Gottesdienst zum Holocaust-Gedenken in der Stadtkirche

Ein eindrücklicher Gottesdienst wurde am gestrigen Sonntag in der Aalener Stadtkirche gefeiert. Da der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, wurde dieser Gedenktag, der auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zurückgeht, im Rahmen eines Gottesdienstes gefeiert. Pia Geiger und Neven Sulic sorgten zusammen mit Kirchenmusikdirektor Thomas Haller für den würdigen musikalischen Rahmen. Pfarrer Bernhard Richter rief eingangs zu einem Gedenken und zu einer Schweigeminute auf. Und gedachte all der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, den Millionen Juden, den Behinderten, den Schwulen und Lesben, den Zwangsarbeitern, den Widerstandskämpfern, den politischen Gegnern wie Sozialdemokraten und Kommunisten. Tina Brüggemann vom Theater der Stadt Aalen las in eindrückliche Weise den erschütternden Bericht der in Polen geborenen Jüdin Tolja Szabszewicz über ihr Martyrium während der deutschen Besatzungszeit.  

 

„Niemand kann aus der Geschichte seines Volkes aussteigen!“

Dr. Alfred Geisel, langjähriger Landtagsvizepräsident und Vorsitzender der Regionalgruppe „Gegen Vergessen-für Demokratie“zitierte in seiner Gedenkrede Jean Amery: „Niemand kann aus der Geschichte seines Volkes aussteigen!“. Dieses Wort werde, so Geisel, immer wichtiger in einer Zeit, in der von einer Partei eine totale Wende in der Erinnerungskultur an die Zeit des Nationalsozialismus gefordert wird.  Geisel forderte aber auch die Christen nicht nur die Staatsbürger zur Verantwortung auf. Die scheußlichen Verbrechen stehen im totalen Gegensatz zu den Grundsätzen des christlichen Glaubens.  Die Kirchen dürfen deshalb an einem solchen Tag nicht schweigen, sondern sind aufgefordert, ihre Stimme zu erheben. Pfarrer Bernhard Richter stellet seine Ansprache unter das Leitwort der Jahreslosung aus Psalm 34,15 Suche Frieden und jage ihm nach.  Frieden sei nie selbstverständlich, sondern müsse immer wieder neu geschaffen und erhalten werden. 74 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges sei es wichtig, in großer Dankbarkeit für diese Friedenszeit seiner Verantwortung für eine friedliche Welt gerecht zu werden. In dem Gottesdienst, an dem auch OB Thilo Rentschler teilnahm, dankte Richter den vielen Initiativen, die in der Stadt ein klares Zeichen des Miteinanders und der Solidarität setzten. „Stehen wir ein für Menschenrecht und Menschenwürde, für Frieden und Freiheit, für Grundwerte und Gerechtigkeit,“ schloss Richter. „Und wissen wir als Christenmenschen immer und an jedem Tag neu darum, dass wir unter dem Segen Gottes stehen, der uns seinen Frieden zusagt!“

 


Konfirmandentag der Aalener Konfirmanden

Am Samstag, den 19.1., haben die Aalener Konfirmanden zusammen mit den Pfarrern Frey und Richter und Pfarrerin Bender einen Konfirmandentag zum Thema "Jesus Christus" gestaltet. Nach verschiedenen Warmupspielen wurden Szenen aus dem Leben von Jesus spielerisch dargestellt. Es wurde durchaus kontrovers diskutiert, was Jesus Christus für einen selbst bedeutet. Deutlich wurde, dass viele Konfirmanden ihren persönlichen Glaubensweg gehen, aber auch gehen wollen. Im zweiten Teil haben die Konfirmanden ihre Bibeln kreativ gestaltet. Mit einer leckeren Pizza endete der rundum gelungene Tag.


Krawattenaktion am 12.1.2019

Aalen ist eine bunte, vielfältige Stadt und pflegt den zivilen Umgang miteinander. Demokratie braucht Arbeit, Initiative und Ausdauer. Mit der regenbogenfarbenen Krawatte setzen wir dafür ein Zeichen.

Ein gut gelauntes Häuflein traf sich am Samstag Mittag im Rathaus in Aalen. Ihr Ziel: Ein Zeichen setzen für den zivilen Umgang miteinander in unserer so vielfältigen wie weltoffenen Stadt. Auf Initiative des Theaters der Stadt Aalen haben Vertreter*innen des Büros für Chancengleichheit, der Kulturküche, der ev. Kirche Aalen, des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ und der Kulturküche Aalen. als Erste Krawatte angelegt. Die kleine Ansteckkrawatte wird am Theater zum Selbstkostenpreis gefertigt und kann an der Theaterkasse erworben werden.

Tina Brüggemann, Chefdramaturgin des Theaters, begrüßte die Runde mit den drei so kurzen wie klaren Sätzen, Ralf Drescher, Dekan der ev. Kirchengemeinde, wies darauf hin wie gut die Worte zur diesjährigen Jahreslosung passen, Uta Steybe, Amtsleiterin des Büros für Chancengleichheit, wünscht sich mindestens 80% der Aalener*Innen mit Krawatte, Herma Geiss, von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und Knut Frank, von der Kulturküche Aalen, sehen das Anliegen ihrer Vereine von der Krawatte repräsentiert. Klare Unterstützung kam per Gruß von OB Thilo Rentschler und gab dem Anliegen kräftigen Rückenwind. Es wurde spürbar: Wir sind die Vielen. 

Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15)


"Heiraten in der Kirche ..." - Hochzeitsmesse in Aalen

 Auch in diesem Jahr waren die Evang. und Kath. Kirche auf der Hochzeitsmesse präsent. In den ganzen Hochzeitsvorbereitungen wollen wir Zeichen setzen: Die Ausrichtung auf Gott und seinen Segen vermag eine tragfähige Basis für eine Partnerschaft sein. In vielen guten Gesprächen konnten Brautpaare und Angehörige Fragen rund um die Trauung klären. Pfrin. Caroline Bender und Pfr. Marco Frey bedankten sich im Namen der Evang. Kirchengemeinde bei Frau Sylke Gamisch und den Pfarrern Ulrich Marstaller und Achim Bender sowie Pfarrer Gokenbach mit seiner Frau Gabriele Gockenbach, die uns auf dem Stand wunderbar unterstützt haben.


Die Aalener Tafel wird am 1. Februar 20 Jahre alt

Foto: Peter Schlipf
Foto: Peter Schlipf

Was am 1. Februar 1999 in der Friedhofstr. 17 begann und am 1.12. in der Bahnhofstr. 55 seine Fortsetzung fand, feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag: Der Kocherladen-, die Aalener Tafel e.V.

1999 von den beiden großen Kirchen in Aalen ins Leben gerufen, ist diese Einrichtung zu einem unverzichtbaren Knoten im sozialen Netz dieser Stadt geworden.

Gefeiert wird der Geburtstag am 1. Februar mit einem Festakt im Evang. Gemeindehaus. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes, hält ein Impulsreferat unter der Überschrift: "Kirche trotz Armut und Ausgrenzung - die Tafeln im Kontext diakonischer Arbeit."

 

Landrat Klaus Pavel, Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Dekan Ralf Drescher werden Grußworte sprechen. Der Fanfarenzug Essingen übernimmt die musikalische Gestaltung. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Abendessen.  


„Komm, wohn mit mir in diesem Haus“ - Das Cafe im Foyer kehrt zurück ins Gemeindehaus

Aalen: Das Café im Foyer ist umgezogen. Am Samstag öffnete es zum ersten Mal die Pforten in den neuen Räumen des Evangelischen Gemeindehauses. Dekan Ralf Drescher begrüßte die zahlreichen Gäste. „Komm, wohnt mit mir in diesem Haus,“ mit den Worten des bekannten Kirchentagsliedes von Peter Jansens hieß er alle herzlich willkommen. Es sei wichtig, dass es in der Gemeinde offene Räume gäbe, in denen man sich treffen, oder einfach nur zusammenkommen könne, so der Dekan. Er bedankte sich bei den Caféteams für ihr großartiges Engagement und überreichte symbolisch ein Päckchen fair gehandelten Kaffee. Frieder Weinbrenner zeigte sich sichtlich erfreut vom großen Zuspruch des Cafés und wies darauf hin, dass es künftig jeden Samstag zwischen neun und zehn Uhr ein offenes Bibellesen im Raum des Stille – gleich nebenan sozusagen – geben würde. Zur Feier des Tages spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Wolfgang Böttiger auf. Neben Kaffee und Brezeln, gab es an diesem Tag auch Hefezopf, Weißwurst und alkoholfreies Bier.


Tanz und Begegnung an der Hochschule

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Einmal im Semester laden die Hochschulseelsorger Tobias Obele und Bernhard Richter zu einem Internationalen Abend an der Hochschule ein. Ein Land stellt sich vor und somit werden auch die vielen verschiedenen Nationen, aus denen Studierende an dieser Hochschule nach Aalen kommen, ein wenig vertraut. In diesem Semester sind acht Studierende aus Myanmar an der Hochschule, und sie haben im Tower ihr Land präsentiert. Rund 50 Gäste konnten Pastoralreferent Tobias Obele und Pfarrer  Bernhard Richter begrüßen. Beide betonten in Deutsch und Englisch die Bedeutung dieses Abendes, als einen Ort der Begegnung und des Kennenlernens. Myannmar hat ungefähr 50 Millionen Einwohner und 135 ethnische Gruppen. Die vorherrrschende Religion ist der Buddhismus, Christen sind mit ca. sechs Prozent stark in der Minderheit. In einem eindrucksvollen Video wurden Landschaften und Strände des Landes präsentiert. Und anschließend gab es einen Tanz in schönen Gewändern. Auch alle Gäste waren eingeladen, am Tanz mitzuwirken.

Danach ging es ans Buffet. Es wurden kulinarische Köstlichkeiten präsentiert, teilweise sehr würzig, manche auch süß. Viel über das Land konnte man an diesem Abend erfahren, aber auch sehr sympathische Studierende aus Myanmar kennenlernen, die mit großen Aufwand diesen Abend organisiert hatten.

 

Unser Bild zeigt die Hochschulseelsorger Tobias Obele und Bernhard Richter mit den Studierenden aus Mayanmar bei der Präsentation der heimischen kulinarischen Spezialitäten.


Sternsinger ökumenisch unterwegs

Es war eine bunter Schar Aalener Promis, die auf Initiative der Schwäbischen Post in dieser Woche in Aalens Innenstadt unterwegs waren. In drei Gruppen wurden Kneipen, Firmen und Geschäfte der Stadt aufgesucht. Kaspar Melchior und Balthasar sangen „Stern über Bethlehem“ und andere Lieder. Und sammelten für behinderte Kinder in Peru. Mit dabei auch die evangelischen Pfarrer Marco Frey und Bernhard Richter, dazu u.a. Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle, die beiden Ortsvorsteherinnen Heidi Matzik und Andrea Hatam, die ehemaligen Bankdirektoren Hans-Peter Weber und Wilhelm Schiele. Und sie brachten natürlich immer die Buchstaben: C-M-B 2019 ("Christus mansionem benedicat" - "Christus segne dieses Haus"), nicht mehr mit Kreide, dafür mit Klebestreifen.

 

Den Abschluss bildete ein Singen am Marktbrunnen. Die Bevölkerung dankte es mit Spenden.