Evangelische Kirche - Keine Gottesdienste in geschlossenen Räumen (18.04.2021)

Kirchliches Leben in den Gemeinden stark eingeschränkt

Aalen: Der evangelische Dekan Ralf Drescher teilt mit, dass ab Montag, den 19. April, eine landeskirchliche Verordnung in Kraft trete, die für alle Kirchengemeinden bindend sei. Dort heiße es, dass Gottesdienste nur noch im Freien stattfinden oder digitale Formate benutzt werden sollten, sobald der Inzidenzwert die Marke von 200 überschreite. „Da dies im Ostalbkreis nunmehr der Fall ist“, so der Dekan, „gehe ich davon aus, dass wir im Evangelischen Kirchenbezirk Aalen bis auf weiteres keine Gottesdienste oder Andachten in unseren Kirchen feiern, sondern auf digitale Formate ausweichen. Gottesdienste im Freien sind bei Einhaltung der nötigen Schutzmaßnahmen im Moment möglich“. Er selbst habe die Gottesdienste am gestrigen Sonntag in Wasseralfingen und Hüttlingen bereits im Freien vor der Kirche abgehalten. Darüber hinaus weist Drescher darauf hin, dass sämtliche systemrelevanten Veranstaltungen, wie etwa Sitzungen, ebenfalls und bis auf weiteres digital durchzuführen seien oder wo dies möglich erscheine, auch verschoben werden sollten. Drescher: „Damit ist das kirchliche Leben stark eingeschränkt!“ Es sei nun die Aufgabe der Pfarrerinnen und Pfarrer, zusammen mit ihren gewählten Vorsitzenden, zu überlegen, wie die landeskirchliche Verordnung in den jeweiligen Kirchengemeinden bis zum kommenden Wochenende umgesetzt werden könne, stellt Heinz Schmidt, der Vorsitzende der Bezirkssynode fest. „Wir setzen auf Kreativität“, so Schmidt weiter, „außerdem sehen wir es im Moment als Gebot der Stunde, uns solidarisch zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und so unseren Beitrag als Kirche zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.“


Ökumenische Bibelwoche geht neue Wege

Unser Bild zeigt Pastoralassistent Hans-Christian Richter, der die Impulse aufgenommen hat, mit Pfarrer Bernhard Richter in Peter-und Paul bei der Aufnahme eines Impulses zur digitalen Ökumenischen Bibelwoche (Foto: Peter Hageneder)
Unser Bild zeigt Pastoralassistent Hans-Christian Richter, der die Impulse aufgenommen hat, mit Pfarrer Bernhard Richter in Peter-und Paul bei der Aufnahme eines Impulses zur digitalen Ökumenischen Bibelwoche (Foto: Peter Hageneder)

Sie gehört ganz fest in den Jahreskalender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Aalen, die ökumenische Bibelwoche. Letztes Jahr konnte sie Mitte März gerade noch stattfinden, ehe Corona alles lahmlegte. Heuer drohte auch sie pandemiebedingt auszufallen, doch die Verantwortliche in der ACK wollten sich damit nicht abfinden und so beschlossen sie neue Wege. Es wurden in dieser Woche im ökum. Gemeindezentrum in Peter-und Paul fünf Impulse zur Bibelwoche aufgenommen.

In diesem Jahr sind es Texte aus dem Lukasevangelium, die den Inhalt der Bibelwoche prägen. Natürlich ist es seit vielen Jahren Tradition, dass man zusammenkommt und gemeinsame Bibelabende abhält. Das ist dieses Jahr nicht möglich. Doch gibt es jeden Abend Gelegenheit, im Internet einen neuen Impuls eines Geistlichen der Aalener Pfarrerschaft anzuschauen und selber darüber nachzudenken. 

Die Impulse werden am jeweiligen Tag ab 18 Uhr freigeschaltet. Zu finden sind sie auf der Youtube-Playlist Ökumenische Bibelwoche 2021.

Und so sieht das Programm aus:

Es wird auch eine Präsenzveranstaltung geben. Da der wöchentlichen Seniorennachmittag derzeit nicht stattfinden kann, gibt es einen Gottesdienst für Senioren am Dienstag, 23. Februar um 14 Uhr in der Stadtkirche. Dabei wird das Thema der Bibelwoche aufgenommen und vertieft.

Alle Verantwortlichen sind froh, dass es in diesem Jahr wenigstens eine kleine Ausgabe der Ökumenischen Bibelwoche gibt, damit dieser wichtige Termin im ökumenischen Jahreskalender nicht ausfallen muss. Und das Motto der Bibelwoche soll die Ökumene auch im neuen Jahr prägen: In Bewegung - in Begegnung


Süß-närrischer Faschingsgruß an die Konfis

Trotz Fasching und der Pandemie -

Wir Pfarrers vergessen die Konfis nie.

Wir hoffen, sie haben keinen Verdruss,

wenn niemand am Mittwoch in Konfi muss.

Damit auch sie vergessen uns nicht,

schickten wir Faschingsbrief und Gedicht,

wenn diesmal Zoom und Teams bleiben aus

und hoffen, sie gehen ins Freie hinaus!

 

Dort gibt es schöne Fotos zu machen

und wir wünschen allen Sachen zum Lachen.

Das gilt nicht nur den Konfis - nein, allen Leut:

Bleibt gesund und behütet, alle Tage – auch heut!

 

 

 BR/CB                                 


Pfarrer Jan B. Langfeldt ist neuer Pfarrer der Pfarrstelle Aalen West

 

Die Pfarrstelle Aalen West der evangelischen Kirchengemeinde Aalen hat einen neuen Pfarrer: Jan B. Langfeldt. Der 35-jährige Theologe wurde am Freitagabend auf die Pfarrstelle gewählt, zu der das Hüttfeld und ein Teil von Unterrombach zählt. „Ich freue mich riesig, dass ich diese Stelle antreten darf“, sagte Langfeldt nach seiner Wahl, die wegen der Corona-Pandemie nicht wie üblich in Form einer Präsenzwahl, sondern schriftlich durch die Kirchengemeinderäte, erfolgt ist. Langfeldt folgt damit im Amt auf Pfarrer Marco Frey, der im Februar vergangenen Jahres nach Oberkochen an die Versöhnungskirche gewechselt ist. Pfarrer Jan Langfeldt ist seit November 2018 Seelsorger am Ostalbklinikum. Dekan Ralf Drescher gratulierte Langfeldt und zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. (Ulrike Schneider)


Mahnwache am Marktbrunnen (22.01.2021)

Am Freitag, 22. Januar trat der Atomwaffensperrvertrag in Kraft. Aus diesem Anlass hat ein breit aufgestelltes Bündnis in Aalen ein Mahnwache am Marktbrunnen abgehalten mit MdB Leni Breymaier und OB Thilo Rentschler. Hier der Redebeitrag von Pfarrer Bernhard Richter:

 

Liebe Friedensfreunde,

heute ist ein guter Tag und heute ist auch ein schlechter Tag. Ein guter Tag ist heute, weil der Atomwaffenverbotsvertrag endlich, endlich in Kraft tritt, weil ab sofort Nuklearwaffen nicht mehr die Statussymbole weniger Großmächte sind, sondern völkerrechtlich verbotene und ethisch geächtete Massenvernichtungswaffen. Die entsetzlichen Bilder aus Hiroshima und Nagasaki müssen alle zum Umdenken anspornen und verpflichten. Die nukleare Gewalt zerstört die uns von Gott anvertraute Schöpfung und lässt Generationen nach uns keine Überlebenschance.

Es ist ein guter Tag, weil das, was seit 1972 für die Biowaffen und seit 1993 für Chemiewaffen gilt, jetzt endlich auch für Atomwaffen Wirklichkeit ist, dass sie abgeschafft und geächtet werden müssen. 

Heute ist aber auch ein schlechter Tag. Denn unser Land gehört nicht zu den Staaten, die diesem Verbotsvertrag zugestimmt haben. Daher muss der Druck in naher und ferner Zukunft so groß werden, dass wir dem Verbotsvertrag beitreten und unser Nuklearwaffenarsenal aufgeben.

Durch die Pandemie ist doch eines klar geworden. Globale Probleme lassen sich nur durch globale Anstrengungen lösen. Weltweit sind die Rüstungsausgaben auf einem Rekordhoch. Die wichtigste Frage lautet daher: wie wollen wir leben, wen wir Corona im Griff und überwunden haben? Investieren wir in die Sozialsysteme, in Gesundheit und Bildung, in Entwicklung und Klimaschutz oder in Rüstung und Waffentechnik? Ich hoffe, die Antwort auf diese drängende Frage fällt klar und eindeutig aus.

Im Talmud wird die Frage gestellt: „Wann hört die Nacht auf und wird es Tag? Wenn Du einen Baum am Horizont unterscheiden kannst? Wenn Du Deine  Hand vor dem Gesicht erkennst? Die Nacht hört auf und es wird Tag, wenn Du im Gesicht eines anderen Menschen deinen Bruder und deine Schwester entdeckst.“ Wir brauchen keine Atombomben, wir brauchen solche Tagesanbrüche in unserer Welt. Ich wünsche mir, dass Deutschland dafür Flagge zeigt und dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt. Und ich wünsche uns in Aalen und überall weiterhin ein so breit aufgestelltes Bündnis, das für eine friedliche Welt ohne diese schrecklichen Waffen kämpft. 


„Es ist erfüllend!“ - Der Sozialführerschein geht in die 18. Auflage

Foto (Schwenk): v.l. Ulrike Hammer, Marion Santin, Bernhard Richter
Foto (Schwenk): v.l. Ulrike Hammer, Marion Santin, Bernhard Richter

Am 10. Februar 2021 geht der „Sozialführerschein – Helfen lernen“ in die 18. Auflage. Der wertvolle gesellschaftliche Beitrag durch das Ehrenamt wird in einem tollen Konzept begleitet. Dafür machen die Caritas, die Diakonie, die Katholische und Evangelische Kirche Aalen sowie die Bahnhofsmission gemeinsame Sache. 

Ulrike Hammer hat ein wertvolles Gut zu Verfügung: Zeit. Seit ihre Kinder erwachsen sind, brauchen sie sie nicht mehr so sehr. Sie steht zwar im Beruf und versorgt ihre an Demenz erkrankte Mutter. Dennoch ist ihr das Ehrenamt so wichtig, dass sie unbedingt den breiten Fächer der Felder kennenlernen wollte. „Deshalb habe ich letztes Jahr den Sozialführerschein durchlaufen“, berichtet Ulrika Hammer. Gemeinsam mit 15 anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht sie – in Präsenz oder online – die Themenabende. Diese reichen von „Focus Lebenswelten“ über „Rahmenbedingungen für das Ehrenamt“ oder „Andere Menschen, andere Sitten“ bis hin zu „Wertschätzende Kommunikation“ und Praxisbörse. „Alle Abende waren richtig toll und haben mich auch persönlich weitergebracht“, erzählt Ulrike Hammer. Richtig froh und glücklich sei sie, dass sie den Sozialführerschein, der mit einem Zertifikat und Übergabe durch den Landrat endete, absolviert hat. 

Marion Santin ist bei der Caritas Ost-Württemberg für den Bereich Sozial- und Lebensberatung verantwortlich. „Das Schöne am Sozialführerschein ist, dass er nicht nur in der Theorie stecken bleibt, sondern auch die Auseinandersetzung mit sich selbst anbietet“. Fragen wie „Wo sind meine Grenzen?“ oder „Welches Feld des Ehrenamtes interessiert mich wirklich?“ gehören dazu. Nicht zuletzt sei es auch wichtig, die Rahmenbedingungen des Ehrenamtes kennenzulernen, damit man nicht „verheizt“ werde.

Von Beginn an begleitet Pfarrer Bernhard Richter den Sozialführerschein. „Wir haben dadurch einen echten Mehrwert für die Gesellschaft aufbauen können“, sagt er. Soviel Zeit, Herzblut und Nächstenliebe würden dort investiert. Besonders schön findet er persönlich immer die Praxisbörse und die Schnupperpraktika, die sich daraus ergeben. Auch das Abschlussfest mit dem Landrat und der Übergabe der Zertifikate gehört zum Angebot des Kurses. Jährliche Treffen schweißen die Ehrenamtlichen zusätzlich zusammen.

Durch den Lockdown im vergangenen Frühjahr mussten einige Kursabend online stattfinden. Und auch in diesem Jahr wird es auf jeden Fall so sein, dass die ersten Abende digital durchgeführt werden. „Es hat gut geklappt und man braucht keine Bedenken haben“, muntert Marion Santin auf. Gerne bietet sie eine Probe-Online-Meeting im Vorfeld an.

Ulrike Hammer jedenfalls ist glücklich, den Sozialführerschein, auch unter anderen Bedingungen, gemacht zu haben. Sie wünscht sich, wenn es denn wieder möglich ist, ein Engagement im Bereich des Kinderhospizes. „Ansonsten kann ich den Sozialführerschein nur jedem empfehlen. Es ist erfüllend!“

22.01.2021 Caritas Ost-Württemberg/Sibylle Schwenk

 

Info: Der 18. Sozialführerschein startet am 10.02.2021 um 18.30 Uhr, der letzte Abend mit Übergabe des Zertifikates ist am 19.05.2021 um 19.30 Uhr. Anmeldeschluss ist am 03.02.2021. Anmeldung und Informationen unter cz.aalen@caritas-ost-wuerttemberg.de Tel 07361-80642-40 und bei allen Kooperationspartnern:

  • Diakonieverband Ostalb: info@diakonieverband-ostalb.de
  • Katholische Kirche Aalen: St.Maria.aalen@drs.de
  • Evangelische Kirche Aalen: dekanatamt.aalen@elk.wue.de
  • Bahnhofsmission Aalen: aalen@bahnhofsmission.de

Auch in Ellwangen wird ein Sozialführerschein, Start im Mai 2021, angeboten.


1200 Masken für die Aalener Tafel

Foto: Peter Hageneder
Foto: Peter Hageneder

Eine etwas andere Spende konnte Pfarrer Bernard Richter als Vorsitzender der Aalener Tafel gestern entgegennehmen. Kein Scheck, keine Lebensmittelspende, dafür aber 1200 FFP2 -Masken für die Mitarbeiter und Kunden der Aalener Tafel. Während die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten noch über die Maskenpflicht verhandelten, brachte Jochen Schittenhelm von Ostalb Med aus Essingen diese Spende, über die sich der Vorsitzende sehr gefreut hat. Richter sprach auch vom Schutz der Mitarbeiter und Kunden, die in diesen Tagen durch das Tragen gerade dieser Masken immer wichtiger geworden sei und notwendig bleibt. Unser Bild zeigt Jochen Schittenhelm (rechts) und Pfarrer Bernhard Richter (links) bei der Übergabe der Masken vor dem Tafelladen in der Bahnhofstraße. 


Ein Jahr Stele am Waldfriedhof

Mit einer kleinen Gedenkfeier auf dem Aalener Waldfriedhof wurde am 13. 1. des ersten Jahrestages der Stele für Wohnsitzlose am anonymen Gräberfeld gedacht. „Um uns zu erinnern“ ist in Buchstaben in die von der Firma Haschka gestiftete Stele eingraviert. So sprach Pfarrer Bernhard Richter als Vorsitzender des Freundeskreises für Wohnsitzlose als einem wichtigen Zeichen für eine würdige Erinnerungskultur.

„Wohnsitzloses Leben behält auch im Tod seine Würde“ so Richter, der zugleich viele Namen verstorbener Wohnsitzloser in Erinnerung rief. Wolfgang Lohner von der Caritas erinnerte an die Verstorbenen des vergangen Jahres und Diakon Junge sprach Gebet und Segen. Am Schluss gingen die Teilnehmer auch zum Grab vom früheren Vorsitzenden Ottmar Ackermann und dem Freundeskreismitglied Dieter Benesch.


Der Aalener Wochenmarkt spendet an den Kocherladen

Auch die Marktbeschicker des Aalener Wochenmarktes haben an den Kocherladen gedacht!

Vielen Dank der ganzen Marktfamilie! Vielen Dank an Ulrich Prott für die Organisation!

Der Vorstand und die Kunden der Aalener Tafel sind tief beeindruckt von dieser solidarischen Aktion!