Pressemitteilung Aalener Friedensbündnis - Engagement für den Frieden geht weiter

 

Aalener Friedensdekade findet statt - Änderungen wegen Corona Auflagen

 

Aalen. Endlich ist nach langen Jahren wieder eine Friedensdekade in Aalen geplant. Das Aalener Bündnis für den Frieden veranstaltet eine Mahnwache zur Progromnacht, Friedensgebete und eine Ausstellung zu „Wirksam ohne Waffen“. Coronabedingt müssen die geplanten Filme zum globalen Filmherbst leider ausfallen und eine Infoveranstaltung wird online nachgeholt.

 

Erstmals nach vielen Jahren Pause sind in diesem Jahr im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade wieder verschiedene Aktionen geplant. Das Aalener Friedensbündnis umfasst 25 verschiedene Initiativen in Aalen, von verschiedenen kirchlichen Trägern, über Gewerkschaften, politischen Parteien und verschiedenen Bildungsträger und migrantischen Organisationen. Die bundesweite Friedensdekade wird von einem ökumenischen Trägerverbund getragen und steht dieses Jahr unter dem Motte „Umkehr zum Frieden“.

 

Gestartete wäre die Friedensdekade am 2. November mit einem Film zu Kolumbien und dem Friedensprozess in dem Land und Mitte November mit einem Film zur Rüstungsproduktion in Oberndorf. Beide Filme wären im Rahmen des Globalen Filmherbstes zusammen mit den Filmemachern gezeigt wurden, doch die Filme mussten leider aufgrund der Schließung von Kinos abgesagt werden. Es wird derzeit ein Online-Format ausgearbeitet, so dass die Filme später noch gezeigt werden können mit der Gesprächsmöglichkeit mit den Produzenten.

 

 

Ebenfalls wird die geplante Mahnwache an den Stolpersteinen (Ecke Beinstr. / Bahnhofstr.) am 9. November um 17 Uhr stattfinden, wenn auch in kleinerem Kreis. Anschließend gibt es eine kurze Begehung einiger Stolpersteine und Informationen zur damaligen Judenverfolgung in Aalen. Ebenfalls stattfinden können die geplanten Gottesdienste, und zwar zum Motto der Dekade: Umkehr zum Frieden am 8. Nov. um 10 Uhr, und am Buß- und Bettag am 18.11. um 10 Uhr in der Stadtkirche mit Pfarrer Bernhard Richter.. Ebenso das Friedensgebet am 16. November um 18.10 Uhr vor dem Turm der Stadtkirche, ebenfalls mit Pfarrer Bernhard Richter

 

Die für den 16. November geplante Veranstaltung mit zwei sudanesischen Frauen zur „Gewaltfreie Revolution im Sudan“ wird voraussichtlich im Dezember nachgeholt, mit einer Online-Zuschaltung der Referenten und einer Präsenzveranstaltung im Um-Welthaus. Genaueres wird vorher bekannt gegeben.

 

 

Das Engagement für den Frieden kann nicht in den „Lock-down“ gehen, so Jürgen Menzel und Pfarrer Bernhard Richter, die beiden Initiatoren der Aalener Friedensdekade. Im Gegenteil hat die Corona- Pandemie in vielen Regionen der Welt die Konflikte verschärft, weil viele Regime nun ihre Restriktionen gegen Menschenrechte und Minderheiten mit Corona – Maßnahmen legitimieren. Auch das Recht auf Freie Meinungsäußerung oder Demonstrationen kann nicht außer Kraft gesetzt werden und durchaus unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen weiter in Anspruch genommen werden. Deshalb ist es dem Aalener Friedensbündnis wichtig, die Friedensdekade nicht komplett abzusagen.