfestival auf der Heide (02.08.2023)

Der 10jährige Mattis von der Heide hat ein Sommerfestival auf der Heide organisiert. hat in der ersten Ferienwoche ein Sommerfestival mit seiner Lama-Band organisiert. Der Grundschüler setzte mit seinem Team alle Hebel in Bewegung, um seinen Traum von einem Festival mit Band, Zaubershow, Musik und Tanz und natürlich mit Bewirtung, Merchandise und viel Spaß in die Tat umzusetzen.

Vielen Dank sagte Pfarerin Caroline Bender an das junge Team von Viertklässlern mit allen Helfer/innen, die Eltern und Gäste, die kamen und an Doris Klein von der FBS, die dem kleinen Projektmanager mit Rat und Tat und technischem Equipment zur Seite stand!

 

Ergänzung zum Kinderfestival auf der Heide (02.08.2023)

 

Der 10jährige Mattis von der Heide hat ein Sommerfestival auf der Heide organisiert.

Caroline Bender hat ihn dazu interviewt. 

Lieber Mattis, wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Festival zu organisieren?

Mattis: Die Kombination aus Leidenschaft zur Musik und zum Tanzen sowie der Spaß am planen und organisieren haben mich auf die Idee gebracht. 

Was war denn alles geboten an diesem Mittwochnachmittag? 

Mattis: Es gab mehrere Programmpunkte, die musikalisch von unserer Band begleitet wurden. Es gab mehrere Hip Hop Auftritte, Sänger, die Songs performt haben sowie einen Auftritt der Sportakrobatik und Zauberkunststücke. 

Wer hat mitgemacht? 

Mattis: Meine Geschwister, Freunde und Bekannte. Sie haben zum Thema Lama auch Sachen verkauft. Wir sind die Lama-Bande. Darum war vieles zu diesem Thema, vor allem die Deko. 

Gab es auch etwas zu essen und zu trinken? Und wenn ja, was? 

Mattis: Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Zu essen gab es leckere Muffins, Pizzaschnecken und Fingerfood. Zu trinken gab es Schokostars, Kaffee sowie verschiedene Kaltgetränke.

Wie haben die Leute vom Festival erfahren?

Mattis: Durch eine von mir gestaltete Einladungskarte. 

Wie lange hat die Planung gedauert?

Mattis: Die Planung dauerte ca. 6 Monate.  

Was musstest Du alles beachten? 

Mattis: Das Wichtigste war die Genehmigung, um das Festival überhaupt ausrichten zu können. Auch sehr wichtig war die Sicherheit aller Anwesenden. Wir haben beim Aufbau sehr darauf geachtet, dass keine Stolperfallen durch Kabel oder ähnliches entstehen. 

Was musstest Du alles organisieren?

Mattis: Ich musste als erstes ein Team zusammenstellen. Dann plante ich den kompletten Ablauf des Festivals. Dazu gehörte die Auswahl der Lieder, das Organisieren der Technik und der Band sowie das Planen der Auftritte. 

Gibt es etwas, das Du künftig anders machen würdest? 

Mattis: Im Nachhinein gibt es schon ein paar Dinge, welche ich anders machen würde. Ich bin dennoch auch für diese Erfahrungen sehr dankbar.

Wie lange hat das Aufräumen gedauert? 

Mattis: Mit Auf- und Abbauen waren wir 4 Stunden beschäftigt.

Würdest Du sowas wieder machen? 

Mattis: Auf jeden Fall. 

Was ist als nächstes von Dir geplant? 

Mattis: Ich habe vor, nächstes Jahr wieder ein Festival zu organisieren. Aber vielleicht gibt es noch dieses Jahr zur Herbst / Winterzeit ein Event im etwas kleineren Style. 

Was möchtest Du sonst noch sagen? 

Mattis: Ich möchte mich sehr bei Frau Klein und Frau Bender bedanken. Ohne ihr Einverständnis und Unterstützung wäre das Ganze nicht möglich gewesen. Auch bei meinem Team und bei allen, die etwas zum Gelingen des Festivals beigetragen haben, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. 

 

Lieber Mattis, vielen Dank für das Interview und Deinen Einsatz! Es war ein ganz tolles Festival. Gerne bald wieder!


„Die große Schatzsuche“ – Gottesdienst im Grünen auf der Schillerhöhe (29.07.2023)

Wer einen Schatz ausgraben möchte, darf sich nicht vor unsicherer Wetterprognose fürchten. Zum ökumenischen Gottesdienst am ersten Sommerferiensamstag hatte sich mit den Liturginnen Barbara Rau und Pfarrerin Caroline Bender und für die Predigt Diakon Bieg eine zuversichtliche Gemeinde auf den Bänken vor dem Mahnmal auf der Schillerhöhe eingefunden.

Thomas Bieg predigte zu Jesu Gleichnis vom „Schatz im Acker“ und der Perle des Kaufmanns, was das Himmelreich für uns heute sein kann. Pfarrerin Caroline Bender und Barbara Rau von der Salvatorgemeinde leiteten durch die Liturgie und luden ein, den Schatz in Gottes Kraft im Alltag zu finden. Den „Schatz des Friedens“ weiterzugeben, lud Barbara Rau beim Friedensgruß ein. Wolfgang Böttiger leitete den Posaunenchor des CVJM Aalen und gestaltete mit ihm den Gottesdienst mit musikalischen Perlen mit.

Die Kollekte wurde für die Arbeit des Freundeskreises für Wohnsitzlose und das neue Haus für ehemals wohnsitzlose Frauen in der Düsseldorfer Straße 33 erbeten (Spendenkonto Freundeskreis für Wohnsitzlose Aalen e.V.: IBAN DE72 6145 0050 0805 2201 33).

Sie sind auch ein Schatz: Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern beim Auf- und Abbau und den neuen Konfirmanden, die sich bei den Fürbitten einbrachten! 


Ein besonderer Tag für die Kinder der Stadt - Weltkindertag am 20. September 2023

In diesem Jahr ist alles ein wenig anders. Nachdem Corona weitgehend überstanden ist und keine Beschränkungen mehr vorgeschrieben sind, dürfen sich alle wieder unbeschwert treffen. Und das ist auch gut so, ganz besonders für unsere Kinder.

Das große Bündnis in Aalen, das seit vielen Jahren den Weltkindertag organisiert, hat sich unter Federführung des Stadtjugendrings schon im Herbst vergangenen Jahres zusammengesetzt und hat beschlossen, 2023 vom eigentlichen Weltkindertag am 20. September abzurücken und einen Aalener Kindertag am 18. Juni durchzuführen.

In der Evang. Kirchengemeindein Aalen wollte man nun den Weltkindertag am 20. September nicht ausfallen lassen. So hat Pfarrer Bernhard Richter auch für dieses Jahr ein Mitmachkonzert organisiert, das am Mittwoch, 20. September, dem eigentlichen Weltkindertag, um 10 Uhr in der Stadtkirche beginnt und zu dem diesmal der Liedermacher Jörg Sollbach mit seiner Handpuppe Fridolin eingeladen wurde. Sein Konzert steht unter der Überschrift: „Hey, wir sind stark!“ Im Anschluss soll es wieder eine Polonaise rund um die Stadtkirche geben, damit allen deutlich wird, dass Weltkindertag ist und Kinder in unserer Stadt und in der Gesellschaft insgesamt genügend Raum und Aufmerksamkeit bekommen.

Für Pfarrer Bernhard Richter ist an diesem Tag immer auch wichtig, und das möchte er in dem Konzert den Kinder auch vermitteln, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Kinder in Frieden und Freiheit aufwachsen dürfen, ein Dach über dem Kopf haben, ein Vesper mit in den Kindi bekommen und vieles andere mehr“.

Letztlich verweist der Pfarrer auch auf die Bibel und das Kinderevangelium, wo Jesus deutlich macht, welche Wertschätzung Kinder bei ihm erfahren: „Lasset die Kinder zu mir kommen, und wehret ihnen nicht, denn ihnen gehört das Reich Gottes."

Darum müsste laut Richter, eigentlich jeder Tag ein Weltkindertag sind, an dem der Gesellschaft klar wird, ob sie wirklich nur von der Bedeutung der Kindern reden, oder auch das Notwendige dafür tun. Auch die Kirche wird an ihren Taten gemessen, ist sich Richter sicher.


Letzte Mittwochs-Dienstbesprechung mit Bernhard Richter

Regelmäßig mittwochs am Vormittag finden die Dienstbesprechungen der Pfarrer/innen in Aalen statt, z.B. für den Gottesdienstplan, oder auch, um Termine mit den Kirchenmusikern, den Sekretärinnen, Mesner/innen, Hausmeister/innen und anderen Beteiligten abzusprechen.

Aktuell findet die Dienstbesprechung im Haus Kastanie statt. Am 26.07.2023 war vor den Sommerferien der letzte offizielle Termin, bei dem auch Pfarrer Bernhard Richter dabei war. Auch wenn er vielleicht etwas geahnt haben mag – er wirkte doch recht überrascht, dass zu der „üblichen Besetzung“ viele der ehemaligen Kolleg/innen aus den vergangenen 24 gemeinsamen Dienstjahren von Bernhard Richter hier dabei waren.

Dekan Ralf Drescher verabschiedete ihn an dieser Stelle mit dem Dank für Richters gute, zuverlässige und umfassende Mitarbeit: „Du hast das Wort geprägt: Wenn ein Ruf zu einer Aufgabe kommt, ist man da!“ Richter habe das gefüllt und gelebt und nie „nein gesagt“.

Die Anwesenden überreichten 24 Rosen, für jedes Dienstjahr in Aalen eine, und konnten sich in diesem Rahmen persönlich verabschieden und bei einem kleinen Sektempfang noch verweilen, bevor sich die ersten in die Sommerpause verabschieden. „Sekt gibt es natürlich auch nicht jeden Mittwoch“, schmunzelte der Dekan.

Richters offizielle Verabschiedung ist am 1. Oktober um 15 Uhr, beginnend mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen ist.

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Festlicher Familiengottesdienst in der Stadtkirche (23.07.2023)

Wie im Flug, so scheint es, ist die Zeit vergangen: Schon wieder liegt ein Konfi3-Kurs hinter uns!

Insgesamt 16 Drittklässler hatten sich Winter letzten Jahres mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus unserer Gemeinde auf den Weg gemacht, zentrale Themen des Glaubens zu vertiefen, Kirche noch einmal ganz neu zu erfahren und miteinander eine gute Zeit zu haben. – Vor wenigen Tagen nun haben wir sie im Rahmen eines festlichen Abendmahlsgottesdienstes, den die Konfi3-Kinder selbst ganz wesentlich mitgestaltet haben, in der Stadtkirche verabschieden dürfen.

„Der Glaube geht in die nächste Generation“, so ein ermutigendes Fazit dabei, das umso passender erscheint als in dem Gottesdienst mit den Konfi3-Kindern ja auch zwei Taufen gespendet werden konnten.

Unser Dank gilt allen, die als Teamer, Referenten, helfende Hände oder im organisatorischen Hintergrund die zurückliegenden Monate und den Festgottesdienst vor wenigen Tagen so möglich gemacht haben – nicht zuletzt auch den Mitgliedern unserer Kantorei, die auch dieses Jahr wieder für einen besonders festlichen Gottesdienstrahmen gesorgt haben.

Schon heute freuen wir uns auf den nächsten Konfi3-Kurs, der im Advent starten soll. Die Anmeldung dazu wird wieder im Anschluss an den Familiengottesdienst zu Erntedank möglich sein. 

Für das Konfi3-Team Pfarrer Jan B. Langfeldt


Verabschiedung von Jessica Lakey (evangelische Kindertagesstätte Arche Noah)


50 Jahre Rötenberg - Vom sozialen Brennpunkt zum charmanten Quartier

Bis zum Jubiläum im September sind es noch ein paar Wochen, doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: 50 Jahre Rötenberg, das ist ein bedeutsamer Einschnitt, und daher trafen sich in dieser Woche Oberbürgermeister Frederick Brütting, Treffpunkt-Leiter Sven Mielke und Fördervereinsvorsitzender Bernhard Richter, um das Festprogramm zum Jubiläum vorzustellen und auch auf die Anfänge zurückzublicken.

Pfarrer Bernhard Richter hat fast die Hälfte der 50 Jahre am Rötenberg aktiv miterlebt, als Mitglied der AG, ab 2009 als Vorsitzender und seit zehn Jahren steht der dem 2013 neu gegründeten Förderverein vor. „Der Treffpunkt ist zur Heimat vieler Kinder und Jugendlicher geworden“, so Richter “hier kommt man zusammen, zum Sport, zum Spiel und auch zum Bewerbertraining“.

Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1973 von der Kath. und Evang. Kirchengemeinde und der Arbeiterwohlfahrt gegründet. Die ersten Leiter waren Roland Wehrle, Michael Fischer und ab 1979 Brigitte Geßler. Nach deren plötzlichem Tod kommissarisch Heidrun Züger, dann Marcela Bolsinger, Kerstin Helmecke und seit 1.9.21 Sven Mielke.

1976 wurde das Jugend- und Nachbarschaftszentrum eingeweiht. 
2013 kam der Treffpunkt in städtische Trägerschaft, ein Beirat und ein Förderverein wurden gegründet.

2018 wurde ein Mittagstisch gegründet mit einem Essensangebot am Dienstag und Donnerstag.

Für Richter war die Arbeit am Rötenberg immer eine besondere Aufgabe. „Ziel war es, den Rötenberg von sozialen Brennpunkt zu einem charmanten Quartier zu entwickeln", so Richter. Er selber wird im Herbst den Vorsitz an Pfarrerin Caroline Bender übergeben, Mura Goel wird zweiter Vorsitzender für Günter Hoeschle.  

Sven Mielke stellte die Konzeption des Treffpunktes vor und Oberbürgermeister Frederick Brütting dankt allen Beteiligten für die wertvolle Arbeit und stimmte ein auf das Fest im September.

Dienstag,12. September 18.30 Uhr: Quartiersspaziergang mit Stadtarchivar Dr. Georg Wendt. 

Samstag, 16. September 14 Uhr bis 20 Uhr Jubiläumsfest mit Feierstunde, Aufführungen, Essen und Trinken.


Zwei Jahrzehnte für die Tafel

Sie war schon bei der Tafel, als diese in Aalen noch in der Friedhofstr. 17 war. Nun hat sie sich nach über zwei Jahrzehnte verabschiedet:

Helga Jakobschy, die beispielhaft im Ehrenamt gewirkt hat. Seit vielen Jahren ist sie jeden Freitag im Einsatz. Vergangenen Freitag (21.7.23) war ihr letzter Tag im Aalener Kocherladen. Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender und Gerhard Vietz als Projektleiter dankten für Ihre Treue zur Tafel, die sie in über zwei Jahrzehnten ehrenamtlicher Tätigkeit zum Ausdruck gebracht hatte. Die Geehrte dankte für die Anerkennung und sagte, sie habe immer gerne diese Arbeit im Kocherladen gemacht.

Unser Bild zeigt Helga Jakobschy und Pfr. Bernhard Richter (l.) und Gerhard Vietz vor dem Liefereingang der Tafel, an dem sie über zwei Jahrzehnte die Waren angenommen, verlesen und ausgezeichnet hat.


Friedensgebet als Säule der Ökumene

Sie waren wieder einmal beieinander, am dritten Montag des Monats. Nachdem die Turmbläser ihren Choral in alle Richtungen geblasen hatten, begannen die 15 Christen mit ihrem Friedensgebet, sangen "Ubi caritas" und "Dona nobis pacem", beteten im Wechsel die Versöhnungslitanei von Coventry und Fürbitten und lauschten dem Impuls, diesmal vom scheidenden Vorsitzenden der ACK, Pfarrer Bernhard Richter. Er berichtete von den Anfängen seines kirchlichen Dienstes, als er 1983 Ausbildungsvikar in Täferrot wurde und auf der Mutlanger Heide die ersten Pershings stationiert wurden. Mit Überzeugung sei er bei der Prominentenblockade dabei gewesen, aber auch bei der Menschenkette entlang der B10, doch habe ihn der Ukraine-Krieg sehr nachdenklich gemacht und er könne heute nicht mehr so eindeutig gegen Waffenlieferungen sein. Daher sei das Friedensgebet vor dem Turm der Stadtkirche eine Säule des Glaubens und auch der Ökumene, einmal im Monat, und im Advent und vor Ostern auch jede Woche und - wenn wie zu Beginn des Ukrainekrieges - es auch ein großes Bedürfnis sei, jeden Montag zum Gebet zusammenzukommen. Für Richter ist und bleibt das Friedensgebet auch die Kraftquelle zum Handeln, und um richtige Entscheidungen zu treffen und nötige Schritte zu gehen.

Bei der anschließenden Sitzung im Biergarten des Café Podiums verabschiedeten die Delegierten der ACK ihren Vorsitzenden. Barbara Rau sprach Dankesworte und überreichte einem sichtlich überraschten Pfarrer Richter eine Tasse mit der Aufschrift: Pfarrer mit Herz.

Richter blickte zurück auf manchen Meilenstein der Ökumene, so die fünf Kirchentage in ökumenischer Verbundenheit in der Stadt Aalen, sprach aber auch von vielen selbstverständlichen gemeinsamen ökumenischen Gottesdiensten bei Festen oder der Einschulung. „Ökumene lebt vom Vertrauen und davon, dass man sich aufeinander verlassen kann“, so Richter. Die nächste ACK-Sitzung ist am 18.10., das nächste Friedensgebet am 21.8. um 18.10 Uhr vor dem Turm der Stadtkirche.

Unser Bild zeigt die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Aalen bei der Verabschiedung ihres Vorsitzenden Pfarrer Bernhard Richter im Biergarten des Café Podium.